Georg Lebrecht

Georg Lebrecht (* 7. März 1875 in Schweidnitz (Schlesien); † 1945 in Berlin, Suizid bei Einmarsch der Roten Armee) war ein Maler und Illustrator in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der vor allem durch seine Pferdebilder bekannt wurde.

Der Sohn eines Spediteurs besuchte bis zum 15. Lebensjahr das Gymnasium in Schweidnitz und absolvierte zunächst eine Buchhändlerlehre im Verlag L. Heege sowie eine Ausbildung zum Künstler an der Kgl. Kunstschule in Stuttgart (bei Ludwig von Herterich und Robert Haug). Nachdem er eine Zeitlang in Süddeutschland und Berlin lebte wurde er als Buchillustrator bekannt. Von 1914–1918 war er Frontsoldat im Ersten Weltkrieg und war als Mitglied eines Freikorps an der Niederschlagung der linksextremistischen Aufstände 1919 beteiligt. Neben seiner frühen Mitgliedschaft in der NSDAP leitete er später die Abteilung Malerei, Graphik und Bildhauerei an der Reichskammer der Bildenden Künste in Berlin. 1945 nahmen er und seine Frau sich das Leben.
Bekannt wurde er durch Landschafts-, Jagd-, Natur- und später auch Kriegsgemälde. Auslandsstudienreisen führten ihn in die Puszta und nach Dalmatien.
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es insgesamt acht Mal – von 1937 bis 1944 – eine Große Deutsche Kunstausstellung im Münchener Haus der Deutschen Kunst. Lebrecht war dort mit insgesamt 21 Gemälden vertreten, so 1937 mit einem Bild Kameraden, das einen verwundeten Soldaten zu Pferde zeigte und 1938 mit Ums Morgenrot mit berittenen Soldaten. Auf der Jubiläumsausstellung des Vereins 1941 („Große Deutsche Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst zu München“) war er mit drei Werken vertreten.
Am 30. Januar 1938 wurde er von Adolf Hitler zum Professor ernannt.
Lebrecht nahm auch verschiedene kulturpolitische Funktionen wahr, unter anderem im Verein Berliner Künstler. Er war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Nikolai Michailowitsch Drosdow

Nikolai Michailowitsch Drosdow (russisch Николай Михайлович Дроздов; * 23. Dezember 1917 im Dorf Rakowo, Gouvernement Moskau; † 1974 in Moskau) war ein sowjetischer Konteradmiral. Er war von 1961 bis 1963 8. Kommandeur der Kaspischen Höheren Offiziersschule der Sowjetischen Seekriegsflotte in Baku.

Drosdow begann seine militärische Laufbahn 1936. Er besuchte von August 1936 bis November 1939 die Offiziersschule für Marinefliegerkräfte J.W. Stalin. 1939 wurde er Mitglied der KPdSU. Nach Beendigung der Offiziersschule war er bis Oktober 1941 Gehilfe des Chefs der Politabteilung für Komsomolarbeit dieser Schule. Im Oktober 1941 wurde er Staffelkommissar der Luftwaffenschule für Marineflieger in Astrachan. Im September 1942 ging die Staffel in den Bestand des 22. Aufklärungsgeschwaders ein und zur Nordflotte disloziert. Von Dezember 1942 bis September 1943 absolvierte Drosdow die Militär-politische Lenin-Akademie und anschließend bis April 1944 höhere militär-politische Lehrgänge der Flotte. Ab April 1944 arbeitete er für das ZK der KPdSU und war als Instrukteur der Kaderleitung für Flottenfragen zuständig.
Von November 1945 bis Juli 1946 befand sich Drosdow in Deutschland und diente als Parteiorganisator beim kommissarischen Sonderkomitee des Rates der Volkskommissare. Ab Juli 1946 setzte er seine vorherige Arbeit beim ZK der KPdSU fort und war von 1948 bis 1951 als Berater der administrativen Abteilung des ZK der KPdSU tätig. Am 9. November 1951 erfolgte seine Ernennung zum Konteradmiral. Von April 1951 bis November 1956 war er Chef der Kaderleitung der Seekriegsflotte. Im November 1956 wurde er von dieser Aufgabe befreit und zum Oberkommando der Seekriegsflotte versetzt. Er besuchte bis Oktober 1957 akademische Kurse für Offiziere an der Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR „K.J. Woroschilow“. Drosdow übernahm zuerst von Oktober 1957 bis Juni 1958 die Position des Gehilfen des Chefs und von Juni 1958 bis Juni 1961 des stellvertretenden Chefs der Militärischen Bildungseinrichtungen der UdSSR. Von Juni 1961 bis November 1961 war er stellvertretender Ausbildungschef der Flotte und von November 1961 bis Februar 1963 Kommandeur der Kaspischen Seekriegsschule. Nach dieser Tätigkeit wechselte er erneut in das Flottenoberkommando und war bis August 1971 stellvertretender Chef für Ausbildung und Beschaffung. Anschließend wurde er in den Ruhestand versetzt.

