Exponentialansatz

Unter dem Exponentialansatz versteht man in der Mathematik einen Ansatz zur Lösung einer linearen Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten, deren Inhomogenität von exponentieller Struktur ist. Die Idee ist, dass dann auch eine partikuläre Lösung von ähnlicher Gestalt wie die Inhomogenität existiert. Durch einen solchen Lösungsansatz wird die Differentialgleichung auf ein lineares Gleichungssystem zurückgeführt. Die Idee für diesen Ansatz geht auf Leonhard Euler zurück.
Gegeben sei eine lineare Differentialgleichung
mit konstanten Koeffizienten , worin die Inhomogenität die Struktur
besitzt. Weiter bezeichne die Nullstellenordnung von bezüglich des charakteristischen Polynoms der zugehörigen homogenen Gleichung
Dann existiert eine spezielle Lösung der Form
Man betrachte die lineare Differentialgleichung
Nun ist Nullstelle erster Ordnung des Polynoms . Also existiert nach obigem Satz eine spezielle Lösung der Gestalt
Aus
und
erhält man von der Differentialgleichung
Koeffizientenvergleich liefert die bestimmenden Gleichungen
welches und impliziert. Also ist
eine spezielle Lösung obiger inhomogener Differentialgleichung.

Naglfari

Naglfari ist der Name einer mythischen, literarischen Figur in der Prosa-Edda (Gylfaginning Kap. 9) des Snorri Sturluson.
Snorri schildert Naglfari als ersten Ehemann der Nótt, die personifizierte Nacht; ihr gemeinsamer Sohn war Auðr. Die Figur des Naglfari ist Snorris Invention, da sie nur hier einem Einschub gleich erwähnt ist und sonst in der gesamten nordisch-germanischen Mythographie entfällt.
„Nörfi war der Name eines Riesen […] Er hatte eine Tochter namens „Nacht“ […] schwarz und dunkel kraft angeborener Natur. Sie war verheiratet mit einem Mann namens Naglfari, und ihr Sohn hieß Aud. Danach wurde sie mit einem anderen vermählt, namens Anar, und deren Tochter hieß Jörd.“
Der Name Naglfari ist vieldeutig, er erscheint in den Quellen neben dieser an zwei weiteren Stellen. Die Grundbedeutung ist zu deutsch „Nagelreihe“ aus den altnordischen Kompositionsgliedern nagl- für Nagel mit einer l-Bildung wie des Öfteren für Begriffe von Körperteilen und aus dem Glied mask. -fari zu fara „Fahrt, Spur, fahren, Fahrer“. In der Gylfaginning in Kapitel 51 in der Form „Hrymr stýrir Naglfara“ als Name des Totenschiffs des Riesen Hymir, das aus den Nägeln der Toten gebaut ist.
„… aus den Nägeln der Toten gemacht, und es ist Vorsicht geboten, wenn ein Mensch mit ungeschnittenen Nägeln stirbt, weil er damit viel zum Schiff Naglfar beiträgt, von dem Götter und Menschen wollen, daß es lange nicht fertig werde.“
Naglfari ist beim Skalden Bragi Boddason ein Schwertheiti mit der Bedeutung „mit einer Nagelreihe geschmücktes Schwert“. Er umschreibt in der Ragnarsdrápa (Strophe 5) den Begriff „die Krieger“ durch die Kenning „segls naglfara siglur saums andvanar“ („die einer Umsäumung entratenden Masten des Segels des Schwertes“). Die beiden Verwendungen durch Snorri und Bragi stehen in Bezug zum Seewesen, der Schifffahrt, sodass die Verwendung als Personenname hier wohl nicht von der Semantik der beiden Anderen zu trennen ist.

Nyêmo

Nyêmo (auch: Nyemo) ist ein Kreis im Autonomen Gebiet Tibet der Volksrepublik China.

