Ulrich Moritz

Ulrich Moritz (* 1949 in Weinsberg) ist ein deutscher Zeichner und Kulturwissenschaftler.

Ulrich Moritz wuchs in Stuttgart auf. Er verließ die Stadt im Jahr 1974 und ließ sich zum Studium in Berlin nieder, wo er noch heute lebt.
Moritz zeichnet Naturobjekte und Landschaften mit Farbstift auf Papier in nahezu ‚altmeisterlicher‘ Tradition. Seine Werke finden großes Interesse in literarisch und publizistisch tätigen Künstlerkreisen. Den Kunstbetrieb meidet er jedoch weitgehend und dem Kunstmarkt entzieht er sich ganz. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ widmete die Ausgabe ihrer Beilage „ZEITmagazin“ vom 15. März 2012 dem Künstler Ulrich Moritz, mit Beiträgen von Hans Magnus Enzensberger, Anita Albus, Sibylle Lewitscharoff, Martin Mosebach, Hanns Zischler und Katharina Enzensberger.
Heute ist der Zeichner und Kulturwissenschaftler Mitarbeiter des Museums für Naturkunde in Berlin. In der historischen Arbeitsstelle des Museums widmet sich Ulrich Moritz der Transkription der Reisetagebücher des Botanikers Friedrich Sello (1789−1831). Für das Museum für Naturkunde ist Moritz als Herausgeber, Redakteur und Autor von Publikationen zur Geschichte des Museums beteiligt.
Eine erste Ausstellung seiner Werke zeigt vom 11. Dezember 2013 bis 24. Januar 2014 der Wolff Verlag in Berlin Unter den Linden.

Alexander Hollerbach

Alexander Hollerbach (* 23. Januar 1931 in Gaggenau in Baden) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler mit den Schwerpunkten Staatskirchenrecht und Rechtsphilosophie.

Hollerbach studierte nach seinem Abitur am Altsprachlichen Gymnasium in Rastatt Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Heidelberg und Bonn. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er in Freiburg i. Br. ab. Im Jahr 1957 promovierte er bei Erik Wolf mit einer Arbeit betitelt „Der Rechtsgedanke bei Schelling. Quellenstudien zu seiner Rechts- und Staatsphilosophie“. Aufgrund seiner von Konrad Hesse betreuten Habilitationsschrift über „Verträge zwischen Staat und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland“ wurde Hollerbach im Jahr 1964 die akademische Lehrbefugnis für die Fächer Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht und Kirchenrecht verliehen. Im Jahr 1966 wurde Hollerbach Ordinarius für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der damals noch Wirtschaftshochschule genannten Universität Mannheim, wo er sich besonders Fragen der Reform von Universität und universitärer Lehre widmete. Als Nachfolger von Erik Wolf kehrte er schon im Jahr 1969 nach Freiburg i. Br. an das von diesem gegründete Seminar für Rechtsphilosophie und evangelisches Kirchenrecht zurück. Das Seminar wurde allerdings, ökumenischer Offenheit entsprechend, in „Seminar für Rechtsphilosophie und Kirchenrecht“ umbenannt.
Hollerbach ist Träger des Päpstlichen Gregoriusordens. Er wurde im Jahre 1978 zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften berufen. Er moderierte in den Jahren 1984 bis 1998 die Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche. Bei Hollerbach haben Dutzende von Wissenschaftlern promoviert, darunter auch der Heidelberger Rechtsprofessor Armin von Bogdandy.
Zu seinem 70. Geburtstag widmeten ihm seine akademischen Schüler Joachim Bohnert, Christof Gramm, Urs Kindhäuser, Joachim Lege, Alfred Rinken und Gerhard Robbers eine Festschrift mit dem Titel „Verfassung – Philosophie – Kirche“.
Am 25. November 2009 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Freiburg die Ehrendoktorwürde. 2011 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und den Ehrenring der Görres-Gesellschaft.