Burg Hohenstein (Dietingen)

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Mauerreste der Burg Hohenstein
Die Burg Hohenstein, auch Alt-Hohenstein genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf 578,3 m ü. NN und eine der ältesten Burganlagen am oberen Neckar. Sie liegt östlich der Gemeinde Villingendorf im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg.

Die Burg, eine Gründung der Hochadeligen Herren von Urslingen, wurde vor 1100 das erste Mal urkundlich erwähnt. Während des 13. Jahrhunderts kam sie an die Herren von Zimmern. Da diese während des Reichskrieges des Hauses Württemberg gegen mehrere Reichsstädte zwischen 1311 und 1312 auf der Seite der Württemberger standen, wurde Burg Hohenstein 1312 von der Reichsstadt Rottweil angegriffen und zerstört.
Die Ruine und der zugehörige Gutshof waren Mitte des 14. Jahrhunderts im Besitz der Herren von Reute, sie verpfändeten das Gut 1361 an die ebenfalls auf der südlich gelegenen Neckarburg sitzende Familie von Neuneck. 1411 kam es an die Grafen von Sulz, 1456 wiederum an die Herren von Zimmern. Ab dem Jahr 1513 kam der Hof zusammen mit dem Ort Dietingen von den von Zimmern an die Reichsstadt Rottweil. Nach der Reichsstadt war der Rottweiler Pürschvogt Strehmayer der Inhaber des Gutes, von ihm ging Burgruine samt Gut an die Grafen von Bissingen-Nippenburg über.
Von der ehemaligen Burganlage ist nur ein Wandstück und Grundmauern erhalten. Auf der sich nordöstlich anschließenden Hochfläche liegt das erst 1923 von den Grafen von Bissingen-Nippenburg erbaute Schloss Hohenstein.
Schlösser: Schlösschen am Gießen | Wasserschloss Glatt (Schlösschen, Weiherschloss) | Schloss der Herren von Neuneck | Schloss Hohenstein | Schloss Leinstetten | Schloss Lichtenegg (Schloss Harthausen) | Schloss Rottweil (Königshof) | Schenkenzeller Schlössle | Schloss Schramberg | Schloss Urslingen | Schloss Wellendingen
Burgen: Burgruine Albeck | Burgstall Altenburg (Burg Altfalkenstein) | Burgruine Bernburg | Burgruine Berneck (Burg Tischneck) | Burgruine Bogeneck (Burg Aistaig) | Burg Brandeck (abgegangen) | Burg Dunningen (abgegangen) | Burgruine Falkenstein (Burg Ober- und Unterfalkenstein) | Burg Fluorn | Burgruine Herrenzimmern (Untere Burg) | Ältere Burg Herrenzimmern (Obere Burg) (abgegangen) | Burgruine Hohenschramberg (Nippenburg) | Burgruine Hohenstein (Burg Alt-Hohenstein) | Burgruine Klingenburg (Schlössle, Mühlburg) | Burg Leinstetten (abgegangen) | Burgruine Lichtenfels | Neckarburg (abgegangen) | Burg Neckarstetten | Burg Nussburg (abgegangen) | Burg Oberrotenstein (abgegangen) | Burgruine Ramstein | Burg Renfrizhausen (abgegangen) | Burgruine Rotenstein (Burg Ober-Rothenstein) | Burg Rotenzimmern (abgegangen) | Burgruine Schenkenberg | Burgruine Schenkenburg | Burgstall Schenkenzell (abgegangen) | Burgruine Schiltach (Burg Landsehr, Hohe Landesehr) | Burgruine Schilteck | Burgstall Sulz (abgegangen) | Burg Suntheim (abgegangen) | Burgruine Urslingen | Burgruine Waseneck | Burgruine Wehrstein | Burg Wildeck (abgegangen) | Burgruine Wildenstein | Burgruine Willenburg (Schlössle) | Burgruine Wittichenstein (Burg Wicktenstein)