Nyêmo gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Lhasa. 1999 zählte der Kreis 28.886 Einwohner. Sein Hauptort ist die Großgemeinde Tarrong (dar grong དར་གྲོང་ / Tǎróng Zhèn 塔荣镇).
Auf Gemeindeebene setzt sich der Kreis aus einer Großgemeinde und sieben Gemeinden zusammen. Diese sind (Pinyin/chin.):
Während des Höhepunkts der Kulturrevolution in Tibet verbündete sich eine ehemalige Nonne mit einer der Fraktionen der Roten Garden. Sie behauptete, von Jowo besessen zu sein, der Buddhastatue im Jokang und nannte sich „die rechte Hand des Vorsitzenden Mao“. Im Juni 1969 ließ sie ihre tibetischen Kämpfer rund dreißig Gegner – ebenfalls Tibeter – töten oder grausam verstümmeln. Danach griffen sie eine Stellung unbewaffneter Soldaten der Volksbefreiungsarmee an und töteten dreizehn von ihnen. Es war einer der blutigsten Zwischenfälle während der Kulturrevolution in Tibet. Die Rebellion wurde schließlich von der Armee niedergeschlagen. Von einigen Exiltibetern wird die Nonne bis heute als Freiheitskämpferin und Heldin betrachtet und der Zwischenfall als tibetischer Widerstand gegen China romantisch verklärt.
Chengguan (Innenstadt) – Dagzê – Damxung – Doilungdêqên – Lhünzhub – Maizhokunggar – Nyêmo – Qüxü
29.70222222222290.211388888889Koordinaten: 29° 42′ N, 90° 13′ O

Enos (Berg)

Ansicht des Berges von Lixouri aus
Der Enos (griechisch Αίνος, auch Ainos oder Aenos transkribiert; italienisch Monte Nero oder Montagna Nera) ist mit einer Höhe von 1.628 Meter einer der höchsten Berge auf der ionischen Insel Kefalonia. Die Gipfelregion des Berges ist unbewaldet. An den unteren Hängen des Gebirges befinden sich Höfe und kleine Siedlungen, die noch landwirtschaftlich geprägt sind, so durch die Erzeugung des Robola-Weins im Omala-Tal. Dichte Pinienwälder befinden sich auf einer Höhe von 700 bis 1200 m im Naturschutzgebiet Ethnikos Drymos Enou (Εθνικός Δρυμός Αίνου). Die Kefalonische Tanne (Abies cephalonica) war bis ins 20. Jahrhundert ausschließlich am Fuß des Bergs zu finden und galt daher als gefährdet. Der Berg verdankt seinen Namen dieser schwarzen Tanne.
Mehrere Straßen führen auf den Gipfel, wo sich auch eine Radarstation befindet. Allerdings ist nur eine asphaltiert. Eine touristische Infrastruktur ist nicht vorhanden.
Auf dem Berg befand sich in der Antike ein Zeus-Tempel, der auch in zahlreichen Schriften erwähnt ist (u.a. Pausanias). Der Inselgouverneur Charles de Bosset entdeckte dessen Reste in der Nähe des Gipfels.
Aus dem 16. Jahrhundert ist eine Sage über einen menschenfressenden geflügelten Drachen am Berg Enos überliefert. Die Verwaltung beauftragte die Brüder Bernardos und Iakovos Brescani, den Drachen zu suchen und zu töten, was am Tag des heiligen Nikolaus gelang. Der Drache wurde vor der Kirche des Heiligen Nikolaus getötet. Brescani war nicht der Familienname der Drachentöter, sondern nur eine Herkunftsbezeichnung der Familie, die auf die Stadt Brescia in der Lombardei verwies. Die erste Beschreibung der Sage lieferte Ludwig Salvator von Österreich-Toskana, der die Insel wissenschaftlich erkundete.

Bürgermeisterei Alsdorf

Die Bürgermeisterei Alsdorf war eine von ursprünglich 42 preußischen Bürgermeistereien, in die sich der 1816 neu gebildete Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier verwaltungsmäßig gliederte. Der Verwaltung der Bürgermeisterei unterstanden bis 1856 fünf, nach der Auflösung der Bürgermeistereien Bettingen und Messerich zehn Gemeinden. Der Verwaltungssitz war in der heutigen Ortsgemeinde Alsdorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.

