Ottersbachtal

Blick über das Ottersbachtal
Das Ottersbachtal ist ein Tal in der Gemeinde Eitorf im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Der namensgebende Ottersbach ist ein rechter Nebenlauf der Sieg. Im Ottersbachtal liegen die Orte Rankenhohn, Kreisfeld, Ober-, Mittel- und Niederottersbach, Wilbertzhohn, Köttingen, Kehlenbach und Halft der Gemeinde Eitorf. Das linke Bachufer gehört teilweise zu den Windecker Ortsteilen Altenherfen, Lüttershausen, Rieferath und Ringenstellen. Diese liegen im Tal des Rieferather Baches, der bei Niederottersbach in den Ottersbach mündet.
Die durch den Ottersbach betriebenen Mühlen in Kreisfeld, Niederottersbach und Halft sind heute außer Betrieb. 1644 wird in einer Urkunde auf eine 1636 im Dreißigjährigen Krieg untergegangene Ölmühle oberhalb des Wissbonnes verwiesen. Als deren Besitzer wurden Junker Adolf Quadt zu Isengarten, Jan Lambertz Erben aus Wissbonnen und letztlich Henrich Khoengen zu Halft genannt.
Die Ortschaften im Ottersbachtal sind heute durch eigenes Vereinsleben miteinander verbunden, dessen Höhepunkt der Ottersbacher Erntedankzug ist, dem einzigen in der Gemeinde Eitorf. Mit den Ortschaften der Herchener Höhe wird der Fußballverein SV Höhe getragen, der auch Jugendmannschaften unterhält.
Der Ottersbach bei Mittelottersbach
Das Dreifaltigkeitskreuz im Ortsteil Köttingen
Das Erntepaar 2007

Cavallermaggiore

Cavallermaggiore (piemontesisch Cavlimor/Caolimor oder Cavalimor) ist eine Gemeinde mit 5531 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Cuneo (CN), Region Piemont.
Die Nachbargemeinden sind Bra, Cavallerleone, Cherasco, Marene, Monasterolo di Savigliano, Racconigi, Ruffia, Sanfrè, Savigliano und Sommariva del Bosco.
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 51 km².

In einem Dokument von 1028 ist erstmals von einem Cavallarium Witberti die Rede. In einer Bulle von Papst Lucius III. von 1185 lautet der Name dann Cavallarius Maius, wovon der heutige Name abgeleitet ist. Während des Mittelalters übten verschiedene Familien die Herrschaft über den Ort aus. Von 1418 an gehörte er zum Haus Savoyen, was bedeutete, dass er 1861 Teil des Königreichs Italien wurde. 1863 verlieh König Viktor Emanuel II. der Ortschaft das Stadtrecht.
Cavallermaggiore hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Turin – Savona. Ferner zweigt von hier eine Bahnstrecke nach Alessandria ab.
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Kommunalwahlen in Brandenburg 2008

Die Kommunalwahlen in Brandenburg 2008 fanden am Sonntag, dem 28. September 2008, statt.
Es wurden die Vertreter für 14 Kreistage, vier Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte und 416 Gemeindevertretungen beziehungsweise Stadtverordnetenversammlungen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden gewählt. Außerdem wurden 266 ehrenamtliche und 4 hauptamtliche Bürgermeister direkt gewählt. In vier Gemeinden wurde die Wahl des Bürgermeisters mangels Bewerber abgesagt. Für Ortsteile innerhalb von Gemeinden fanden Wahlen für 353 Ortsvorsteher und 1.264 Ortsbeiräte statt. Wahlberechtigt waren 2,13 Millionen Deutsche und 13.800 EU-Bürger, darunter 168.200 Erstwähler zwischen 18 und 23 Jahren.
Die nächsten Kommunalwahlen in Brandenburger Gemeinden sollen am 25. Mai 2014 zeitgleich mit der Europawahl abgehalten werden.

Das vorläufige amtliche Landesendergebnis der Kommunalwahl lautete:
Zehn Parteien (Bündnis 90/Die Grünen, CDU, DKP, DSU, DVU, Die Linke, Familien-Partei Deutschlands, FDP, NPD, SPD) sowie 11 politische Vereinigungen, 44 Listenvereinigungen und 925 Wählergruppen hatten Kandidaten aufgestellt. In einigen Städten und Gemeinden kandidierte der amtierende Bürgermeister als Spitzenkandidat seiner Partei für die Gemeindevertretung. Dies wurde von den konkurrierenden Listen als Scheinkandidatur kritisiert, da der Bürgermeister geborenes Mitglied der Gemeindevertretung ist.
Bei den Wahlen der Vertreter wurde nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt, wobei jeder Wähler drei Stimmen hat, die er Kumulieren und Panaschieren kann.

