Andrzej Dera

Andrzej Mikołaj Dera (* 10. September 1961 in Ostrów Wielkopolski) ist ein polnischer Jurist, Politiker, Kommunalpolitiker und seit 2005 Abgeordneter des Sejm in der V. und VI. Wahlperiode.
Er beendete das Studium der Rechtswissenschaften an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen. Bis 1998 war er in der kommunalen Selbstverwaltung angestellt. In den Jahren 1999 bis 2002 war er Starost des Powiat Ostrowski (Großpolen). Später arbeitete er in einer privaten Kapitalgesellschaft. Von 1998 bis 2005 war er Kreisrat dieses Powiats.
Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde er mit 7.520 Stimmen über die Liste der Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit – PiS) für den Wahlkreis 36 Kalisz in den Sejm gewählt. Bei den Parlamentswahlen 2007 errang er mit 13.190 Stimmen erneut ein Abgeordnetenmandat für die PiS. Er ist Stellvertretender Vorsitzender der Sejm Kommissionen für Gesetzgebung und Mitglied der Kommission für Verfassungsverantwortung.
Vom 10. Juli 2007 bis zum 4. November 2007 war er Mitglied des Rates für den Öffentlichen Dienst.

Unteres Würmtal

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area
Unteres Würmtal ist ein Naturschutzgebiet im Gebiet der Stadt Pforzheim und der Gemeinde Neuhausen im Enzkreis in Baden-Württemberg. Mit Verordnung vom 17. August 1995 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe das Gebiet unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet hat eine Fläche von 158,5 Hektar, es liegt mit 125,8 Hektar auf dem Gebiet der Stadt Pforzheim und mit 32,7 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde Neuhausen.

Der Unterlauf der Würm auf den letzten neun Kilometern vor ihrer Mündung in die Nagold ist ein weitgehend unverbautes Schwarzwaldtal. Das Naturschutzgebiet liegt zwischen 252 und 370 Meter über NN. Es beginnt rund zwei Kilometer hinter Tiefenbronn und geht bis zur Stadtgrenze von Pforzheim und gehört zum Naturraum 150-Schwarzwald-Randplatten innerhalb der naturräumlichen Haupteinheit 15-Schwarzwald. Es grenzt auf seiner gesamten Länge an Landschaftsschutzgebiete, und zwar im ersten Drittel an das LSG Nr. 2.36.041-Neuhausen-Biet und anschließend an das LSG Nr. 2.31.001-Landschaftsschutzgebiet für den Stadtkreis Pforzheim. Außerdem ist es Teil des rund 1.902 Hektar großen FFH-Gebiets Nr. 7118341 Würm-Nagold-Pforte.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung und Verbesserung
als Lebensraum speziell angepasster Tier- und Pflanzengesellschaften, als klimarelevante Elemente des Naturraumes und als landschaftstypische Bestandteile eines Schwarzwaldtales.
Ein weiteres Ziel des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung der kulturhistorischen Einrichtungen wie Wasserleitungen, Wehre und Wässerungsgräben, der Uferbefestigungen aus der Zeit des Holzflößens sowie der Ruine Liebeneck mit ihren historischen Befestigungsanlagen.

Aalkistensee | Albtal und Seitentäler | Bauschlotter Au | Bauschlotter Schloßpark | Beim Steiner Mittelberg | Betzenbuckel | Büchelberg | Diefenbacher Mettenberg | Ellmendinger Roggenschleh | Enztal zwischen Niefern und Mühlacker | Erlen-, Metten- und Gründelbachniederung | Ersinger Springenhalde | Essigberg | Eyach- und Rotenbachtal | Felsengärten Mühlhausen | Füllmenbacher Hofberg | Großglattbacher Riedberg | Kalkofen | Kammertenberg | Klebwald | Mistwiesen | Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle | Neulinger Dolinen | Roßweiher | Schützinger Spiegel | Silberberg | Tiefenbronner Seewiesen | Unteres Würmtal | Weissacher Tal
Felsenmeer | Mangerwiese-Wotanseiche | Unteres Würmtal