KDStV Badenia (Straßburg) Frankfurt am Main

KDStV Badenia
Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Badenia (Straßburg) zu Frankfurt am Main (KDStV Badenia (Straßburg) Frankfurt am Main) ist eine nichtschlagende, katholische, deutsche Studentenverbindung, die 1882 in Straßburg gegründet wurde und 1918 nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und der damit verbundenen Abtretung Elsass-Lothringens an Frankreich nach Frankfurt übersiedelte. Sie gehört Cartellverband (CV) an.

Am 1. Mai 1872 wurde die Kaiser-Wilhelm-Universität zu Straßburg neu ins Leben gerufen. Unter zahlreichen Korporationsangehörigen, sowie den Korporationsvorständen, die bei der Universitätseröffnung anwesend waren, befanden sich auch vier Vertreter des Cartellverbandes (CV). Der CV umfasste 1872 unter dem Vorort Austria Innsbruck die Verbindungen Aenania München, Winfridia Breslau, Guestfalia Tübingen, Markomannia Würzburg und Alsatia Münster. Bavaria Bonn, seit 1865 im CV, hatte sich im Sommersemester 1867 wegen innerer Schwierigkeiten suspendiert.
Von den damals sechs bestehenden CV-Verbindungen waren drei offiziell bei den Universitätsfeierlichkeiten vertreten:
Nach ersten gescheiterten Versuchen 1872 eine CV-Verbindung in Straßburg zu gründen, kam es schließlich am 25. Mai 1882 zur konstituierenden Gründungsversammlung und zum ersten Convent der Badenia. Am 8. Juni 1882 wurde die Badenia als studentische Verbindung durch den Rektor der Universität Straßburg zugelassen.
Am 3. August 1883 wurde Badenia auf der 19. Cartellversammlung in Freiburg im Breisgau dem CV zur Unterstützung empfohlen. Zunächst wurde der Antrag auf Aufnahme der Badenia in den CV abgelehnt. Ein zweiter Antrag auf Unterstützung wurde angenommen. Am 28. Februar 1884 wurde Badenia zunächst als freie Vereinigung in den CV aufgenommen, am 3. September 1885 erfolgte die Aufnahme als volles Mitglied.
Im Jahre 1905 übernahm Badenia erstmals den CV-Vorort. Im gleichen Jahr wurden die Tochterverbindung mit dem heutigen Namen KDStV Rappoltstein (Straßburg) Köln in Straßburg gegründet.
Badenia glaubte durch eine Teilung bzw. Gründung einer zweiten CV-Korporation die Chancen für den CV in Straßburg zu verbessern. Auf dem Abschlussconvent des WS 1904/05 wurde die Tochterverbindung proklamiert. Als Name wurde Rappoltstein gewählt, hergenommen von dem alten Rittergeschlecht der Rappoltsteiner. Ihre Farben wurden: himmelblau-rot-silber. Die Farben Rot-Silber sind dem Wappen der Herren von Rappoltstein entnommen. Die Farbe Hellblau bezieht sich auf das bayrische Adelshaus Wittelsbach (Verschmelzung zwischen dem Elsass und Altdeutschland). Als Wahlspruch wurde „Treu und Wahr!“ gewählt.