Nach Berichten von Wahlbeobachtern wurden durch den Einsatz der Nedap-Wahlmaschinen die Wahlgrundsätze mehrfach missachtet, die Wahlergebnisse verfälscht und Wähler von der Wahl ausgeschlossen.

Charles City

Floyd County
19-12765
Charles City ist eine Stadt (mit dem Status „City“) und Verwaltungssitz des Floyd County im US-amerikanischen Bundesstaat Iowa. Im Jahr 2010 hatte Charles City 7652 Einwohner, deren Zahl sich bis 2013 auf 7527 verringerte.

Charles City liegt im mittleren Nordosten Iowas am Cedar River, der über den Iowa River zum Stromgebiet des Mississippi gehört. Die Grenze zu Minnesota verläuft rund 50 km nördlich, während der Mississippi rund 130 km östlich die Grenze Iowas zu Wisconsin bildet.
Die geografischen Koordinaten von Charles City sind 43°03′59″ nördlicher Breite und 92°40′21″ westlicher Länge. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 16,34 km² und gehört keiner Township an.
Nachbarorte von Charles City sind Colwell (16,3 km nordöstlich), Bassett (13,5 km östlich), Nashua (19,3 km südöstlich), Greene (29,5 km südwestlich), Rockford (23,8 km westlich) und Floyd (10,2 km nordwestlich).
Die nächstgelegenen größeren Städte sind die Twin Cities in Minnesota (Minneapolis und Saint Paul) (249 km nördlich), Rochester in Minnesota (125 km nordnordöstlich), La Crosse in Wisconsin (186 km nordöstlich), Wisconsins Hauptstadt Madison (310 km östlich), Dubuque an der Schnittstelle der Staaten Iowa, Wisconsin und Illinois (212 km ostsüdöstlich), Waterloo (81,4 km südöstlich), Cedar Rapids (168 km in der gleichen Richtung) und Iowas Hauptstadt Des Moines (231 km südsüdwestlich).
Der zum Freeway ausgebaute Iowa State Highway 27 bildet die südliche und westliche Umgehungsstraße von Charles City. Der U.S. Highway 18 führt in West-Ost-Richtung durch das Stadtgebiet von Charles City und trifft im Zentrum an dessen nördlichen Endpunkt auf den Iowa State Highway 14. Alle weiteren Straßen sind untergeordnete Landstraßen, teils unbefestigte Fahrwege sowie innerörtliche Verbindungsstraßen.
In Charles City treffen zwei Eisenbahnstrecken der Canadian National Railway (CN) und der Canadian Pacific Railway (CP) aufeinander.
Mit dem Northeast Iowa Regional Airport befindet sich 5,5 km östlich ein kleiner Flugplatz. Der nächste Verkehrsflughafen ist der 74 km südsüdöstlich gelegene Waterloo Regional Airport, von wo aus durch Zubringerflüge mehrerer Fluggesellschaften Anschluss an die Großflughäfen Chicago O’Hare und Minneapolis-Saint Paul besteht.
In der Gegend von Charles City hatten sich ursprünglich Winnebago-Indianer niedergelassen. Im Jahre 1852 kamen 25 Familien als erste Siedler hierher. Die heutige Stadt wurde 1869 als Charlestown inkorporiert.
Nach der Volkszählung im Jahr 2010 lebten in Charles City 7652 Menschen in 3440 Haushalten. Die Bevölkerungsdichte betrug 468,3 Einwohner pro Quadratkilometer. In den 3440 Haushalten lebten statistisch je 2,15 Personen.
Ethnisch betrachtet setzte sich die Bevölkerung zusammen aus 92,7 Prozent Weißen, 2,5 Prozent Afroamerikanern, 0,2 Prozent amerikanischen Ureinwohnern, 2,5 Prozent Asiaten, 0,1 Prozent Polynesiern sowie 1,0 Prozent aus anderen ethnischen Gruppen; 1,1 Prozent stammten von zwei oder mehr Ethnien ab. Unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit waren 2,6 Prozent der Bevölkerung spanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
23,0 Prozent der Bevölkerung waren unter 18 Jahre alt, 53,9 Prozent waren zwischen 18 und 64 und 23,1 Prozent waren 65 Jahre oder älter. 53,0 Prozent der Bevölkerung waren weiblich.
Das mittlere jährliche Einkommen eines Haushalts lag bei 38.417 USD. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 21.900 USD. 16,6 Prozent der Einwohner lebten unterhalb der Armutsgrenze.
Citys: Charles City | Colwell | Floyd | Greene | Marble Rock | Nashua | Nora Springs | Rockford | Rudd
Census-designated place (CDP): Roseville
Andere Unincorporated Communities: Aureola | Maple Heights | Oakwood | Powersville
Liste der Ortschaften in Iowa

S.M. Hilfskreuzer „Wolf“

S.M. Hilfskreuzer „Wolf“ ist ein deutscher Dokumentarfilm, der 1918 zu propagandistischen Zwecken in Kiel an Bord des Hilfskreuzers SMS Wolf gedreht wurde.