Ipomoea chilopsidis

Ipomoea chilopsidis ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Prunkwinden (Ipomoea) aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Die Art ist in Mexiko verbreitet.
Ipomoea chilopsidis ist ein 2 bis 5 m hohe Strauch mit unbehaarten, beim trocknen rinnig werdenden Ästen. Die Blattspreiten sind linealisch, vorn und an der Basis spitz, ganzrandig, 10 bis 20 cm lang und 0,5 bis 1,3 cm breit. Auf jeder Seite der Mittelrippe gehen 18 bis 30 Seitenadern aus. An der Basis der Mittelrippe sind auf der Unterseite 1 mm lange Drüsen ausgebildet. Die Blattstiele sind 0,5 bis 1,2 cm lang und unbehaart.
Die Blütenstände stehen endständig an nicht reduzieren Zweigen. Sie sind zymenförmig und bestehen aus einer bis drei Blüten. Die Blütenstandsstiele entspringen der Achsel einen nicht reduzierten Laubblattes, sie sind 0,4 bis 2,2 cm lang und unbehaart. Die Tragblätter sind nicht beständig. Die Blütenstiele sind 1,5 bis 2,2 cm lang und nach dem Trocknen etwas rinnig. Die Kelchblätter sind lederig, 12 bis 16 mm lang, 7 bis 9 mm breit, eiförmig, nach vorn stumpf oder spitz. Sie sind gleichgestaltig oder die äußeren sind etwas kleiner als die inneren. Die Außenseite ist unbehaart, die Innenseite ist kurz behaart. Die Krone hat eine Länge von 8 bis 9,5 cm und misst 8 bis 9 cm im Durchmesser. Sie ist trichterförmig, unbehaart und weiß mit einem purpurnen Schlund. In der Knospe ist sie stark eingedreht. Die Staubblätter sind 50 bis 55 mm lang, die Staubbeutel 8 bis 9 mm. An der Basis sind sie mit 1 bis 1,5 mm langen, drüsigen Trichomen besetzt.
Die Früchte sind zweikammerige, vierklappige Kapseln mit 18 bis 20 mm langen Klappen. Die Samen sind an den rückseitigen Rändern lang filzig behaart und an den vorderen Rändern spärlich behaart.
Die Art ist nur aus wenigen Sammlungen bekannt, die alle aus dem Norden Mexikos stammen.

Pablo Muñoz

Pablo Muñoz (* 26. April 1987 in Jaca) ist ein spanischer Eishockeyspieler, der seit 2011 beim FC Barcelona in der spanischen Superliga unter Vertrag steht.

Pablo Muñoz begann seine Karriere als Eishockeyspieler beim CH Jaca, für dessen erste Mannschaft er in der Saison 2003/04 sein Debüt in der Spanischen Superliga gab, und mit dem er in seinem Rookiejahr auf Anhieb Meister wurde. Diesen Erfolg konnte er 2005 mit seiner Mannschaft wiederholen. Anschließend wechselte er zu deren Ligarivalen FC Barcelona, mit dem er in der Saison 2008/09 ebenfalls spanischer Meister wurde. Im Anschluss an diesen Erfolg schloss sich der Flügelspieler dem CG Puigcerdà an, mit dem er 2010 die Copa del Rey, den spanischen Pokalwettbewerb, gewann.
Zur Saison 2011/12 kehrte Muñoz zum FC Barcelona zurück. Dort war er bis 2013 Spielertrainer. Seither ist er für den Club neben seiner Spielerrolle auch als Assistenztrainer tätig.
Für Spanien nahm Muñoz im Juniorenbereich an den U18-Junioren-Weltmeisterschaften der Division II 2004 und 2005 sowie den U20-Junioren-Weltmeisterschaften der Division II 2004, 2005, 2006 und 2007 teil.
Im Seniorenbereich stand er im Aufgebot seines Landes bei den Weltmeisterschaften der Division II 2006, 2007, 2008, als er als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde, 2009, 2010, als beim Turnier in Mexiko-Stadt erstmals der Aufstieg in die Division I gelang, 2012, 2013 und 2014, als er erneut zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt wurde, sowie bei der Weltmeisterschaft der Division I 2011. Zudem stand er beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi für die Iberer auf dem Eis.

