Roland Stigulinszky

Roland Stigulinszky (* 29. April 1926 in Saarbrücken) ist ein deutscher Grafiker, Karikaturist und Satiriker. Seine Werke unterzeichnet er mit dem Kürzel stig.

Nach dem Besuch der Saarbrücker Horst-Wessel-Schule, dem heutigen Otto-Hahn-Gymnasium machte Stigulinszky 1943 an der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt in Köslin sein Notabitur. Danach wurde er zur Luftwaffe eingezogen. Im selben Jahr 1943 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Ab 1947 arbeitete er zunächst als freiberuflicher Gebrauchsgrafiker und Texter. Von 1948 bis 1953 war er Mitarbeiter bei der saarländischen Satire-Zeitschrift Der Tintenfisch. Außerdem arbeitete er u. a. für den Fernsehsender Telesaar, die satirische Zeitschrift Pardon, die Jugendzeitschrift Twen, die Süddeutsche Zeitung und für die Saarbrücker Zeitung. Stigulinszky war von 1967 bis 1969 Präsident des Bundes Deutscher Grafik-Designer, von 1977 bis 1980 Vorsitzender des Tarifverbandes Selbständiger Design-Studios (SDSt) und von 1982 bis 1985 Präsident des Deutschen Designertages. Zu seinem 85. Geburtstag hat er den Gedichtband „Die Äpfel röten sich“ herausgebracht. 2013 gab es in Sulzbach durch eine Zusammenarbeit des Kunstvereins und der Stadt in der Sulzbacher Galerie die Ausstellung „Roland Stigulinszky – Querschnitt und Rückblick“, die einen Überblick über sein mehr als sechzigjähriges Wirken als Grafiker, Karikaturist, Satiriker und Dichter vermittelte. Dabei war auch sein erstes Auftragswerk aus dem Jahr 1947, das er nach seiner Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft fertigte. Zu seiner Eisernen Hochzeit mit seiner Frau Bruni veröffentlichte Stigulinszky den Gedichtband „Eiserne Hochzeit – Rostfreie Gedichte“. Stigulinszky ist Träger des Saarländischen Verdienstordens.