Arminia Marten

Der SV Arminia 08 Marten (offiziell: Sportverein Arminia 08 Marten e.V.) ist ein Sportverein aus dem im Westen von Dortmund gelegenen Stadtteil Marten. Er entstand 1908, als die Fußballabteilung des TV Arminius Marten einen eigenständigen Verein gründete. Die Vereinsfarben sind blau-weiß.

Zwischen 1937 und 1941 spielte der Verein in der Gauliga Westfalen, der damals obersten Spielklasse und gewann am 20. Oktober 1940 gegen Borussia Dortmund mit 10:0. 1993 fusionierte der Verein mit dem SV Roland Marten. Diese Fusion sollte die Jugendarbeit stärken, um den Verein langfristig erfolgreicher zu machen. In der Saison 2009/10 stieg der Verein in die siebtklassige Landesliga auf. Vier Jahre später folgte der Abstieg in die Bezirksliga, dem der sofortige Wiederaufstieg folgte.
Neben der Fußballabteilung unterhält der Verein noch Abteilungen für Volleyball, Tischtennis und Damen-Gymnastik.
Heimspielstätte von Arminia Marten ist die Bezirkssportanlage „Am Wischlinger Weg“. Der Rasenplatz mit Laufbahn hat eine Kapazität von ca. 4.000 Zuschauern. Neben dem Rasenplatz gibt es einen neuen Kunstrasenfußballplatz ohne Laufbahn.

Johann Wilhelm Arndts

Johann Wilhelm Arndts (* 1710 in Arnsberg; † 1771 ebenda) war kurkölnischer Beamter, Postmeister der Kaiserlichen Reichspost und maßgeblicher Gründer des Arnsberger Intelligenzblattes.
Er war Sohn von Johann Kaspar Arndts und Eva Katharina (geb. Wegmann). Er selbst heiratete 1741 Katharina Wilhelmine Beatrix Freusberg. Aus der Ehe ging Engelbert Franz Ignatz Wilhelm Arndts (1750–1819) hervor.
Arndts studierte Rechtswissenschaften und promovierte 1735 in Duisburg. Er trat in den Kurkölner Staatsdienst ein. Im Jahr 1728 wurde er zum Prokurator ernannt. Er wurde später kurfürstlich kölnischer Hofrat und war gelehrter Rat bei der Kanzlei des Herzogtums Westfalen. Er war zudem Thurn und Taxisscher Postmeister. Als solcher war er verantwortlich für den Aufbau eines regelmäßigen Postverkehrs im Herzogtum Westfalen. Außerdem war er 1766 maßgeblich daran beteiligt, dass die erste vom Landesherrn privilegierte Druckerei gegründet wurde, die mit dem Arnsberger Intelligenzblatt die erste regelmäßig erscheinende Zeitung im Herzogtum veröffentlichte. Arndts erwarb 1756 die Mehrheit an der Endorfer Hütte.

Weingartener Moor

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area
Beginn des Rundweges am Weingartener Moor
Das Weingartener Moor (offiziell NSG Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen) ist ein Naturschutzgebiet im Land- und Stadtkreis Karlsruhe. Bei dem Moor handelt es sich um ein Niedermoor mit offenen Wasserflächen.