Auf der Cartellversammlung, die vom 17. bis zum 25. August 1904 in Regensburg stattfand, wurde Badenia zum Vorort 1905/06 gewählt.
Der Friedensvertrag von Versailles besiegelte Deutschlands Niederlage und verfügte die Abtretung Elsass-Lothringens an Frankreich.
Die Universität Frankfurt wurde im Jahr 1914 gegründet. Somit stellte diese Universität noch eine junge Universität dar. Die KDStV Hasso-Nassovia Frankfurt am Main war bis 1918 die einzige CV-Verbindung in Frankfurt. Der Hauptgrund für den Wechsel nach Frankfurt lag aber darin, dass durch das Französischwerden der Stadt Straßburg die Universität für Deutsche nicht mehr erreichbar war und Frankfurt sowohl die Bibliothek als auch die studentischen Rechte und Pflichten der Universität Straßburg übernahm. Durch den Wechsel 1918 nach Frankfurt verfügte die Badenia über kein Verbindungshaus. So wurde das Haus Wertheim am Römer primäres Domizil der Bundesbrüder.
Am 16. November 1919 beschloss der Cumulativ-Convent (CC) eine Namensänderung zu Straßburger KDStV Badenia zu Frankfurt am Main.
Im Jahre 1933 erwarb man in der Frankfurter Schuberstraße ein Haus, an dem man allerdings nicht allzu lange Freude haben sollte. Als im selben Jahr die Nazis an die Macht kamen, waren diese bestrebt, sämtliche Verbindungen in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund zu integrieren. Trotz heftigster Gegenwehr des CV musste man 1938 kapitulieren: die Verbindungen wurden aufgelöst. So traf man sich im Untergrund bei Freunden und nahm den Namen „Freundeskreis ehemaliger Badenen“ als Deckmantel an.
Am 28. September 1946 erfolgte die Wiederbegründung des Altherrenverbandes der Badenia. Im Februar 1947 wurde der erste Fux nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges recipiert. Durch Enteignung des Hauses im Jahre 1936 (es ging an die Caritas) erhielt man nach dem Zweiten Weltkrieg eine Entschädigung. Diese reichte jedoch nicht aus, um sofort ein neues Haus kaufen zu können. Dadurch wurde der Börsenkeller erste Anlaufstelle der Bundesbrüder.
1962 wurde ein Haus im Frankfurter Marbachweg erworben, im gleichen Jahr übernahm Badenia den CV-Vorort.
Vom 17. bis 21. Juni 1982 wurde das 100. Stiftungsfest der Straßburger KDStV Badenia zu Frankfurt am Main begangen.
Badenia hat die Farben „grün-weiß-blau“ mit silberner Percussion. Dazu wird Stürmer oder auch eine steife Tellermütze getragen. Füchse erhalten zunächst ein Band mit blau auf weißem Grund mit silberner Percussion. Der Wahlspruch Badeniae lautet „Robore et valore!“ (lat. für „Durch äußere Kraft und innere Stärke“).
Der Zirkel enthält mehrere Buchstaben(-kombinationen):
Nach Geburtsjahr geordnet

