Oswald Dutch

Oswald Dutch, eigentlich Otto Erich Deutsch (* 17. Dezember 1894 in Wien; † 2. Februar 1983 in London), war ein österreichisch-britischer Journalist und Schriftsteller.

Oswald Deutsch wuchs in Wien auf, wo er nach dem Schulbesuch Rechtswissenschaften, Wirtschaft, Philosophie und Musikwissenschaft studierte. Nach seiner Promotion im Jahre 1921 arbeitete Deutsch als Journalist für verschiedene Wiener Zeitungen und für deutschsprachige Blätter in Prag.
Als Gegner des Nationalsozialismus emigrierte Deutsch nach dem deutschen Einmarsch in Österreich im Frühjahr 1938 über die Schweiz nach Großbritannien, wo er sich in London niederließ. Dort veröffentlicht er in den folgenden Jahren unter dem Pseudonym Oswald Dutch eine Reihe von Sachbüchern über das politische Zeitgeschehen, so unter anderem ein Buch über den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, eine kritische Biographie über Franz von Papen – zu der Papens alter Gegner Franz von Rintelen ein Vorwort beisteuerte – sowie ein Sammelband mit biographischen Skizzen der „12 wichtigsten Männer Hitler-Deutschlands“, die Deutsch/Dutch als „Hitlers 12 Apostel“ charakterisierte. Das zuletzt genannte Buch fand nachweislich auch Beachtung durch die von Martin Bormann geleitete Parteikanzlei der NSDAP.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Dutch als Wirtschaftsjournalist unter anderem für die BBD und den ORF.

Hazu (Aichi)

Hazu (jap. 幡豆町, -chō) war eine japanische Gemeinde in der Präfektur Aichi im Landkreis Hazu. 2011 wurde sie wie der gesamte Landkreis in die kreisfreie Stadt Nishio eingemeindet.

Die Stadt liegt an der Küste der Mikawa-Bucht. Im Norden ist die Stadt abgegrenzt durch das Sangane-Gebirge (三ヶ根山). Von der darauf errichteten gebührenpflichtigen Sangane-Skyline-Road hat man eine gute Aussicht auf die Mikawa-Bucht. Zu Hazu gehören auch die beiden kleinen Inseln Maejima (前島, auch Usagishima (うさぎ島, „Haseninsel“); 34° 46′ 45″ N, 137° 8′ 40″ O34.779166666667137.14444444444) und Oki(no)shima (沖(ノ)島, auch Saru-ga-shima (猿ヶ島, „Insel der Affen“); 34° 46′ 19″ N, 137° 8′ 47″ O34.771944444444137.14638888889). Hazu wird hauptsächlich unterteilt in die Ortsteile Higashi-Hazu (東幡豆, Ost-Hazu), Terabe (寺部, Tempelbezirk), Nishi-Hazu (西幡豆, West-Hazu) und Toba (鳥羽). Hazu hat sich im Jahr 2011 zusammen mit den beiden anderen Städten im Landkreis Hazu, Kira (吉良町) und Isshiki (一色町), der Stadt Nishio (西尾市) angeschlossen und ging darin auf.
Im Osten von Hazu gibt es außerdem das Kodomo no Kuni (子供の国, „Kinderland“), einen kleinen Themenpark für Kinder. Im Ortsteil Terabe nahe dem Rathaus befindet sich ein kleines Geschichtsmuseum. In der Nähe davon befand sich ursprünglich die Burg Terabe (寺部城, Terabe-jō).
Hazu ist erreichbar via Auto oder Bahn von Anjō oder Gamagōri aus durch die Meitetsu Gamagōri-Linie. Hazu hat vier Bahnhöfe an dieser Linie, Kodomonokuni, Higashi-Hazu, Nishi-Hazu und Mikawa-Toba. Der vor wenigen Jahren neu angelegte Internationale Flughafen Chūbu (中部国際空港, Chūbu Kokusai Kūkō) befindet sich ebenfalls innerhalb von 30-45 Autominuten von Hazu.

Franz Xaver Witt

Franz Xaver Witt (* 9. Februar 1834 in Walderbach; † 2. Dezember 1888 in Landshut) war ein deutscher Kirchenmusiker.