Der heimkehrenden Wolf begegnet ein deutsches Torpedoboot. Auf der Brücke erteilt der Erste Offizier, Kapitänleutnant Schmehl, Befehle. Im Kieler Hafen wird der Dampfer von Zivilisten und Marineangehörigen begrüßt. Auf einem im Hafen liegenden Segelschulschiff werden Manöver durchgeführt.
Der Kommandeur der Marinestation der Ostsee, Vizeadmiral Gustav Bachmann, verleiht dem Wolf-Kommandanten, Fregattenkapitän Karl August Nerger, den Pour le Mérite. Da Bachmann das Ordensband um Nergers Hals nicht richtig befestigt hat, droht der Orden abzurutschen, was durch einen hinter Nerger stehenden Marineangehörigen verhindert wird, indem er das Ordensband auf Nergers Schulter festhält.
Admiral Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Kaiser Wilhelm II., besucht die Wolf. Kriegsgefangene Handelsschiffmatrosen und portugiesische und neuseeländische (oder australische) Soldaten bewegen sich an Deck. Die Gefangenen holen sich in großen Kübeln ihr Essen.
Das Bordflugzeug Wölfchen, eine Friedrichshafen FF 33, wird startklar gemacht. Die beiden Piloten besteigen die Maschine. Die Bordhunde, überwiegend Dackel, tollen vor der Kamera herum. Es werden Geschützübungen durchgeführt, bei denen demonstriert wird, wie die Tarnung des Hilfskreuzers im Einsatzfall aufgehoben wird. Fleisch wird an Bord gebracht, laut Zwischentafel das erste Frischfleisch seit 12 Monaten. Das Gepäck der Gefangenen wird untersucht, anschließend werden sie mit einem kleinen Dampfer, der längsseits der Wolf liegt, in die Kriegsgefangenschaft an Land abtransportiert.
Im Gegensatz zu Graf Dohna und seine Möwe wurden auf der Wolf während ihrer Reise keinerlei Filmaufnahmen gemacht. Warum, im Gegensatz zur Möwe, keine Filmkamera an Bord genommen wurde, ist unbekannt. Alle Aufnahmen von S.M. Hilfskreuzer „Wolf“ wurden im Kieler Hafen gedreht.
In seinem autobiografischen Roman Des Kaisers Kulis (Berlin 1929) berichtet der Schriftsteller Theodor Plivier, der sich als Besatzungsmitglied an Bord der Wolf befand, über die Dreharbeiten. Danach sind die Aufnahmen größtenteils gestellt, da beim Einlaufen des Schiffs in den Kieler Hafen und bei der Verleihung der Orden durch Admiral Bachmann kein Kamerateam anwesend war:
… Der Admiral ist wieder an Bord gekommen. Diesmal mit einem Hauptmann der „Propagandastelle zur Hebung der Kriegsstimmung im Hinterland“. Ein Filmapparat! Großaufnahme: vom Kommandanten, von der Dackelmeute, von der Mannschaft.
Der Kameramann kurbelt. Der Admiral verleiht die einkassierten Eisernen Kreuze zum zweitenmal, stellt dieselben idiotischen Fragen, liest dasselbe Kaisertelegramm ab, hängt dem Kommandanten den Pour le Mérite wieder um. Ein riesengroßer Kintopp! Der höchste Kriegsorden der Nation ist zum Theaterrequisit geworden. Der Kommandant, dem der Heiratskonsens mit seiner Frau versagt bleibt, weil sie Schauspielerin ist, wird selber in die Rolle eines Schauspielers gedrängt. Die übrigen Offiziere samt dem Admiral und Chef der Ostseestation bilden die Komparserie. Die Mannschaften der im Hafen liegenden Kriegsschiffe, die auf Befehl bevölkerten Landungsbrücken geben den großen und billigen Hintergrund ab. Wir brüllen Hurra, ein halbes Hundert mal, bis wir heiser sind, und grinsen dabei: Propaganda zur Hebung der Kriegsstimmung in Deutschland! 500 m Film für das Hinterland und die Lazarette. Die erbeutete Ladung im Wert von 40 Millionen Mark … sind nicht für das Hinterland und die Lazarette gedacht …
Plivier, Des Kaisers Kulis, S. 307
Nach Plivier besaß der Film eine Länge von 500 m, war also erheblich länger als die überlieferte Fassung. Auffällig ist, dass die Wolf nie von außen aufgenommen wird, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass sich das Schiff in einem durch die lange Fahrt und Sturmeinwirkung zum Teil erheblich beschädigten Zustand befand. Die Eingangssequenz, die die Wolf angeblich beim Einlaufen in Kiel zeigt, wurde vermutlich am Heck eines wesentlich kleineren und schnelleren Fahrzeugs gedreht. Die Aufnahme des Segelschulschiffs Großherzogin Elisabeth des Deutschen Schulschiffs-Vereins steht inhaltlich in keinem Zusammenhang zur Wolf-Reise und sollte offenbar maritimes Flair suggerieren.
Der Film war Jahrzehnte lang nur in einer gut vierminütigen Fassung überliefert und wurde offenbar vom Bundesarchiv-Filmarchiv restauriert.

