Pontedera

Pontedera ist eine Kleinstadt mit 28.915 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Region Toskana. Sie gehört zur Provinz Pisa und ist eines der industriellen Zentren der Region. Bekannt ist Pontedera als wichtigste Produktionsstätte des Motorrollerherstellers Piaggio.

Pontedera liegt an der Mündung des Flusses Era in den Arno, etwa auf halber Strecke zwischen Pisa und Empoli. Nachbargemeinden sind Calcinaia, Capannoli, Cascina, Casciana Terme Lari, Montopoli in Val d’Arno, Palaia, Ponsacco und Santa Maria a Monte.
Der Name der Stadt bedeutet „Brücke über den Fluss Era“. Die Ursprünge der Stadt gehen ins 13. Jh. zurück. Pontedera lag auf Pisaner Gebiet an einem strategisch wichtigen Punkt an der Grenze zur Republik Florenz, und wurde daher militärisch ausgebaut. Pontedera verlor diese Bedeutung nach dem Sieg der Florentiner.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt wegen ihrer kriegswichtigen Industriebetriebe stark bombardiert und beschädigt. Ein großer Teil der Innenstadt ist in der Nachkriegszeit modern wiedererrichtet worden.
Bis ins 20. Jahrhundert war Pontedera ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum im Arnotal. Haupterwerbszweige waren neben dem Getreide- und Weinanbau die Hanf- und Leinenproduktion, so dass sich um Pontedera viele Textilbetriebe, Seilereien und Färbereien ansiedelten. Die Landwirtschaft hat heute an Bedeutung verloren. Seit der Eröffnung des Piaggio-Werkes in den zwanziger Jahren (zunächst Motoren und Flugzeuge, nach dem Zweiten Weltkrieg Motorroller und Kleinfahrzeuge) ist der Ort industriell geprägt (Maschinenbau, Keramik, Baustoffe, Textilindustrie). Der ehemalige Werksflugplatz Pontedera wurde bis 2013 vollständig abgetragen. Der Sportwagenhersteller Mazzanti Automobili hat hier seinen Sitz.
In Pontedera wurde 1974 das experimentelle Theaterzentrum Centro per la Sperimentazione e la Ricerca Teatrale gegründet (heute: Fondazione Pontedera Teatro). Es organisiert auf nationaler und internationaler Ebene Theaterproduktionen und kulturelle Initiativen, und beherbergt seit 1986 das Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards.
Das Museo Piaggio „Giovanni Alberto Agnelli“ ist das historische Museum der Piaggio-Gruppe. Es befindet sich innerhalb der Fabrikhallen und dokumentiert die Entwicklung des Unternehmens von den Ursprüngen bis heute. Das Museum zeigt u.a. Exponate der Unternehmensmarken Vespa, Ape und Gilera.
Der in Pontedera ansässige Fußballverein ist die US Città di Pontedera. Derzeit spielt der Verein in der fünften italienischen Liga.
Bientina | Buti | Calci | Calcinaia | Capannoli | Casale Marittimo | Casciana Terme Lari | Cascina | Castelfranco di Sotto | Castellina Marittima | Castelnuovo di Val di Cecina | Chianni | Crespina Lorenzana | Fauglia | Guardistallo | Lajatico | Montecatini Val di Cecina | Montescudaio | Monteverdi Marittimo | Montopoli in Val d’Arno | Orciano Pisano | Palaia | Peccioli | Pisa | Pomarance | Ponsacco | Pontedera | Riparbella | San Giuliano Terme | San Miniato | Santa Croce sull’Arno | Santa Luce | Santa Maria a Monte | Terricciola | Vecchiano | Vicopisano | Volterra

Starr Struck: Best of Ringo Starr, Vol. 2

Besetzung
Starr Struck: Best of Ringo Starr, Vol. 2 ist das elfte Album und das zweite Kompilationsalbum von Ringo Starr nach der Trennung der Beatles. Es wurde am 28. Februar 1989 in USA veröffentlicht, in Großbritannien und Deutschland erschien das Album nicht.

