Universitätsklinikum Würzburg

(Anstalt des öffentlichen Rechts)

Das Universitätsklinikum Würzburg ist das Klinikum der medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Es ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und hat einen wichtigen Versorgungsauftrag für die Region und darüber hinaus.

Zum Uniklinikum Würzburg gehören 19 Kliniken mit Polikliniken und drei selbständige Polikliniken sowie vier klinische Institute. Integriert sind vier experimentell ausgerichtete Institute bzw. Abteilungen. Weiterhin sind dem Klinikum sechs Berufsfachschulen des Gesundheitswesens angeschlossen. Das Universitätsklinikum ist zusammen mit der Julius-Maximilians-Universität größter Arbeitgeber von Würzburg.

Das Klinikum beschäftigt 6.114 Mitarbeiter, davon sind 4.790 Vollkräfte, darunter 848 im ärztlichen Dienst, 1.236 im Pflegedienst, 1.290 Mitarbeiter im medizinisch-technischen Dienst sowie 459 im Verwaltungsdienst. Das Uniklinikum hat 368 Auszubildende. Die Schwerbehindertenquote liegt bei 6,75 %

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, Heidelberg, Wien, Köln und Erfurt zu den ältesten Universitätsstädten im deutschsprachigen Raum. Das Universitätsklinikum Würzburg kann auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurückblicken und ist damit eine der ältesten Universitätskliniken Deutschlands. Das erste Modell eines Universitätsklinikums, die Verbindung aus Medizinischer Fakultät und Krankenhaus Juliusspital, wurde 1581 in Würzburg geschaffen. 1583 wird erstmals eine Abteilung zur stationären Behandlung von psychisch Kranken im Juliusspital eröffnet. Aus dieser Abteilung entsteht 1833 die erste Psychiatrische Klinik. Im Jahre 1816 kam die erste orthopädische Heilanstalt im deutschen Sprachraum hinzu. Diese wurde von Johann Heine im ehemaligen Stefanskloster zu Würzburg gegründet. Eine erste, eigene Kinderabteilung richtet man 1840 aus zwei Zimmern und 15 Betten ein. Diese Kinderabteilung bildete später den Grundstein zur Gründung der ersten Universitäts-Kinderklinik der Welt, durch Franz von Rinecker im Jahre 1850. Der zweite Lehrstuhl für anatomische Pathologie im deutschsprachigen Raum wurde 1845 in Würzburg gegründet. Der erste entstand ein Jahr zuvor in Wien. Robert von Welz gründete 1855 die erste, damals noch private Augenklinik in Würzburg. Als von Welz 1878 starb, vermachte er seine Klinik der Universität Würzburg. Unter seinen Nachfolgern erlebte die Klinik einen steilen Aufstieg und ist heute die zweitgrößte Augenklinik in Deutschland.

Einen weiteren, wichtigen Beitrag für die medizinische Entwicklung des Universitätsklinikums Würzburg leistete Wilhelm Conrad Röntgen im Jahre 1895, als er die Röntgenstrahlen in Würzburg entdeckte.

In den Jahren von 1912 bis 1921 wurde ein neues Universitätsklinikum (Luitpoldkrankenhaus) im Stadtteil Grombühl errichtet. Mit der Fertigstellung des Luitpoldkrankenhauses endete die langjährige enge Verbindung zwischen der Würzburger Medizinischen Fakultät und dem Juliusspital. 1934 wurde die erste eigenständige neurochirurgische Abteilung Deutschlands gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Universitätsklinikum weiter. In der Chirurgischen Klinik wurde 1948 die erste Blutkonserve hergestellt. Ab 1950 wurden Blutspenden erstmals in Vacuumflaschen produziert und von dieser Zeit an auch an andere Kliniken abgegeben. Durch diesen Fortschritt besaß die Chirurgische Universitätsklinik Würzburg die erste Blutspendezentrale in Bayern, die man 1970 in „Abteilung für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie“ umbenannte.

1954 wurde die Abteilung für Thoraxchirurgie eingeweiht und 1955 eine Tuberkuloseabteilung. Als Isotopenabteilung der Medizinischen Poliklinik wird im Jahre 1956 die Nuklearmedizin von W. Börner gegründet.

In den Jahren von 1966 bis 1973 wird das erste Kopfklinikum Deutschlands gebaut, das 1974 mit den Fachdisziplinen HNO-Heilkunde, Augenheilkunde, Neurochirurgie, Neurologie, und Strahlentherapie in Betrieb genommen wird.