Schlossbergalpe

Die Schlossbergalpe, oft auch „Schlossbergalm“ genannt, liegt am Fuße der Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg und oberhalb der Ortschaft Zell in der Gemeinde Eisenberg.

Die Ersterwähnung der Schlossbergalpe datiert 1598, als die von Freyberg-Eisenberg ihren Besitz aufgeteilt haben. Dabei sollte an den neuen Besitzer der Burg Eisenberg, Werner Philipp von Freyberg-Eisenberg, auch noch am selben berg ain new erbawens hauß item städel, und stallungen wie auch pomgärtten, enger, und aygne vichwaiden zufallen. Dieses „neuerbaute Haus“ war der Wirtschaftshof der Burg. Er konnte nicht wie die anderen Bauerngüter im Ort innerhalb einer Familie weitergegeben werden, sondern er wurde beim Tod eines Inhabers von der Herrschaft neu verliehen. So bittet 1707 der Schlossbauer Martin Friedl, dass das Anwesen auch auf den Leib eines Kindes verliehen wird. Er werde dafür das „schon wieder baufällige Haus“ richten, wenn die Herrschaft das Bauholz stellt. Wegen dieser besonderen Verhältnisse wird das „Schlossgut“ nicht in den eisenbergischen Lehensbüchern erwähnt.
Der letzte Schlossbauer war Franz Friedl. 1835 bezog er ein neues Anwesen in Zell, das nun den Hausnamen „Schlossbauer“ erhielt. Aus dem Besitz des Freiherrn Joseph Friedrich von Freyberg-Eisenberg konnte er damals Felder im Wert von 180 Gulden erwerben. Die Schlossbergalpe wurde nun im Winter nicht mehr bewohnt und das Gebiet fortan als Weideland genutzt. Der erste bekannte Pächter war ab etwa 1900 Gottfried Angerer aus dem Eisenberger Ortsteil Speiden. Er ließ am Schlossberg 30-40 Milchkühe weiden und richtete im Hof eine „Käsküche“ ein. Von den 300-500 Liter Milch wurde Rundkäse hergestellt, der in der Umgebung seine Abnehmer fand. In den Sommermonaten wohnte die Familie von Freyberg zeitweise in der Alpe, wo ihr im ersten Stock ein Zimmer reserviert war.
Nachdem Angerer 1923 die Schlossbergalpe aufgegeben hatte, wurde sie vom Waisenhaus in Pfronten zur Versorgung der Vinzentinerinnen und der Heimbewohner gepachtet. Als dann die beiden kinderlosen Freiinnen Olga und Maria von Freyberg ihren Eisenberger Besitz veräußern wollten, konnte er 1938 von der (ehemaligen) Raiffeisenkasse Zell erworben werden. Der Kauf umfasste neben Hof, Garten und Ruinengelände rund 40 Hektar Wald und Weideland. Der Kaufpreis sollte in jährlichen Raten bis 1951 beglichen werden. Danach stand den Freiinnen bis zu ihrem Ableben eine monatliche Rente zu. Ihre Bedingung war außerdem eine Grabstätte im Zeller Friedhof, was 1948 beim Ableben der Maria von Freyberg erfüllt wurde. Auch ihre 1952 verstorbene Schwester fand hier ihre letzte Ruhestätte. Schon beim Verkauf war vereinbart geworden, dass eine Wald- und Weidegenossenschaft gegründet werden muss. Sie lässt noch immer das Gebiet bewirtschaften und hat die Alpe an Pächter vergeben, die zugleich den Hirtendienst versehen.
Die Schlossbergalpe liegt auf rund 1000 m Meereshöhe und ist durch Wanderwege und eine Fahrstraße erschlossen. Von hier aus lassen sich gut die oberhalb liegenden Burgruinen besuchen. Mit der Zunahme des Tourismus entstand in der Alpe ein Gastronomiebetrieb, für den das Gebäude immer mehr renoviert und modernisiert wurde.
Auf der Terrasse kann der Besucher einen reizvollen Rundblick auf die Allgäuer Berge und das Füssener Land genießen. Bei klarer Sicht sind auch die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau zu sehen.
Josef Berkmiller, Die Geschichte der Schloßbergalm seit dem Jahre 1900. In: Rund um den Falkenstein (Mitteilungsblatt des Heimatvereins Pfronten und Umgebung) Nr. 19, 1986, S. 370
Albert Guggemos, Eisenberg im Wandel der Zeit, Gemeinde Eisenberg (Hg.) 2006, S. 484
Bertold Pölcher, Hausgeschichte Eisenberg (Ortsteil Zell), vervielfältigtes Manuskript 2008, S. 256
Schlossbergalm, abgerufen am 2. März 2013
47.61263333333310.592716666667Koordinaten: 47° 36′ 45″ N, 10° 35′ 34″ O