Nachdem Ringo Starrs letztes Studioalbum Old Wave nur in wenigen Ländern veröffentlicht wurde, schränkte er seine musikalischen Tätigkeiten ein.
Im Mai 1985 übernahm er eine kleine Fernsehrolle im Musical Alice in Wonderland und sang das Lied Nonsense.
Am 21. Oktober 1985 war Ringo Starr Gast bei Carl Perkins, der in den „Limehouse Television Studios“ in London das Fernsehspecial Blue Suede Shoes – A Rockabilly Session with Carl Perkins and Friends aufnahm; weitere Gastmusiker waren unter anderem George Harrison, Eric Clapton und Dave Edmunds. Ringo Starr spielte Schlagzeug bei mehreren Liedern und sang den Titel Honey Don’t. Das Lied Matchbox wurde von Ringo Starr und Carl Perkins gesungen. Die Fernsehausstrahlung erfolgte im Januar 1986. Eine Veröffentlichung auf CD erfolgte erst im Juni 2006.
Im November 1986 wurde das Doppelalbum It’s a Live-In World veröffentlicht, für das Ringo Starr den Titel You Know It Makes Sense beisteuerte.
Zwischen Februar und Mai 1987 begab sich Ringo Starr in Memphis (USA) in zwei Aufnahmestudios (Three Alarm Studios und Sun Studios). Produzent des Albums war Chip Moman, der mit Ringo Starr sechzehn Lieder aufnahm, von denen dann fünf Lieder (I Changed My Mind, I Can Help, You Better Move On, Hard Times und What I Knew Then) auf Bootlegs veröffentlicht wurden. Im Juli 1988 sollte das neue Album dann veröffentlicht werden, Ringo Starr verhinderte die Veröffentlichung durch ein Gerichtsverfahren, das erst im Januar 1990 beendet wurde.
Am 5. und 6. Juni 1987 trat Ringo Starr in der Wembley Arena im Rahmen des Prince’s Trust Concert in London auf und sang das Lied With a Little Help from My Friends, das im August 1987 auf dem Album Recorded Highlights of the Prince’s Trust Concert veröffentlicht wurde.
Im Oktober 1988 wurde auf dem Kompilationsalbum Stay Awake: Various Interpretations of Music from Vintage Disney Films das von Ringo Starr gesungene Lied When You Wish upon a Star veröffentlicht.
Im Jahr 1988 bekämpften Ringo Starr und seine Ehefrau Barbara Bach ihre Alkoholkrankheit mit Erfolg.
Da im Jahre 1989 keine weiteren Studioaufnahmen von Ringo Starr anstanden, wurde in den USA, vierzehn Jahre nach Blast from Your Past, das zweite Kompilationsalbum Starr Struck: Best of Ringo Starr, Vol. 2 veröffentlicht, das lediglich sechs Single-A-Seiten beinhaltet; bei den übrigen Lieder handelt es sich um Albentitel. Da das Album Old Wave nicht in USA veröffentlicht wurde, waren die Lieder In My Car, I Keep Forgettin’, Hopeless und She’s About a Mover für den US-amerikanischen Markt neu.
Der Designer des Covers war Tom Wilkes. Die Coverfotos wurden von Moshe Braca aufgenommen. Die Bilder des Vordercover sollten ursprünglich für das Album Stop and Smell the Roses verwendet werden.
* Richard Starkey ist der Geburtsname von Ringo Starr.
Aus dem Album wurden keine Singleauskopplungen vorgenommen.
Die Erstveröffentlichung im CD-Format erfolgte ebenfalls im Februar 1989 mit vier Bonustiteln. Die CD-Veröffentlichung aus dem Jahr 1989 wurde bisher nicht neu remastert.
Sentimental Journey (1970) • Beaucoups of Blues (1970) • Ringo (1973) • Goodnight Vienna (1974) • Ringo’s Rotogravure (1976) • Ringo the 4th (1977) • Bad Boy (1978) • Stop and Smell the Roses (1981) • Old Wave (1983) • Time Takes Time (1992) • Vertical Man (1998) • I Wanna Be Santa Claus (1999) • Ringo Rama (2003) • Choose Love (2005) • Liverpool 8 (2008) • Y Not (2010) • Ringo 2012 (2012) • Postcards from Paradise (2015)
Ringo Starr and His All-Starr Band (1990) • Ringo Starr and His All Starr Band Volume 2: Live from Montreux (1993) • Ringo Starr and His Third All-Starr Band Volume 1 (1997) • VH1 Storytellers (1998) • King Biscuit Flower Hour Presents Ringo & His New All-Starr Band (2002) • Extended Versions (2003) • Tour 2003 (2004) • Ringo Starr: Live at Soundstage (2007) • Ringo Starr & His All Starr Band Live 2006 (2008) • Live at the Greek Theatre 2008 (2010)
Scouse the Mouse (1977)
Blast from Your Past (1975) • Starr Struck: Best of Ringo Starr, Vol. 2 (1989) • The Anthology… So Far (2001) • Photograph: The Very Best of Ringo (2007) • Ringo 5.1: The Surround Sound Collection (2008) • ICON (2014)
Diskografie

Bissa (Sprache)

Gesprochen in

nic
bib
Das Bissa, auch als Bisa oder Boussancé bekannt, ist eine Ost-Mande-Sprache, die heute von geschätzten 450.000 Personen der Bissa in der Provinz Boulgou im Südosten Burkina Fasos und in kleinen Enklaven im nördlichen Ghana und Togo gesprochen wird.
Vergleichbar dem San handelt es sich um eine Mande-Sprachinsel im Verbreitungsgebiet der Gur-Sprachen. Das Hauptverbreitungsgebiet ist fast vollständig vom Mòoré umschlossen. Nur im Süden stößt es an das Kasem, das Kusaal und an das Moba.

Das Bissa im heutigen Burkina Faso untergliedert sich in zwei Hauptdialekte: Lebri im Westen und Barka in Osten. Innerhalb des westlichen Dialektes können zwei weitere Unterformen, das Kern-Lebri und das Lere, unterschieden werden. Unterschiede zwischen den Varietäten lassen sich sowohl im Wortschatz als auch in der Phonologie und Morphologie finden. Die Verschiedenheit zwischen den Hauptdialekten Barka und Lebri ist sehr ausgeprägt. Eine Verständigung von Sprechern der südlichen Lebri-Variante Lere mit den Barka-Sprechern ist nur schwer möglich.
Die soziolinguistischen Untersuchungen zeigen unterschiedliche Konstellationen von Mehrsprachigkeit in den verschiedenen Dialektgebieten. Bei Lebri-Sprechern ist die Kompetenz des Mòoré, der in diesem Gebiet dominanten Sprache, wesentlich seltener und geringer als bei Barka-Sprechern. Im westlichen Lebri-Dialekt wird eine Kompetenz im Mòoré von der Mehrheit der Sprecher sogar vollkommen verneint und bei Befragungen zur Mehrsprachigkeit Bissa als einzige Sprache angegeben.