Nachdem die Flüsse Kinzig und Murg vor rund 7.000 Jahren in den Rhein durchgebrochen waren, versumpfte das frühere Flussbett und es bildeten sich Moorgebiete, darunter auch das Weingartener Moor. Das Moor hat teilweise einen sehr hohen Grundwasserspiegel. Es wurde am 11. Oktober 1940 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, da das Gebiet durch Torfabbau gefährdet war. Der umliegende Bruchwald sowie ein Teil des Grötzinger Baggersees folgten am 27. Juli 1984.
Das rund 256 Hektar große Naturschutzgebiet liegt zwischen Weingarten und Grötzingen und ist das größte heute noch existierende Niedermoor in der östlichen Randsenke des Oberrhein-Tieflandes. Es befindet sich in der Kinzig-Murg-Rinne westlich der Bundesstraße 3. 149 Hektar des Schutzgebiets liegen auf Karlsruher Gemarkung, der Rest gehört zu Weingarten. Von der naturräumlichen Zuordnung her gehört das Schutzgebiet zur naturräumlichen Einheit 223 – Hardtebenen innerhalb der Haupteinheit 22 – Nördliches Oberrheintiefland.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung von Resten eines Niedermoors mit größeren Seggen- und Schilfbeständen und des umliegenden Bruchwaldes mit Ausprägung des Hainbuchenwaldes, des Erlen- Eschenwaldes und des reinen Erlenbruches sowie der nordöstlichen Hälfte des Grötzinger Baggersees mit seinen naturnahen Uferbereichen als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Amphibien-, Insekten- und Vogelarten.
Im Moor leben zahlreiche gefährdete Amphibien-, Insekten- und Vogelarten. Durch die östlich gelegene B3 wurden in der Vergangenheit bei der Amphibienwanderung viele Tiere überfahren; heute wurde unter der Straße ein Amphibientunnel eingerichtet.
Holzplanken auf den Wegen durch das Weingartener Moor
Aussichtsplattform am See im Weingartener Moor
See im Weingartener Moor
Der Bruchwald besteht aus Schwarzerlen-Bruchwald, Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald, Waldziest-Hainbuchen-Stieleichen-Wald und Hainbuchen-Stieleichenwald.
Albtal und Seitentäler | Allmendäcker | Altrhein Kleiner Bodensee | Altrhein Neuburgweier | Altrhein-Königsee | Apfelberg | Beim Reutwald | Beim Roten Kreuz | Bruch bei Stettfeld | Erlich | Federbachbruch zwischen Muggensturm und Malsch | Gewann Frankreich-Wiesental | Glasbächle, Krebsbächle und Farlickwiesen | Greifenberg | Im oberen Haubruch | Kaiserberg | Kälberklamm und Hasenklamm | Kleiner Kraichbach | Kohlbachtal und angrenzende Gebiete | Kohlplattenschlag | Kraichbach- und Weiherbachaue | Kraichbachniederung | Lehmgrube am Heulenberg | Malscher Aue | Michaelsberg und Habichtsbuckel | Mistwiesen | Oberbruchwiesen | Östringer Erlenwald | Rheinniederung zwischen Au am Rhein, Durmersheim und Rheinstetten | Ritterbruch | Rotenberg (Naturschutzgebiet)Rotenberg | Rußheimer Altrhein-Elisabethenwört | Sandgrube im Dreispitz-Mörsch | Seelachwiesen | Tongrube Gochsheim | Ungeheuerklamm | Wagbachniederung | Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen | Wilhelmsäcker | Zwölf Morgen
Alter Flugplatz Karlsruhe | Altrhein Kleiner Bodensee | Altrhein Maxau | Burgau | Erlachsee | Fritschlach | Kälberklamm und Hasenklamm | Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen

Carl Schirmer

Carl Schirmer (* 10. Oktober 1864 in Winterstetten, Württemberg (heute zu Leutkirch im Allgäu); † 3. Januar 1942 in Pasing) war ein deutscher Politiker (Zentrum, BVP).

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Schirmer, der römisch-katholischen Glaubens war, von 1878 bis 1880 eine Lehre zum Schlosser. Anschließend ging er auf die Walz durch Belgien, Holland und die Schweiz. Nach der Wanderschaft arbeitete er in verschiedenen Maschinenbau-Fabriken sowie in Bau- und Kunstschlossereien. Er bildete sich durch den Besuch von Gewerbeschulen in Köln, Zürich und München fort und studierte 1897/98 als Gasthörer zwei Semester Nationalökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Schirmer engagierte sich in der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) und dem Christlichen Metallarbeiterverband, wo er jeweils seit den 1890er Jahren als Arbeitersekretär und Redakteur der Verbandszeitung arbeitete.
Nach ihm ist der Schirmerweg in seinem langjährigen Wohnort Pasing benannt.
Schirmer gehörte ursprünglich dem Zentrum an. Als sich dessen Landesverband am 9. Januar 1920 als Bayerische Volkspartei, den Namen führte das bayerische Zentrum bereits seit 1918, verselbständigte, ging er diesen Weg mit.
Schirmer war von 1899 bis 1907 Landtagsabgeordneter in Bayern. Von 1907 bis 1918 gehörte er dem Reichstag des Kaiserreiches für den Wahlkreis Oberpfalz 4 Neunburg vorm Wald (Oberpfalz) an. 1919/20 gehörte er der Weimarer Nationalversammlung an. Anschließend war er bis 1928 erneut Reichstagsabgeordneter.