Zur Bürgermeisterei Alsdorf gehörten folgende Gemeinden:
Insgesamt lebten 1843 im Bürgermeistereibezirk 633 Menschen in 75 Wohnhäusern. Alle Einwohner waren katholisch. Es gab eine Kirche in Alsdorf, je eine Kapelle in Kaschenbach und Niederweis, Schulen gab es in Alsdorf und Niederweis.
Nach dem im Jahr 1846 erfolgten Zusammenschluss mit den Bürgermeistereien Bettingen und Messerich verwaltete die Bürgermeisterei Alsdorf die Gemeinden:
Alle Ortschaften im Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei gehörten vor 1794 zur luxemburgischen Propstei Echternach. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung kam das Gebiet zum Kanton Bitburg, der bis 1814 zum Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder gehörte.
Anfang 1814 endete die französische Herrschaft in dieser Region. Sie wurde nach dem Pariser Frieden vom Mai 1814 zunächst provisorisch dem Generalgouvernement Nieder- und Mittelrhein unterstellt. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen wurde das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurden im Jahr 1816 Regierungsbezirke und Kreise neu gebildet, Die Bürgermeisterei Alsdorf wurde dem Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier und der Provinz Niederrhein (von 1822 an Rheinprovinz) zugewiesen. Dagegen behielt Preußen in der Regel die Verwaltungsbezirke der französischen Mairies vorerst bei. Die Bürgermeisterei Alsdorf entsprach anfangs insoweit der vorherigen Mairie Alsdorf.
Im Jahr 1840 begann man die Verwaltung in der Region neu zu gliedern. 1856 wurden die Bürgermeistereien Bettingen und Messerich aufgelöst und die zugehörenden Gemeinden der Bürgermeisterei Alsdorf angegliedert. Im Jahr 1914 wurden die Bürgermeistereien Alsdorf, Dockendorf, Peffingen und Schankweiler zusammengeschlossen und aus ihnen die Bürgermeisterei Wolsfeld (ab 1927 Amt Wolsfeld) neu gebildet. Schon seit 1870 war der gemeinsame Verwaltungssitz der vier ansonsten eigenständigen Bürgermeistereien in Wolsfeld.
Alsdorf, Kaschenbach, Niederweis, Oberecken und Prümerburg gehören heute verwaltungsmäßig zur Verbandsgemeinde Südeifel, die übrigen Gemeinden zur Verbandsgemeinde Bitburger Land im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.
Alsdorf | Ammeldingen | Auw | Baustert | Bettingen | Bickendorf | Biersdorf | Bitburg | Bollendorf | Dockendorf | Dudeldorf | Ernzen | Fließem | Geichlingen | Idenheim | Irrel | Karlshausen | Körperich | Koxhausen | Kruchten | Kyllburg | Lahr | Malberg | Meckel | Messerich | Mettendorf | Metterich | Neuerburg | Nusbaum | Oberweis | Ordorf | Outscheid | Peffingen | Rittersdorf | Roth | Schankweiler | Seffern | Speicher | Stockem | Wallendorf | Weidingen | Wißmannsdorf

Metallurg Bekobod

Metallurg Bekobod (russisch Металлург Бекабад) ist ein Fußballklub aus der usbekischen Stadt Bekobod. Der Verein spielt derzeit in der höchsten Spielklasse von Usbekistan, der Usbekischen Profi-Fußballliga. Seine Heimspiele trägt der Club im Metallurg-Stadion aus. Gegründet wurde der Verein 1945. Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war bisher der zweimalige Gewinn des Usbekischen Pokals in der Sowjetzeit 1985 und 1990. Erst 1997 gelang der Aufstieg in die Usbekische Fußballliga. Bis 2007 kämpfte der Verein meist erfolgreich, wenn auch meist knapp gegen den Abstieg. 2007 ließ sich jedoch der sportliche Abstieg nicht vermeiden. Aufgrund finanzieller Probleme anderer Vereine konnte man dennoch in der Liga verbleiben. Die bisher beste Platzierung zu Ende einer Saison gelang 2002 mit einem fünften Platz.
Bunyodkor Taschkent | FK Andijon | FK Buxoro | FK Dinamo Samarkand | FK Mashʼal Muborak | FK Neftchi Fargʻona | FK Olmaliq | FK Soʻgʻdiyona Jizzax | Lokomotiv Taschkent | Metallurg Bekobod | Navbahor Namangan | Paxtakor Taschkent | Nasaf Karschi | Qizilqum Zarafshon

Dietelsbach

BW
Baden-Württemberg
Der Dietelsbach ist ein 3 km langer Bach auf den Gemeindegemarkungen von Obersontheim und Bühlertann im Landkreis Schwäbisch Hall im nordöstlichen Baden-Württemberg, der von Westsüdwesten kommend an der Gemarkungsgrenze von links in die mittlere Bühler mündet.