Austen Rowland

Austen Rowland (* 30. Juli 1981 in Hyattsville, Maryland) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Nach dem Studium in seinem Heimatland begann Rowland eine Karriere als Profi, in der er zunächst bis auf ein Jahr in Österreich, wo er mit den Fürstenfeld Panthers österreichischer Pokalsieger werden konnte, von 2004 bis 2010 in Deutschland spielte. Seit 2010 spielte er in der zweiten französischen Liga LNB Pro B, zuletzt in der Saison 2013/14 für den Aufsteiger BC Orchies.
Rowland wechselte zum Studium 1999 an die University of Delaware, wo er für die Hochschulmannschaft Fightin’ Blue Hens in der America East Conference der NCAA Division I spielte. Die Blue Hens, die in den 1990er Jahren viermal diese „Conference“ gewonnen hatten, verloren 2000 und 2001 jeweils das Endspiel und verpassten damit eine Teilnahme an der prestigeträchtigen landesweiten NCAA-Endrunde. Nachdem die Blue Hens 2001 in die spielstärkere Colonial Athletic Association gewechselt waren, stagnierten Rowlands individuelle Statistiken und er wechselte 2002 noch einmal die Hochschule, was nach den Regularien der NCAA eine einjährige Pause von Meisterschaftsspielen bedeutete. Nach drei Spielzeiten für die Blue Hens durfte er für die Mountain Hawks der Lehigh University nur noch eine weitere, abschließende vierte NCAA-Spielzeit absolvieren. Mit den Hawks gewann er 2004 das Meisterschaftsturnier der Patriot League und damit den ersten Titelerfolg der Hawks in dieser Conference. Dabei wurde er nach der Auszeichnung als Spieler des Jahres der Patriot League auch zum „MVP“ des Finalturniers ernannt und bekam eine „Honorable Mention“ in der „All-American“-Bewertung von Associated Press. In einem Ausscheidungsspiel vor Beginn der NCAA-Endrunde mussten sich die Hawks mit den Rattlers der Florida A&M University um das Teilnahmerecht an der Endrunde auseinandersetzen, doch sie verloren das Spiel mit 15 Punkten Unterschied.
Nach seiner abschließenden vierten NCAA-Spielzeit wurde Rowland 2004 Profi. Trotz seiner erfolgreichen letzten Collegesaison reichte es zunächst nur zu einem Vertrag bei der Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern in der 2. Basketball-Bundesliga 2004/05. Die in der Vorsaison abstiegsbedrohten „Lauterer“ verbesserten sich auf einen vierten Platz, was die beste Platzierung nach dem Aufstieg 2002 in die Gruppe Süd war. Nachdem Rowland für die folgende Saison zunächst in Litauen vorspielte, kehrte er für die 2. Basketball-Bundesliga 2005/06 schließlich nach Deutschland zurück und spielte für den Ligakonkurrenten erdgas Baskets aus Jena, die auf dem zweiten Platz der Abschlusstabelle nur knapp den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse verpassten. Für die folgende Basketball-Bundesliga 2006/07 wurde Rowland dann vom Aufsteiger ratiopharm aus Ulm unter Vertrag genommen. Der Südmeister der 2. BBL erreichte als Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga auf dem zwölften Platz eine nahezu ausgeglichene Bilanz von 16 Siegen in 34 Spielen. Rowland selbst war bester Vorlagengeber dieser Spielzeit in der höchsten Spielklasse mit sechs Assists pro Spiel, wobei er mit 18 Assists auch die Bestleistung in einem Spiel hielt. Für die darauffolgende Saison wechselte er zum etablierteren Ligakonkurrenten TBB Trier. Den zuvor schon hinter den Ulmern platzierten Trierern missriet aber die Basketball-Bundesliga 2007/08 nahezu völlig und sie erreichten als Tabellenvorletzter nur sieben Siege in 34 Spielen. Einzig Rowlands ehemalige Mannschaft aus Jena, die zuvor ebenfalls in die erste Bundesliga aufgestiegen war, rangierte noch hinter den Trierern. Während Trier sich über den Erwerb einer „Wild Card“ doch noch den Klassenerhalt in der ersten Liga sicherte, verließ Rowland den Verein und zunächst auch die Bundesliga.
Anfang Januar 2009 bekam Rowland schließlich einen Vertrag beim österreichischen Meister BSC Raiffeisen Panthers aus Fürstenfeld, mit dem er den nationalen Pokalwettbewerb gewinnen konnte. In der ÖBL 2008/09 reichte es für den Titelverteidiger am Ende noch zum Erreichen der Play-off-Halbfinalserie, in der man den gegen den späteren Meister WBC Kraftwerk Wels ausschied. Für die folgende Spielzeit kehrte Rowland nach Deutschland zurück und bekam zu Saisonbeginn der Basketball-Bundesliga 2009/10 einen schließlich bis Jahresende befristeten Vertrag bei den 46ers aus Gießen. Diesen beendete er bereits Anfang Dezember, nachdem er ein Vertragsangebot seines ehemaligen Vereins und Ligakonkurrenten aus Ulm vorliegen hatte. Mit den Ulmern, die in der Vorsaison erstmals nach dem Aufstieg die Play-offs der besten acht Mannschaften erreicht hatten, reichte es nach 13 Saisonsiegen insgesamt noch zum 13. Platz in der Abschlusstabelle. In der Saison 2010/11 bekam Rowland dann einen Vertrag beim französischen Zweitligisten Étoile Sportive Saint-Michel aus Le Portel an der Atlantikküste. Mit dessen Mannschaft erreichte er auf dem achten Platz noch die Play-offs um den Aufstieg, in denen man jedoch in der ersten Runde ausschied. Für die folgende Spielzeit bekam er dann einen Vertrag beim Ligakonkurrenten ALM Basket aus Évreux ebenfalls in Nordfrankreich, der mit dem gleichen Ergebnis die Saison beendete wie Le Portel eine Spielzeit zuvor. Für die Saison 2012/13 kehrte Rowland in die Region Nord-Pas-de-Calais zurück und erreichte mit SOM Basket aus Boulogne-sur-Mer diesmal einen vierten Platz in der LNB Pro B. In den Play-offs scheiterte man jedoch aus Rowlands Sicht erneut im Viertelfinale am späteren Sieger und Aufsteiger Antibes Sharks. Für die Spielzeit 2013/14 bekam er einen Vertrag beim Zweitliga-Aufsteiger Orchésien BC aus Orchies ebenfalls in Nord-Pas-de-Calais.