Witt wurde als ältester Sohn des Lehrers Johann Baptist Witt in Walderbach geboren. Nach dem Abitur studierte Witt am Lyceum Regensburg Theologie und Philosophie. 1856 wurde er zum Priester geweiht, 1859 als Lehrer für Choralgesang, Homiletik und Katechetik ans Klerikalseminar Regensburg berufen.
Mit der 1865 erschienenen Schrift Der Zustand der katholischen Kirchenmusik wandte er sich gegen die vielfachen kirchenmusikalischen Missstände seiner Zeit und wurde durch die Herausgabe der „Fliegenden Blätter für Kirchenmusik“ (ab 1. Januar 1866), der heute noch bestehenden „Musica Sacra“ (gegründet am 1. Januar 1868) und seine programmatische Rede auf der Katholikenversammlung in Innsbruck zum Wortführer der sich hauptsächlich in und um Regensburg bildenden Reformbewegung.
Diese Bewegung organisierte sich in einem von Witt am 1. September 1868 in Bamberg gegründeten Verein für katholische Kirchenmusik, dem Caecilienverein, dem Witt 20 Jahre mit kurzer Unterbrechung als Generalpräses vorstand.
In Walderbach sind eine Straße, eine Volksschule und das Rathaus nach ihm benannt.

Ralph Dommermuth

Ralph Dommermuth (* 19. November 1963 in Dernbach) ist ein deutscher Unternehmer. Er ist Gründer, Vorstandsvorsitzender und größter Aktionär der United Internet AG mit Sitz in Montabaur.

Ralph Dommermuth ist der Sohn eines Immobilienmaklers in Montabaur und hat einen Bruder. Nach einer Ausbildung bei der Deutschen Bank begann er 1983 in seinem Heimatort Montabaur als freier Mitarbeiter im Vertrieb eines örtlichen PC-Händlers.
Dommermuth hat einen volljährigen Sohn und ist mit der Modeunternehmerin Judith Berger verheiratet.
1988 gründete er gemeinsam mit einem Partner die 1&1 EDV Marketing GmbH. Als erste Geschäftsidee wurde die „Software-Börse“, ein Marketinginstrument für Softwarehäuser, gegründet. Für diese Idee gewann 1&1 1989 den Deutschen Direktmarketing-Preis. Außerdem organisierte die Gesellschaft unter anderem Sonderausstellungen auf der CeBIT in Hannover wie das Software-Zentrum Mittelstand und Software for Europe. 1992 hatte dann Dommermuths Konzept zur externen Vermarktung Erfolg, als seine Firma 1&1 von der Deutschen Telekom den Auftrag erhielt, BTX-Zugänge und später T-Online-Zugänge zu verkaufen. Eine weitere Aktivität war auch die später in twenty4help umbenannte 1&1 ServiceLine, die von IBM den Auftrag zur Hotline für OS/2 und PS/2 als auch für die Druckerreihen des Computerherstellers erhielt und in der Folge für Firmen wie Apple, Deutsche Telekom, HP, Microsoft, Sun Microsystems und AOL tätig war.
Nach dem Erfolg als Marketing-Dienstleister baute Dommermuth 1&1 ab 1996 zum Internet-Service-Provider um. Im März 1998 ging das Unternehmen als erste deutsche Internet-Firma an die Börse. Aufgrund der in diesem Zusammenhang durchgeführten Kapitalerhöhung hatte 1&1 jetzt die Möglichkeit sich an anderen IT-Unternehmen wie GMX und Schlund+Partner AG zu beteiligen. Auf dem Höhepunkt des Internet-Booms Anfang 2000 hielt die 1&1 Holding Beteiligungen an 17 Internet-Firmen und Dommermuth benannte das Unternehmen in United Internet um.
Zwischenzeitlich hat sich United Internet durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen wie WEB.DE, Fasthosts, arsys, InterNetX, united-domains, Sedo, Affilinet und Versatel zu einem der führenden europäischen Internet-Unternehmen entwickelt. 2014 wurden 3,065 Mrd. Euro umgesetzt. Das Unternehmen verfügt über mehr als 14,78 Mio. zahlende Kunden, weitere 32,1 Mio. Anwender nutzen kostenlose Services wie E-Mail-Dienste von WEB.DE, GMX und mail.com welche über Online-Werbung finanziert werden. United Internet beschäftigt ca. 7.800 Mitarbeiter in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Spanien, Italien, Polen, den USA und auf den Philippinen.
Dommermuth besitzt 82 Mio. Aktien der United Internet AG – das entspricht 40 %. Zudem hält Dommermuth 2,98 % an der freenet AG.
Nachdem United Internet für 433 Millionen Euro einen Anteil von 10,7 Prozent am Berliner Beteiligungsunternehmen Rocket Internet übernommen hatte, gehörte Dommermuth von August 2014 bis Juni 2015 dessen Aufsichtsrat an.
Laut Forbes Magazine besaß Dommermuth im Juli 2015 ein Vermögen von 3,9 Milliarden Dollar und lag damit auf dem Platz 435 der reichsten Menschen der Welt.
Dommermuth wurde 1994 vom Norman Rentrop Verlag als Gründer des Jahres ausgezeichnet, 2007 von der Financial Times als Stratege des Jahres. 2014 wurde Dommermuth von der Wirtschaftswoche als CEO des Jahres ermittelt. Im selben Jahr zeichnete ihn der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) als Unternehmer des Jahres aus.
Dommermuth wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel als ständiges Mitglied des Steuerkreises Innovationsdialog berufen.
Im September 2006 gründete Ralph Dommermuth die Stiftung United Internet for UNICEF mit dem Ziel, die Lebenssituation von Kindern und notleidenden Menschen durch die Einwerbung von Spenden zu verbessern. Hierzu wird die Marketing-Maschine von United Internet für Spenden-Verdopplungsaktionen genutzt und die Nutzer von WEB.DE, GMX und 1&1 in regelmäßigen Abständen zu Spenden aufgefordert. Die Stiftung gehört zeitweise zu den größten Einzelspendern von UNICEF und wurde 2014 mit dem neu geschaffenen „Gustav Rau Preis“ von UNICEF Deutschland ausgezeichnet.
Im Jahr 2007 ermöglichte Dommermuth mit dem neu gegründeten United Internet Team Germany die erstmalige Teilnahme eines deutschen Bootes beim America’s Cup. Am 29. April 2005 wurde das Team wenige Stunden vor dem Meldeschluss als Herausforderer für den 32sten America’s Cup akzeptiert. Neben dem von United Internet bereitgestellten Werbebudget steckte Dommermuth rund 20 Millionen Euro aus seinem Vermögen in das Projekt.