Jelisowo

Jelisowo (russisch Елизово) ist eine Stadt in der Region Kamtschatka (Russland) mit 39.569 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt auf der Ostseite der Halbinsel Kamtschatka, etwa 30 km nordwestlich der Regionshauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski, am Fluss Awatscha etwa 20 km oberhalb dessen Mündung in die Awatschabucht des Stillen Ozeans.
Die Stadt Jelisowo ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Ein russisches Dorf entstand 1848 anstelle einer alten itelmenischen Siedlung; später wurde ein Ostrog errichtet und der Ort Stary Ostrog (Alter Ostrog) genannt. Ab 1897 hieß das Dorf Sawoiko, nach dem vormaligen Militärgouverneur der Oblast Admiral Wassili Sawoiko (1809–1898). 1924 erhielt es seinen heutigen Namen nach dem 1922 auf Kamtschatka ums Leben gekommenen roten Partisanenkommandeur Georgi Matwejewitsch Jelisow. 1964 erhielt Jelisowo den Status einer Siedlung städtischen Typs und 1975 Stadtrecht.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Jelisowo ist ein regionales touristisches Zentrum.
Die Stadt besitzt ein Heimatmuseum sowie das Museum des Kronozki-Biosphärenreservates.
Jelisowo ist Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes lokaler Bedeutung (Fleisch- und Milchwirtschaft, Gemüseanbau). Neben Betrieben der Lebensmittelindustrie gibt es Holz- und Bauwirtschaft.
Südöstlich der Stadt befindet sich der gleichnamige Flughafen der Regionshauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski. Der Ort liegt zudem an der wichtigsten Fernstraße der Insel (R474) von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Ust-Kamtschatsk im Norden der Halbinsel, von der hier eine Straße nach Wiljutschinsk abzweigt.
In Jelisowo befindet sich auch ein Langwellen-Rundfunksender mit einer Sendeleistung von 150 kW, der als Sendeantenne einen 255 Meter hohen Sendemast mit ARRT-Antenne verwendet.
Verwaltungszentrum: Petropawlowsk-Kamtschatski
JelisowoR/SG | Petropawlowsk-KamtschatskiS | WiljutschinskS/G
OssoraR/SG* | PalanaS* | WulkannySG
NikolskojeR
Anawgai | EssoR
Korjaki | Lesnoi | Nikolajewka | Nowy | Paratunka | Pionerski | Rasdolny | Sokotsch
Ilpyrskoje | Iwaschka | Karaga | Kostroma | Tymlat
Atlassowo | MilkowoR
Apuka | Atschaiwajam | Chailino | Srednije Pachatschi | TilitschikiR | Ust-Pachatschi | Wywenka
Ajanka | KamenskojeR | Manily | Slautnoje | Talowka
Krutogorowski | SobolewoR | Ustjewoje
Chairjusowo | Kowran | Lesnaja | Sedanka | TigilR | Ust-Chairjusowo | Wojampolka
Apatscha | Kawalerskoje | OktjabrskiSG | OsernowskiSG | Saporoschje | Ust-BolscherezkR |
Kljutschi | Kosyrewsk | Ust-KamtschatskR
Liste der Städte in der Region Kamtschatka | Verwaltungsgliederung der Region Kamtschatka
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons, G – Geschlossenes administrativ-territoriales Gebilde (SATO), SG – Sitz einer Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije, alle anderen Orte in den Rajons Sitze von Landgemeinden, selskoje posselenije), * – im Autonomen Kreis der Korjaken

Liste der Baudenkmale in Stubbendorf (bei Tessin)

In der Liste der Baudenkmale in Stubbendorf sind alle Baudenkmale der Gemeinde Stubbendorf (Landkreis Rostock) und ihrer Ortsteile aufgelistet.

Im Vergleich zur Denkmalliste 2007 ist nicht mehr enthalten:
Admannshagen-Bargeshagen | Alt Bukow | Alt Sührkow | Altkalen | Am Salzhaff | Bad Doberan | Bartenshagen-Parkentin | Bastorf | Baumgarten | Behren-Lübchin | Benitz | Bentwisch | Bernitt | Biendorf | Blankenhagen | Boddin | Broderstorf | Bröbberow | Börgerende-Rethwisch | Bützow | Cammin | Carinerland | Dahmen | Dalkendorf | Diekhof | Dobbin-Linstow | Dolgen am See | Dreetz | Dummerstorf | Elmenhorst/Lichtenhagen | Finkenthal | Gelbensande | Glasewitz | Gnewitz | Gnoien | Graal-Müritz | Grammow | Groß Roge | Groß Schwiesow | Groß Wokern | Groß Wüstenfelde | Gutow | Gülzow-Prüzen | Güstrow | Hohen Demzin | Hohen Sprenz | Hohenfelde | Hoppenrade | Jördenstorf | Jürgenshagen | Kassow | Kirch Mulsow | Klein Belitz | Klein Kussewitz | Klein Upahl | Krakow am See | Kritzmow | Kröpelin | Kuchelmiß | Kuhs | Kühlungsborn | Laage | Lalendorf | Lambrechtshagen | Lelkendorf | Lohmen | Lühburg | Lüssow | Mistorf | Mönchhagen | Mühl Rosin | Neubukow | Nienhagen | Nustrow | Papendorf | Penzin | Plaaz | Poppendorf | Prebberede | Pölchow | Reddelich | Reimershagen | Rerik | Retschow | Roggentin | Rukieten | Rövershagen | Rühn | Sanitz | Sarmstorf | Satow | Schorssow | Schwaan | Schwasdorf | Selpin | Steffenshagen | Steinhagen | Stubbendorf | Stäbelow | Sukow-Levitzow | Tarnow | Tessin | Teterow | Thelkow | Thulendorf | Thürkow | Vorbeck | Walkendorf | Wardow | Warnkenhagen | Warnow | Wiendorf | Wittenbeck | Zarnewanz | Zehna | Zepelin | Ziesendorf