Obermühle (Büren)

Die Obermühle befand sich in der Nähe des Gut Holthausen auf dem Stadtgebiet von Büren (Westfalen) im Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen).
Im Jahre 1256 wurde die Obermühle das erste Mal schriftlich erwähnt. In den ersten Jahren wurde sie von den Zistinern des Klosters Holthausen als Kornmühle benutzt. Später wurde die Mühle auch als Papiermühle, in der Baumstämme zerkleinert wurden, genutzt. Am 28. Juni 1907 beschloss der Stadtrat der Stadt Büren, die Mühle zu kaufen und sie zu einem Elektrizitätswerk umzubauen. Im Jahr 1908 wurde die 2600 Liter pro Sekunde fassende Wasserturbine eingebaut. Durch eine Fallhöhe des Wassers von 1,90 m konnte so maximal eine Leistung von 55 PS erreicht werden. Durch den steigenden Energiebedarf wurde der Elektrizitätsverband Büren-Brilon (EVBB) gegründet, dieser kaufte die Mühle im Jahre 1914. Der Mühlengraben wurde bei diesen Maßnahmen zum Teil verfüllt. 1916 wurde der Obergraben gebaut, um das Elektrizitätswerk mit mehr Wasser zu versorgen. Die Mühle wurde 1984 abgerissen.
Mittelmühle Büren | Niedermühle Büren | Weiner Mühle | Siddinghäuser Mühle | Hegensdorfer Mühle | Obermühle (Büren) | Lohmühle (Büren) | Sägemühle (Büren)
51.5504528.552395Koordinaten: 51° 33′ 2″ N, 8° 33′ 9″ O

Rittergut Remeringhausen

Das Rittergut Remeringhausen ist ein seit dem Ende des 16. Jahrhunderts nachgewiesenes Rittergut in der Stadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg.

Das Rittergut liegt am Ortsrand von Heuerßen an den nord-östlichen Ausläufern des Bückeberges rund 90 Meter über NN. Es befindet sich unweit südlich der Bundesstraße 65 zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf.
Im Jahre 1565 erbte Börries von Münchhausen (* 1515), Herr auf Apelern, Drost zu Lauenau, das Rittergut Hessisch Oldendorf sowie einen Meierhof in Remeringhausen von seinem Schwiegervater Claus Büschen. Beide Anwesen vererbte er sie seinem Sohn Ludolph von Münchhausen, der hier und in Oldendorf eine berühmte Bibliothek zusammentrug. Dieser wandelte durch Bauernlegen den Hof eines leibeigenen Meiers in ein eigenbewirtschaftetes Gut um; Status und die Vorrechte eines Ritterguts erhielt es jedoch erst unter seinem Sohn. Ludolph heiratete 1600 die 15-jährige Anna von Bismarck aus dem Hause Krevese und Schönhausen. Sie hatten 18 Kinder, darunter 5 Söhne. Ludolph errichtete in Remeringhausen ein Renaissanceschloss, von dem heute noch ein Nebentrakt steht. 1596 hatte er die dieses Gebäude schmückende Sonnenuhr von Henning Ebbeke, Amtmann zu Sachsenhagen, erworben. Später wurde der Bau durch ein barockes Herrenhaus ersetzt, das heute noch steht. Das Rittergut befindet sich seit über 500 Jahren im Familienbesitz. Als eines von vielen Gütern der Familie von Münchhausen in der Region, darunter Apelern, Nienfeld, Hessisch Oldendorf und Lauenau, wurde es öfter von kinderlosen Besitzern an Neffen vererbt. Der Name der Eigentümer änderte sich daher im 20. Jahrhundert. 1952 erbte Eberhard von Breitenbuch das Gut. Heutige Eigentümerin ist seine Enkelin, Tania von Schöning.
Einige Historiker vermuten, dass Remeringhausen (bis ca. 1700 „Remerhusen“) einst ein Spähposten der Römer war. Die Lage oberhalb einer weitläufigen Ebene ist ein Ort, an dem jede Truppenbewegung auf dem Hellweg als Vorläufer der heutigen B 65 beobachtet werden konnte. Die quadratische Geländeplattform, die nachweislich bereits um 1600 bestand, war typisch für befestigte Römerlager. Später hätte dieser Bereich den Bewohnern des Dorfes Heuerßen als Wehrburg gedient. Während des Dreißigjährigen Krieges diente das Rittergut der Familie von Münchhausen als befestigter Wehrhof.
Das Ensemble wird von dem 1599 errichteten Weserrenaissanceschlösschen und dem 1701 errichteten barocken Herrenhaus geprägt. Man erreicht den Innenhof über eine Brücke und ein Torhaus. Die Brücke wurde 1750 errichtet; das Torhaus wurde 1930 nach einem Brand wieder aufgebaut. Eine steinerne Sonnenuhr aus dem Jahre 1556 befindet sich am Schlösschen. Der gesamte Gebäudekomplex wird von einem breiten Wassergraben eingerahmt. Über eine weitere Brücke erreicht man den im Stil eines englischen Landschaftsgarten gestalteten Park.
Der Dichter Börries Freiherr von Münchhausen verbrachte auf dem Rittergut, das seinem Vater und später seinem Bruder gehörte, etliche Wochen und verfasste hier seine Ballade „Der Letzte des Geschlechts“ über seinen Vorfahren Claus Büschen.
Das Rittergut befindet sich im Privatbesitz und wird landwirtschaftlich genutzt. Außerdem finden auf dem Gelände in der Art von Landpartien Ausstellungen und Veranstaltungen, wie z. B. das Parkfestival Romantic Garden, statt. Für festliche Anlässe können Räumlichkeiten gemietet werden. Das sogenannte Scheunenfest, das den Auftakt zu jeder Staffel der RTL-Erfolgssendung Bauer sucht Frau bildet, findet jedes Jahr auf dem Rittergut statt.
Enzen | Hobbensen | Habichhorst-Blyinghausen | Hörkamp-Langenbruch mit Teilen des Brandshof (Forsthaus Halt) | Krebshagen | Obernwöhren mit Habrihausen | Probsthagen mit dem Schäferhof | Reinsen mit Remeringhausen | Stadthagen (Kernort) mit Brandenburg und dem Bruchhof | Wendthagen-Ehlen mit der Wendthöhe
52.3286111111119.2702777777778Koordinaten: 52° 19′ 43″ N, 9° 16′ 13″ O

