Lachstedt

51.08296111.666678230Koordinaten: 51° 4′ 59″ N, 11° 40′ 0″ O
Kirche in Lachstedt
Lachstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmiedehausen im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Lachstedt liegt im äußersten nordöstlichen Zipfel der Saale-Ilm-Kalksteinplatte abgelegen und ist aber über Camburg und Bad Sulza verkehrsmäßig gut erreichbar. Die Gemarkung des Ortes ist ackerbaulich erschlossen. Der schwere Boden nahm sogar Einfluss auf die Entwicklung des Ortes.
Bereits 822–842 wurde das Dorf urkundlich ersterwähnt. Der Ort gehörte als Lehen zum Besitz der Schenken von Saaleck aus dem Haus der Schenken von Vargula. 1343 veräußerten sie Lachstedt mit der Burg Saaleck an die Naumburger Bischöfe, welche aus dem zur Burg gehörigen Gebiet das Amt Saaleck bildeten. Dieses kam im Jahr 1544 an das zum Hochstift Naumburg gehörige Amt Naumburg und mit diesem im Jahr 1564 an das Kurfürstentum Sachsen.
Lachstedt gehörte als Exklave des Amts Naumburg zwischen 1656/57 und 1718 zum kursächsischen Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Zeitz, danach zum Kurfürstentum Sachsen und ab 1806 zum Königreich Sachsen. Durch den Wiener Kongress kam Lachstedt 1815 zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und wurde dem Amt Dornburg angegliedert.
Um das Dorf liegt ein fruchtbares, aber schwer bearbeitbares Ackerbaugebiet. Dies beeinflusste die Landwirte bei der Auswahl der Zugtiere. Es entwickelte sich auf diesen Flächen die Thüringer Kaltblutzucht der Pferde nicht nur hier, sondern auch in der Umgegend. Die rasante wissenschaftlich-technische Entwicklung verdrängte auch in der DDR die Pferde, besonders das Kaltblut. Im Ort gab es ein großes Gut, das jetzt (2012) offenbar funktionslos ist und teilweise verfällt.