Der Dietelsbach entsteht wenige Meter neben dem Hügelsattel, über den die Landesstraße 1066 von dessen Teilort Mittelfischach kommend nach Obersontheim führt, in einer häufig ganz trockenen, lehmigen Rinne der westlichen Enslinshalde auf etwa 414 m ü. NN. Die Rinne läuft nach Osten, wie der Bach selbst auf fast der ersten Hälftes seines Weges. Auf den ersten zwei- bis dreihundert Metern tritt er schon aus dem Wald an den Flurrand, wechselt ganz in die offene Flur und hat dann beständig Durchfluss. Etwa auf Höhe des ersten Feldes zeigt das Profil seiner Wiesenmulde einen ehemaligen Kleinteich an. Völlig ohne Gehölzbewuchs zieht er neben den unregelmäßig welligen, flachen Hügeln des Galgenwasens zur linken Seite, auf denen oft Felder liegen, in wenigen trägen Windungen durch die bald recht flache Wiesenaue weiter unter der höher aufsteigenden Enslinshalde. Sein Bett ist hier schmal, aber tief eingefurcht, aus dem Trog ragen jedoch zahlreiche Stauden auf; im Frühjahr blüht hier etwa leuchtend gelb die Sumpfdotterblume. Etwa 1,2 km unterhalb seines obersten Ursprungs läuft der Bach, nach Grabenlauf mit langem Rückstau in fast ebener Wiese, auf etwa 391 m in einen über 0,1 ha[LUBW 5] großen Weiher am Ostende der Enslinshalde ein, der an drei Seiten vom Wald und einer Feldhecke umschlossen ist und eine kleine Insel besitzt.
Nachdem er unter einem unbefestigten Feldweg hindurch aus dem Weiher ausgeflossen ist, strebt der Bach, nun ein Stück weit auf Bühlertanner Gemarkung, nach Nordosten, zunächst in weiterhin flacher Wiese in gezogenem, tiefem Graben, bis er die Landesstraße 1060 Obersontheim-Hausen–Bühlertann unterquert. Hinter dem zwei bis drei Meter hohen Straßendamm liegt links am Ufer ein ca. 0,2 ha[LUBW 6] großer, im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts im Zuge der Industriebebauung des linken Hügels künstlich angelegter Teich. Der Dietelsbach fließt nun bald in tieferem natürlichen Wiesenbett in einer weiten Talmulde zwischen dem Hang mit dem Obersontheimer Gewann Steinich (397,4 m) links auf dem Hügelrücken und dem Bühlertanner Alten Galgenberg (ca. 397,4 m) rechts, auf dem die Grube eines in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgelassenen Gipsbruchs offen liegt. Forthin zeigt der Lauf, der mit Abweichungen nach beiden Seiten der Gemeindegrenze folgt, auch natürliche Windungen und immer wieder Bewuchs mit Buschwerk vor allem aus Weiden. Dann folgt ein Abschnitt, in dem sich am linken Ufer ein 0,9 ha großes Sumpfseggenried dem Bach entlang zieht. Im unteren Teil wurde hier irgendwann um die Wende zum 21. Jahrhundert durch Lehmdämme eine sehr unregelmäßige Teichfläche geschaffen. Die gesamte Riedfläche liegt angeblich im Bereich eines bis ins 20. Jahrhundert hinein genutzten Eisweihers einer damaligen örtlichen Kleinbrauerei.