Heinrich-Carl Hedrich

Heinrich Carl Hedrich (* 1. November 1816 in Gispersleben bei Erfurt; † 8. März 1900 in Gries bei Bozen) war ein deutscher Mühlen- und Maschinenbaumeister sowie Unternehmer, er besaß Mühlen und Fabriken in Glauchau, Ottensen-Neumühlen und Budapest.

1816 als Sohn des Mühlenbesitzers Heinrich August Hedrich geboren, erwarb Heinrich Carl Hedrich 1839 die Schlossmühle in Glauchau von der gräflichen Herrschaft und siedelte 1840 dorthin über. Bereits im Winter 1840/1841 wurde das Stauwehr in der Zwickauer Mulde – wie schön öfter vorher – durch Eisgang zerstört, sodass Hedrich und alle anderen Anlieger des Mühlgrabens mangels Wasser ihre Mühlen nicht betreiben konnten. Hedrich erkannte, dass das bisherige Wehr schlecht gegründet war und auch generell ein einzelnes Wehr den Wassermassen der Mulde mit Eisgang nicht standhalten konnte. Nach seiner Konzeption errichtete man nun vier Wehre mit einem geringeren Gefälle sowie einer geringeren Höhe, deren Fundamente bis auf das Rotliegende, eine für diese Region typische Gesteinsschicht, hinab reichten. Diese Wehre existieren bis heute und werden Hedrichwehre genannt.
Heinrich Carl Hedrich war von 1851 bis 1858 unbesoldeter Stadtrat und Vorsitzender des städtischen Bauwesens in Glauchau. In dieser Zeit entwickelte er Pläne für die erste moderne Wasserleitung in Glauchau. Sie gilt als eine der ersten in Deutschland und war Vorbild für die Wasserleitungen in Städten wie Leipzig und Dresden.
1888 ließ Hedrich ein Kraftwerk im Wehrgarten errichten, das den ersten elektrischen Strom in Glauchau erzeugte. Damit konnte neben seinem Eigenbedarf für die Zahnradproduktion des Unternehmens C. Hedrich auch der Bedarf für das neu errichtete Kino am Plan (später ELG Holz) und für die ersten Wohnungen gedeckt werden. Das erste städtische Kraftwerk entstand erst acht Jahre später (1896) im neuen Glauchauer Schlachthof.
Heinrich Carl Hedrich war verheiratet mit Agnes Florentine geb. Käferstein (1826–1900), Tochter von Gustav Franz Käferstein aus Penig. Das Ehepaar hatte vier Töchter und zwei Söhne. Der ältere Sohn Hugo Hedrich übernahm die Leitung der Mühle in Budapest (Königsmühle Hedrich & Strauss, nach 1889 in Hamburg), der jüngere Eugen Hedrich die Hedrichsmühle in (Hamburg-) Ottensen-Neumühlen (später C. Hedrich AG, Dampfmühlenwerke und Nahrungsmittelfabrik).
Hedrich verstarb auf einer Erholungsreise in Gries bei Bozen am 8. März 1900. Beigesetzt wurden er und seine Ehefrau im Mausoleum auf dem Glauchauer Friedhof.
Zu Ehren der gräflichen Herrschaft stiftete Carl Hedrich 1884 die Kaskadensäule auf der Insel im Gründelteich, die nach gründlicher Restaurierung anlässlich der Wiedereinweihung am 4. Oktober 2008 auch der Erinnerung an Heinrich Carl Hedrich gewidmet wurde.
Ihm zu Ehren errichteten seine Kinder 1902 ein Denkmal mit seiner Porträtbüste im Wehrgarten, das 2008 durch seinen Ur-Ur-Enkel auf der Gründelteichinsel neben der Kaskadensäule wiedererrichtet wurde.