Henricus Johannes Arntzenius

Henricus Johannes Arntzenius (* 20. April 1734 in Nijmegen; † 7. April 1797 in Utrecht) war ein niederländischer Rechtswissenschaftler.

Der Sohn des Professors der Philosophie, Geschichte und Poetik an der Universität Franeker Johann Arntzenius (1702-1759) und dessen Frau Alida Johanna Busschoff erhielt die erste Ausbildung vom Vater. Am 16. September 1749 immatrikulierte er sich an der Universität Franeker. Ein weiteres Mal schrieb er sich am 31. Mai 1755 in die Matrikel der Hochschule als Student der Rechtswissenschaften ein, wo er unter Hermann Cannegieter (1723-1804) die Abhandlung ad leg. 2 Dig. de in ius voc. (Franek. 1755) verteidigte. Dann wurde er Rektor der Schule in Leeuwarden, wo er am 27. Dezember 1757 seine Einführungsrede de Inscriptionum et lapidum eruditorum praestantia (Leeuwarden 1760) hielt.
Nach erfolgter Disputation unter Cannegieter erhielt er in Franeker am 13. Juli 1760 den akademischen Grad eines Doktors der Rechte. Am 1. September 1763 ging er als Rektor, Gymnasialprofessor und Bibliothekar nach Zutphen, welches Amt er mit der Rede de Praecipuis iurisprudentiae calamitatibus (Zutphen 1763) antrat. Hier lehnte er Angebote eines Rektorats in Den Haag und Amsterdam ab.
1774 wurde er von den Kuratoren der Universität Groningen zum Professor des römischen Rechts berufen, welche Stelle er am 8. Dezember desselben Jahres mit der Rede de Legibus quibusdam regiis, civilis apud Romanos sapientiae fonte (Groningen 1774) antrat. Er war 1784/85 Rektor der Hochschule und nachdem er eine Berufung nach Franeker ausgeschlagen hatte, wurde ihm 1787 zudem die Professur des niederländischen Staatsrechts übertragen. Am 19. Mai 1788 beriefen ihn die Kuratoren der Universität Utrecht zum Professor für römisches Recht und Rechtsgeschichte, welches Amt er am 23. September 1788 mit der Abhandlung De optima iuris Romani antecessoris forma, in Gerardo Noodtio, Noviomago, spectata antrat. Er beteiligte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Utrechter Hochschule und war 1793/94 Rektor der Alma Mater.
Arntzenius war zwei Mal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er am 5. August 1760 mit Rachel Cannegieter, der Tochter des Professors und Rektors in Arnheim Hendrik Cannegieter und dessen Frau Rachel Muys. Seine zweite Ehe ging er am 30. April 1770 in Zutphen mit Maria Beatrix Exalto d’Almaras († 15. September 1797 in Utrecht) ein. Aus beiden Ehen stammen mehrere Kinder. Drei Söhne überlebten ihren Vater. Bekannt sind Hendrik Jan Arntzenius (* 4. Februar 1763 in Leeuwarden; † 20. Februar 1830 in Groningen), Johann Otto Arntzenius (1770-1825) und Hermann Arntzenius (1765-1842).