Westghats

Lage der Westghats auf der Karte des indischen Subkontinents.
Die Westghats (engl. Western Ghats; Hindi: पश्चिमी घाट, Paścimī ghāṭa; Marathi: सह्याद्री, Sahyādrī; Kannada ಪಶ್ಚಿಮ ಘಟ್ಟಗಳು, Paścima ghaṭṭagaḷu; Malayalam പശ്ചിമഘട്ടം, Paścimaghaṭṭaṁ) sind ein Gebirge im Westen Indiens, das am Rande des Dekkan-Plateaus verläuft und dieses von dem schmalen Streifen der Küstenebene und dem Arabischen Meer trennt.

Der Gebirgszug nimmt seinen Ausgang südlich des Flusses Tapti an der Grenze der indischen Bundesstaaten Gujarat und Maharashtra und verläuft auf einer Länge von etwa 1600 km durch die Bundesstaaten Maharashtra, Goa, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu fast bis zur Spitze des indischen Subkontinents. Die durchschnittliche Höhe beträgt etwa 900 m. Höhere Gipfel finden sich im Norden in Maharashtra, beispielsweise Kalsubai (1646 m), Mahabaleshwar (1438 m) und Harishchandragarh (1424 m) sowie im südwestlichen Karnataka, Kudremukh (1862 m). Die höchste Erhebung liegt im Süden mit Anamudi in Kerala (2695 m). Die einzige größere Lücke innerhalb des Gebirgszugs, das Palghat, verbindet Tamil Nadu mit Kerala. Kleinere Nebenketten der Westghats sind die Nilgiriberge im nordwestlichen Tamil Nadu und die Billigirirangans im Südosten Karnatakas, die weiter östlich die Servaraya- und Tirumala-Berge treffen und somit die Westghats mit den Ostghats verbinden. Die Gebirgsketten dienen den wildlebenden Tieren, wie den Indischen Elefanten, als natürliche Korridore, um zwischen den Gebieten zu wechseln.
Der nördliche Teil der schmalen Küstenebene zwischen den Westghats und Arabischem Meer ist bekannt als Konkanküste, der südliche Teil als Malabarküste. Die Vorgebirgsregion östlich der Ghats in Maharashtra wird Desh genannt, während die Vorgebirgsregion Zentral-Karnatakas Malnad (von kannada maḷe-nāḍu = Regenland) heißt. Die größte Stadt in den Westghats ist Pune im Desh.
Die Berge stellen ein natürliches Hindernis für den West-Monsun dar, was dazu führt, dass seine wasserreichen Regenwolken sich an den Hängen abregnen, da die die Hänge aufsteigenden Wolken durch die Abkühlung ihr gespeichertes Wasser nicht mehr halten können. Die dichten Wälder tragen ebenfalls zu einem feucht-warmen Klima bei. Davon profitieren allein die Westhänge der Westghats, während der Osten mit dem Dekkan relativ trocken ist. Sie stellen zudem die wichtigste Wasserscheide der indischen Halbinsel dar und von ihnen fließen einerseits die verhältnismäßig kurzen Flüsse der Westseite, die zum Arabischen Meer fließen, ab, andererseits die längeren Flüsse der Ostseite, wie Godavari, Krishna und Kaveri, die sich schließlich in den Golf von Bengalen ergießen. Viele dieser Flüsse sind stark belastet durch die Verschmutzung, die von Bergbau, Landwirtschaft, Siedlungen und Industrie in die Flüsse getragen wird.
Ursprünglich waren die Westghats weithin von Regenwald bewachsen. Diese Wälder waren Heimat einer vielfältigen Fauna und Flora. Doch der Mensch hat starken Einfluss auf die ursprüngliche Landschaft genommen. Zahlreiche Nationalparks und Schutzgebiete liegen im Gebiet der Westghats, doch es wird angenommen, dass nur ein kleiner Teil des Gebiets im natürlichen Zustand erhalten bleiben wird.