John B. Williams (Jazzmusiker)

John B. Williams (* 27. Februar 1941 in der Bronx, New York City) ist ein US-amerikanischer Jazz-Bassist.
Williams wuchs im Harlemer Viertel Sugar Hill auf; als Kind spielte er Schlagzeug und Piano. Als Jugendlicher war er Schlagzeuger in einer Band namens The Jazz Disciples, mit der er einen Amateurwettbewerb im Apollo Theater gewann; außerdem lernte er Ballett und wechselte schließlich zum Kontrabass. Ab 1960 leistete er den Militärdienst beim Marine Corps ab; während seiner Stationierung in der Marinebasis Camp LeJeunne in North Carolina hatte er ersten Unterricht. Nach seiner Entlassung 1964 studierte er Bass bei Ron Carter und spielte bei Horace Silver, danach mit Hugh Masekela, Dizzy Gillespie, Leon Thomas, Kenny Burrell, Jon Hendricks, Horace Parlan, Jimmy Smith, Grady Tate, Roland Hanna. Aufnahmen entstanden mit Roy Ayers, Bobby Hutcherson/Harold Land, Johnny Hammond Smith, Count Basie, Louis Armstrong und Benny Carter. Ab 1969 arbeitete er sieben Jahre in der Studioband der Tonight Show von Johnny Carson.
In den 1970er-Jahren spielte Williams bei Billy Cobham (Crosswinds), George Duke und Garnett Brown; daneben studierte er am International College Musikgeschichte. 1975 gründete er seine Band Expectations, der im Laufe ihres Bestehens u. a. Ernie Watts, Bill Mays und Milcho Leviev angehörten. In den folgenden Jahren betätigte er sich als freischaffender Musiker und arbeitete u. a. mit Louie Bellson, Pearl Bailey und Freddie Hubbard; ab 1976 als Begleitmusiker von Nancy Wilson. Ab 1989 gehörte er der Studioband der Fernsehshows The Posse und The Arsenio Hall Show an; daneben beschäftigte er sich mit Poesie, die er in seine Musik integrierte (John B. Williams Poetry Moment) und kooperierte mit dem Dramatiker Bradley Rand Smith und mit der Lyrikerin Wanda Coleman. .
Ab den 1980er-Jahren wirkte Williams als Musiker bzw. als Schauspieler auch in mehreren Filmen und TV-Serien mit, in The Days and Nights of Molly Dodd (mit Blair Brown), in The Tic Code (1999) und The Naked Brothers Band. In den 2000er-Jahren arbeitete er u. a. in Michael Wolffs Impure Thoughts Band, Manhattan Transfer, Bobby Matos Afro–Latin All Stars und erneut mit Billy Cobham, Randy Brecker und Kenny Barron. Mit Bennie Maupin bildete er das Maupin/Williams Project (Live at Club Rhapsody). Mit Mitgliedern der Begleitband von Nancy Wilson (u. a. mit Roy McCurdy) nahm er sein Debütalbum Gratitude auf; ferner arbeitete er mit Jessica Williams, die an seinem zweiten Album Arabesque (2011) mitwirkte. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1970 und 2012 an 23 Aufnahmesessions beteiligt.