Klein Mühlen

Klein Mühlen (auch Klein-Mühlen; nd. Lutke Möhlen) war eine Siedlung auf dem heutigen Gebiet der Stadt Bad Schwartau (Ortsteil Rensefeld), die sich um eine Wassermühle an der aufgestauten Clever Au herum entwickelt hatte. Der Damm des – bis heute vorhandenen – Mühlenteiches war an einer Furt durch die Clever Au aufgeschüttet worden.
Die Siedlung gehörte zu dem Dorf Rensefeld, war jedoch ca. einen Kilometer entfernt und entwickelte sich zu einer Handwerkersiedlung. Ab 1900 wurde Klein Mühlen von dem wachsenden Schwartau, Rensefeld sowie Cleverbrück zunehmend eingeschlossen und ist heute mit diesen verwachsen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Mühle an der Clever Au 1287, als diese zusammen mit der Hälfte des Dorfes Rensefeld aus dem Eigentum des (im Kloster Cismar ansässigen) Lübecker St.-Johannis-Klosters in den Besitz des Lübecker Bischofs Burkhard von Serkem überging.
Der Name „Klein Mühlen“ („Lutke Möhlen“) wurde erstmals in der Zeit des Bischofs Nikolaus II. Sachau (1439–1449) verwendet.
Die Mühle wurde u. a. als Getreidemühle betrieben – so waren die Bewohner der Orte Schwartau und Cleve nach Klein Mühlen mahlpflichtig.
Die Nutzung der Wasserkraft führte zur Ansiedlung zahlreicher Handwerker. 1634 sind 24 Tuchmacher dokumentiert, die die Mühle als Walkmühle nutzten. 1819 waren in Klein Mühlen 13 Handwerker ansässig.
1852 wurde der Mühlenbetrieb um eine – bis zum Ersten Weltkrieg bestehende – Windmühle auf dem nahen Windberg ergänzt.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Mühle auf einen elektrischen Betrieb umgestellt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Mühlbetrieb aufgegeben.
Die Gebäude der Mühle wurden Anfang der 1970er Jahre abgerissen – an deren Stelle wurde eine Wohnanlage errichtet.
53.91510.683Koordinaten: 53° 55′ N, 10° 41′ O

Bernd Moss

Bernd Moss (* 1965 in Schwelm) ist ein deutscher Theater- und Fernseh-Schauspieler.

Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der privaten Schauspielschule AdK-Ulm. Es folgten 1994 Engagements beim Landestheater Coburg, 1995 an der Badischen Landesbühne Bruchsal und 1998 an der Württembergischen Landesbühne Esslingen.
Im Jahr 2000 ging er an das Hamburger Schauspielhaus unter der Intendanz von Tom Stromberg. Er arbeitete hier hauptsächlich mit Ingrid Lausund, René Pollesch und Sandra Strunz, Jürgen Gosch, Julian Crouch und Phelim McDermott. 2005 wechselte er an die Kammerspiele München unter Frank Baumbauer. Er spielte dort in Inszenierungen von Andreas Kriegenburg, Lars-Ole Walburg, Stefan Pucher und anderen. Seit 2008 ist er am Deutschen Theater Berlin engagiert und spielt dort u.a. unter der Regie von Jorinde Dröse, Stephan Kimmig und Milan Peschel.
Bernd Moss ist ebenso in Fernsehen und Kino zu sehen, beispielsweise in der Komödie Eine Insel namens Udo von Markus Sehr an der Seite von Kurt Krömer.
Auch als Moderator ist er zu erleben: etwa der Preisverleihung Deutscher Theaterpreis Der Faust, der 3Sat Gala im Rahmen des Theatertreffens oder für die Körber-Stiftung.
Deutsches Theater Berlin

Albert Schewketowitsch Selimow

Boxen
Albert Schewketowitsch Selimow (lesgisch Сели́мов Шевке́тан хва Альбе́рт / Selimow Schewketan chwa Albert, russisch Альберт Шевкетович Селимов, aserbaidschanisch Albert Səlimov; * 5. April 1986 in Kaspijsk, Dagestanische ASSR, Sowjetunion) ist ein ehemals russischer, jetzt aserbaidschanischer Boxer aus dem Volk der Lesgier.