Peter Steiger (Radrennfahrer)

Peter Steiger (* 23. Januar 1960 in Schlatt) ist ein ehemaliger Schweizer Radrennfahrer.
1984 wurde Peter Steiger Schweizer Meister der Amateur-Steher; anschliessend trat er zu den Profis über. 1992, in Maebashi, wurde er Steher-Weltmeister, nachdem er schon 1990 und 1991 jeweils Vize-Weltmeister geworden war. Siebenmal errang er die Schweizer Meisterschaft. Auch auf der Strasse war er erfolgreich; so gewann er 1989 das australische Rennen Jayco Bay Cycling Classic.
Im März 1993 wurde Steiger bei einer Ausfahrt in Mexiko von einem Lastwagen angefahren und erlitt schwere Verletzungen. Er musste den Radsport aufgeben; mit ihm zusammen trat sein Schrittmacher Ueli Luginbühl vom aktiven Radsport zurück.
Steiger war Mitglied des RV Winterthur.
1895 Jimmy Michael | 1896 Arthur Chase | 1897 Jack William Stocks | 1898 Richard Palmer | 1899 Harry Gibson | 1900 Constant Huret | 1901, 1902 Thaddäus Robl | 1903 Piet Dickentman | 1904 Robert Walthour/Jan Olieslagers | 1905 Robert Walthour/Franz Hofmann | 1906, 1907 Louis Darragon/Franz Hofmann | 1908 Fritz Ryser/Josef Schwarzer | 1909, 1911 Georges Parent | 1912 George Wiley | 1913 Paul Guignard/Gus Lawson | 1914–1919 nicht ausgetragen | 1920 Georges Sérès | 1921, 1924, 1926, 1927 Victor Linart/Arthur Pasquier | 1922 Léon Vanderstuyft | 1923 Paul Suter/Ernest Pasquier | 1925 Robert Grassin/Léon Didier | 1928 Walter Sawall/Ernest Pasquier | 1929, 1932 Georges Paillard/Georges Grolimund | 1930 Erich Möller | 1931 Walter Sawall/Georges Grolimund | 1933, 1935 Charles Lacquehay | 1934 Erich Metze/Karl Saldow | 1936 André Raynaud | 1937 Walter Lohmann/Arnulf Meinhold | 1938 Erich Metze/Maurice Ville | 1939–1945 Finale bzw. WM nicht ausgetragen | 1946, 1949 Elia Frosio | 1947, 1950 Raoul Lesueur | 1948 Jean-Jacques Lamboley | 1951 Jan Pronk/Frits Wiersma | 1952, 1953, 1954 Adolph Verschueren/Maurice Ville | 1955, 1962 Guillermo Timoner/Felicien Van Ingelghem | 1956 Graeme French/Georges Grolimund | 1957 Paul Depaepe/Emile Vandenbosch | 1958 Walter Bucher/Georges Grolimund | 1959, 1960, 1964, 1965 Guillermo Timoner/August Meuleman | 1961 Karl-Heinz Marsell/August Meuleman | 1963 Leo Proost/Emile Vandenbosch | 1966 Romain De Loof/Hugo Lorenzetti | 1967, 1968 Leo Proost/Norbert Koch | 1969 Jacob Oudkerk/Albertus de Graaf | 1970 Ehrenfried Rudolph/Bruno Walrave | 1971, 1972 Theo Verschueren/Norbert Koch | 1973, 1974, Cees Stam/Joop Stakenburg | 1975 Dieter Kemper/Dieter Durst | 1976 Wilfried Peffgen/Dieter Durst | 1977 Cees Stam/Bruno Walrave | 1978, 1980 Wilfried Peffgen/Dieter Durst | 1979, 1982 Martin Venix/Norbert Koch | 1981 René Kos/Bruno Walrave | 1983, 1985, 1986 Bruno Vicino/Domenico De Lillo | 1984 Horst Schütz/Christian Dippel | 1987 Max Hürzeler/Ueli Luginbühl | 1988, 1991 Danny Clark/Bruno Walrave | 1989 Giovanni Renosto/Walter Corradin | 1990 Walter Brugna/Mauro Valentini | 1992 Peter Steiger/Ueli Luginbühl | 1993 Jens Veggerby/Bruno Walrave | 1994 Carsten Podlesch/Dieter Durst