Calabuig

Calabuig ist eine spanisch-italienische Filmkomödie aus dem Jahre 1956 von Luis García Berlanga mit dem zur Drehzeit 80-jährigen Hollywood-Schauspieler Edmund Gwenn in der Hauptrolle eines skurrilen Raketenbauers.

Der alte, berühmte Raketenspezialist und Atomphysiker Professor George Hamilton hat sich in ein kleines spanisches, an der Mittelmeerküste gelegenes Fischerdorf namens Calabuig (im Original: Calabuch) zurückgezogen und verbringt dort abgeschieden und inkognito seinen Ruhestand. Seinen Beruf hat er aufgegeben, weil er ernüchtert erkennen musste, dass seine Forschungen ausschließlich dem militärischen Komplex dienen. Eines Tages geht das Gerücht um, dass dieser den Einheimischen merkwürdig und auch ein wenig unheimlich erscheinende Ausländer ein Komplize des Schmugglers Langosta sein müsse. Daraufhin wird Hamilton vorübergehend im Dorfgefängnis eingesperrt. Wie es der Zufall will, lernt der Emerit ausgerechnet dort Langosta erstmals kennen, der ein ebenso harmloser wie schlitzohriger Tunichtgut ist. Langosta zeigt Hamilton, dass hier im Ort alles sehr locker gehandhabt wird. Jeder Eingesperrte beispielsweise könne im Gefängnis ein- und ausgehen wie es ihm gefällt.
Langosta stellt dem Professor erst einmal die Dorfgemeinschaft vor: Da ist zum Beispiel die hübsche Lehrerin, dann der Pfarrer und der Leuchtturmwärter und schließlich der Dorfpolizist, der aber ebenso harmlos ist wie alle anderen. Hamiltons Begegnung mit dem Leuchtturmwärter lässt in beiden die Idee reifen, eine Rakete als Höhepunkt des geplanten pyrotechnischen Feuerwerks für das anstehende Sommerfest zu konstruieren. Da Hamilton für derlei Dinge absoluter Experte ist, ist es ein Leichtes für ihn, die Bauteile zu besorgen und zusammenzusetzen. Sofort berichtet die ortsansässige Zeitung über diese als „Sensation“ aufgemachte Geschichte. Dies hat aber zur Folge, dass damit Hamiltons wohlgehütetes Geheimnis um seine Herkunft, sein Inkognito, gelüftet wird. Um seine Person entsteht ein Riesentrubel: Calabuig wird vor Neugierigen abgeriegelt, ein Hubschrauber holt ihn von seinem Rückzugsort ab. Angesichts dieses Rummels schwört Hamilton, dass diese Rakete seine letzte gewesen sein wird und kehrt entnervt in sein Heimatland zurück.
Calabuig wurde in und um Peñíscola gedreht und am 1. Oktober 1956 in Madrid uraufgeführt. In Deutschland lief der Film am 18. April 1958 an. Am 3. April 1961 wurde der Film erstmals in der ARD ausgestrahlt.
Für den Filmveteranen Gwenn sollte dies die letzte Kinoproduktion sein. Anschließend zog er sich, wie sein Raketenbauer Hamilton, in den Ruhestand zurück.
Ein Dorf namens Calabuch existiert in Spanien nicht, hingegen sehr wohl eines mit dem für den deutschen Titel gewählten Namen: Calabuig in Katalonien.
Reclams Filmführer schrieb zu „Calabuig“: „Berlanga hat wieder eine Komödie mit ernsthaftem Hintergrund gedreht. Diesmal geht es um die Verantwortung des Wissenschaftlers für die Folgen seiner Forschung. Zweifellos wird das Thema hier recht volkstümlich abgehandelt, aber ein Denkanstoß wird doch gegeben. Und wenn das „einfache Leben“ ein wenig romantisiert erscheint, dann entschädigen dafür eine Reihe skurriler und geschickt skizzierter Typen.“
Kay Wenigers Das große Personenlexikon des Films nannte den Film eine „heiter-besinnliche(n) Gesellschaftssatire.“
Das Handbuch V der Katholischen Filmkritik befand: „Ein in die spanische Realität verliebter, heiter stimmender Film mit so viel künstlerischen und menschlichen Tugenden, daß er lebhaft empfohlen wird.“
Halliwell‘s Film Guide charakterisierte den Film wie folgt: „Semi-satirical Ealing-type comedy which starts engagingly but runs out of steam“.
Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Ein heiter und optimistisch stimmender Film über das Wesen menschlichen Glücks, dessen künstlerische Qualitäten in der optischen Realisierung eines Stücks heiler Welt ihren liebenswerten Ausdruck finden.“

Hamburg-Eidelstedt

Eidelstedt ist ein Stadtteil im Bezirk Eimsbüttel am nordwestlichen Rand der Freien und Hansestadt Hamburg.