Colossus (Netzpython)

Colossus ist der Name eines männlichen Netzpythons (Python reticulatus), der von August 1949 bis April 1963 im Zoo von Pittsburgh gehalten wurde.
Gemäß einer Publikation von Barton & Allen (1961) über das Fütterungs- und Wachstumsverhalten von Riesenschlangen im Pittsburgh Zoo, wurde Colossus von einem Tierhändler in Singapur als gesamthaft 6,71 m (22 ft) langer Wildfang erworben. Am 4. Juni 1951 soll dieser Python bereits 7,1 m (23 ft 3 in) lang gewesen sein, am 24. Februar 1954 8,3 m (27 ft 2 in) und am 15. November 1956 wurde eine Länge von 8,7 m (28 ft 6 in) ermittelt. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments wurde Colossus niemals direkt gehandhabt. Die Längenangaben mussten jeweils Stück für Stück mit einem durch eine kleine Lücke zwischen dem Abtrennkäfig und dem Schauterrarium gehaltenen Messband eruiert werden, während Colossus daran vorbeikroch. In seinen ersten 11 Jahren im Pittsburgh Zoo konsumierte er 68 teilweise über 14 kg schwere Ferkel; insgesamt 1082 kg Schwein. Mit dieser Nahrungsmenge erreichte er bis 1954 ein Gewicht von 133,7 kg; 1957 soll er dann sogar 145,1 kg gewogen haben. Bis zu seinem Tod wurde Colossus offenbar nicht mehr neu vermessen. Es herrschte aber allgemeine Sicherheit, dass er inzwischen auf mindestens 9,14 m (30 ft) herangewachsen war.
Mitunter durch das Guinness Buch der Rekorde erlangte Colossus nach seinem Tod den Ruhm, die längste jemals in Gefangenschaft gehaltene Schlange gewesen zu sein. Die seriös wirkenden Messwerte von Barton & Allen (1961) wurden auch in wissenschaftlichen Kreisen weithin akzeptiert. Erst Nachforschungen durch Barker et al. (2012) ergaben, dass Colossus nach seinem Ableben dem Carnegie Museum in Pittsburgh gespendet wurde. Hier wurde er bereits einen Tag nach seinem Tod durch den damaligen Kurator exakt vermessen. Colossus wies hier nur eine Gesamtlänge von 6,35 m (20 ft 10 in) auf, wobei 17,2 cm auf den Kopf und 69,9 cm auf den Schwanz entfielen. Barker et al. vermuten, dass die zuvor massiv überschätzte Gesamtlänge nebst den Messschwierigkeiten auf die optische Täuschung durch die deutliche Gewichtszunahme dieses Pythons während seiner beinahe 14 Jahre im Pittsburgh Zoo zurückzuführen ist.
Trotz seiner realen Gesamtlänge von nur 6,35 m bleibt Colossus, insbesondere für ein Männchen, ein außergewöhnlich großer Netzpython. Er ist jedoch weder die längste noch die schwerste jemals in Gefangenschaft gehaltene Schlange.

Cardinals Feldkirch

Der Baseballverein SPG Baseballclub Cardinals Feldkirch aus Feldkirch und Klaus (Vorarlberg) wurde 1990 gegründet. Sieben Jahre nach Gründung gelang der Aufstieg in die damalige 2. Bundesliga West, nach der Umstrukturierung Regionalliga-West. 2001 konnte die Vizemeisterschaft erkämpft und 2002 verteidigt werden. 2005 wurde in einer Spielgemeinschaft mit Dornbirn erneut der zweite Platz in der Regionalliga errungen. Der Aufstieg in die Österreichische Baseball-Bundesliga (BBL) gelang 2007. Gleich in der ersten Saison 2008 erreichte die Mannschaft Platz drei.
Ein Schwerpunkt des Vereins liegt in der Nachwuchsarbeit. So konnten nach der ersten Berufung eines Cardinals ins Junioren-Nationalteam 1996 bis ins Jahr 2007 weitere sieben Spieler den Sprung in eine österreichische Auswahl schaffen. Ebenso wurde der Jugendtrainer der Cardinals, Wolfgang Eß, als Assistant Coach des Jugend-Nationalteams für die Europameisterschaft in Gijón (Spanien) berufen.
Die Cardinals melden neben Mannschaften in der Österreichischen Bundesliga und der Vorarlberger Landesliga drei Jugendteams (Jugendliga 12 bis 15 Jahre, Schüler 8 bis 12 Jahre, Kinder 5 bis 8 Jahre) sowie ein Slowpitch-Softballteam für den Spielbetrieb.