Biogeografen haben bereits vor einiger Zeit erkannt, dass die Pflanzen- und Tierwelt der Westghats sehr vielfältig und teilweise einzigartig in der Welt ist. Viele endemische Arten, insbesondere im Bereich der Amphibien und Reptilien, sind hier verbreitet. Die Familie der Uropeltidae innerhalb der Schlangen ist einzigartig für die Gegend. Zudem wurde 2003 die Froschart Nasikabatrachus sahyadrensis entdeckt, die ein lebendes Fossil darstellt. Auch die Travancore-Landschildkröte aus der Gattung der Asiatischen Landschildkröten ist auf diese Gebirgskette beschränkt.
Die Westghats sind ökologisch verschieden von den trockenen Regionen im Norden und Osten und können in vier Ökoregionen eingeteilt werden. Der Norden ist etwas trockener als der Süden, erreicht etwas geringere Höhen und bildet die Ökoregion laubabwerfender Regenwälder der nördlichen Westghats, die als wichtige Arten Teak-Bäume und Arten der Dipterocarpaceae hat. Oberhalb von 1000 m Höhe liegt die kühl-feuchtere Ökoregion Berg-Regenwälder der nördlichen Westghats, deren immergrüne Hauptvertreter der Familie der Lauraceae angehören.
Die immergrünen Wayanad-Wälder von Kerala und Tamil Nadu bilden die Übergangsregion der nördlichen und südlichen Ökoregionen der Westghats. Die südlichen Ökoregionen sind im Allgemeinen feuchter und artenreicher. Auf niedrigen Höhen findet man die Ökoregion laubabwerfender Regenwälder der südlichen Westghats, mit den Hauptarten Cullenia, Teak, Dipterocarpaceae und anderen. Im Osten geht diese in die Ökoregion laubabwerfender Ebenen-Trockenwälder des südlichen Dekhan über. Oberhalb von 1000 Metern liegt die Ökoregion Berg-Regenwälder der südlichen Westghats, die kühl-feuchter als die umgebenden Tiefland-Wälder ist, obwohl in den höchsten Gebieten Grasland und Zwergwälder gefunden werden können. Dieses Gebiet ist das artenreichste Indiens. 80 % aller Blütenpflanzen der gesamten Westghats werden hier gefunden. 35 % der Pflanzen, 42 % der Fische, 48 % der Reptilien und 75 % der Amphibien, die hier vorkommen, sind endemische Arten.
Die Westghats sind einer der weltweit bedeutenden Biodiversitäts-Hotspots. Im Jahr 2012 wurden 39 Schutzgebiete in den Westghats in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.
Wegen seines regenreichen Klimas und der fruchtbaren Böden sind die Westghats ein sehr altes Siedlungsgebiet. Abgesehen von den reizvollen landschaftlichen Aspekten finden sich hier auch einige der frühesten Zeugnisse der buddhistischen Höhlenarchitektur: Karli-Caves, Bhaja-Caves, Bedsa-Caves bei Lonavla; Pandavleni-Caves bei Nashik u. a.; auch einer der frühesten freistehenden Tempel Indiens bei Talagunda befindet sich nicht weit entfernt von den Westghats.
Letztlich profitieren mehrere Großstädte auf dem Dekkan-Plateau vom Wasserreichtum der Westghats – die bekanntesten sind Pune, Aurangabad, Nashik, Bangalore u. a.
Ajanta | Bergfestungen von Rajasthan: Festung Amber, Festung Chittorgarh, Festung Gagron in Jhalawar, Festung Jaisalmer, Festung Kumbhalgarh, Festung Ranthambhor | Bhimbetka | Champaner-Pavagadh (Archäologischer Park) | Chhatrapati Shivaji Terminus | Elephanta | Ellora | Fatehpur Sikri | Gebirgseisenbahnen in Indien | Goa (Kirchen und Klöster) | Great-Himalayan-Nationalpark | Große Tempel der Chola-Dynastie | Hampi | Humayun-Mausoleum | Jantar Mantar | Kaziranga-Nationalpark | Keoladeo-Nationalpark | Khajuraho | Konark | Mahabodhi-Tempel | Mamallapuram | Manas-Nationalpark | Nanda-Devi-Nationalpark | Pattadakal | Qutb Minar | Rani Ki Vav | Rotes Fort (Agra) | Rotes Fort (Delhi) | Sanchi | Sundarbans | Taj Mahal | Westghats