Unterhalb schließt sich zaunlos etwa zweihundert Meter lang linksseits eine flach bis mäßig zum Hang hin ansteigende Schrebergartenzone an, während die gegenüberliegende Talflanke deutlich steiler wird. Der Bach passiert das erste Wohnhaus an seinem Ufer, läuft 50 Meter später in einem Rohr unter der K 2612 Bühlertann–Obersontheim hindurch und jenseits unter einem zweiten Wohnhaus weiter. Am Ende von dessen kleinem Grundstücksgarten tritt er wieder ins Freie und mündet einen Steinwurf weiter, zuallerletzt wieder auf Ostlauf, von links auf der Markungsgrenze der Anrainergemeinden auf etwa 368 m in die hier träge dahinfließende mittlere Bühler, die nur 50 Meter flussabwärts durch das Wehr einer ehemaligen Mühle aufgestaut wird.
Der Dietelsbach ist ab seinem höchsten Ursprung ca. 3,0 km lang, er hat ein Sohlfälle von absolut ca. 46 m und relativ ca. 15 ‰. Er hat offenen Zufluss nur aus kurzen Gräben. Fast nirgends folgen ihm Wege.
Der Dietelsbach entwässert etwa 1,3 km² weit überwiegend im Unterraum Vellberger Bucht des Naturraums Hohenloher Ebene ost- und nordostwärts zur die Bucht entwässernden Bühler. Der kleinere Teil liegt am Oberlauf im Unterraum Fischachbucht und Randhöhen. Die Wasserscheide zu den angrenzenden Einzugsgebieten ist nirgends sehr hoch. Im Norden konkurriert der Obersontheimer Schießbach zur abwärtigen, im Süden der bei der Bühlertanner Niedermühle mündende Eierbach zur aufwärtigen Bühler. Die südwestliche Wasserscheide über den Tannenberg (441,1 m[LUBW 2]) auf der Höhe des Hangwalds Enslinshalde verläuft gegen das Tal der viel bedeutenderen Fischach, die sehr viel weiter aufwärts ebenfalls der Bühler zufließt. Hier auf dem oben recht flachen Tannenberg liegt der höchste Punkt im Einzugsgebiet.
Wald steht auf weniger als einem Viertel der Fläche, im Wesentlichen am Hanggewann Enslinshalde. In der Flur dominieren insgesamt die Wiesen, Äcker liegen vor allem links des Oberlaufs im Galgenwasen, im Hügelgewann Steinich links des Unterlaufs und am Abhang dort. Ins Einzugsgebiet teilen sich Obersontheim und Bühlertann. Die schon erwähnten zwei Häuser kurz vor der Mündung und ein drittes mündungsnahes sind die einzigen Siedlungsplätze am Lauf und zugleich im Einzugsgebiet, sie liegen isoliert südlich der Obersontheimer Ortslage diesseits, auf und jenseits der Gemeindegrenze.
Der Dietelsbach beginnt seinen Lauf im Gipskeuper (Grabfeld-Formation), wenige Meter unter dessen Estherienschichten, die auf der Oberseite des Tannbergs wie auch häufig anderswo in der weiteren Umgebung flächenhaft ausstreichen. Die Kleinhügel entlang seines oberen Laufs zeigen die für den Gipskeuper typische unruhige Form. Im schon lange aufgelassenen Gipsbruch am Galgenberg rechts des Mittellaufes sind die Schichten vom Grenzdolomit des unterlagernden Unterkeupers über den einst hier ausgebeuteten Grundgips bis hinauf in die untersten Dunkelroten Mergel des Gipskeupers aufgeschlossen. Der Grundgips zeigt Subrosion, an den lehmigen Mergelschichten darüber waren früher davon verursachte Schichtverbiegungen zu erkennen. Der Unterkeuper beginnt in der Talmulde schon kurz vor der Unterquerung der L 1060, in dieser Schichtlage verbleibt der Bach bis zur Mündung. Wenige Dutzend Meter nördlich von dieser tritt im Bühlertal erstmals der Obere Muschelkalk auf. Auensedimente begleiten den Bach etwa vom Einsetzen des Unterkeupers an.
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Dietelsbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)