Ochzethaus

Das Ochzethaus ist ein Römer-Erlebnismuseum in Altheim (Oberösterreich). Es dient auch als regionales Archäologiezentrum des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Wien.

Das Ochzethaus war ursprünglich ein Bauernhaus in der Landgemeinde St. Laurenz und hat seinen Namen von der Flussbezeichnung Ache, mundartlich Och. 1993 erwarb die Gemeinde Altheim das Gebäude und baute es zum Museum aus.
Im informativen Teil des Ochzethauses findet man antike Gegenstände (Waffen, Ausgrabungen, …), Kurzfilme und andere interessante Details zum Leben der Römer. Für jugendliche Besucher existiert eine sogenannte Rätselrallye, bei der mittels Fragekärtchen mehrere Objekte in den Ausstellungsvitrinen zu finden sind. Bei erfolgreicher Teilnahme erhält man eine Medaille.
Hier können sich die Besucher als Römer (u. a. Cäsar) oder Gallier (u. a. Asterix und Obelix) verkleiden. Dabei können die bereitgestellten Helme, Schwerter, Lederrüstungen, Umhänge und mehr verwendet werden. Verschiedene Zerrspiegel tragen zur Unterhaltung bei.
Speziell Kinder- und Schülergruppen können hier Mosaike aus alten verschiedenfarbigen Scherben zusammensetzen, ein Modellhaus (Bsp.: römisches Badehaus) aus kleinen Steinziegeln errichten, ein Riesen-Puzzle zusammenbauen und einiges mehr.
48.24527777777813.231666666667360Koordinaten: 48° 14′ 43″ N, 13° 13′ 54″ O

Irmgard Müller

Irmgard Müller (* 9. Dezember 1934) ist eine ehemalige Leichtathletin aus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Sie gehörte von 1953 bis 1956 zu den besten Speerwerferinnen der DDR.
Irmgard Müller startete 1953 und 1954 für die BSG Empor Leipzig Lindenau, ab 1955 trat sie für den SC Rotation Leipzig an. 1953 gewann sie im Alter von 18 Jahren bei den DDR-Meisterschaften mit 38,15 m und über zwei Metern Vorsprung. 1954 warf sie bei den Meisterschaften den Speer auf 41,49 m, lag aber als Zweitplatzierte 28 Zentimeter hinter Ingeborg Günther zurück. 1955 gewann Müller dann wieder den Titel, mit 42,65 m hatte sie über einen Meter Vorsprung auf Günther. Ihren dritten und letzten Meistertitel erkämpfte Müller 1956 mit 44,89 m und elf Zentimetern Vorsprung auf Günther. Im Juni 1956 gelang Irmgard Müller die beste Leistung ihrer Karriere, als sie den Speer in Leipzig auf 47,27 m warf, nur 16 Zentimeter kürzer als der DDR-Rekord von Ingeborg Günther. Irmgard Müller trat von 1953 bis 1956 in sechs Länderkämpfen für die DDR an.

Greta morgane

Greta morgane morgane
Greta morgane ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Unterfamilie Danainae. Er gehört zu den sehr wenigen Schmetterlingsarten mit bis auf die Randbereiche völlig durchsichtigen Flügeln. Das Verbreitungsgebiet zieht sich von Mittelamerika bis in den Süden von Texas (USA).

