Technologische Fachoberschule Meran

Karl-Wolf-Straße 36
Die Technologische Fachoberschule Meran (TFO Meran), ehemalige Gewerbeoberschule Meran (GOB Meran), ist eine Technologische Fachoberschule in Meran. Sie wurde als Außenstelle der Gewerbeoberschule von Bozen im Jahre 1991 gegründet und ist nach dem deutschen Ingenieur Oskar von Miller benannt, der auch in Tirol tätig war.

Der Bildungsweg ist in zwei Teile gegliedert, in das Biennium (1.–2. Klasse) und das Triennium (3.–5. Klasse). Das Biennium ist allgemeinbildend und sollte in allen anderen Technologischen Fachoberschulen den gleichen Inhalt behandeln. Im Triennium werden die Fachrichtungen Bauwesen und Elektronik/Elektrotechnik angeboten.
Die TFO Meran wurde als Außenstelle der Gewerbeoberschule „Max Valier“ Bozen im Schuljahr 1991/92 gegründet, nachdem das provisorische Schulgebäude in der Mateottistraße frei wurde. Im Januar 2001 übersiedelte die Schule in ein Gebäude in der Otto-Huber-Straße. Seit 2012 ist die TFO Meran zusammen mit dem Realgymnasium im Schulgebäude des Realgymnasiums mit einem eigens errichteten Zubau, wo sich seit 2003 die Fachrichtung Elektronik/Elektrotechnik befindet. Die Bibliothek der Schule war die erste in der Region, die schon ab 1984 EDV-gestützt die Bücherverwaltung und den Ausleihdienst organisierte.
Climacube war ein Gemeinschaftsprojekt der TFO Meran, Landesberufsschule „Dipl.-Ing. Luis Zuegg“ Meran und der Handelsoberschule „Franz Kafka“ Meran. Das Projekt startete im Schuljahr 2006/07 und wurde im Mai 2011 beendet. Ziel des Projekts war es in 12 Würfeln mit unterschiedlichen Dämmmaterialien den Einfluss unterschiedlicher Bauweisen zu erforschen. Die Würfel wurden am Dach des Schulgebäudes des Realgymnasiums Meran montiert und die Messdaten alle 5 Minuten direkt ins Internet gestellt. So konnte über eine Laufzeit von zwei Jahren die Oberflächentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur, Stromverbrauch der Heizelemente beobachtet und ausgewertet werden.
In einem Gemeinschaftsprojekt der TFO Meran, TFO Bozen und des Vereins der Amateurastronomen „Max Valier“ wird ein Satellit geplant und gebaut, der dann Mitte 2014 mit einer russischen Trägerrakete ins All gebracht werden soll. Das Projekt soll sowohl didaktische als auch technologische Ziele verfolgen, denn Weltraumtechnik eröffnet für Oberschulen ganz neue Lerninhalte. Der Satellit soll mit einem Röntgenteleskop ausgestattet werden und wird in Zusammenarbeit und durch die Unterstützung der Orbitale Hochtechnologie OHB in Bremen realisiert.