Eidelstedt grenzt im Norden an den Hamburger Stadtteil Schnelsen, im Osten an Niendorf, im Süden an Stellingen und Bahrenfeld, im Südwesten an Lurup und im Nordwesten an die Schleswig-Holsteinischen Gemeinden Halstenbek und Rellingen.
Eidelstedt blickt, wie viele Stadtteile des heutigen Hamburg, auf eine lange Geschichte als Bauerndorf zurück. Davon sind jedoch nicht viele Zeugnisse übrig geblieben: aufgelockerte Wohnbebauung aus den 1950er- bis 1970er-Jahren mit Hochhäusern, Wohnblöcken und Einfamilienhäusern und dazwischen zahlreiche vielbefahrene Hauptverkehrswege prägen das Ortsbild. Trotz viel Beton und gelbverklinkerter Einfamilienhäuser ist Eidelstedt ein recht grüner Stadtteil geblieben, der abseits der Hauptstraßen eine ruhige Nähe zum ländlichen Umland zeigt. Das Ortszentrum am Eidelstedter Platz, einem Verkehrsknotenpunkt, hat den Charakter eines mittelgroßen, etwas verstreuten Einkaufszentrums. Die Eidelstedter Feldmark im östlichen Drittel des Stadtteils, jenseits der Autobahn, ist Weideland geblieben und soll als naturnaher Zwischenraum zwischen zwei Hamburger Siedlungsachsen erhalten bleiben.
Eidelstedt, das weit bis ins 18. Jahrhundert hinein noch Eilstede, Eylstedt oder Eylenstede genannt wurde, wurde erstmals als klar umgrenzte Feldmark im Jahre 1588 genannt. Zu dieser Zeit bestand Eidelstedt aus „acht vollen und fünf halben Bauhöfen sowie“ zwölf Katen der Gemeindehirten. Der Name mit der Nachsilbe -stedt weist jedoch bereits auf die sächsische Gründung eines Runddorfes hin, durch einen ersten Siedler namens Eyler und bedeutet entsprechend Wohnstätte des Eylers. Nach einer anderen Lesart wird er von Ilenstätten abgeleitet, einer Blutegelstätte, da bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in der durch den Ort führenden Mühlenau und im Mühlenteich Blutegel zur medizinischen Verwertung gefangen wurden.
1908 noch berichtete Henning Oldekop in seiner Topographie des Herzogtums Holstein von einer überwiegend ländlichen Struktur mit vorwiegend Milchwirtschaft, Garten- und Gemüsebau und zehn Baumschulen und Gärtnereien. Dennoch gab es schon eine ausgedehnte Industrieproduktion (Lack und Firnis, Holzessig, Drahtnetze, Kalksandstein, Dünger, Fischkonserven und Bier), die den Anwohnern der Produktionsstätten im wahrsten Sinne des Wortes „stank“. In den 1920er Jahren verschwand dann das Jaarsmoor im Nordwesten. Der Eidelstedter Brook im Norden und das Sprützfeld im Westen wurden abgeholzt und bebaut.
1927 wurde Eidelstedt (auch wegen seines großen Güterbahnhofs interessant) in Altona eingemeindet, 1937 dann ein Groß-Hamburger Stadtteil.
Am 27. September 1944 wurde am Friedrichshulder Weg, im heutigen Stadtteil Lurup, das Frauenlager Eidelstedt als Außenlager des KZ Neuengamme eingerichtet.
1979 kam es zu einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg wegen chemischer Kampfmittel- und Giftfunde auf dem Gelände der Chemischen Fabrik Stoltzenberg am Farnhornstieg im südlichen Zipfel von Eidelstedt.
Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Eidelstedt zum Wahlkreis Stellingen-Eimsbüttel-West. Die Bürgerschaftswahl 2015 führte zu folgendem Ergebnis:
Blasonierung des Eidelstedter Stadtteil-Logos „Wappen für Eidelstedt“: In Gold wurzelt eine schwarzstämmige Doppeleiche mit breiter grüner Laubkrone und siebzehn goldenen Eicheln. Rechts und links von den Wurzeln in Versalien der Wahlspruch UP EWIG UNGEDEELT. Unterer Schild geteilt: rechts – durch die Schildrundung angeschnitten – in Rot eine silberne dreitürmige Burg mit geschlossenem Tor, über den Turmspitzen ein Kreuz und zwei Sterne (Hamburg Wappen), links in Blau eine silberne vierflügelige Holländerwindmühle. Über dem Wappen kann Schwarz und in voller Wappenbreite in Versalien der Schriftzug HAMBURG-EIDELSTEDT stehen.
Das Wappen für Eidelstedt wurde in den Jahren 2008 bis 2010 in einem quasi basis-demokratischen Prozess unter starker Einbeziehung der Eidelstedter Bevölkerung entwickelt. Initiatoren dieses Prozesses sind die drei Vereine Eidelstedter Bürgerhaus, Eidelstedter Bürgerverein und der Sportverein Eidelstedt. Jeder in Eidelstedt soll die Möglichkeit haben, das Stadtteil-Logo unentgeltlich als Identitätssymbol für seine Zwecke einzusetzen.
Das Eidelstedter Bürgerhaus ist ein Stadtteilkulturzentrum. Es wurde im Oktober 1980 im Gebäude der alten Schule Elbgaustraße gegründet. Neben kulturellen Veranstaltungen wie Theater, Comedy und Konzerten gibt es regelmäßige Kurse in den Bereichen Computer, Gesundheit, Kreatives und Sprache. 1984 fand hier der erste Chaos Communication Congress statt, ein vom Chaos Computer Club jährlich organisiertes Treffen.
Seit 1906 steht im Stadtteil eine Kirche des Architekten Hugo Groothoff, die seit den 1950er-Jahren den Namen Elisabethkirche trägt.