Die Flügelspannweite der Falter beträgt 5,6 bis 6,1 cm Die Flügel sind zum größten Teil völlig durchsichtig. Lediglich die Ränder und die Flügeläderung sind dunkelbraun (ssp. oto) oder hellbraun (ssp. morgane) gefärbt. Im Apex ist eine weißliche bis leicht bläulich schimmernde subapikale Querbinde vorhanden. Am Apex ist der Rand etwas verdickt und vom Kostalrand zieht sich am Ende der Zelle ein brauner Fleck in den transparenten Flügelbereich hinein. Der Hinterrand des Vorderflügels ist konkav gebogen.
Die Raupen sind glasig-grünlich gefärbt. Im letzten Stadium werden sie milchig weiß mit einer grünen Überstäubung. Der Kopf ist glänzend grün, an den Seiten sitzen große schwarze Flecken, die wie zwei „falsche Augen“ aussehen.
Die relativ kleine, gekrümmte Puppe wird einerseits als silberfarben, anderseits als schillernd rötlich-golden beschrieben. Sie ist relativ gedrungen mit einem aufgeblähten Abdomen. Der Kremaster ist mit ca. 230 am Ende umgebogenen Borsten besetzt.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Venezuela?, Panama, über Mittelamerika, Mexiko und die Karibik. Im Jahr 2004 trat er vorübergehend auch in Texas auf. Das Verbreitungsgebiet ist allerdings abhängig davon, welchen taxonomischen Umfang man für die Art annimmt. Die Art lebt in Lichtungen von tropischen und subtropischen Regenwäldern, aber auch inzwischen in Gärten und Parks, wo die Raupennahrungspflanzen wachsen. Die Art kommt dort in der Regel in der Höhenstufe von etwa 500 m bis etwa 1600 m über NN vor. Das Klima ist hier charakterisiert durch mäßige hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, und schwere Regenfälle zwischen Mai und Dezember, gefolgt von eher trockenen Perioden im Rest des Jahres. Die Falter halten sich in ihrem natürlichen Habitat vor allem dicht unter dem Kronendach der Bäume auf.
In der Zucht lebten die Falter mehr als 4 Monate. Die Falter saugen gerne an Wandelröschen (Lantana camara) oder auch an der Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica). Erst nach drei Monaten wurde in der Zucht die erste Paarung beobachtet. Danach erfolgte die Eiablage innerhalb weniger Tage. Die Eier werden einzeln an die Raupennahrungspflanzen abgelegt.
Die Raupe von Greta morgane ernährt sich von Nachtschattengewächsen (Solanaceae); in der Literatur werden zwei Arten der Hammersträucher (Cestrum) genannt: Cestrum lanatum und Cestrum standleyi. Die Raupen sitzen, wenn sie nicht fressen, eingerollt an der Blattunterseite ihrer Nahrungspflanzen. Sie nehmen über die Nahrungspflanzen Alkaloide zu sich, die nicht nur die Raupen sondern auch die späteren Falter für Fressfeinde ungenießbar machen.
Die Puppe hängt kopfüber an der Blattunterseite. Die Raupe spinnt einen Seidenbausch, der an einer Blattunterseite angeklebt wird. An diesen Seidenbausch wird die Puppen mittels der Borsten des Kremaster befestigt. Die Puppenruhe dauert in der Zucht nur vier Tage.
Greta morgane wurde 1837 als Hymenitis morgane von Carl Geyer in Hübner erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Art wird heute zur Gattung Greta Hemming, 1934 gestellt. Die Typusart dieser Gattung ist Hymenitis diaphane Hübner. Da Hymenitis Hübner, präokkupiert ist und es zudem nomenklatorische Probleme um die Gattung Hymenitis Hübner, gab, wurde Greta Hemming, 1934 auf die Offizielle Liste gültiger Gattungsnamen gestellt. Die ursprünglich als selbständige Art aufgestellte Greta oto wird heute von den meisten Autoren als Unterart zu Greta morgane gestellt. Dadurch vergrößert sich das Areal von Greta morgane beträchtlich.

Isabella Leeb

Isabella Leeb (* 28. Jänner 1967 in Wien) ist eine österreichische Baumeisterin und Politikerin (ÖVP). Leeb war zwischen 2008 und 2010 nicht amtsführende Stadträtin in Wien und von 2010 bis 2015 Abgeordnete zum Wiener Landtag.

Leeb besuchte von 1973 bis 1982 die Volksschule und das Gymnasium Sacre Coeur in Wien und absolvierte von 1982 bis 1986 die Handelsakademie Marienanstalt. Danach bildete sie sich an der HTL für Hochbau, Camillo Sitte Lehranstalt, weiter. 1993 legte Leeb die Baumeisterprüfung ab.
Leeb stieg nach dem Abschluss ihrer HTL-Ausbildung in das Familienunternehmen „Baumeister Rudolf Denk GmbH“ ein und war in der Folge als Bauleiterin tätig. Im Jahr 2000 übernahm sie Geschäftsführung des Unternehmens.
Zwischen 1990 und 1992 gründete und leitete Leeb den Arbeitskreis „Baumeister Söhne und Töchter“ („Junge Bauwirtschaft“) in der Landesinnung Bau Wien. Sie war zwischen 2004 und 2005 Mitglied des Landesinnungsausschusses Landesinnung Bau Wien und wurde 2005 zur Landesinnungsmeister-Stellvertreterin der Landesinnung Bau Wien gewählt. Von 2005 bis 2008 war sie Mitglied im Kontrollausschuss der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), seit 2005 gehört sie als Abgeordnete dem Wiener Wirtschaftsparlament für die Sparte Gewerbe und Handwerk an.
Nach dem Wechsel von Katharina Cortolezis-Schlager in den Nationalrat rückte Leeb am 26. November 2008 als nicht amtsführende Stadträtin für die ÖVP in die Landesregierung Häupl IV nach. Die politischen Schwerpunkte Leebs lagen nach eigenen Angaben im Bereich Bildung, Jugend, Information und Sport, Kultur und Wissenschaft, Gesundheit und Soziales sowie Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal. Nach der Landtagswahl 2010 verlor Leeb in einer geheimen Abstimmung um den Posten des nicht amtsführenden Stadtrates gegen Wolfgang Gerstl mit 27 zu 20 Stimmen für Gerstl und verlor in der Folge per 5. November 2010 ihren Posten als Stadträtin. Sie wurde jedoch noch am selben Tag als Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien angelobt.
Leeb ist verheiratet und Mutter eines Kindes.

Red Sonja (Comicfigur)

Red Sonja ist eine 1973 erfundene Comicfigur, die seit 1977 zunächst sporadisch, seit 2005 feste Protagonistin eines gleichnamigen Fantasy-Comics ist. Ihr Spitzname ist „Teufelin mit einem Schwert“ (eng.: she-devil with a sword).