Albert Selimow stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Er begann als Jugendlicher mit dem Boxen und lebt und trainiert in Machatschkala. Sein dortiger Trainer ist Nuripascha Talibow. Albert Selimow ist Rechtsausleger, verfügt über eine ausgezeichnete Technik und Schlaghärte.
Im Jahr 2004 wurde er russischer Juniorenmeister im Bantamgewicht und wurde bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jeju/Südkorea in dieser Gewichtsklasse eingesetzt. Er gewann dort seinen ersten Kampf gegen den Bulgaren Saigan Sabri nach Punkten, verlor aber schon in der nächsten Runde in einem von viel Taktik geprägten Gefecht gegen den Türken Serdar Avcı mit 2:5 Punkten und schied unplatziert aus.
2005 startete er erstmals bei den russischen Meisterschaften der Senioren im Federgewicht. Er kam dort bis in das Finale, in dem er gegen den erfahreneren Sergei Ignatiew nach Punkten verlor. Im gleichen Jahr gewann er dann das gut besetzte Multi-Nations-Tournament in Ballybunion/Irland mit Siegen über Jason Hastie, Schottland, Bashir Hassan, Schweden und Marcel Herfurth, Deutschland.
Bei den russischen Meisterschaften 2006 wurde Albert Selimow mit einem Abbruchsieg in der zweiten Runde über Afanassi Poskatschin erstmals russischer Meister im Federgewicht. In dieser Gewichtsklasse war er auch bei der Europameisterschaft in Plowdiw am Start. Er gewann dort in überzeugender Manier den Europameistertitel. Er erzielte auf dem Weg zu diesem Erfolg folgende Siege: Abbruchsieg in der zweiten Runde über Sandor Racz, Ungarn, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Edgar Manukjan, Armenien, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Stephan Smith, England und Punktsieg über Sahin Imranow, Aserbaidschan. Beim Weltcup in Baku, der im Herbst des Jahres 2006 stattfand, siegte er dann auch noch gegen Yie Longwang aus China und Dimitri Bulenkow aus der Ukraine, musste aber gegen Yuriorkis Gamboa aus Kuba eine Abbruch-Niederlage in der 2. Runde hinnehmen.
2007 wurde Albert Selimow mit einem Punktsieg im Finale über Alexei Schaidulin erneut russischer Meister im Federgewicht. Bei einem Mannschaftsturnier in Kaliningrad siegte er dann auch über Sharif Aitbajew aus Usbekistan und erneut über Sahin Imranow nach Punkten. Von seinem Trainer Nuripascha Talibow und vom russischen Verbandstrainer Alexander Lebsiak bestens vorbereitet startete er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago. Er gewann dort über Julian Stan aus Rumänien durch Abbruch in der ersten Runde, und über Marcel Herfurth aus Deutschland (30:6), Bahodirjon Sultanow aus Usbekistan (24:9) und Raynell Williams aus den USA (25:8) jeweils klar nach Punkten. Im Halbfinale kam er zu einem kampflosen Sieg über Yakup Kılıç aus der Türkei und im Finale besiegte er in einem spannenden Gefecht Wassyl Lomatschenko aus der Ukraine mit 16:11 Punkten. Damit war er Weltmeister der Amateure im Federgewicht 2007.
Im März 2008 startete Albert Selimow beim Feliks-Stamm-Memorial in Warschau im Federgewicht. Nach einem Punktsieg über den Chinesen Gu Yu (20:9) konnte er verletzungsbedingt zu seinem nächsten Kampf gegen den Polen Michail Chudecki nicht antreten. Aber bereits im April 2008 war er von seiner Verletzung genesen und gewann beim 27. Gee-Bee-Tournament in Helsinki die Konkurrenz im Federgewicht. Er besiegte dabei Joseph Murray aus England, Wael al-Khaghani aus Finnland und Bohodirion Sultanow sicher nach Punkten.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking galt Selimow als einer der Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille. Er wurde jedoch bereits in der ersten Turnierrunde Wassyl Lomatschenko, seinem Finalgegner der WM 2007, zugelost und verlor gegen den Ukrainer, der in der Folge auch die Goldmedaille gewann, mit 7:14 Punkten.
Nach den Olympischen Spielen 2008 wechselte Albert Selimow in das Leichtgewicht, um dem ständigen Abtrainieren weitgehend zu entgehen. Er fasste in dieser neuen Gewichtsklasse sofort Fuß belegte beim Welt Cup 2008 in Moskau den 1. Platz. Auf dem Weg zu diesem Zurniersieg schlug er Sergei Tschigaschew, Russland, José Pedraza, Puerto Rico (14:4) und Hu Qing aus der Volksrepublik China (12:10) jeweils nach Punkten.
2009 sicherte er sich im Juni des Jahres in Tschechow beim russischen Qualifikations-Turnier für die Weltmeisterschaft in Mailand mit Siegen über Artur Ganejew, Farid Aleschkin und Semen Griwachew den Startplatz im Leichtgewicht. In Mailand kam er in seinen ersten vier Kämpfen zu hohen Punktsiegen über Mohammad Aziz aus Afghanistan (25:1), Erick Bonez, Ecuador (18:0), Sailom Ardee, Thailand (14:8) und Éverton Lopes aus Brasilien. Im Halbfinale unterlag er aber etwas überraschend gegen José Pedraza aus Puerto Rico (5:9), gegen den er beim Welt Cup in Moskau 2008 noch gewonnen hatte, gewann damit aber noch eine Bronzemedaille.
Im Jahre 2010 knüpfte Albert Selimow an die Erfolge von 2006 und 2007 an, wo er Welt- und Europameister geworden war. Er besiegte bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Moskau Romal Amanow, Aserbaidschan (15:2), Rachid Azzedine, Frankreich (7:3), Redouane Kaya, Schweden (4:2), Eric Donovan, Irland (8:2) und Thomas Stalker, England (8:4) jeweils nach Punkten und gewann damit zum zweitenmal den Europameistertitel im Leichtgewicht.
Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Baku schied Selimow bereits im ersten Kampf gegen Hector Manzanilla, Venezuela, aus, da er in der zweiten Runde aufgrund eines Tiefschlags disqualifiziert wurde. Auch die zweite Möglichkeit zur Olympiaqualifikation, das europäische Olympiaqualifikationsturnier in Trabzon, konnte Selimow nicht nutzen, da er sich bereits im ersten Kampf verletzte.
Nach der verpassten Olympiaqualifikation orientierte sie Selimow sich neu und ging nach Aserbaidschan. Seinen ersten Titel für dieses Land errang er bei den Europaspielen 2015, welche er mit einem Finalsieg über Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), gewann.
Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Doha gewann Selimow Silber, nachdem er gegen Sean McComb, Irland (2:1), Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), und Robson Conceição, Brasilien (3:0), gewonnen hatte und erst im Finale gegen Lázaro Álvarez, Kuba, aufgrund einer Verletzung ausschied. Er qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele 2016.
Seit der Saison 2012/13 kämpft Selimow für die Azerbaijan Baku Fires in der World Series of Boxing. In seiner ersten Saison siegte er in allen vier Kämpfen der regulären Saison in denen er eingesetzt wurde. Im Viertelfinale der Playoffs verlor er gegen Wassyl Lomatschenko von den Ukrainian Otamans und auch sein Team schied aus dem Kampf um die Meisterschaft aus.
In der Saison 2013/14 bestritt Selimow nur einen Kampf der regulären Saison, welchen er gewann. Zudem wurde er sowohl im Viertelfinale, Halbfinale als auch im Finale der Playoffs eingesetzt und hatte mit zwei Siegen bedeutenden Anteil an der Vizemeisterschaft seines Teams.
In der Saison 2015 wurde Selimow in sechs von sieben Kämpfen der regulären Saison eingesetzt und gewann alle. Er belegte damit in der Rangliste seiner Gewichtsklasse in dieser Saison den zweiten Platz hinter Lázaro Álvarez.
1974: Howard Davis | 1978: Ángel Herrera | 1982: Adolfo Horta | 1986: Kelcie Banks | 1989: Airat Chamatow | 1991: Kirkor Kirkorow | 1993: Serafim Todorow | 1995: Serafim Todorow | 1997: István Kovács | 1999: Ricardo Juarez | 2001: Ramaz Paliani | 2003: Galib Dschafarow | 2005: Alexei Tischtschenko | 2007: Albert Selimow | 2009: Wassyl Lomatschenko