1977 wird die erste selbständige Abteilung für Neuroradiologie gegründet und 1983 gründet man die Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

1988 fällt der Entschluss für ein großes Projekt. Man wird aufgrund von Platzmangel das Zentrum für Operative Medizin (ZOM) und das Zentrum für Innere Medizin (ZIM) an der Oberdürrbacher Straße bauen. Der Bau für das Zentrum für Operative Medizin beginnt 1998, der Bauabschnitt für das Zentrum für Innere Medizin startet 2002. Das ZOM geht 2004 in Betrieb und das ZIM nimmt 2009 seinen Betrieb auf. In jeweils sehr aufwendigen Umzügen im Vollbetrieb werden die Patienten aus den alten Klinikgebäuden in die neuen Zentren verlegt. Die alten Klinikgebäude werden zum Teil abgerissen, aber auch teilweise saniert und sollen für Forschung und Lehre weiter genutzt werden.

Die Baugeschichte der beiden Zentren, Zentrum für Operative Medizin (ZOM) und Zentrum für Innere Medizin (ZIM) reicht bis in das Jahr 1971 zurück. Nach einer Analyse der vorhandenen Strukturen stellte man fest, dass die räumlichen Defizite in der Chirurgie sowie in den Medizinischen Kliniken besonders groß sind. Darum beschloss der Fachbereichsrat der Medizinischen Fakultät im Juni 1988, sich für einen Neubau an der Oberdürrbacher Straße auszusprechen.

Der erste Spatenstich für den ersten Bauabschnitt erfolgte am 27. Juli 1998 durch Edmund Stoiber. Das Zentrum für Operative Medizin nahm im März 2004 seinen Betrieb auf. Daran angeschlossen erfolgte der zweite Bauabschnitt mit dem Zentrum für Innere Medizin. Der Grundstein für das ZIM wurde im Dezember 2002 gelegt. Das ZIM wurde Ende Juni 2009 in Betrieb genommen. Der Neubau hat in etwa die Ausmaße der Würzburger Residenz und gilt als das größte Hochbauprojekt des Freistaats in Unterfranken nach dem Krieg. Die Baukosten dieses Projektes beliefen sich auf ca. 350 Millionen Euro.

Das ZOM beherbergt die beiden Kliniken für Allgemein- und Unfallchirurgie sowie die Kliniken für Herz- und Thoraxchirurgie, Urologie und Anästhesiologie. Auf insgesamt ca. 20.000 m² Nutzfläche stehen hier 312 Betten für stationäre Aufenthalte bereit sowie Betten für tagesklinische Behandlungen. Im ZOM gibt es eine Zentrale Notfallaufnahme, die eine Erstversorgung aller Patienten gewährt. Das Zentrum für operative Medizin (ZOM) der Universitätsklinik Würzburg hat einen Schockraum mit integriertem CT, wobei als Besonderheit nicht der Patient in das CT, sondern das CT über den Patienten gefahren wird, was zusätzliche Schäden durch die Bewegung des Patienten vermeidet. Auf dem Dach des Bettenhauses A2 befindet sich der Hubschrauberlandeplatz des Zentrums. Für operative Eingriffe steht ein OP-Trakt mit 16 OP-Sälen zur Verfügung.

Das ZIM beherbergt die Medizinische Klinik und Poliklinik I und II, die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, das Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie sowie das Institut für Röntgendiagnostik und das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie. Es stehen zwei Ganzkörper-Magnetresonanz-Geräte (3 Tesla-MR-Geräte) zur Verfügung. Für die Nuklearmedizin wurde ein drei Millionen Euro teurer Zyklotron angeschafft. Mit diesem Gerät ist es nun möglich spezielle Radionuklide selbst herzustellen. Außerdem steht ein PET/CT-Gerät zur Verfügung. Das ZIM umfasst eine Gesamtnutzfläche von 22.587 m². Es stehen 260 Betten für den stationären Aufenthalt sowie 41 Tagesbetten zur Verfügung.

Seit 2006 gibt es an der Universitätsklinik Würzburg eine Aus- und Weiterbildungsplattform für operative und interventionelle Verfahren in der Medizin, das INTUS. Sie ist seit 2009 im Zentrum für operative Medizin beheimatet. Die Abkürzung steht für „Interdisziplinäres Trainings- und Simulationszentrum“. Während in der Luftfahrt, speziell in der Pilotenausbildung, der Einsatz von Flugsimulatoren schon lange etabliert ist, wird die Simulation als Ausbildungsverfahren in der Medizin bislang nur vereinzelt eingesetzt.

Im INTUS kommen Simulatoren und Trainingssysteme im Rahmen zertifizierter Fortbildungskurse zum Einsatz. So können Ärzte sowie angehende Ärzte verschiedene Operationsverfahren und Notfallsituationen trainieren und deren Beherrschung verbessern. Die Zielgruppe des INTUS richtet sich an: Arzte aus Klinik und Praxis, Pflege- und Assistenzpersonal, Klinik- und Praxisteams sowie Rettungsdienste. Das INTUS wird durch einen Förderverein konzeptionell und finanziell unterstützt.

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