September (Film)

September ist ein US-amerikanisches Filmdrama unter Regie von Woody Allen aus dem Jahre 1987.

Sechs Menschen verbringen gemeinsam ein Wochenende in einer Hütte in Vermont. Darunter befindet sich die Schauspielerin Diane, die mehrmals heiratete, zuletzt Lloyd. Ihre Tochter Lane ist in den Schriftsteller Peter verliebt. Lane lud ihre Freundin Stephanie ein.
Es kommt zu romantischen Verwicklungen; jede Person liebt – meist unerwidert – eine andere.
Allen drehte den Film zunächst mit Sam Shepard, Charles Durning und Maureen O’Sullivan in den Hauptrollen, war dann aber mit dem Ergebnis so unzufrieden, dass er den gesamten Film mit anderen Schauspielern erneut drehte.
Das Drama wurde in einem Studio in New York City mit einem Budget von 10.000.000 Dollar gedreht. Es startete in den US-Kinos am 18. Dezember 1987, in Deutschland am 31. März 1988.
What’s Up, Tiger Lily? | Woody, der Unglücksrabe | Bananas | Mach’s noch einmal, Sam | Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten | Der Schläfer | Die letzte Nacht des Boris Gruschenko | Der Stadtneurotiker | Innenleben | Manhattan | Stardust Memories | Eine Sommernachts-Sexkomödie | Zelig | Broadway Danny Rose | The Purple Rose of Cairo | Hannah und ihre Schwestern | Radio Days | September | Eine andere Frau | New Yorker Geschichten | Verbrechen und andere Kleinigkeiten | Alice | Schatten und Nebel | Ehemänner und Ehefrauen | Manhattan Murder Mystery | Bullets Over Broadway | Geliebte Aphrodite | Alle sagen: I love you | Harry außer sich | Celebrity – Schön. Reich. Berühmt. | Sweet and Lowdown | Schmalspurganoven | Im Bann des Jade Skorpions | Hollywood Ending | Anything Else | Melinda und Melinda | Match Point | Scoop – Der Knüller | Cassandras Traum | Vicky Cristina Barcelona | Whatever Works – Liebe sich wer kann | Ich sehe den Mann deiner Träume | Midnight in Paris | To Rome With Love | Blue Jasmine | Magic in the Moonlight | Irrational Man

Germanenmission

Als Germanenmission bezeichnet man die christliche Missionierung der Germanen in der Spätantike und im Frühmittelalter.