Soweit bekannt mit Angabe des Schrittmachers. Ab 1995 wurden keine weiteren Weltmeisterschaften ausgetragen.
1897, 1898 Emile Barrot | 1900, 1901 Charles Lugon | 1903 Charles Läser | 1905 Jean Gougoltz | 1906, 1907 Marcel Lequatre | 1920 Paul Suter/Arthur Pasquier | 1921, 1923–1927 Paul Suter | 1922 Heinrich Wegman | 1928–1930 Adolf Läuppi | 1931, 1935, 1936, 1938 Hans Gilgen | 1932, 1933 Heiri Suter | 1934 Gottlieb Wanzenried/Georges Grolimund | 1937 Gottlieb Wanzenried/Maurice Jubi | 1939, 1941, 1944 Theo Heimann/Georges Grolimund | 1940, 1943 Hans Martin | 1942, 1946–1949, 1951, 1952, 1954 Jacques Besson | 1945 Walter Diggelmann | 1950 Walter Diggelmann/Hans Martin | 1953 Fritz Schär | 1955, 1957 Walter Bucher/Arthur Pasquier | 1958–1960 Walter Bucher/Georges Grolimund | 1956 Walter Zehnder/Hans Martin | 1961, 1962, 1965 Fritz Gallati/August Meuleman | 1966 Fredy Rüegg/Otto Notter | 1963 Peter Tiefenthaler/Albertus de Graaf | 1964 Peter Tiefenthaler/Georges Grolimund | 1968 Emanuel Plattner/Bruno Walrave | 1969, 1970 Max Janser/Ueli Luginbühl | 1976, 1977, 1978 René Savary/Ueli Luginbühl | 1979 Meinrad Vögele/Ueli Luginbühl | 1980 Roland Vögeli/Ueli Luginbühl | 1981–1987 Max Hürzeler/Ueli Luginbühl | 1988–1992 Peter Steiger/Ueli Luginbühl | 1993 Arno Küttel/René Aebi | 1994, 1996 Richi Rossi/Helmut Baur | 1995, 1997 Felice Puttini/Bruno Walrave | 1998 Felice Puttini/Roberto Puttini | 1999, 2000 Hanskurt Brand/René Aebi | 2001, 2002, 2003 Peter Jörg/René Aebi | 2006 Peter Jörg/Robert Buchmann | 2004, 2005 Jan Ramsauer/René Aebi | 2008 Jan Ramsauer/Helmut Baur | 2007, 2009 Giuseppe Atzeni/Wilfried Baumgartner | 2010 Mario Birrer/Felix Weiss | 2011 Peter Jörg/Helmut Baur | 2012, 2013, 2014, 2015 Giuseppe Atzeni/Mathias Luginbühl
Wenn bekannt, mit Angabe des Schrittmachers. In nicht aufgeführten Jahren wurde die Meisterschaft nicht ausgetragen, in einigen Jahren für Amateure und Steher gemeinsam („open“), seit 1993 open.
1903 Alexandre Castellino | 1905 Eugene Chabloz | 1962–1964 Ueli Luginbühl | 1965 Heinz Läuppi | 1966 Alfred Stucki | 1967 Max Janser | 1968 Candid Grab | 1969 Hansruedi Spannagel | 1971 John Hugentobler | 1972, 1973 Benny Herger | 1974 Bruno Rohner | 1975 Paul Röthlisberger | 1978, 1979 Roland Vögeli | 1984, 1986 Peter Steiger | 1987, 1989, 1990 Andrea Bellati | 1991, 1992 Richi Rossi
Die Resultate sind unvollständig