Steiger Award

Die Steiger Awards sind seit 2005 jährlich vergebene Auszeichnungen an Persönlichkeiten, die besonderes Engagement in den Bereichen Toleranz, Charity, Musik, Film, Medien, Sport, Umwelt oder Zusammenwachsen der europäischen Staatengemeinschaft gezeigt haben.

Der Preis ist nach dem Steiger benannt, einem Aufsichtsbeamten, der nach Bergbautradition besonders für Tugenden wie Geradlinigkeit, Offenheit, Menschlichkeit und Toleranz steht. Er trägt Verantwortung für einen Teil des Bergwerks und die ihm unterstellten Personen. Außerhalb des Ruhrgebiets ist der Begriff vor allem durch ein populäres Bergmannslied, das Steigerlied („Glückauf, Glückauf; der Steiger kommt …“) bekannt.
Der Name des Preises soll an die positiven Eigenschaften des Berufs im Bergbau anknüpfen. Die Wahrnehmung der Vergabe soll der kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Förderung der Rhein-Ruhr-Region dienen (Zitat aus der Selbstdarstellung).
Initiiert und von Beginn an organisiert wurde der Preis von Sascha Hellen (Inhaber Hellen Medien Projekte GmbH). Er finanziert die Galaveranstaltung durch Eintrittsgelder (175 Euro bei 500 Gästen). Die Preisträger erhalten kein Preisgeld. Die Preisträger werden frei von Sascha Hellen ausgewählt; Kriterien sind nicht bekannt.
In den ersten beiden Jahren fand die Galaveranstaltung in der Spielbank Hohensyburg statt. Von 2007 bis 2012 war der Austragungsort die Jahrhunderthalle Bochum. Die Verleihung 2013 fand im Dortmunder U statt. 2014 fand die Veranstaltung in der Henrichshütte in Hattingen statt.
Hellen befand sich in verschiedenen Gerichtsverfahren und Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Sponsoren wie den Stadtwerken Bochum. Streitpunkte waren der Atrium-Talk, der Steiger-Award und ein geplantes Paul McCartney-Konzert in Bochum. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen Betruges gegen ihn. Die Stadtwerke Bochum haben alle Verträge mit Hellen gekündigt und klagten vor dem Landgericht Bochum auf Rückzahlung von 250.000 Euro wegen nicht erbrachter Leistungen. Im Februar 2013 gaben die Sparkasse Bochum und Hellen gemeinsam bekannt den bestehenden Sponsoring-Vertrag aufzulösen. Die Staatsanwaltschaft Bochum teilte am 3. September 2014 mit: „Vor dem Hintergrund des Abschlusses der zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen langjährigen Geschäftspartnern hat die Staatsanwaltschaft Bochum jedoch mit Zustimmung des Amtsgerichts Bochum am 3.9.2014 das Ermittlungsverfahren gegen Sascha Hellen gemäß §153 Strafprozessordnung eingestellt, da eine mögliche Schuld als zu gering anzusehen wäre.“ Berücksichtigt worden sei auch, dass Hellen „nicht vorbestraft ist und die mögliche Tat längere Zeit zurückliegt.[] Mit 241.560 Euro hatten die Stadtwerke erst im Februar 2014 ihren Rückzahlungsanspruch beziffert.
Am 12. August 2015 wurde beim Amtsgericht Bochum, Aktenzeichen: 80 IN 412/15, das Insolvenzeröffnungsverfahren über die Hellen Medien Projekte GmbH eingetragen.Mitte September 2015 wurde dieses Verfahren wieder eingestellt.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan sollte 2012 den Preis für 50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft entgegennehmen. Am 17. März sagte Erdogan wegen eines Hubschrauberabsturzes in Afghanistan, bei dem zwölf türkische Armeeangehörige und zwei Zivilisten ums Leben kamen, die Teilnahme ab. Gegen die Preisvergabe hatte es im Vorfeld Proteste gegeben. Türkische Minderheiten der Armenier, Kurden und Aleviten hatten zu Kundgebungen aufgerufen, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Der Deutsche Journalisten-Verband hatte die Vergabe wegen eingeschränkter Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei kritisiert. Am Nachmittag der Preisverleihung fand eine friedliche Demonstration in Bochum mit 22.000 Teilnehmern statt. Weitere Kritik kam von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände sowie aus Reihen der CSU und der Grünen und von Reporter ohne Grenzen. Der Publizist Ralph Giordano schrieb einen offenen Brief an Gerhard Schröder, der die Laudatio an Erdogan halten sollte.
Die Preisträger werden durch eine Laudatio eines ebenfalls Prominenten geehrt. Überreicht wird ein schwarzes Stück Steinkohle, das in einer Bleiglaskugel verschlossen auf einem Kristallglassockel ruht. Der von Joska Kristall hergestellte Pokal ist circa 25 Zentimeter hoch und wiegt über 2 Kilogramm.
Der Steiger Award 2011 wurde am 12. März 2011 verliehen, die Eröffnungsreden hielten Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die Oberbürgermeisterin von Bochum Ottilie Scholz. Als Laudatoren fungierten unter anderem Norbert Lammert, Frank Schätzing, Klaus Meine, Thomas Oberender und Aliza Olmert.