Ungestreifter Pelamide

Ungestreifter Pelamide (Orcynopsis unicolor)
Der Ungestreifte Pelamide (Orcynopsis unicolor) ist ein Meeresfisch aus der Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae). Die Fische leben im östlichen Atlantik von Oslo (Norwegen) bis Dakar (Senegal), außerdem im Mittelmeer. Sie fehlen bei Madeira, den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln. Als Sommergast kommen sie auch in die Nordsee.

Der Ungestreifte Pelamide erreicht eine Maximallänge von 1,30 Metern und wird mit etwa 70 bis 80 Zentimetern Länge geschlechtsreif. Das maximale veröffentlichte Gewicht liegt bei 13,1 Kilogramm. Er hat die typische spindelförmige Form der Thunfische, ein großes Maul, das bis unter die Augen reicht, kurze Brust- und sehr kleine Bauchflossen. Die Rückenflosse ist zweigeteilt, mit einem von 12 bis 14 Stacheln gestützten hartstrahligen Teil und einem kürzeren weichstrahligen Teil, der von 12 bis 15 Flossenstrahlen gestützt wird. Die ersten drei Viertel der ersten Rückenflosse sind schwarz. Die kurze Afterflosse besitzt 14 bis 16 Weichstrahlen. Zwischen Rücken-, bzw. Afterflosse und der halbmondförmigen Schwanzflosse finden sich 6 bis 9 kleine Flössel oben und unten auf dem Schwanzflossenstiel. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 37 bis 39, 17 bis 18 Rumpfwirbel und 19 bis 21 Schwanzwirbel. Eine Schwimmblase fehlt. Die Region hinter dem Kopf und um die Brustflossen wird von einem Korsett aus großen, dicken Schuppen bedeckt, der Rest des Körpers ist unbeschuppt.
Der Ungestreifte Pelamide lebt küstennah in kleinen Schwärmen, vor allem in gemäßigt temperiertem Wasser. Er hält sich sehr nah der Wasseroberfläche auf, so dass die erste Rückenflosse wie bei Haien aus dem Wasser ragt. Oft sieht man den Fisch zusammen mit jagenden Seevögeln. Als Raubfisch ernährt er sich von kleineren Fischen, vor allem von Sardinen, Sardellen, kleinen Makrelen, Stachelmakrelen und Meerbrassen. Die Fische laichen im Sommer. Eier und Larven sind pelagisch.
Der Ungestreifte Pelamide ist kein bedeutender Speisefisch und ist eher ein zufälliger Beifang.

José de Lima Siqueira

José de Lima Siqueira (* 24. Juni 1907 in Conceição/Paraíba; † 22. April 1985 in Rio de Janeiro) war ein brasilianischer Dirigent und Komponist.
Siqueira erlernte in seiner Jugend das Saxophon- und Trompetenspiel und spielte Trompete in der Banda Sinfônica der Escola Militar. Von 1928 bis 1930 studierte er am Instituto Nacional de Música von Rio de Janeiro bei Francisco Braga und Walter Burle Marx. Er trat als Dirigent in den Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich, Portugal, Italien, Holland, Belgien und Russland auf und gründete das Orquestra Sinfônicas Brasileira (1940) und das Orquestra Sinfônica do Rio de Janeiro (1949). Daneben wirkte er als Professor an der Universidade do Brasil. 1945 gehörte er zu den Mitgründern der Academia Brasileira de Música (Stuhl 8).
Während eines Parisaufenthaltes 1953 besuchte er Kurse für Musikwissenschaft an der Sorbonne. Er gründete den Ordem dos Músicos do Brasil und wurde 1960 zu dessen Präsidenten gewählt. 1961 gründete er das Orquestra Sinfônica Nacional und 1967 das Orquestra de Câmara do Brasil. 1969 wurde er von der Militärdiktatur mit einem Lehr-, Publikations- und Dirigierverbot belegt und ging ins Exil in die Sowjetunion. Er wirkte dort als Dirigent des Moskauer Philharmonieorchesters und Juror bei internationalen Wettbewerben.
Siqueira komponierte mehrere Bühnenwerke, drei Sinfonien, drei sinfonische Dichtungen, drei Klavierkonzerte, ein Cellokonzert, kammermusikalische Werke, drei Oratorien, eine Kantate und zahlreiche Lieder. Außerdem veröffentlichte er mehrere musikpädagogische und -theoretische Werke, darunter Canto Dado em XIV Lições, Música para a Juventude (4 Bände), Sistema Trimodal Brasileiro und Curso de Instrumentação.

Sparkasse Mittelfranken-Süd

Die Sparkasse Mittelfranken-Süd ist ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut mit Sitz in Roth in Bayern. Ihr Geschäftsgebiet ist das südliche Mittelfranken.

Die Sparkasse Mittelfranken-Süd ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz, die bayerische Sparkassenordnung und die durch den Träger der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.
Die Sparkasse Mittelfranken-Süd betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Die Sparkasse Mittelfranken-Süd wies im Geschäftsjahr 2014 eine Bilanzsumme von 3,479 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 2,737 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2014 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 91. Sie unterhält 47 Filialen/SB-Standorte und beschäftigt 923 Mitarbeiter.
Die Sparkasse Mittelfranken-Süd ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie vertreibt daher z.B. Bausparverträge der LBS, offene Investmentfonds der Deka und vermittelt Versicherungen der Versicherungskammer Bayern. Die Funktion der Sparkassenzentralbank nimmt die Bayerische Landesbank wahr.
49.2381211.07521Koordinaten: 49° 14′ 17″ N, 11° 4′ 31″ O

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