Im Zuge der konstantinischen Wende zu Beginn des 4. Jahrhunderts und dem folgenden Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion unter Theodosius I. im späten 4. Jahrhundert, setzte vermehrt eine Missionstätigkeit innerhalb und außerhalb des Reiches ein. Die erste Begegnung mit dem Christentum hatten die Goten, die sich auf der Balkaninsel nördlich des Unterlaufs der Donau angesiedelt hatten. Sie trafen auf Kriegsgefangene, die in ihrer Gefangenschaft Mission trieben. Schon bald gab es unter den Goten kleine christliche Gemeinschaften, die vom Germanenbischof Wulfila († 383) für den Arianismus gewonnen wurden. Mit seiner Bibelübersetzung machte er den Goten die christliche Botschaft zugänglich. Vor allem die Goten und germanischen Stämme, die im Zuge der Völkerwanderung auf dem Boden des römischen Reiches siedelten, konvertierten oft geschlossen zum Christentum; allerdings in der Regel zum Arianismus, was später zu Problemen mit der römischen Mehrheitsbevölkerung führte, die katholisch war. Von geschichtlicher Bedeutung war die Taufe von Chlodwig I. und einer nicht ganz gesicherten Anzahl von Franken – wahrscheinlich (aber nicht gesichert) im Jahr 498 zum katholischen Bekenntnis. Hier spielte der König eine wichtige Rolle, da mit seinem Übertritt ein Großteil des Stammes übertrat. im Westgotenreich wiederum setzte König Rekkared I. 589 den Übertritt der Westgoten vom arianischen zum katholischen Bekenntnis um. Eine Missionstätigkeit außerhalb des Römischen Reiches war jedoch bis zum Untergang des Weströmischen Reiches nur sporadisch und kaum zielgerichtet.
Bis zum Untergang des Weströmischen Reiches konnte das Christentum außerhalb der Reichsgrenzen in Europa nur im keltischen Irland Fuß fassen. Ähnlich war mit dem Wegfall des Kaisers als möglichem Missionsherrn eine staatliche Mission im ehemals römisch kontrollierten Bereich nicht mehr möglich. Erst karolingische Herrscher – umstritten ist, ob möglicherweise auch schon seit dem letzten bedeutenden Merowinger Dagobert I. – nahmen die Missionsarbeit wieder entschlossen auf. Die römische Kirche trat erstmals unter Gregor dem Großen als Missionsleiter im angelsächsischen England auf. Eine gewaltsame Missionierung kam im Frühmittelalter aus kirchlicher Sicht nicht in Frage, wiewohl Gregor auch die Möglichkeit erwog, gegen eine heidnische Obrigkeit, die die Missionierung behinderte, mit Waffengewalt vorzugehen. Ideen, die die späteren Kreuzzüge auch nach Osteuropa inspirierten, stammten aus späterer Zeit.
Die gewaltsame Missionierung der Germanen (Sachsenkriege) fand in Deutschland ihren Höhepunkt während der Expansion des Fränkischen Reiches nach Norden und Osten. Die Nordgermanen, insbesondere die Svear (namensgebend für Schweden), entzogen sich der Christianisierung Skandinaviens teilweise bis ins 12. Jahrhundert.

Bockwindmühle Tornau

Die Bockwindmühle Tornau ist eine Bockwindmühle im zur Stadt Stendal gehörenden Dorf Tornau in Sachsen-Anhalt.
Überliefert ist, dass der Bauer J. D. Haacke die Mühle am 10. November 1710 in Erbpacht übernahm. 1877 erwarb der Müller Alfred Maeße die Mühle. Nach einem Blitzschlag musste die Mühle 1882 teilweise erneuert werden. So machte sich insbesondere eine Erneuerung der beschädigten Flügelwelle erforderlich.
Am 28. März 1897 brannte die Windmühle nieder. Es wird spekuliert, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Als Ersatz erwarb man eine 1701 errichtete Bockwindmühle in Zedau. Mit 23 Pferdegespannen wurde die Mühle nach Tornau transportiert und dort noch 1897 am Standort der abgebrannten Mühle wiederaufgebaut. Dabei wurden auch Teile der zerstörten Mühle genutzt, so dass sich heute an der Mühle unterschiedliche Jahreszahlen befinden. 1900 wurde für den Hausbaum der Mühle in Eichstedt eine Eiche gefällt.
Noch bis 1953 wurde in der Mühle Mehl gemahlen. Bis 1972 blieb die Mühle zum Schroten in Betrieb. Bei einem Sturm am 13. November 1972 traten an der Mühle starke Schäden auf, so wurden die Flügel abgeknickt. Die Mühle konnte danach nicht mehr betrieben werden und verfiel. Der Bürgermeister der Gemeinde Insel, Helmuth Zech sowie der Gemeinderat setzten sich für einen Erhalt der Mühle ein. Die Windmühle wurde daher am 1. März 1982 in Volkseigentum überführt. 1984 begann man mit Reparaturarbeiten, wobei man Hilfe durch einen Mühlenbauer aus dem Raum Mecklenburg-Vorpommern erhielt. Die Außenhaut und der Flügelkranz wurden bis 1986 erneuert. 1991 konnte, mit einem Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramm, das Flügelkreuz neu erstellt werden. Die Maschinen wurden in einen arbeitsfähigen Zustand versetzt, so dass wieder geschrotet werden kann. Besonders um den Erhalt der Mühle verdient machte sich Heinz Grützkau.
Die Bockwindmühle Tornau verfügt über ein Jalousieflügelkreuz. Die technischen Einrichtungen sind vollständig erhalten. So ist sowohl der Mahlgang und der Schrotgang vorhanden. Auch Schäl- und Spitzmaschinen sowie ein Askaniasichter sind erhalten. Gleiches gilt für die typischen Hilfseinrichtungen wie Transmissionen, Elevatoren und einen Aufzug.
52.58317611.783792Koordinaten: 52° 34′ 59″ N, 11° 47′ 2″ O