Brainwash

Brainwash ist eine deutsche, rechtsextreme Hatecore-Band aus Altenburg und Dresden.

Brainwash entstand 2001 aus den Bands Kreuzfeuer und Might of Rage. 2002 erschien eine Split-EP mit der ungarischen Band Vérszerzödés und eine Split-CD mit der US-amerikanischen Rechtsrock-Band No Alibi. Das Debütalbum Moments of Truth folgte 2005 auf dem ludwigshafener Label Gjallhorn Klangschmiede. 2007 erschien das Zweitwerk Hate Is Our Justice, das die Tracks der ersten beiden Split-Veröffentlichungen umfasst.
Nachdem sich die Band jahrelang gegen jedwede Kategorisierung gesträubt hatte, gilt sie heute dennoch als eine der wichtigsten deutschsprachigen Hatecore- bzw. NS-Hardcore-Bands. Liveauftritte fanden sowohl in Deutschland, als auch im Ausland statt, unter anderem auf dem Fest der Völker 2008 und bei Rock für Deutschland 2009 für die NPD. Die Band war zudem auf der ersten Projekt Schulhof-CD vertreten. Das und Auftritte auf dem European Hammerfest in Ungarn für die in Deutschland verbotene Hammerskins-Bewegung oder dem VFS & USGI Fest in Italien, das von zwei italienischen Skinhead-Gruppierungen ausgerichtet wurde zeigen jedoch, dass die Band auch keine Berührungsängste zum härteren rechtsextremen Spektrum hat. Die Texte sind auf englisch verfasst und verzichten auf neonazistische Äußerungen, antisemitische Äußerungen werden „in Synonyme verpackt“. Während sich die Band in ihren Texten eher gemäßigt äußert, sind die Aussagen in Interviews weitaus radikaler.
Die Mitglieder der Band sind auch in weiteren Gruppen des rechtsextremen Spektrums aktiv, unter anderem in den Hatecore-Bands Moshpit, Forbidden und Sharon Tate. Insbesondere der unter dem Pseudonym „Major Williams“ aktive Sänger Rene Weiße ist in der Szene sehr aktiv. So gibt er eine eigene Modelinie namens Drive by Suizhyde Clothing heraus, die eigene Shirts, aber auch Merchandising-Produkte anderer Hatecore-Bands herausgibt.

Freimaurertempel (Alexandria)

Der Freimaurertempel von Alexandria, ehemals Ewing Gilmour Institute for Working Girls, ist ein Freimaurertempel in der schottischen Stadt Alexandria in West Dunbartonshire. 1974 wurde das Gebäude in die schottischen Denkmallisten in der höchsten Kategorie A aufgenommen.
Der Freimaurertempel von Alexandria liegt im Nordwesten der Stadt an der Kreuzung zwischen Gilmour Street und Smollett Street. Das Gebäude wurde im Jahre 1888 als Ewing Gilmour Institute for Working Girls erbaut. Als Architekt zeichnet John Archibald Campbell für die Planung verantwortlich, der einen Entwurf im Stil des Scottish Baronials mit Details aus der Arts-and-Crafts-Bewegung am rückwärtigen Flügel anfertigte. Der Freimaurertempel besteht aus rosafarbenem Sandstein und weist einen L-förmigen Grundriss auf. Alle Gebäudeöffnungen sind mit rotem Sandstein abgesetzt. Die einzelnen Gebäudeteile sind entweder ein- oder zweistöckig. Der Eingangsbereich befindet sich an der Gilmour Street. Ein gesprengter Giebel bekrönt die hölzerne Eingangstüre. Das Obergeschoss schließt mit einer Balustrade auf Kragsteinen und auskragenden Ecktürmchen ab. Am flacheren Gebäudeteil links sind Fenster auf drei vertikalen Achsen angeordnet, die als Lukarnen mit Ziergiebeln gearbeitet sind. Bei den Fenstern im Obergeschoss entlang der Smollett Street handelt es sich ebenfalls um Lukarnen mit verzierter Giebelfläche. Ebenerdig sind Bleiglasfenster eingesetzt. Das Gebäude schließt mit Satteldächern ab, die entweder mit grünen Schieferschindeln oder modernen Ziegeln eingedeckt sind.
55.987027777778-4.5851666666667Koordinaten: 55° 59′ 13″ N, 4° 35′ 7″ W