Friedrich von Perneck

Friedrich von Perneck (auch Pernegg; † 12. September 1414) war als Friedrich II. Bischof von Seckau.
Friedrich von Perneck entstammte einem steirischen Rittergeschlecht aus Pernegg bei Bruck an der Mur, ein Verwandter Rudolf von Perneck war steirischer Landeshauptmann, sein Bruder Eckhart war Bischof von Chiemsee. Von 1385 bis 1399 war Friedrich Domherr von Salzburg, 1392 bis 1392 Domdechant. In dieser Zeit führte er einen Streit mit dem Dompropst und späteren Erzbischof Gregor Schenk von Osterwitz um die Dompropstei. Die Sache wurde zwar zugunsten des Dompropstes entschieden, Friedrich von Perneck wurde nach dessen Wahl zum Erzbischof in einem Vergleich aus dem Jahr 1396 das nächste frei werdende Bistum zugesichert. Daraufhin begann er in Prag und Wien Rechtswissenschaften zu studieren.
Noch zu Lebzeiten des kränkelnden Seckauer Bischofs Johann von Neuberg wurde Perneck am 23. Mai 1399 zu dessen Koadjutor und Nachfolger bestimmt, am 16. September 1399 folgte die päpstliche Bestätigung.
Über die Regierungszeit Pernecks ist nur wenig bekannt. 1399 anerkannte er durch seine Zustimmung zum Gerichtsprivileg Herzog Wilhelms dessen Gerichtshoheit über das Bistum Seckau.
Bischof Friedrich II. verstarb am 12. September 1414, er wurde vermutlich in der Basilika der Abtei Seckau beigesetzt. Der durch Bischof Ulrich von Albeck wiederverwendete Grabstein ist in der Gnadenkapelle erhalten.

kelme paul frank outlet new balance outlet bogner outlet le coq sportif outlet bogner taschen bogner taschen leder