Im Jahre 1934 schrieb der Fantasyautor Robert E. Howard eine Kurzgeschichte namens The Shadow of the Vulture mit der Figur der „Red Sonya of Rogatino“ (man beachte das „y“), einer kriegerischen, rothaarigen Pistolenschützin. Als Comicautor Roy Thomas für Marvel Comics 1973 die Ausgabe Conan der Barbar #23 schrieb, nahm er Red Sonya als Inspiration für einen neuen Charakter, der ebenfalls rothaarigen Schwertkämpferin Red Sonja. Zeichner Barry Windsor-Smith illustrierte sie als eine muskulöse, attraktive Barbarin, die ihren Körper lediglich mit einem knappen chainmail bikini (dt.: Kettenrüstungsbikini) bedeckte. Dieses Outfit erreichte bald Kultstatus und wurde seither von sämtlichen Zeichnern beibehalten. Die Ähnlichkeit zwischen „Red Sonja“ und „Red Sonya“ führte später zu rechtlichen Problemen, die erst 2006 endgültig gelöst wurden (s.u.).
Red Sonja erwies sich als populär und etablierte sich als wichtiger Nebencharakter in Conan der Barbar. Im Jahre 1975 wurde Red Sonjas Hintergrundgeschichte in der Spinoffserie Kull der Eroberer (Ausgabe #3) vorgestellt. Danach lebt Sonja als Teenager friedlich mit ihrer Familie in Westhyrkania (Reale Welt: Ukraine), bis sie von Söldnern überfallen werden, die alle bis auf Sonja töten und sie vergewaltigen. Die „rote Göttin“ Scathach (Anspielung auf die gleichnamige keltische Kriegerprinzessin) nimmt sich ihres Rachedursts an und verleiht ihr sagenhafte Schwertkampfkünste, im Austausch für den Schwur, nie mit einem Mann zu schlafen, es sei denn, er besiegt sie in einem fairen Zweikampf.
Im Jahre 1977 veröffentlichte Marvel Comics die erste Serie von Red Sonja, in der Red Sonja Hauptfigur in ihrer eigenen Serie war. Von dieser Serie wurden 15 Ausgaben publiziert, in denen die Autoren den von Marvel Comics schon 1972 erfundenen, aber bis dato eher in der Serie X-Men verwendeten Schwarzmagier Kulan Gath als Red Sonjas Erzfeind etablierten. Danach tauchte Red Sonja als Nebenfigur in Conan auf, bis 1983 die zweiten und dritten Red Sonja-Reihen gestartet wurde, von denen in der zweiten Reihe zwei Ausgaben und in der dritten 13 Ausgaben veröffentlicht wurden. Nach Ende dieser Serien tauchte Red Sonja weiterhin bei Conan auf, bis Marvel die Serie 1995 einstellte.
Im Jahre 2005 startete Dynamite Entertainment in Kooperation mit Marvel die vierte Red Sonja-Reihe. In dieser Serie, die bis heute ununterbrochen fortgeführt wird, ließ Autor Brian Reed Red Sonja in Ausgabe 34 (2008) im Kampf gegen Kulan Gath sterben, und ließ sie 20 Jahre später im Körper einer entfernten Verwandten wiederauferstehen. Die neue Red Sonja ist eine junge, glücklich verheiratete Adlige, deren Ehemann Daniel von Piraten erschlagen wird. Sie will seinen Tod rächen und trifft Osin, der selbst eine Reinkarnation eines Barden ist, der mit der alten Red Sonja gut befreundet war. Unter ihm trainiert sie sich eine große Kampfkunst an, die aber noch nicht an die ihrer Vorgängerin heranreicht.
Red Sonjas bis heute gültige Hintergrundgeschichte wurde 1975 erzählt, nach der ihre Familie von Söldnern massakriert und sie als einzige Überlebende von ihnen vergewaltigt wurde. Die Göttin Scathach nahm sich ihrer Forderung nach Rache an. Sie verlieh ihr sagenhafte Schwertkampfkünste im Tausch für den Eid, sich niemals einem Mann hinzugeben, es sei denn, er besiegt sie im fairen Zweikampf. Red Sonja wurde durchgehend als „kriegerische, überirdisch schöne Barbarenkriegerin mit einer erotischen und unpraktisch knappen Rüstung“ (archetypical example of… a fierce and stunningly beautiful female barbarian who typically wears sexy, but impractically skimpy armor) dargestellt, die kaum mehr als einen Metallbikini trägt. Seit der vierten Reihe von Red Sonja wird es innerhalb der Comics damit erklärt, dass Red Sonja sich ihrer Wirkung auf ihre meist männlichen Gegner bewusst ist und deren Erregung ausnutzt, um sie leichter besiegen zu können. Red Sonjas typisches Metallbikini wurde eher zufällig vom spanischen Zeichner Esteban Maroto angeregt, wurde schnell populär und erlangte schnell Kultstatus. Diese Kleidung wurde sowohl für Fantasy-Pin-Ups verwendet (u.a. von Boris Vallejo) als auch des öfteren in Parodien erwähnt. Auf Comic-Conventions wird dieses Metallbikini gerne für Cosplay verwendet, ähnlich wie bei Prinzessin Leia aus Star Wars.