Löschen (Datei)

Als löschen oder entfernen (englisch delete oder erase) wird in der Informationstechnik und Informatik allgemein das Löschen von Daten bezeichnet. Ein besonderer Fall ist das Löschen von Dateien.
Abhängig vom Speichermedium, der Speicherungsform der Datei, dem Betriebssystem und dem Dateisystem, unter dem die Datei geführt wird, können unterschiedliche Varianten und Stufen der Löschung angewendet werden, zum Beispiel nur das sogenannte logische und das physische Löschen.
Für das Verständnis der Vorgänge beim Löschen kann unterschieden werden zwischen der Datei als logischer Dateneinheit und ihrem Inhalt. Letzterer kann nach dem Löschen u. U. im Datenspeicher noch existieren, während die Datei als solche als gelöscht gilt.

Dateien werden heutzutage überwiegend in sogenannten Dateisystemen geführt. Darin werden die Informationen über die Dateien (Metadaten) in speziellen Verzeichnissen geführt, die Daten selbst getrennt davon, in ggf. vielen einzelnen Fragmenten verstreut gespeichert. Häufig kann auf die einzelnen Datenblöcke direkt zugegriffen werden. Die Aktionen zum Speichern der Daten (Lesen, Schreiben, Ändern, Löschen) werden dabei meist unter Verwendung von Teilfunktionen des Betriebssystems zur Dateiverwaltung oder über ein Datenbanksystem ausgeführt. Mehrere Dateien können in einem Dateiverzeichnis zusammengefasst sein, das auch selbst wieder Teil eines übergeordneten Verzeichnisses sein kann. Details siehe Hauptartikel Dateisystem.
Für das Löschen solcher Dateien können die folgenden Grundformen unterschieden werden:
In vielen grafischen Benutzeroberflächen werden Dateien, wenn sie vom Benutzer gelöscht werden, zunächst nur in einen besonderen Ordner – bspw. namens „Papierkorb“ – verschoben; Beispiel siehe . Dort bleiben sie temporär gespeichert und können unter ihrem ursprünglichen Dateinamen ohne Datenverlust wiederhergestellt werden; Beispiel siehe . In der Regel ist so auch das Löschen ganzer Ordner (mit mehreren Dateien und Unterverzeichnissen) möglich. Erst durch die Papierkorb-Funktion „Leeren“ werden diese Dateien/Objekte aus dem Dateiverzeichnis ausgetragen und damit „logisch gelöscht“ (siehe unten).
Unter einigen Oberflächen (z. B. Microsoft Windows oder KDE) lässt sich die Papierkorb-Funktion manuell zu- oder abschalten. Daneben ist es möglich, Dateien und Ordner (statt in den Papierkorb) direkt „logisch“ zu löschen, indem beim Löschen (über das Menü oder die Entfernen-Taste) die Umschalttaste gedrückt wird.
Löschfunktionen in kommandozeilenorientierten Oberflächen unterstützen üblicherweise die ‚Papierkorb-Funktion‘ nicht.
Von einem Dateisystem werden Dateien gelöscht, indem ihr Eintrag aus dem Dateiverzeichnis entfernt (Details siehe auch Harter Link) und der bisherige Speicherplatz der Daten als ‚überschreibbar‘ geführt wird. Diese Art des Löschens wird als logisches Löschen bezeichnet. Die Daten selbst befinden sich danach noch auf dem Datenträger, die von ihnen bisher belegten Speicherplätze werden erst dann überschrieben, wenn sie zum Speichern anderer Daten benötigt werden, ggf. für unterschiedliche Dateien. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie durch den Einsatz spezieller Programme wiederhergestellt werden, ggf. nur teilweise.