An der Kieler Straße nördlich der Güterumgehungsbahn liegt der Sola-Bona-Park (⊙53.60242249.9144735). Er bildet das südliche Eingangstor zur Eidelstedter Feldmark und hat seinen Namen von einer Inschrift an einer Villa im Park, die heute als KITA genutzt wird: „sola bona quae honesta“ („Nur die Dinge sind gut, die anständig sind“). Der ehemalige Besitzer war ein katholischer Geistlicher, der in Hamburg zum Protestantismus übergetreten war. Er richtete hier einen Gasthausbetrieb ein. Im Park legte er allerlei Laubengänge und Verstecke ein. Um die Ehrbarkeit seines Unternehmens vor der Welt darzutun, brachte er zur Tarnung den obigen Spruch an. Im Haus und Park spielte sich in Wirklichkeit ein höchst liederliches Leben ab.
Durch den Stadtteil verläuft in Nord-Süd-Richtung die Autobahn A 7, am Autobahndreieck Hamburg-Nordwest zweigt davon die A 23 nach Heide (Holstein) ab. Die Bundesstraße 4 führt ebenfalls durch Eidelstedt. Sie verläuft zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stellingen (Nr. 26, im gleichnamigen Stadtteil und an der A 7 gelegen) und Hamburg-Eidelstedt (Nr. 21, an der A 23) auf der Autobahn, die in diesem Bereich 1964 zur Umgehung des Eidelstedter Ortskerns eröffnet wurde. Dennoch ist bis heute die frühere Strecke der B 4 eine vielbefahrene Durchgangsstraße geblieben. Sie wurde in einigen Teilen zweispurig ausgebaut, besitzt jedoch eine Reihe von ein- und anderthalbspurigen Engpässen. Am Eidelstedter Platz trifft sie mit der äußersten der drei Hamburger Ringstraßen, dem Ring 3, zusammen, der im Bereich von Eidelstedt fast durchgehend einspurig ist. Regelmäßige Verkehrsstauungen zu den Spitzenzeiten sind die Folge. Davon mit betroffen sind die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs, die ihre hier entstandenen Verspätungen bis in entfernte Stadtteile tragen.
Am südwestlichen Rand Eidelstedts verläuft die Eisenbahnstrecke Hamburg-Altona–Elmshorn mit den umfangreichen Anlagen des Bahnbetriebswerks Hamburg-Eidelstedt, das 1991 auf dem Gelände des stillgelegten Rangierbahnhofs Eidelstedt eröffnet wurde, wo auch die Wartung der ICE-Züge vorgenommen wird. Am nördlichen Rand der Bahnanlagen verläuft die Strecke Diebsteich–Pinneberg der S-Bahn Hamburg mit den Bahnhöfen Eidelstedt (schon auf dem Gebiet von Stellingen) und Elbgaustraße der Linien S21 (Elbgaustraße – Aumühle) und S3 (Pinneberg – Stade). Nordwestlich des letzteren befindet sich das Instandhaltungswerk Elbgaustraße der S-Bahn Hamburg.
Am Bahnhof Hamburg-Eidelstedt trifft die Stammstrecke der Eisenbahn Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), die den Stadtteil in Nord-Süd-Richtung durchquert, auf die S-Bahn-Strecke. Die Züge der AKN (Linie A1) beginnen und enden hier. Der Eidelstedter Bahnhof ist zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 renoviert worden. Außerdem wurde im Jahre 2006 eine kreuzungsfreie Einfädelung der eingleisigen AKN-Strecke geschaffen. Der nördlich und etwas abseits des Eidelstedter Ortskerns gelegene Bahnhof Eidelstedt Ost wurde 2004 durch die modern anmutende Station Eidelstedt Zentrum ersetzt. Ab hier ist die Strecke in Richtung Norden zweigleisig. Am nördlichen Rand des Stadtteils befindet sich seit 2004 der neue Bahnhof Hörgensweg in der Nachbarschaft einiger großer Bau- und Supermärkte und der Julius-Leber-Gesamtschule.
Die südliche Grenze Eidelstedts bildet die Hamburger Güterumgehungsbahn nach Rothenburgsort, die nördlich des Eidelstedter Bahnhofs in den Bereich des ehemaligen Rangierbahnhofs einmündet und dort Anschluss an die Strecke nach Elmshorn–Neumünster hat.
In Eidelstedt verkehren die Metrobuslinien 4 (Wildacker – Hauptbahnhof ZOB/HafenCity) und 21 (Teufelsbrück, Fähre – U Niendorf Nord) sowie die Schnellbuslinie 39 (Teufelsbrück, Fähre – U Wandsbek Markt). Zusammen mit den Stadtbussen der Linien 181 (U/S Sternschanze – Jaarsmoor), 183 (Bahnhof Altona – Kalvslohtwiete), 185 (Neißestraße – Ellerhoop, Dorfstraße), 186 (S Othmarschen – S Halstenbek), 281 (S Krupunder – U Lattenkamp), 283 (Kalvslohtwiete – Elbe-Einkaufs-Zentrum) und 284 (Neißestraße – IKEA Schnelsen) sowie den drei Nachtbuslinien 603 (Rathausmarkt – Grothwisch), 613 (A-Eidelstedt Zentrum – S Krupunder) und 623 (Deepenbrook – Quickborn) hat der Stadtteil eine Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
In Eidelstedt erscheint seit mehr als 30 Jahren eine Stadtteilzeitung, der „Eidelstedter Anzeiger“ mit einer Auflage von rund 30.000 Exemplaren. Am 18. August 2012 erschien der „Eidelstedter Anzeiger“ zum ersten Mal unter seinem neuen Namen „MARKT“. Als weitere Publikation erscheint das „Eidelstedter Wochenblatt“.
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East Orange

Essex County
34-19390
East Orange ist eine Stadt im Essex County, New Jersey, USA. Bei der Volkszählung 2010 wurde eine Bevölkerungszahl von 64.270 registriert.

Nach dem United States Census Bureau hat die Stadt eine Gesamtfläche von 10,2 km², wobei keine Wasserflächen miteinberechnet sind.
East Orange liegt im Ballungsraum New York und ist etwa 20 Kilometer Luftlinie von Manhattan, dem Zentrum von New York City entfernt.
In East Orange befand sich seit 1924 der Campus des 1893 von skandinavischen Einwanderern in New York gegründeten und von der schwedisch-lutherischen Kirche (Swedish Evangelical Lutheran Augustana Synod in North America) unterstützten Upsala College. Das private College hatte in den 1930er und 1940er Jahren bis zu 1500 Studenten. Von 1978 bis 1992 bestand ein weiterer Campus in Wantage Township im Sussex County. Die in den 1970er und 1980er Jahren steigende Kriminalität in der Umgebung des Campus in East Orange wirkte sich auf die Zahl zahlungskräftiger Studenten aus, auch die Qualität der Lehrveranstaltungen sank. Finanzielle Probleme führten zur Schließung des Colleges zum 31. Mai 1995. Das Campusgelände ging in das Eigentum der Stadt über, die die Gebäude im östlichen Teil jetzt für die East Orange Campus High School nutzt. Gebäude im westlichen Teil des Geländes verfielen zunehmend und wurden im Jahre 2006 zum größten Teil abgebrochen, um das Gelände für Wohnbebauung nutzen zu können. Am Upsala College unterrichteten unter anderen Frederick Haussmann und Käthe Bauer-Mengelberg.
Nach der Volkszählung von 2000 gibt es 69.824 Menschen, 26.024 Haushalte und 16.082 Familien in der Stadt. Die Bevölkerungsdichte beträgt 6.859,8 Einwohner pro km². 3,84 % der Bevölkerung sind Weiße, 89,46 % Afroamerikaner, 0,25 % amerikanische Ureinwohner, 0,43 % Asiaten, 0,07 % pazifische Insulaner, 2,14 % anderer Herkunft und 3,80 % Mischlinge. 4,70 % sind Latinos unterschiedlicher Abstammung.
Von den 26.024 Haushalten haben 31,9 % Kinder unter 18 Jahre. 26,0 % davon sind verheiratete, zusammenlebende Paare, 28,8 % sind alleinerziehende Mütter, 38,2 % sind keine Familien, 33,0 % bestehen aus Singlehaushalten und in 11,0 % Menschen sind älter als 65. Die Durchschnittshaushaltsgröße beträgt 2,63, die Durchschnittsfamiliegröße 3,37.
28,1 % der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt, 9,8 % zwischen 18 und 24, 30,1 % zwischen 25 und 44, 20,8 % zwischen 45 und 64, 11,2 % älter als 65. Das Durchschnittsalter beträgt 33 Jahre. Das Verhältnis Frauen zu Männer beträgt 100:81,9, für Menschen älter als 18 Jahre beträgt das Verhältnis 100:74,7.
Das jährliche Durchschnittseinkommen der Haushalte beträgt 32.346 USD, das Durchschnittseinkommen der Familien 38.562 USD. Männer haben ein Durchschnittseinkommen von 31.905 USD, Frauen 30.268 USD. Der Prokopfeinkommen der Stadt beträgt 16.488 USD. 19,2 % der Bevölkerung und 15,9 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze, davon sind 24,7 % Kinder oder Jugendliche jünger als 18 Jahre und 14,0 % der Menschen sind älter als 65.