Die Tatsache, dass Red Sonja ihre Kräfte aus einer Vergewaltigung bekommt und sich nur einem Mann hingeben kann, der sie besiegt, ist bis heute umstritten. Der Comicautor Peter David bezeichnete ihre Entstehungsgeschichte als „unheimlich“, da für ihn klar sei, dass Red Sonja nur mit einem Mann eine Familie gründen könne, der sie körperlich unterwerfen könne. Dass Red Sonja nach ihrer Vergewaltigung so aufreizend herumläuft, weil sie laut den Comics damit alle unanständigen (!) Männer quälen will, sahen Kritiker als „unrealistisch und heuchlerisch“. Comickritiker Mark Morrison verglich hingegen ihre Entstehungsgeschichte mit der von Batman, der ebenfalls als Kind ein schreckliches Trauma erlebt (Mord an seinen Eltern), und sieht keinen Widerspruch. Zudem argumentiert er, dass Red Sonja kein Beispiel für Sexismus, sondern viel mehr für Feminismus sei, da sie trotz ihrer Vergewaltigung mit ehrenhaften Männern (wie z.B. Conan oder Kull) zu Freundschaft und Romantik fähig ist; nie impliziert wird, dass sie ihre Kräfte verliert, wenn sie besiegt wird; und von den Autoren fortwährend so geschrieben ist, dass sie ihre Schönheit nicht einsetzt, um sich zu unterwerfen, sondern um zu dominieren.
Die aktuelle Interpretation von Red Sonjas Entstehungsgeschichte stammt aus Red Sonja #12 (Vol.4) (2006) von Michael Avon Oeming. Das Fanzine Comics Bulletin lobte Oemings „Kompromisslosigkeit, mit der die Vergewaltiger als die Monster dargestellt werden, die sie wirklich sind“, dass die Vergewaltigung explizit nicht als „vorbestimmtes Schicksal, sondern als tragisches Unglück“ interpretiert wird und das Motiv der Göttin Scathach nicht Rache ist, sondern Gerechtigkeit. Comics Bulletin gab der Story fünf von fünf Sternen. Die derzeitige Interpretation zum Verhältnis zwischen ihrer Schwertkunst und ihrer Keuschheit stammt aus Red Sonja #31 (Vol.4) (2008), in der sich Red Sonja in den weisen, aber ihr im Kampf unterlegenen König Teran verliebt: die Göttin Scathach zeigt Verständnis, aber bittet sie „zu bedenken, wie einzigartig ihre Gabe sei“. Als sich Red Sonja trotzdem zu Teran legen will, wird er von Meuchelmördern angegriffen, die Red Sonja mit ihrer Schwertkunst besiegt − die sie nach einer Liebesnacht mit ihm verloren hätte. Schweren Herzens trennt sie sich von ihm, da sie nicht will, dass „Teran und viele andere Unschuldige sterben müssen, nur weil Red Sonja nicht mehr da ist“.
Ein weiterer Kritikpunkt ist Red Sonjas knapper Metallbikini. Während der 1970er Jahre wurde sie häufig nur als „Hingucker“ gebraucht, der ansonsten wenig zur Handlung beitrug, weswegen Red Sonja von Feministinnen als Beispiel für Sexismus in der Comicindustrie kritisiert wurde. Mt der Zeit wurde sie aber als starker, unabhängiger Charakter interpretiert, die so selbstbewusst „Kampfkraft, Willensstärke und Schönheit“ gegen ihre männlichen Gegner einsetzt, dass sie heute nach Meinung auch als Beispiel für emanzipierte Frauen durchgeht.
In einem Artikel des Comicfanzines Sequential Tart analysierte Rebecca Buchanan kritisch die Glaubwürdigkeit einer „großgewachsenen Heldin mit gigantischem Schwert und einem Metallbikini, der kaum die üppigen Kurven bedeckt“. Der Gedanke, dass Red Sonja vor allem als Vehikel für „männliche Trieberfüllung“ gelte, werde durch Red Sonjas „Stärke, Kampfkunst und Tatkraft“ relativiert, mit der sie Schurken „bedenkenlos die Köpfe abschlägt“. Sie lobt vor allem, dass Red Sonja stark genug ist, sich nicht von ihrer Vergewaltigung zerstören zu lassen. Da sie ihren Sexappeal (oft selbstironisch) nutzt, um Männer zu unterwerfen, sieht Buchanan sie als „Beispiel für Selbstdisziplin, Tapferkeit, Mitleid, Stärke, Witz und gerechten Zorn“ und als „feministische Heldin“.
1985 wurde der Film Red Sonja mit Brigitte Nielsen als Red Sonja und Arnold Schwarzenegger als Kalidor gedreht, der Red Sonjas ursprüngliche Entstehungsgeschichte beibehält und sie gegen die böse Königin Gedren kämpfen lässt. Der Film floppte, wurde von der Kritik verrissen und brockte Nielsen eine Nominierung für die Goldene Himbeere ein.
Red Sonja hatte einen Kurzauftritt in der Serie Conan the Adventurer (1997-8), in der sie von Angelica Bridges porträtiert wurde.
Anfang der 2000er Jahre entstand ein Rechtsstreit zwischen der Red Sonja LLC, der alle Rechte am Charakter Red Sonja gehören, und Paradox Entertainment, die alle Rechte an den Werken von Robert E. Howard (und somit auch Red Sonya) halten. 2006 kam es zu folgender Regelung:

Winkel (Bechhofen)

49.20888888888910.558055555556423Koordinaten: 49° 12′ 32″ N, 10° 33′ 29″ O
Winkel ist ein Ortsteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Das Dorf liegt auf der Flur 5 km nördlich von Bechhofen. In einem Weiher am südwestlichen Ortsrand entspringt der Karlsgraben, auch Hesselbach genannt, ein linker Zufluss der etwa 500 m südlich verlaufenden Altmühl.
Bis zur Gebietsreform, die am 1. Januar 1971 in Kraft trat, gehörte der Ort zur ehemaligen Gemeinde Thann.
→ Liste der Baudenkmäler in Winkel
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Niederoberbach bzw. zur Kreisstraße AN 55, die nach Thann bzw. nach Velden verläuft.
Aub | Bechhofen | Birkach | Burgstallmühle | Fröschau | Großenried | Heinersdorf | Kallert | Kaudorf | Kleinried | Königshofen an der Heide | Lettenmühle | Liebersdorf | Mörlach | Oberkönigshofen | Reichenau | Rohrbach | Röttenbach | Rottnersdorf | Sachsbach | Selingsdorf | Thann | Voggendorf | Waizendorf | Weidendorf | Weihermühle | Wiesethbruck | Winkel

Froschmäusekrieg

Der Froschmäusekrieg (altgriechisch Βατραχομυομαχία, Batrachomyomachia, ursprünglich wohl kurz Batrachomachia „Froschkrieg“ betitelt) ist ein unter dem Namen Homers überliefertes Epyllion aus späthellenistischer Zeit, das als Parodie auf die homerischen Epen einen Krieg zwischen den Fröschen und den Mäusen schildert.

Wie die (größtenteils legendenhaften) antiken Homerbiographien berichten, soll Homer den Froschmäusekrieg ebenso wie die verlorenen Epikichliden und andere Spaßdichtungen verfasst haben, als er Schulmeister auf Chios war und die Kinder unterhalten musste. Diese Tradition gilt heute als ebenso abwegig wie eine auf Plutarchs Schrift Die Bosheit des Herodot zurückgehende Zuschreibung an einen gewissen Pigres von Halikarnassos aus dem frühen 5. Jahrhundert v. Chr., der vermutlich nie existiert hat bzw. kein Dichter war. Der Text wird anhand lexikalischer und stilistischer Merkmale vielmehr in die späthellenistische Zeit datiert, mit Ahlborn kann man eine Entstehung in oder um Alexandria im 1. Jahrhundert v. Chr. für besonders wahrscheinlich halten. Die erste sichere Erwähnung des Froschmäusekriegs und somit einen terminus ante quem finden wir jedenfalls bei Martial (Epigrammata XIV 183) um 85 n. Chr., ähnliches bei Statius (Silvae I praef.).
Als Argument für eine frühere Datierung galt lange ein Relief des Bildhauers Archelaos von Priene (zwischen 3. Jahrhundert v. Chr. und 1. Jahrhundert n. Chr.), das sich heute im British Museum in London befindet und die Apotheose Homers darstellt. Am Fuße des Thrones, auf dem Homer dort sitzt, sind zwei grob herausgearbeitete Tiergestalten zu erkennen, in denen man im 19. Jahrhundert Frosch und Maus zu sehen glaubte, womit also schon Archelaos die Batrachomyomachia Homer zugesprochen hätte. Allerdings ist nicht nur die Lebenszeit des Archelaos selbst unsicher, auch die beiden Tiere sind nur schwer zu erkennen und könnten ebenso gut spätere Ergänzung sein oder (wie man bis ins 19. Jahrhundert annahm) zwei Mäuse darstellen, welche dann ironisch für strenge Literaturkritiker stünden, die Homers Dichtungen „benagten“.
Das Gedicht umfasst etwa 300 Hexameter; die Zahl schwankt, je nachdem wie viele Verse man für interpoliert hält.
Das Proömium (Vers 1–8) kündigt in epischer Tradition und Sprache den Bericht über einen gigantischen Krieg an, wonach der unbedeutende Inhalt umso komischer wirkt. Angelehnt an die äsopische Fabel von Frosch und Maus (Nr. 302 Hausrath) wird erzählt, wie einst der Mäuseprinz Krumendieb (griechisch Psicharpax: alle Namen sind „sprechend“) seinen Durst an einem Teich stillte, als der Froschkönig Pausback (Physignathos) auftaucht und ihn nach Herkunft und Geschlecht fragt (13–23). Die gegenseitige Vorstellung, die genau den Begegnungen der Helden Homers nachgebildet ist, endet im Selbstlob Krumendiebs für die Kultur der Mäuse, welche jener der Frösche überlegen sei (24–55).
Als Antwort lädt Pausback ihn zur Besichtigung seines Reiches ein: Er will ihn auf seinem eigenen Rücken über den Teich tragen, was die beiden auch beginnen (56–81). Plötzlich erscheint jedoch eine Wasserschlange, weshalb Pausback erschrocken wortwörtlich abtaucht und der arme Krumendieb jämmerlich, doch Rache schwörend, ertrinkt (82–99). Das ganze Geschehen verfolgt vom Ufer aus der Mäuserich Tafellecker (Leichopinax), der das Unglück den Mäusen meldet, die von großem Zorn ergriffen werden, vor allem Krumendiebs Vater, der König Brotnager (Troxartes; 100–107).
In der Volksversammlung beschließen die Mäuse einen Rachefeldzug unter Brotnagers Führung gegen die Frösche und rüsten sich dafür (108–131). Der Froschkönig Pausback weist derweil jede Schuld von sich, so dass die Frösche im Rat ebenfalls die Rüstung beschließen (132–167). Wie es sich nach homerischer Tradition gehört, folgt nun eine parallele Götterversammlung: Zeus fordert die Götter pathetisch auf, einer der beiden Seiten zu helfen, Athene dagegen, die von unerwartet irdischen Sorgen gequält wird, welche ihr beide Tierarten verursachen (Mäusefraß im Tempel, Geldsorgen und Kopfschmerzen durch das Gequake der Frösche), plädiert dafür, die Schlacht nur neutral zu verfolgen (168–201). Die Götter stimmen Zeus zu, so dass er den Krieg eröffnet.
Nun folgt eine ausgiebige Schlachtenschilderung (202–259), die wie bei Homer v. a. aus Zweikämpfen einzelner Helden besteht und wortreich Wunden- und Todesarten aufzählt. Die Beschreibung ist jedoch insgesamt verworren, so dass die Forschung auch schon eine ursprünglich unabhängige Entstehung des Textes angenommen hat, der dann erst nachträglich in das Epyllion eingefügt worden wäre.
Nach vielem Hin und Her der Schlacht scheint diese durch die „Hochleistung“ (Aristie) des Mäuserichs Bröckchenräuber (Meridarpax) entschieden zu werden, der „das Geschlecht der Frösche auszutilgen“ droht und deren Front in die Flucht treibt (260–269). Zeus erbarmt sich nun der Frösche, deren vollständige Vernichtung er voraussieht, und fordert die Götter zum Eingreifen auf, aber ausgerechnet der Kriegsgott Ares bekennt, die Kraft einzelner Götter reiche nicht aus, dieser Schlacht Einhalt zu gebieten (270–284). Auf Ares’ Vorschlag hin schleudert Zeus seinen furchtbaren Donnerkeil, aber obwohl „der ganze Olymp erbebte“, lassen sich die Mäuse nicht aufhalten (285–292). Endlich schickt Zeus ein Heer von gepanzerten Krebsen oder Krabben zur Hilfe, denen es gelingt, die Mäuse in die Flucht zu schlagen (293–303). „Schon ging die Sonne unter, und der ganze eintägige Kriegszauber war vorüber.“
Der Froschmäusekrieg wurde sehr früh zur Schullektüre, wovon die große Zahl der über 100 erhaltenen Handschriften sowie Scholien und Kommentare (etwa von Moschopulos) sowie die starke Bearbeitung des Textes Zeugnis ablegen. Letztere hat zu zahlreichen Interpolationen (eingefügten Versen und ganzen Abschnitten) geführt, oft Homerzitate, mit denen eifrige Leser die Parodie noch parodistischer zu machen versuchten, ebenso zu zwei stark differierenden Rezensionen aus byzantinischer Zeit samt Mischfassungen. Die älteste erhaltene Handschrift ist der Codex Baroccianus 50 aus dem 10. Jahrhundert, der Froschmäusekrieg wurde bereits 1474 in Brescia gedruckt und ist damit eines der ersten griechisch gedruckten Bücher, vielleicht sogar das älteste überhaupt.
Die Altphilologie des 19. Jahrhunderts trug zwar viel zur Sicherung des Textes und seiner Zuschreibung bei, gekrönt von der monumentalen kritischen Ausgabe Arthur Ludwichs (1896). Sie begann jedoch auch mit einer abschätzigen Behandlung des „unechten“ Gedichtes, das noch in der kritischen Homer-Ausgabe Th. W. Allens (Oxford 1912 u. ö.) als miserum poema, „elendes Gedicht“ bezeichnet wird. Dieser inzwischen wieder selten gewordenen Pauschalverurteilung steht die gewaltige literarische Nachwirkung des Froschmäusekriegs gegenüber.
Zu den berühmtesten Adaptionen zählen der Froschmeuseler von Georg Rollenhagen (1595), der das Gedicht zu einem etwas weitschweifigen Epos von 10.000 Versen ausdehnte, die lateinische Bearbeitung von Jacob Balde (1637) in fünf Büchern sowie v. a. die italienische Nachdichtung samt Fortsetzung in den Paralipomeni alla Batracomiomachia von Giacomo Leopardi (1831–1837). Leopardi übersetzte das Gedicht im Lauf seines Lebens insgesamt dreimal, so begeistert war er davon; zuvor hatte schon Iacopo Vittorelli das Epos ins Italienische übertragen. Weitere bedeutende dichterische Übertragungen schufen Chapman und später Alexander Pope (London 1721).
Auch ganz neue Werke wurden von der Batrachomyomachia angeregt: Inspiriert vom Froschmäusekrieg schuf der byzantinische Dichter Theodoros Prodromos in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts den Katzenmäusekrieg, ein Lesedrama als Parodie auf die antike Tragödie. Der Barockdichter Lope de Vega ahmte das Epos in einem Katzenkrieg nach (1618). Das bedeutendste Zeugnis der Rezeption ist jedoch zweifellos die bereits genannte „Fortsetzung“ aus Leopardis Feder.
Der Froschmäusekrieg inspirierte den österreichischen Komponisten Herbert Willi zu einem Orchesterwerk (UA 1989, Wiener Symphoniker mit Barbara Sukowa unter Claudio Abbado im Rahmen des Festivals Wien Modern).