Beim physischen Löschen, auch als sicheres Löschen bezeichnet, wird der Speicherplatz ehemaliger Dateien (der beim logischen Löschen als ‚frei‘ gekennzeichnet wurde) ein oder mehrmals mit bestimmten Bitkombinationen überschrieben. Somit können die bisherigen Daten nicht mehr oder nur mit einem erheblichen technischen (und damit finanziellen) Aufwand ausgewertet werden.
Dies ist jedoch keine für einzelne Dateien ausführbare Maßnahme und findet nicht beim Löschen einer einzelnen Datei statt. Vielmehr ist es eine Maßnahme zur Erhöhung der Datensicherheit oder des Datenschutzes, welche die Rekonstruktion der alten, eigentlich gelöschten Daten verhindern oder erschweren soll.
Siehe auch Informationen des BSI zu „Daten richtig löschen“.
Für magnetische Festplatten gibt es für diese Art des Löschens spezielle Programme, beispielsweise Wipe oder Eraser. Der VSITR-Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schreibt seit einigen Jahren für ‚normale Sicherheitsanforderungen‘ nur noch einmaliges Überschreiben vor. Siehe auch .
Bei weiteren über Dateisysteme verwalteten Speichermedien (beispielsweise Diskette, USB-Stick, SD-Card, SSD, CD und DVD etc.) werden die vorgenannten Verfahren zum Löschen von Dateien aus verschiedenen Gründen zum Teil nicht oder nicht in der beschriebenen Art und Weise angewendet. Beispiele für derartige Unterschiede:
Allgemein gilt als Grund für das Löschen von Dateien, dass diese – auf dem jeweiligen Datenträger – nicht mehr benötigt werden. Im Einzelnen können dafür beispielsweise folgende Sachverhalte die Ursache sein:
Das Löschen von Dateien kann operational auf unterschiedliche Art und Weise geschehen, zum Teil explizit durch einen Benutzer veranlasst, zum Teil implizit im Ablauf beliebiger Programme:
Dateien, von denen weitere Kopien, z. B. Sicherungskopien existieren oder die anderweitig an einen nicht-lokalen Speicher übertragen wurden (z. B. in eine Cloud) sind üblicherweise an mehreren Stellen gespeichert. Das Lokalisieren und Löschen dieser Kopien ist für den Benutzer selbst meist nicht möglich. Ob die Kopien jemals gelöscht werden, hängt z. B. davon ab, ob alte Sicherungen irgendwann durch das Rotationsschema überschrieben werden.
Eine implizite Variante des Löschens findet beim Ersetzen einer Datei mit einem anderen/neuen Inhalt statt. Da der bisherige Inhalt der Datei anschließend nicht mehr existiert, ist zwar nicht die Datei, aber deren alter Inhalt ‚gelöscht‘. Die Datei enthält anschließend einen neuen Inhalt – wobei der alte Dateiinhalt meist nur ‚logisch gelöscht‘ sein wird.
Der Begriff „Datei“ wird häufig und überwiegend mit der Speicherung auf Massenspeichern assoziiert, wie Festplatten oder Flash-Speicher, darunter Solid-State-Drives, USB-Sticks oder SD-Karten. Dateien werden und wurden aber auch auf anderen Speichermedien geführt und auch diese Dateien müssen gelöscht bzw. eliminiert werden können. Nachfolgend wird deshalb kurz das ‚Löschen‘ aus diesen Datenträgern erläutert: