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Diskuselfe

Diskuselfe bei John Gould gemalt von Henry Constantine Richter

Der Diskuselfe (Discosura longicaudus) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das etwa 1.900.000 Quadratkilometer in den südamerikanischen Ländern Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch-Guayana und Brasilien umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) eingeschätzt. Es ist bisher keine Unterart des Diskuselfe bekannt. Die Art gilt deshalb als monotypisch.

Die männliche Diskuselfe hat eine Körperlänge von etwa 10,2 cm, während das Weibchen nur 6,9 cm groß wird. Dabei haben sie ein Gewicht von ca 3,4 g. Beim gegabelten violetten Schwanz des Männchens sind die äußeren Steuerfedern mit ca 5 cm sehr viel länger als der Rest. An den Enden befinden sich zwei schwarzviolette Flaggen. Die Krone, der Hals und der obere Brustteil sind glänzend smaragdgrün. Der untere Teil der Brust ist kupfergold und wird am Bauch weiß. Der Rücken funkelt grün und hat ein gelbbraunes weißliches Band am Bürzel. Das Weibchen hat keine so glitzernden grünen Federn. Die Oberseite ist ähnlich wie beim Männchen, hat ebenfalls gelbbraunes weißliches Band am Bürzel. Die schwarz Kehle ist seitlich weiß gesäumt. Die Brust glänzt grün und wird am Bauch gelblichbraun weiß. Der ebenfalls gegabelte Schwanz erreicht eine Länge von ca 2,5 Zentimetern, hat aber am Ende keine Flaggen. Er ist grau mit einem deutlichen violetten subterminalen Bereich. Die Außenfedern haben weiße Sprenkel.

Meist sieht man sie in den Baumkronen hapaxanther Pflanzen, wo sie zusammen mit anderen Kolibriarten Nektar sammeln. Meist klauen sie den Nektar von größeren territorialen Kolibris und es kommt nicht selten vor mcm taschen sale, dass sie von diesen fort gescheucht werden. Ihr Flug ist relativ langsam und gleicht dem der Bienen. Sehr oft sitzen sie auf den Zweigen im äußeren Bereich von Baumkronen. Unter anderem fliegen sie die Blüten von Inga und Kaschu an.

Der Vogel bewegt sich in der tropischen Zone. So ist er vorzugsweise an Flüssen des Regenwalds zu beobachten. Meist ist er an Waldrändern und Sekundärwald zu beobachten. Sie bewegen sich in Höhen bis zu 400 Metern, meist aber nur bis 200 Meter im zentralen und westlichen Teil des venezolanischen Bundesstaates Amazonas. In Brasilien findet man sie im Norden und Osten des Landes.

Johann Friedrich Gmelin verwendete das Protonym Trochilus longicaudus. Erst später wurde die Diskuselfe der neuen Gattung Discosura von Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte zugeschlagen.

Der Name »Discosura« leitet sich von den griechischen Wörtern&nbsp

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;»diskos« δίσκος für »Platte, Scheibe« und »oura« οὐρά für&nbsp

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;»Schwanz« ab. Das Artepitheton »longicaudus« ist lateinischen Ursprungs und stammt von den Wörtern »longus« für »lang« und »cauda« für »Schwanz« ab.

Sverre (Norwegen)

Sverre Sigurdsson oder Sverrir, Sverri (* um 1151 in Norwegen; † 8. März 1202 in Bergen, Norwegen) war von 1177 bis 1202 norwegischer König.

Hauptquelle über Sverre ist die Sverris saga

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. Der isländische Abt Karl Jónsson schrieb Grýla (Hexe), den ersten Teil der Sverris saga, in Norwegen zwischen 1185 und 1188. Sie erhielt ihren Namen dadurch, dass sie den fast als übernatürlich empfundenen Aufstieg Sverres schildert. Sie umfasst nur die ersten beiden Kriegsjahre und geht allenfalls bis knapp nach Erling Skakkes Tod 1179. Nach dem Prolog hat Sverre selbst darüber bestimmt, was in die Grýla aufgenommen werden sollte. Offenbar wurde die Saga nicht lange nach Sverres Tod 1202 von Karl Jónsson oder einem Mitbruder vollendet. Die Grenze zwischen diesen Teilen ist umstritten. Der spätere Teil der Saga ist weit weniger von Propaganda geprägt als der erste Teil und baut auf Zeugenberichten aus dem Gefolge Sverres auf. Die Verfasser identifizierten sich aber auch weiterhin mit der Sache Sverres und berichteten nicht unbefangen. Da auch Quellen der Gegenpartei überliefert sind, ist Sverre derjenige König des norwegischen Mittelalters, von dem man das genaueste Bild hat.

Sverre war nach den Angaben der Grýla ein außerehelicher Sohn von König Sigurd Munn mit Gunnhild. Als er geboren wurde, soll Gunnhild mit dem Kammmacher Unas in Bergen, einem Bruder Bischof Roes auf den Färöern, verheiratet gewesen sein. Sverre wurde zur Erziehung mit fünf Jahren zu Bischof Roe nach Kirkjubøur bei Tórshavn geschickt. Hier genoss er eine für damalige Verhältnisse herausragende Erziehung und wurde zum Priester geweiht. Er soll 24 Jahre alt gewesen sein, als Gunnhild zu den Färöern fuhr und ihn über seinen wahren Vater aufklärte. Vorher soll sie in Rom gewesen sein. Der Papst habe ihren Beichtvater angewiesen, sie dazu zu bewegen, ihrem Sohn die Wahrheit zu sagen. Diese Darstellung der Grýla ist wenig glaubhaft. Sie gibt keine Aufschlüsse über das Verhältnis zwischen Gunnhild und Sigurd Munn und widerspricht in vielen Details dem, was über diese Zeit bekannt ist. So kann Sverre nicht mit fünf Jahren zu Bischof Roes geschickt worden sein, da dieser erst fünf Jahre später Bischof wurde. Zwar könnte es auch sein, dass Sverre bereits fünf Jahre älter war, als er zu Roes geschickt wurde. Dann hätte er aber kaum der Sohn von Sigurd Munn sein können, der erst 1133 geboren war. Das kanonische Mindestalter für die Priesterweihe war 30 Jahre. Dieses Alter erreichte Sverre nach der Saga aber erst fünf Jahre, nachdem er die Färöer verlassen hatte. Es ist auch kaum nachzuvollziehen, dass die Saga verschweigt, dass Sverre auf den Färöern die Söhne Sigurd Lavard, Håkon Sverreson und die Töchter Cecilia und Ingebjörg bekommen hat. Letzte Sicherheit über seine Abkunft und seine eigene Auffassung darüber gibt es nicht. Sverre lebte auf den Färöern mit einer unbekannten Frau, möglicherweise Astrid Roesdotter, zusammen. 1185 heiratete er Margrete Eriksdotter, Tochter des schwedischen Königs Erik des Heiligen.

1176, im Alter von 25 Jahren, kehrte Sverre nach Norwegen zurück. Dort und auch in Schweden fand er zunächst nur wenig Unterstützung. 1177 wurde er Führer der nach der verlorenen Schlacht von Re und dem Tod Øystein Møylas übrig gebliebenen Reste der Birkebeiner, nach eigener Darstellung rund 75 Mann, und wurde von diesen nach einem Sieg bei Nidaros auf dem Øyrating zum König ausgerufen.

Er wandte in der ersten Zeit eine ausgeprägte Guerillataktik an mit überraschenden Angriffen auf Städte und Stützpunkte, die unter Kontrolle des Feindes standen. Damit gab er den Birkebeinern ein militärisches Training, das sie instand setzte, später auch größeren feindlichen Truppen in regulärer Schacht zu begegnen. Sein Hauptziel war, Geld, Waffen, Ausrüstung und Verpflegung für sein Heer zu beschaffen. Im Gegensatz zu seinem Gegner Erling Skakke ging er mit dem besiegten Feind nachsichtig um.

1178 nahm Sverre Nidaros ein. Die Saga erzählt von unmenschlichen Strapazen und Siegen über vielfach überlegene Gegner und ist von Heiligenbiografien beeinflusst. Er besiegte 1179 in der Schlacht bei Nidaros (Schlacht von Kalvskinn) seinen Widersacher Erling Skakke durch eine Kriegslist, indem er sich scheinbar furchtsam aus der Stadt zurückzog. Das sich siegreich fühlende Heer seiner Gegner betrank sich und wurde anschließend leichte Beute der Birkebeiner. Erling Skakke fiel, König Magnus gelang die Flucht zu Schiff mit einem kleinen Teil seines Heeres unter Verlust des größten Teils der Flotte. Dies war der entscheidende Durchbruch, und von nun an wurde Sverre nicht mehr nur als König eines aufständischen Heerhaufens angesehen. Insbesondere wandten die Häuptlinge von Trøndelag sich ihm zu. Aber im übrigen Norwegen hatte nach wie vor Magnus das Sagen. Magnus konnte Verstärkung aus Dänemark holen, und er war ökonomisch und militärisch immer noch im Vorteil. Der Krieg wurde erbitterter, und ganze Landstriche wurden wechselseitig über die Leidangspflicht mobilisiert. Heere von mehreren tausend Mann nahmen an den Kriegszügen teil. Die Birkebeiner waren aber disziplinierter und folgten den Schachzügen Sverres, mit dessen unkonventioneller Kampfesweise die Truppen von Magnus nicht zurechtkamen. Sie kämpften noch in geschlossenen Formationen mit dem Königsbanner an der Spitze, während Sverre lockere und bewegliche Formationen bildete. Während Magnus traditionell an der Spitze seines Heeres kämpfte, dirigierte Sverre seine Truppen aus rückwärtigen Stellungen.

Nachdem Magnus 1180 eine erneute Niederlage in Ilevollen bei Nidaros erlitten hatte, zog er sich nach Dänemark zurück. Auch seine geistliche Stütze Bischof Øystein Erlendsson ging außer Landes nach England. Im Winter 1181/1182 kam Magnus aus Dänemark gestärkt zurück und nahm in Abwesenheit Sverres Nidaros ein und raubte dessen gesamte Flotte. Im Sommer 1183 kam Sverre mit kleinen Schiffen und gewann in einem Überraschungsangriff in Bergen die Flotte zurück. Magnus musste wieder nach Dänemark fliehen. Die Entscheidung fiel dann 1184. Magnus kam im Frühjahr nach Viken und das gesamte Vestlandet folgte ihm. Sverre befand sich mit seinem Heer in Sogn auf einer Strafexpedition, weil die Einwohner seine Vögte überfallen hatten. Am 15. Juni lag er mit 14 Schiffen am Fjordeingang zum Sogndalsfjord, einem Seitenarm des Sognefjordes, als Magnus mit 26 Schiffen einlief. Es kam zur Schlacht bei Fimreite, bei der König Magnus getötet wurde.

Sverre war ein geschickter Propagandist. Als er in Bergen die Leichenrede auf seinen Gegner Magnus Erlingsson hielt, erklärte er, warum er mit wenig Mitteln Erling Skakke und seinen Sohn Magnus habe überwinden können:

Das durchgängige Thema ist das Eingreifen Gottes in die Geschichte durch Sverre. Das bewies seine göttliche Auserwähltheit für den Königsthron, und seine Biographie ist eine Propaganda nach europäischem Muster. Er nutzte die Olavs-Ideologie gegen König Magnus. In der Grýla werden Träume Sverres aufgezeichnet, in denen der Hl. Olav ihn auffordert, sein altes Gesetz wieder aufzurichten, das vor den Kirchengesetzen des Königs Magnus gegolten hatte. Die „Großen Träume“ Sverres spielen in der Grýla eine besondere propagandistische Rolle. Sverre hatte sie bereits auf den Färöern, und sie weissagten ihm eine große Zukunft. Als er von den Färöern abfuhr, träumte ihm, dass der Hl. Olav mit ihm in den Kampf gegen Erling und Magnus ziehe und ihm seinen Schild und seinen Speer und sein Wappen anvertraue. Die Träume waren die einzige Legitimation, auf die er sich anfangs stützen konnte. Somit bekämpfte er die Allianz zwischen der Kirche und Magnus mit ihren eigenen Waffen.

Sverres wachsende Stärke ist auch auf die Unterstützung aus Schweden zurückzuführen. Seine Verbindung nach Schweden garantierte ihm Zufluchtsorte im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet. Der schwedische König Knut Eriksson sah in ihm einen natürlichen Verbündeten gegen das rivalisierende Geschlecht der Sverker, das vom dänischen König Waldemar I. unterstützt wurde, der seinerseits mit König Magnus und Erling Skakke verbündet war. Diese Verbindung zu König Knut befestigte Sverre durch die Ehe mit Knuts Schwester Margrete 1185.

Mit seinem Sieg über König Magnus trat keineswegs Frieden ein. Dessen Anhänger versuchten immer neue Aufstände gegen ihn. Als erster trat Jon Kuvlung auf, der behauptete, ein Sohn von König Inge Krogrygg zu sein. Sverre besiegte ihn und die Kuvlunge 1188 bei Bergen. Das führte dazu, dass in der Folgezeit seine Gegner als Friedensstörer in der Bevölkerung in die Defensive gedrängt wurden und der Anspruch Sverres auf die Königs-Einkünfte nicht mehr bestritten wurde. 1189 kam es allerdings zu neuen Unruhen. Diesmal scharte sich der Widerstand um Sigurd Brenna, einen weiteren Sohn König Inges. Die Bauern im Oslofjord schlugen und vertrieben die Truppe.

Und wieder kam es zu einem lokalen Aufstand, diesmal unter der Leitung von einem Simon Káresson, den die Bauern des Oslofjordes ebenfalls zurückschlugen

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. Im Sommer 1191 probte eine Kampftruppe unter Torleif Breiskjegg den Aufstand. Die Bauern des Oslofjords kämpften die Gruppe nieder, und Torleif wurde getötet. 1193 kamen von den schottischen Inseln die “Øyskjeggene”, die vom Orknøyjarl Harald Maddaðsson unterstützt wurden. Auch diese wurden besiegt.

Der Bischof von Oslo war neben dem Erzbischof Eirik Ivarsson Sverres schärfster Gegner. Er gründete 1196 die Baglerpartei (= Bischofsstab-Partei), was zu den Baglerkriegen führte. In diesen Kriegen fiel eine Großzahl der norwegischen Aristokratie. Das führte zum Nachrücken aus der nächsttieferen Schicht, teils durch Einheirat in die alten Geschlechter. Dieser Krieg führte allmählich zum Wandel von der selbständigen Aristokratie zum königlichen Dienstadel. Dadurch band Sverre den Adel fester an sich. Er baute stetig und beharrlich seine Königsmacht aus. Unter ihm schritt die auch sonst im Gange befindliche Zentralisierung immer weiter voran. Die meisten Neuerungen führte er auf dem militärischen und strategischen Gebiet ein. Er setzte auch erstmals königlich bestellte Richter im Gerichtsthing ein, was später zum königlichen Berufsrichtertum führte.

1184 kam Erzbischof Øystein Erlendsson aus dem englischen Exil zurück. Obgleich Sverre seine Erfolge auf Gott, die Jungfrau Maria und den Hl. Olav zurückführte, stand ihm die Kirche kritisch gegenüber. Für sie war König Magnus Erlingsson der König von Gottes Gnaden, Sverre nur der Gegenkönig. Er leitete daher sein Thronrecht unmittelbar von Gott her. 1188 starb Øystein Erlendsson und Eirik Ivarsson wurde sein Nachfolger.

Sverre wollte im Herbst 1189 gekrönt werden. Aber es kam zu einem schweren Konflikt in dieser Frage, denn die Kirche hielt zu dem von ihm besiegten König Magnus. Der Erzbischof verweigerte die kirchliche Krönung ohne die Zustimmung des Papstes. Nach längerem Streit musste Erzbischof Eirik das Land 1190 verlassen und fand Zuflucht beim dänischen Erzbischof Absalon von Lund. Sein gesamtes Vermögen wurde vom König eingezogen. Daher wandte sich Eirik an den Papst. Norwegen hatte nun plötzlich keinen Erzbischof mehr. Darüber wurde die norwegische Bevölkerung aufgebracht.

Papst Coelestin III. bestätigte in einer Bulle vom 15. Juni 1194 die wichtigsten Privilegien des Erzbistums Nidaros und insbesondere die mit der Bannandrohung bewehrten Schutzbestimmungen, die bereits Papst Anastasius IV. in seiner Gründungsbulle für Nidaros erlassen hatte. Das bedeutete, dass König Sverre von nun an dem Kirchenbann verfallen war. Als Eirik das Papstschreiben erhalten hatte, ließ er dieses in der Domkirche zu Lund öffentlich verlesen und sprach bei jedem Sonntagsgottesdienst den Bann über König Sverre aus. Sverre zwang Bischof Nikolaus von Oslo, ihn am 29. Juni 1194 kirchlich zum König zu krönen. Die Bischöfe, die bei der Krönung anwesend waren, wurden im November ebenfalls vom Papst gebannt. Sverre reagierte mit der öffentlichen Behauptung, der Bann des Papstes sei eine Fälschung, später, er habe einen Brief des Papstes, der ihn vom Bann gelöst habe.

Im Jahre 1198 bestätigte der Papst den Bann und verhängte über das Land das Interdikt, was aber offenbar nicht umgesetzt wurde. Viele Geistliche hielten zu Sverre. In seinem Traktat En tale mot biskopene (Eine Rede gegen die Bischöfe), verfasst um 1200, leitete Sverre das Königtum von Gott ab – wie die Kirche auch, als sie Magnus krönte. Aber er ging darüber hinaus: Gott habe dem König auch Regierungsgewalt über die Kirche gegeben. Über diesen Konflikt gibt es weitere Quellen, die die Sicht seiner Widersacher darlegen, kirchliche Dokumente, Saxo Grammaticus und englische Geschichtsschreiber, die offensichtlich über die innerkirchlichen Verhältnisse Norwegens gut informiert waren.

Obgleich die Bischöfe außer Landes gegangen waren, hatte Sverre viele geistliche Helfer. Er erhielt die kirchlichen Sakramente und wurde sogar kirchlich begraben. Auf seinem Totenbett empfahl er seinem Sohn Håkon, einen Vergleich mit der Kirche zu suchen.

Siehe auch: Geschichte Norwegens im christlichen Mittelalter

1186 hielt er eine Rede in Bergen, wo er den Färöern (der Heimat seiner Kindheit) besondere Freiheiten einräumte. Zum Beispiel ließ er sich dort durch keinen Repräsentanten vertreten, sondern erlaubte den Färingern ihre Selbstverwaltung. Des Weiteren hob er die Sklaverei auf den Färöern auf, was aber durch den Schafsbrief (1298) spätestens wieder revidiert wurde.

Von König Sverre leitet sich das hochadliges Geschlecht „Sverre-ætt“ ab, das mehrere Könige hervorbrachte.

Fettschrift: Könige; Kursiv: Jarle
Nach P. A. Munch: Det Norske Folks Historie Bd. 4. Christiania 1859.

Braunkohlenbergwerk Malliß (Oberflöz)

Die Braunkohlenlagerstätte Malliß ist zweifellos das größte Vorkommen dieser Art im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Durch Bohrungen und Auffahrungen wurden drei Flöze nachgewiesen, davon zwei bauwürdige: das Ober- und das Unterflöz. Da die bergbaulichen Gewinnungsarbeiten fast eineinhalb Jahrhunderte andauerten und es eine große Anzahl von Betreibern unterschiedlichster Eigentumsformen gab, soll aus Gründen der Übersichtlichkeit im Folgenden die Geschichte dieses Bergbaus zweigeteilt werden, auf ebendiese beiden Kohlenflöze, beginnend mit dem Oberflöz.

Die Braunkohlenlagerstätte Malliß befindet sich an der Südwestflanke des pfropfenartig aus der in rund 3000 m Tiefe liegenden Zechsteinformation auf Schwächezonen des Hangenden aufgestiegenen Salzstockes von Conow.

Der Durchbruch des Salzstockes geschah vor ca. 100 Mill. Jahren im Alb (Stufe der Unteren Kreideformation). Der weitere Aufstieg des Salzes erfolgte im Tertiär (vor ca. 55 Mill. Jahren) und seine Hauptentwicklungsphase wird ins Oligozän (Stufe des Älteren Tertiärs, vor ca. 25 Mill. Jahren) und Neogen (obere Abteilung des Tertiärs, vor ca. 5 Mill. Jahren) datiert. Mit dem Aufstieg des Salzstockes wurden auch die diesen überlagernden tertiären Schichten aufgeschleppt. So finden wir von Nordost nach Südwest gesehen bei Karenz paleozäne, dann bei Malliß mittel- und oberoligozäne und eben auch das braunkohlenführende Miozän mit drei Kohleflözen, welche mit 4 – 10 Grad nach Südwesten einfallen.

Das Unterflöz ist mit 1,1 – 3,6 m (im Durchschnitt 2,5 m) Mächtigkeit gegenüber dem Oberflöz mit 0,8 – 2,8 m (im Durchschnitt 1,5 m) das mächtigere und auch das bessere. Das dritte dieser Kohlenflöze hat mit Mächtigkeiten im Dezimeterbereich keine Bauwürdigkeit, tritt auch nur stellenweise auf und ist durch die Tektonik ausgewalzt worden. Überlagert wird das Oberflöz durch 5 – 10 m mächtige sandige Tone resp. tonig bis lehmige Sande. Darüber finden sich 2 – 8 m mächtige schwarze Letten. Obenauf folgen Sande, teils geröllführend. An der Tagesoberfläche findet man boreale bzw. präboreale Dünensande, überlagert von Waldboden.

Die dunkelbraunfarbige Braunkohle des Oberflözes ist eine sog. Weichbraunkohle mit grusiger bis krümeliger Struktur und einem hohen Anteil an beigemengten Schluff und Feinsanden. Das Oberflöz führte auch Xylit (griech. xylon: Holz, nicht ganz inkohltes Holz oder Pflanzenmaterial, bei dem zum Teil noch sehr deutliche Holzstrukturen zu erkennen waren). Das Oberflöz wurde in seinem nordwestlichen Teil während der Eiszeit durch Auswaschungen und Sandeinlagerungen erheblich verändert. Nach Süden hin nimmt die Flözmächtigkeit stark ab, sodass hier natürliche Abbaugrenzen erreicht wurden.

Die pleistozänen Lockersedimente über dem Oberflöz sind stark wasserführend. Der Grundwasserspiegel liegt nur wenige Meter unter Flur. Als Grundwasserstauer fungieren Geschiebemergel und Glimmertone. Die wasserführenden Sande, eingelagert zwischen abdeckenden bindigen Schichtengliedern, stehen mit zunehmender Teufe unter hohem hydrostatischem Druck und erschwerten wesentlich die bergmännischen Schachtabteuf- und Gewinnungsarbeiten. So musste u.a. auch ein erster Abteufschacht am Elde-Ufer bei Bockup noch vor Erreichen des in 26 m Teufe erbohrten Braunkohlenflözes infolge der zusitzenden gespannten Wässer bei Teufe 18 m trotz Roßkunst aufgegeben werden. Beim Abbau des Oberflözes waren Filterbohrungen und sog. Stummelstrecken zur Entspannung dieser Wässer unerlässlich. Dennoch unterbrachen größere Wassereinbrüche den Gewinnungsbetrieb für Monate; so z.B. in den Jahren 1865 – 1866.

Mecklenburg war bis zum 16. Jahrhundert gekennzeichnet als vorwiegendes Agrarland. Die hier regierenden Herzöge – angetan durch die beginnende Industrialisierung in den Nachbarstaaten – waren bestrebt, auch dieser Entwicklung zu folgen. So begann u.a. hierzulande auch eine gezielte Suche nach Bodenschätzen. 1577 wurde am Wanzeberg bei Malliß ein Alaunvorkommen entdeckt und eine Alaunsiederei errichtet, welche im 30-jährigen Krieg mehrfach zerstört und 1709 endgültig stillgelegt wurde. Beim Aufschluss dieses Alaunvorkommens fand man auch „schwarze bituminöse Letten“, was zu Vermutungen auf das Vorhandensein von Kohle im Untergrund führte.

Herzog Friedrich Franz I. lässt sich von der Kammer in einer Auflistung unter dem Titel „Unterthänigstes Pro Memorial “ vom 8. Mai 1790 alle früheren bergbaulichen Unternehmungen im Amt Eldena vorlegen. Darin sind „alle aufzufinden gewesenen Acta von der ehemaligen Saline zu Conow auch von einem Allaun-Werke und einer Kalk-Grube im Amte Eldena“ verzeichnet. Er beauftragte persönlich einen gewissen Carl Zintgraff, den Wanzeberg durch Schürfungen auf Bodenschätze genauer zu untersuchen. Dieser legte drei Schürfstollen an. Seine Untersuchungsergebnisse teilte er dem Landesfürsten in zwei Berichten mit :

Im Bericht vom 13. August 1790 heißt es, dass er gegen Osten am Fuße des Berges einen alaunhaltigen Mergelton fand. Seinen Hauptschürfschacht setzte er an die mittlere Berghöhe in der Hoffnung, das Braunkohlenflöz zu erreichen. Doch er erschürfte zunächst „conklumerirten Thon mit nesterweiß bituminößen alaunhaltigen Mergelthon“ in einer Teufe von einem Lachter. Danach fand er abwechselnd Sand und „eisenschüssigen Sandstein“ bis in eine Teufe von zwei Lachter. Und nach weiteren ½ Lachter stieß er auf wasserführenden Sand, der zum Aufgeben des Weiterteufens zwang.

Die beiden Abbildungen rechts zeigen die bisher ältesten überlieferten geologischen Schnitte von Erkundungsarbeiten in Mecklenburg (nach H.Rössler, 2007)

Im Bericht vom 28. Januar 1791 wird u.a. ausgeführt, dass im Schürfstollen B (siehe rechte Abbildung) eine bituminöse Schicht fand, welche in einer Länge von 15 Lachtern verfolgt wurde, die sich aber letztlich „ganz verdrückte“ und mit „glimmeren Sand und Lettentrümmer“ durchsetzt war. Reine Braunkohle wurde im Schürfstollen B nicht angetroffen. Hingegen fand er im Schürfstollen A „würkliche Braunkohle“ von 1 Fuß Mächtigkeit. ZINTGRAFF schreibt: Es „läßt uns keine Hoffnung die Schürfarbeit in dieser Gegend, zum Vortheil Eurer Hochfürstlichen Durchlaucht weiter fortsetzen zu können“.

Zintgraff erbrachte aber immerhin den ersten Nachweis von Braunkohle, wenn auch nicht in bauwürdigen Dimensionen.

Mit Kabinettsreskript beschloss die Großherzogliche Kammer im Jahre 1817, dieses Gebiet nebst angrenzender Bockuper und Conower Berge mittels Bohrungen weiter genauer untersuchen zu lassen. Zunächst wurden zwei Bohrungen, geleitet durch Bergrat Abich und Steiger Mengebier aus den Braunschweigischen Braunkohlengruben bei Helmstedt, am Elde-Ufer niedergebracht. Die eine Bohrung traf nicht auf Kohle. Die Zweite – angesetzt am südlichen Abhang des Elde-Ufers bei Bockup – erbohrte das Braunkohlenflöz in einer Teufe von 26 m mit einer Mächtigkeit von 1,10 m.

Das Abteufen eines Schachtes hier am Bohrloch 2 leitete der Steiger und spätere Obersteiger und Gipsverwalter Adam Christian Mengebier persönlich, obwohl er noch hin und wieder zu bergbaulichen Arbeiten ins Braunschweigische zurückbeordert wurde. Doch, wie bereits zuvor angeführt, musste der Schacht infolge nicht beherrschbarer Wasserzuflüsse aufgegeben werden. Mengebier bohrte nun weiter zwischen Bockup und Malliß und traf dort überall das Oberflöz in Mächtigkeiten von 1 – 1,75 m bei Teufen von 3 – 35 m an.

Dem Verhältnis von Deckgebirgs- zur Lagerstättenmächtigkeit nach entschied er sich zum Abteufen zweier seigerer Schächte. Schacht I, Friedrichschacht genannt, erschloss in 28 Fuß Teufe ein ca. 1,5 m mächtiges Kohleflöz. Schacht II, Franzschacht genannt, erschloss die Braunkohle in 59 Fuß Teufe. Die Bergwerksanlage befand sich etwa „1000 Schritt südwestlich von Mallitz und ¼ Meile von der Elde entfernt“. Sie erhielt den Namen „Friedrich-Franz-Zeche“. Bis zum Jahre 1830 war ein Streckennetz von 175 m Länge und 80 m flacher Höhe aufgefahren. Die größte, von Mengebier angegebene Mächtigkeit des Kohlenflözes betrug 7 Fuß. Beide Schächte, 100 m voneinander entfernt, waren zur Bewetterung der Grubenbaue durch eine einfallende Strecke verbunden. Der Grundwasserspiegel stand, den alten Aufzeichnungen nach, bei etwa 12 m unter Flur. Zur Hebung der Grubenwässer baute MENGEBIER eine Pumpenanlage, welche durch eine pferdekraftgezogene Roßkunst bewegt wurde. Dank MENGEBIERS bergbaulicher Erfahrungen und der Anstellung zweier ausgebildeter Bergleute namens GOEDECKE und MÜLLER gingen die Aufschlussarbeiten zügig voran. Die Braunkohle wurde im sog. Pfeilerbruchbau gewonnen. Der abzubauende Lagerstättenbereich wurde durch im Einfallen des Flözes vorgetriebene Grundstrecken ausgerichtet. Von diesen wurden seitlich, im Streichen der Lagerstätte aus angesetzte Abbaue in Bruchpfeiler („in Gestalt eines Damenbretts“, wie es MENGEBIER beschrieb) bis maximal 3 m x 3 m vorgerichtet. Alle Baue wurden in Türstockzimmerung mit Verschalung ausgebaut. Die Gewinnung der Kohle erfolgte per Hand mittels Keilhaue. Danach erfolgte das Rauben des Ausbaus, wodurch das Hangende hereinbrach und sich Übertage Bruchsenken bildeten.

Verkauft wurde damals nur die stückige Kohle, die sog. Klarkohle wurde auf Halde geschüttet. Einzige Abnehmer der stückigen Kohle sollen nur die Gefangenenhäuser in Dömitz, die Münze in Schwerin und die Hofküche in Doberan gewesen sein.

Mit zunehmender Abbautiefe nahmen die Wasserschwierigkeiten immer mehr zu. Die Rentabilität der Bergwerksanlage war schon seit Beginn defizitär. So betrugen die Einnahmen 1820 500 Taler, hingegen die Ausgaben rd. 517 Taler. Allein Mengebiers Gehalt von Ostern bis Johannis 1821 steht mit 100 Talern zu Buche. Später betrug sein Jahresgehalt 400 Taler (gezahlt sogar bis 1840). Eine lückenlose Förderstatistik ist im Archivgut nicht zu finden, lediglich vereinzelte Angaben. So ist einem Bericht vom 22. März 1833 zu entnehmen

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, dass die monatliche Förderung 3000 Zentner betrug. Durch Aussieben erhielt man 1300 Zentner Stückkohle, der Rest war besagte Gruskohle, welche auf Halde geschüttet wurde. PINZKE (1981) schätzt die in dieser Zeit geförderte Braunkohle auf ca. 25.000 t.

Die Abbau- und Unterhaltungskosten zu Lasten der herzoglichen Kasse betrugen bis zur Einstellung des Bergbaus 1838 25.249 Taler (ohne Kosten für Holzmaterial); hingegen betrugen die Einnahmen durch den Verkauf der geförderten Braunkohle lediglich 1317 Taler. Aus Gründen dieser gravierenden Unrentabilität wurde 1838 der Grubenbetrieb stillgelegt.

Der Kaufmann Johann Heinrich Marsmann aus Wismar, Besitzer der Mallißer Ziegelei, pachtete mit „Pacht-Contract zwischen für den Kaufmann J. H. Marsmann zu Wismar wegen Wiederaufnahme des Braunkohlenbergwerks bei Malliß, Amte Eldena“ vom 11. März 1854 die alte Bergwerksanlage. Im Vertrag – unterzeichnet vom HERZOG FRIEDRICH FRANZ persönlich und mit dem Landessiegel versehen – wurde u.a. im § 1 vereinbart, dass dem Pächter zur Errichtung einer neuen Bergwerksanlage Übertage eine Fläche von 500 Quadratruten und für die Gewinnung Untertage ein Terrain „für die Ausbeutung und Zutageförderung“ von weiteren 8000 Quadratruten überlassen werden. Der Pachtzins wurde im § 10 des Pachtvertrages wie folgt vereinbart : „§ 10 : Die für den Bergbau pp. zu zahlende Jahrespacht beträgt Sechs Procent des Brutto-Ertrages von gewonnenen und zu Tage geförderten Braunkohlen und Kohlenklein jeder Qualität…“ Die Pacht galt für 30 Jahre, „mithin bis Johanni 1884….Kontrolle über den Bruttoertrag soll vorläufig dem zu beeidigenden Steiger Molze übertragen werden“. MARSMANN eröffnete auch in Bockup eine Ziegelei, die sein Sohn HEINRICH leitete.

Es erfolgte das Abteufen eines neuen Schachtes, etwa 50 m südöstlich der alten Schächte Friedrich und Franz, der das Oberflöz in 17 m Teufe mit 1,90 m Mächtigkeit erschloss. Bereits 1855 wurden die ersten Kohlen gefördert: Kohle der I. Qualität 50-55 t; Kohle der II. Qualität 45-50 t; Klare Kohle 40-45 t. Bereits nur zwei Jahre später, am 17. April 1856, bevollmächtigt MARSMANN seinen Sohn HEINRICH, den Pachtvertrag durch „Cession“ (Abtretung) umzufirmieren in den „Mecklenburgischen Bergbau-Verein“. Laut „Instruktion für den Obersteiger Nolze zu Malliß“ vom 14. Juni 1856 wird NOLZE die „Verantwortung des Mecklenburgischen Bergbau Vereins und seines Vorstandes bei der Grube anvertraut, und hat er demgemäß dort die Interessen die Interessen der Gesellschaft nach allen Richtungen bestens wahrzunehmen“.

Der „Pacht-Contract über das Braunkohlen-Bergwerk bei Mallitz, Amte Eldena, für die Actien-Gesellschaft, genannt Mecklenburgischer Bergbau-Verein“ datiert vom 7. Juni 1856 und trägt ebenfalls die Unterschrift und das Siegel des Herzogs. Das im Archivgut gefundene gedruckte „Statut für den Mecklenburgischen Bergbau-Verein vom 31. Oktober 1855“ ist den zuvor genannten Dokumenten zeitlich nicht widersprüchlich, denn im § 1 desselben heißt es: „Die unter dem Namen: Mecklenburgischer Bergbau-Verein, begründete Actien-Gesellschaft hat zum Zweck den Betrieb des Braunkohlen-Bergwerks bei Malliß in Gemäßheit des mit der hohen Großherzoglichen Kammer vorläufig vereinbarten und demnächst abzuschließenden Pachtcontracts“. Gegründet war die Gesellschaft auf 300 Aktien zu je 200 Talern.

Der Absatz von Braunkohle verlief recht unterschiedlich. Anfang 1859 wurde nichts verkauft, sodass sich der inzwischen zum Obersteiger aufgestiegene Nolze (stellenweise auch Noltze geschrieben) am 10. März 1859 entschied, die Förderung gänzlich einzustellen. Daraufhin zitierte die Großherzogliche Kammer, die um ihre finanziellen Erträge gemäß dem Pachtvertrag fürchtete, Nolze vor das Dömitzer Amt. Dort wurde er am 29. März vernommen. Laut vorhandenem Protokoll begründete er seine Entscheidung mit Mangel an Betriebskapital (u.a. offensichtlich zur Anschaffung besserer Siebe) und dem schlechten Absatz der Kohle. Der Grusanteil der geförderten Kohle war zu hoch. Die Kundschaft holte sich lieber die qualitativ bessere Braunkohle aus der nicht allzu weit entfernten Grube Gülitz. Außerdem befürchtete er auch, dass die Aufhaldung der Kohle zu einer Selbstentzündung führen könne. Diese Ansicht wurde später aus berufenem Munde bestätigt. Zur Beurteilung der Lage auf dem Bergwerk beeilte sich die Großherzogliche Kammer, den preußischen Berggeschworen Knauth zu gewinnen. Am 16. Juni 1859 fand die Bergwerksbesichtigung statt. Am 27. Juli sendete KNAUTH seinen Untersuchungsbericht an das Amt Dömitz. Leider konnte dieser bislang noch nicht in den Archiven gefunden werden. Hingegen ist belegt, dass KNAUTH , wie auch zuvor NOLZE, die Ansicht vertrat, dass ein weiteres Aufhalden die Gefahr einer Selbstentzündung der Kohlenvorräte in sich berge. Offensichtlich waren neben Absatzschwierigkeiten auch die Wasserzuflüsse in der Grube Schuld an der wirtschaftlichen Schieflage des Unternehmens.

Doch nur wenige Monate später ersuchten die Erbpächter des Schachtareals, die Vorstandsmitglieder G. Markurth und G.F.W. Sparkuhl aus Findenwirunshier bzw. Malliß die Großherzogliche Kammer um die Zuweisung eines neuen Areals in den Sülter Tannen von 25 Quadratruten, weil der neuangelegte Maschinen- und Förderungsschacht unbrauchbar geworden war und die sofortige Anlage eines neuen Schachtes erforderte. Diesem Antrag wurde auch mit der entsprechenden Weisung an die Forstbehörde stattgegeben.

Die Zeichnung rechts zeigt den von 1817 bis 1880 abgebauten Bereich des Oberflözes. Die Grubenbelegschaft bestand zu dieser Zeit aus einem Steiger und 25—30 Bergleuten, welche pro Tag ca. 150 to 7 Kohle der sogenannten 1. und 2. Qualität sowie Klar- oder Gruskohle förderten. Mittlerweile hatten sich auch die Betriebe und Haushalte der näheren und weiteren Umgebung auf den neuen Brennstoff mit ihren Kesselanlagen und Öfen eingestellt, sodass die Nachfrage nach Kohle stetig zunahm. 1865 erfolgte ein großer Wassereinbruch. Die Belegschaft musste fluchtartig die Grube verlassen. Erst zwei Jahre später begann wieder die Förderung von Kohle. Vermutlich führte dieses Ereignis dazu, dass sich der Vorstand gemäß dem Protokoll der Generalversammlung der Aktionäre am 3. März 1865 bemühte, den Berggeschworen Henne aus Osterwald „zur Übernahme einer stetigen Ueberwachung der Grube und des damit Zusammenhängenden“ zu gewinnen.

Die großen technischen und kaufmännischen Probleme der Aktiengesellschaft widerspiegelt das Protokoll dieser Generalversammlung. Darin ist nachzulesen, dass der Vorstand und Direktor REINHARD ROSE beauftragt wurde an die Großherzogliche Kammer heranzutreten um zu erwirken, „die contractliche Abgabe von 6 % brutto der geförderten Kohlen so lange, wie eine Dividende nicht gezahlt wurde, ganz zu erlassen, demnächst aber diese Abgabe auf 3 % der verkauften Kohlen festzustellen“. Der Hauptgegenstand der Generalversammlung war aber „die Dringlichkeit schleuniger Maßregel nicht nur zur Verhinderung eines begründet zu befürchtenden ehebaldigen Stillstandes des ganzen Betriebes, sondern auch der damit verknüpften contractlichen Folgen… und die speciellen Vorlagen zur Herstellung des neuen Werkes nebst den respectiven Kostenanschlägen“. Nachschüsse auf die Aktien von 20 % des Nominalwertes sollten zu einer Kapitalerhöhung von insges. 15.000 Talern führen. In der Folge übernahm die „Mallißer Gesellschaft Schön, Horschitz und Genossen“ zu Hamburg die Rechte an der Braunkohlengewinnung.

Am 26. Juli 1873 wurde im Auftrag der Großherzoglichen Kammer zwischen dem Großherzoglichen Amt zu Dömitz und der „Mallisser Gewerkschaft Schön, Horschitz & Genossen“ ein Vertrag zur Nutzung des Braunkohlenvorkommens Malliß abgeschlossen. Sie erwarb neben dem Nutzungsrecht auch den Erbpachthof Malliß durch Kauf, „1875 endlich nach Rücknahme des Erbpachtcontrcts das Ganze incl. eines bedeutenden bisherigen Forstareals nach Ablösung des Canons zu freiem Eigenthum. Laufende Einnahmen fließen aus dem Werke nicht mehr zur herrschaftlichen Kasse. Die Kohle wird jetzt sofort an Ort und Stelle bei bedeutendem Ziegeleibetrieb verwandt, welche sein Material in reichen dortigen Thonlagern findet.“

Es ist zu vermuten, dass eine unsachgemäße Führung des Bergwerks der Anlass dafür war, dass die Großherzogliche Kammer 1880 den Oberbergrat Pinno zur Begutachtung des Werkes beauftragte. Sein Gutachten, datiert vom 31. Juli 1880 gibt einen detaillierten Einblick in die seinerzeitige Bergwerksführung (hier folgend die wichtigsten Auszüge):

„Technisches Gutachten über den Betrieb des Braunkohlenbergwerkes Malliß in Mecklenburg.“ „…Das Liegende der Braunkohlenmulde wird durch den Septarienthon gebildet, der in einem von Südost nach Nordwest streichenden Rücken zu Tage tritt, an welchen sich ganz conform die Braunkohlenmulde anlehnt, daran Ausgehendes bei den sogenannten Alaunbergen an den steilen, von den Thonrücken nach dem Eldethale abfallenden Kiesabhängen beobachtbar ist. …Die Braunkohle selbst tritt in 2 Flötzen (Ober. Und Unterflöz) auf, die in Sand und Alaunerde eingelagert sind. Das Oberflöz hat eine bauwürdige Mächtigkeit von 4 bis 5 Fuß, das Unterflöz von 12 Fuß. …Gesamtabsatz im Jahre zu 200.000 hl beläuft, die im Durchschnitt zu 27,5 Pf. in hl verkauft werden. Das Oberflöz ist durch Schächte aufgeschlossen, die eine Tiefe von höchstens 25 m haben. Die Schächte stehen in den hangenden Sanden und Alaunerden in Zimmerung an, die keinem Druck ausgesetzt ist. Der Abbau wird unmittelbar um die Schächte herumgeführt und werden mit geringen Kosten von Zeit zu Zeit um Schächte vorgeschlagen nur in frisches Abbaufeld von mäßiger Größe aufzuschließen. Das Unterflöz dagegen ist durch den Marienstollen aufgeschlossen, aus dem die geringen Wasser, die hier und da im Liegenden oder beim Durchfahren von Gebirgsmitteln angetroffen werden, zur Abführung gelangen. Der Stolln wird gut in Zimmerung erhalten. Die Vorrichtung des ausgerichteten Flözes findet in der beim Braunkohlenbergbau üblichen Weise statt. Das durch die Grundstrecken aufgeschlossene Flötz wird mit Diagonalen durchschnitten, aus denen streichende Strecken ausgelenkt werden. In den durch diese Strecken abgeschnittenen Streifen (Pfeilern) werden weitere steigende Strecken (Abbauörter) ausgeführt, aus den streichend Pfeilerörter ausgelenkt werden, die einen Bruchpfeiler abschneiden (Fig.2), der in 2 Abschnitten (Brüchen) zum Abbau gebracht wird. Zu letzterem Zwecke wird das Bruchort aufgefahren, aus dem die Theilung in die beiden Abschnitte (1.2.Figur 3) bewirkt wird. In Malliß werden Bruchpfeiler von der Stärke zweier Brüche abgeschnitten (Fig.3), weil die Kohle mürbe und das Hangende rollig und leicht nachbrechend ist, so daß einfache Pfeiler wohl dem plötzlich entstehenden Drucke keinen Widerstand bieten würden. Der Abbau findet nun in der Weise statt, daß die oben erwähnten klüftigen Abschnitte (Brüche) von 3 Feld (1 1/2 Lachter) Weite unter Nachführung von Zimmerung ausgebaut und demnächst zu Bruche geworfen werden. Das eingebaute Holz (im Unterflötz 6 – 8 Stempel) wird nach der Ausgewinnung der Kohle geraubt und das Hangende stürzt nach und füllt den leeren Raum. Bei der geringen Mächtigkeit des Deckgebirges zeigen sich die Einstürze bis zu Tage. Bei regelmäßiger Kohlengewinnung machen sich die unterirdischen Bruchreihen zu Tage durch unmittelbar neben einander liegende trichterförmige Einsenkungen bemerkbar. Je regelmäßiger die Trichter zu Tage liegen, desto reiner hat der Bergbau stattgefunden„.

PINNO bemängelte, dass zwei Grubenbeamte (Steiger) keine Bergschulausbildung besaßen und dass das Grubenbild seit seiner Anlegung im Jahre 1856 nicht mehr nachgetragen worden war. Er schrieb weiterhin: „Schon jetzt halte ich die Anlegung eines neuen Grubenbildes und die regelmäßige Nachtragung desselben durch einen befähigten Beamten (Markscheider) für nothwendig. Ebenso halte ich die zeitweise Controlle der bestehenden Grubenbaue durch einen technischen Bergbeamten aus den eben angegebenen allgemeinen polizeilichen Gesichtspunkten für zweckmäßig.“

Daraufhin forderte das Schweriner Innenministerium das Dömitzer Amt auf, der Gewerkschaft das „…technische Gutachten…zur Kenntnis zu bringen und die Erklärung derselben über die in dem Gutachten bezeichneten Mängel des Betriebes zu veranlassen. Zugleich ist die Gewerkschaft aufzufordern, an die Großherzogliche Renterei hieselbst die von dieser vorschüssig bestrittenen Kosten der Zuziehung des Oberbergrathes Pinno im Betrage von 110 Mark 37 Pfg. an Reisekosten und von 150 Mark Honorar zu erstatten…

Das gesichtete Archivgut enthält keine Hinweise darüber, mit welchen Mitteln und unter welchen Schwierigkeiten der Marien-Stollen sowie das zu diesem führende Elde-Kanalsystem angelegt worden ist

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. Belegt ist lediglich, dass dieser Stollen 1873 angehauen und 1874 gelegentlich eines Besuches der Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin den Namen „Marien-Stollen“ erhielt. Neben dem Aufschluss des Unterflözes baute die Gewerkschaft noch bis 1880 das Oberflöz ab. Das Oberflöz war im Bereich des Marienstollens nicht mehr vorhanden, da es bereits weiter südlich ausstreicht. Insgesamt wurden aus dieser Kohlenpartie seit 1817 ca. 187.000 t Kohle abgebaut. Hauptgrund der Einstellung dieser Gewinnungsarbeiten war die immer schwierigere Beherrschung der zusitzenden Grubenwässer.

In einem Schreiben der „Mallisser Gewerkschaft Schön, Horschitz und Genossen“ an das „Hohe Großherzogliche Finanz-Ministerium“, datiert vom 6. Januar 1883 heißt es: „Die Mallisser Gewerkschaft beabsichtigt in nächster Zeit an eine noch zu constitutionierende Actiengesellschaft einen nicht unbeträchtlichen Theil ihrer zu Malliss belegenen Ländereien zu verkaufen, nämlich das Braunkohlenbergwerk und die neue Ziegelei mit den adjucierenden Terrains“. Auch bleiben die Hintergründe zu dieser Bergwerksveräußerung und der folgenden Auflösung der Gewerkschaft bislang unbekannt. Die Weiterführung der Braunkohlengewinnung im Mallißer Revier beginnt zwei Jahre später mit der „Mallisser Ziegelei- und Bergwerks-Gesellschaft“ und dem Abbau des Unterflözes.

Eine brennstofftechnische Analyse der Braunkohle des Mallißer Oberflözes, wie sie heute üblich wäre, ist verständlicherweise nicht vorhanden. Ganz allgemein kann man aber sagen, dass die Genese der Mallißer Kohle überwiegend auf üppige Laubholzwälder, vornehmlich Eichen, zurückzuführen ist. Als Laubholzkohle hat sie nicht genügend Bitumengehalt, um sie leicht zu brikettieren. Doch auch andere Holzarten, existend in Feuchtbereichen der früheren Urwälder, sind im Mallißer Revier nachgewiesen worden. Ähnlich der Braunkohle des Unterflözes kann man im Nachherein der Kohle des Oberflözes einen unteren Heizwert von ca. 2.500 WE und einen oberen Heizwert von ca. 2.900 WE zuschreiben.

Mengebier beschrieb die Beschaffenheit der Kohle: Die Qualität der Kohle ist wie gewöhnlich, nach der Teufe besser als nach dem Höchsten zu, und zwar höchstwahrscheinlich aus dem Grunde, weil selbige dort mehr vom Wasser durchdrungen ist, und sich daher besser conservirt hat als hier…. Übrigens wird ca. 1/3tel der Kohle in Stücken und 2/3tel derselben in klarem Zustande gewonnen, wovon, weil leider bis jetzt – wie schon gedacht – der Absatz sehr unbedeutend gewesen, bloß die erstere Art (die Stückkohle) Kaufmannsgut ist. Es könnte aber auch die letztere Art (die klare Kohle), wenn nämlich selbige mittels Zusatzes 1/3tels des in dasiger Gegent, namentlich in der Schlesiner Feldmark, ohnweit Woosmer, stehenden fettigen Torfs zu Soden (Steinen) geformt würde, welches sich, wie die vom Unterzeichnetem damit gemachten Versuche bewiesen, sehr gut bewerkstelligen läßt, mit Nutzen consurmirt werden.

Oberbergrat Pinno schrieb dazu in seinem Gutachten von 1880: „Das Oberflöz ist durch massenhaft vorkommendes bituminöses Holz ausgezeichnet, während das Unterflöz vorherrschend aus sandiger Braunkohle besteht, in der versteinertes Koniferenholz nicht selten auftritt. Schwefelkiesbeimengungen bilden eine unerwünschte Zugabe beider Flötze, namentlich des Unterflötzes. In ihrer Beschaffenheit (Brennkraft) stehen beide Flötze wesentlich gegen die im Herzen der Provinz Sachsen verbreiteten zurück und könnten einen Vergleich mit der böhmischen Braunkohle nicht entfernt aushalten. Gleichwohl ist der Preis der Mallißer Kohlen ein hoher, weil Braunkohle im Mecklenburger Lande nur vereinzelt vorkommt …„.

Die Einnahmen der Aktiengesellschaft aus dem Kohlenverkauf der Jahre 1855 bis 1864 betrugen insgesamt 30.807 Taler. Im gleichen Zeitraum wurden an die Großherzogliche Kasse gezahlt: – Für Länderei-Pacht 140 Taler – Für die „Procent-Abgabe“ auf den Kohlenverkauf 1901 Taler – Armengeld, Contribution 8 etc. 164 Taler

Weitere Ausgaben der Jahre 1855 bis 1864 waren u.a. : – Gehälter für Obersteiger und Kohlenmesser: 4704 Taler – Erhaltung und Wartung der Maschinen: 3936 Taler – Reisekosten für Obersteiger: 538 Taler – Gebäude, Geräte, Wege und Schächte: 4204 Taler – Verwaltungskosten des Vorstandes u.a.: 3802 Taler – Schichtlöhne der Bergleute: 19.721 Taler – Ankauf und Chaussee: 20.200 Taler – Bohrungen: 3795 Taler – Wasserschacht und Maschine: 11.144 Taler

1865-1866: Wassereinbruch, keine Förderung, Einbau größerer Pumpen.

Die weiteren Angaben aus: „Vordruck Montanstatistik I, Produktion der Bergwerke“, welche dem „Großherzoglichen Mecklenburgschen Statistischem Bureau“ zu melden waren. Die dortigen Beamten taten sich seinerzeit schwer (wie auch heute noch der Autor dieses Beitrages) mit den vom Bergwerk angegeben Maßeinheiten zur Fördermenge. Viele Rückfragen des „Statistischen Bureaus“ enthält das Archivgut, wie z.B.: sind die Kohlenmengen nun in Hektoliter, Zentnern, Kilogramm, oder in 100 Kilogramm, oder in Tonnen welcher Größe angegeben? Aus dieser Quelle, datiert vom 17. September 1873, stammen auch folgende Angaben: Abgebaute Fläche: 1869: 4.140 Quadratlachter, 1870: 4.380 Quadratlachter, 1871: 4.530 Quadratlachter, 1872: 4

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.880 Quadratlachter. Geliefert wurde, den statistischen Aufzeichnungen nach, die geförderte Kohle zu: 2 Zehntel nach Ludwigslust, 3 Zehntel nach Grabow, 4 Zehntel an Ziegeleien in der nächsten Umgebung und 1 Zehntel nach Dömitz.

Rafael Núñez

Rafael Wenceslao Núñez Moledo (* 28. September 1825 in Cartagena; † 18. September 1894 in Cartagena) war Präsident Kolumbiens von 1880 bis 1882 und von 1884 bis 1887. Er gilt als Vater der kolumbianischen Verfassung von 1886 und schrieb den Text der aktuellen kolumbianischen Nationalhymne.

Über Kindheit, Jugend frühe Karriere von Rafael Núñez ist wenig überliefert. Bekannt ist, dass er 1848 am Gerichtsbezirk von Chiriquí, in der damals zu Kolumbien gehörenden Provinz Panamas das Amt eines Richters versah. Später im gleichen Jahr gründete er in Cartagena die Zeitung La Democracía zur Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur General José María Obandos als Nachfolger von José Hilario López. Ebenfalls im gleichen Jahr wurde der zum Sekretär der Regierung von Cartagena ernannt, womit seine politische Karriere begann.

1853 wurde er zuerst in den Kongress gewählt, und später zum Gouverneur des Departamento Bolívar. Zwischen 1855 und 1857, während der Regierung Manuel María Mallarino, war er Finanz- und Kriegsminister.

1855 veröffentlichte er eine erste Sammlung politischer Essays mit dem Titel La Federación. Später während der Regierung Mosquera diente er als Finanzminister.

Nachdem er bei den Verhandlungen zum Rio Negro Vertrag die Interessen Kolumbiens vertreten hatte mcm taschen sale, reiste er ins Ausland. Zunächst lebte er zwei Jahre in New York City, darauf repräsentierte er Kolumbien in Le Havre und wurde schließlich Konsul in Liverpool.

1874, während er sich in Europa aufhielt, wurden viele seiner wichtigsten Schriften veröffentlicht.

1876 kehrte er nach Kolumbien zurück, im Zentrum einer politischen Auseinandersetzung. Bereits 1875 war als Präsidentschaftskandidat ausgewählt worden, aber es gelang ihm nicht tatsächlich gewählt zu werden. Fünf Jahre später jedoch, von 1880 bis 1882 versah er erstmals das Präsidentenamt. Bald darauf, 1884

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, wurde er erneut zum Präsidenten gewählt mit Unterstützung der Konservativen Partei.

Die Verfassungsreform von 1886, die er in Zusammenarbeit mit Miguel Antonio Caro durchführte stellt seine wichtigste politische Leistung dar. Diese Verfassung war, mit einigen späteren Änderungen, war im Wesentlichen in Kraft, bis 1991 eine neue Verfassung proklamiert wurde.

Von 1878 bis 1888 schrieb er hunderte einflussreicher Artikel über die Verfassungsreform für die in Bogotá erscheinenden Zeitungen La Luz und La Nación sowie für die in Cartagena erscheinenden Zeitungen El Porvenir und El Impulso. Er schrieb außerdem den Liedtext der kolumbianischen Nationalhymne.

Er wurde nochmals 1886 wieder zum Präsidenten gewählt, und zog sich schließlich 1888 aus der aktiven Politik zurück

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. Er setzte sich in Cartagena zur Ruhe, wo er 1894 verstarb.

George Pólya

George (György) Pólya (* 13. Dezember 1887 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 7. September 1985 in Palo Alto) war ein Mathematiker ungarischer Herkunft. Seine Arbeitsgebiete waren insbesondere Wahrscheinlichkeitstheorie, Analysis, Kombinatorik und Zahlentheorie.

Er besaß die Staatsangehörigkeit von Ungarn, der Schweiz (Zürich) ab 1918, und der USA ab 1947.

Pólyas Eltern waren der Rechtsanwalt Jakab Pollák und Anna Deutsch. Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 magyarisierte Jakab 1882 seinen slawischen Nachnamen Pollák in das ungarisch klingende Pólya um.

Pólya hatte noch vier Geschwister: zwei Brüder, Jenő (* 1876) und László (* 1891), sowie zwei Schwestern, Ilona (* 1877) und Flóra (* 1879). Seine jüdischen Eltern konvertierten 1886 zum römisch-katholischen Bekenntnis.

1905 begann Pólya ein Jura-Studium in Budapest, brach es jedoch schon nach einem Semester ab, um danach Sprachen und Literatur zu studieren. Nach seinem Abschluss wandte er sich der Physik sowie der Mathematik zu. Es folgten Lehraufenthalte in Wien (1910/11) und Göttingen (1912/13). Auf Vermittlung eines Bekannten wurde er 1914 Privatdozent, 1920 Titularprofessor und ab 1928 ordentlicher Professor für höhere Mathematik an der ETH Zürich. 1940 übersiedelte er in die USA, wo er von 1942 bis 1953 an der Stanford University in Palo Alto lehrte.

In der zweiten Hälfte seines Schaffens konzentrierte er sich insbesondere auf die Vermittlung und Charakterisierung von Problemlösungsstrategien. Zu diesen Themenkomplexen veröffentlichte Pólya eine Reihe von Werken, die mittlerweile zur mathematischen Standardliteratur gehören. Bekannt ist hier vor allem seine Reihe Vom Lösen mathematischer Probleme.

Ein Ehrenstipendium der Mathematical Association of America (MAA) ist nach ihm benannt (Pólya Lecturer). 1950 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Cambridge (Massachusetts) (On plausible reasoning)

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Die ETH Zürich verlieh ihm 1947 ein Ehrendoktorat. 1974 wurde Pólya in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

2002 wurde der Asteroid (29646) Polya nach ihm benannt.

László Kocsis (Archäologe)

László Kocsis (* 2 mcm taschen sale. Dezember 1949 in Kráľovský Chlmec (ungarisch: Királyhelmec), Tschechoslowakei) ist ein ungarischer Provinzialrömischer Archäologe.

Kocsis besuchte 1969 die ungarische Gewerbeschule in Košice. Zwischen 1973 und 1978 studierte er an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest Provinzialrömische Archäologie sowie Ur- und Frühgeschichte. Im Jahr 1979 schloss er das Studium mit einer Magisterarbeit über römische Waffen und Ausrüstungsgegenstände (Helme und Maskenhelme) in Pannonien ab. Von 1978 bis 1989 war er als Archäologe am Historischen Museum Budapest beschäftigt. Mit einer weiteren Arbeit über die römische Ausrüstung des Militärs in Pannonien, insbesondere die Schilde und Helme, die er an der Eötvös-Loránd-Universität vorlegte, wurde er 1994 promoviert und wechselte 1989 an das Ungarische Nationalmuseum. Bis heute ist er dort als Archäologe und Kurator der archäologischen Sammlung beschäftigt. In der Vergangenheit hielt er außerdem Seminare an der Eötvös-Loránd-Universität sowie an der Universität Göteborg zu antiken Waffen und zu Grabungstechniken

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. Daneben hat er verschiedene provinzialrömische Ausstellungen in Ungarn, Deutschland und Italien geleitet.

Zacherlfabrik

Die Zacherlfabrik ist ein orientalisierendes Bauwerk im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling

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, Nußwaldgasse 14.

Johann Zacherl handelte seit 1842 mit Pyrethrum-Insektenpulver aus Tiflis. 1870 begann er mit der Produktion seines Mottenpulvers „Zacherl’s Insecten tödtende Tinktur“ („Zacherlin“) in Unterdöbling. In seiner Fabrik stellte er 1873 mit vier Arbeitern bereits 600 Tonnen Insektenpulver her

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. Für den Verkauf des Pulvers gründete er Geschäfte in Paris, Konstantinopel, Amsterdam, London, New York und Philadelphia. 1880 übergab Zacherl die Firma seinem Sohn Johann Evangelist. Die Fabrik zur Herstellung des Insektenpulvers wurde zwischen 1888 und 1892 neu errichtet. Der straßenseitige Verwaltungstrakt des nach dem Entwurf von Hugo von Wiedenfeld von Karl Mayreder errichteten Industriegebäudes zählt, ähnlich der Yenidze-Zigarettenfabrik in Dresden, zu den seltenen Beispielen eines kommerziell motivierten orientalisierenden Historismus in der europäischen Architektur. Die Wienerberger Ziegelfabrik produzierte die für die Verkleidung der Fassade und der Dachkuppel verwendeten keramischen Fliesen.

Neben der Produktion des Insektenpulvers erschloss sich Johann Evangelist Zacherl die Reinigung, Reparatur und Aufbewahrung von Pelzen und Teppichen. 1903 bis 1905 ließ er am Wildpretmarkt ein Stadtgeschäftshaus (Zacherlhaus) errichten. Nach dem Ersten Weltkrieg sank der Absatz des Insektenpulvers durch hohe Zölle und den Aufschwung der chemischen Industrie. Nach dem Tod seines Vaters 1936 übernahm Gregor Zacherl die Fabrik, in der er ab 1933 auch Skibindungen herstellen ließ. 1949 legte Gregor Zacherl seinen Gewerbeschein zurück, 1954 verstarb er. Die Firma selbst wurde 1958 aus dem Register gelöscht.

Nachdem das in einem großen Garten gelegene Fabriksgebäude jahrzehntelang leer gestanden war, öffneten im Jahr 2006 Veronika und Peter Zacherl in Kooperation mit dem Kunstfonds der Jesuiten die Zacherlfabrik für Kunstprojekte. Bis zum Sommer 2013 fanden jedes Jahr während der Sommermonate Ausstellungen und Musikabende statt. Auf Grund von für die Besitzer nicht erfüllbaren behördlichen Auflagen können seit Ende 2013 keine Veranstaltungen mehr stattfinden.

Zacherlin-Zeitungswerbung (1896)

Zacherlin-Reklame (1900)

Treppenhaus mit Standbild Johann Zacherls

Blick auf das Fabriksgelände

Koordinaten:

Il complesso barocco

Il complesso barocco ist ein europäisches Barockensemble, 1977 in Amsterdam gegründet von Alan Curtis.

Das Ensemble war eines der ersten, die sich voll und ganz der historischen Aufführungspraxis verschrieben, bemühte sich um vergessene Werke insbesondere von Carlo Gesualdo, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel, und etablierte sich schnell als herausragender Klangkörper im internationalen Konzertbetrieb. Zu den bedeutenden Wiederentdeckungen durch Il complesso barocco, die zum großen Teil auch als Tondokumente erschienen sind, zählen:

Eine langjährige Freundschaft verbindet Donna Leon mit dem Ensemble und dessen Leiter. 2010 erschien die CD „Tiere und Töne“ mit Texten Donna Leons und Zeichnungen von Michael Sowa. Einen veritablen Triumph konnte 2012 Joyce DiDonato gemeinsam mit dem Complesso barocco und Alan Curtis einfahren: Ihr Arien-Programm Drama Queens enthielt unter anderem neben Cesti, Gluck und Händel auch das wiederentdeckte Schmerzenslied Lasciami piangere aus Reinhard Keisers Fredegunda. Im Theater an der Wien, in Praha, Bratislava, Budapest, Amsterdam und Monte Carlo gab es standing ovations für die Musiker und hymnische Kritiken.

Zu namhaften früheren Mitgliedern des Ensembles zählen der italienische Pianist und Violinist Alessandro Bares, der japanische Lautenist Yasunori Imamura, der brasilianische Violinist Luís Otávio Santos und der finnische Violinist Tuomo Suni.

2007 begann eine kontinuierliche Zusammenarbeit von Alan Curtis und des Complesso Barocco mit dem Theater an der Wien, insbesondere für konzertante Aufführungen. Sie begann mit drei selten aufgeführten Werken – Vivaldis Motezuma (2007), Glucks Ezio (2008) und Tolomeo e Alessandro von Domenico Scarlatti (2009). Seither erfolgt eine systematische Präsentation des Händel’schen musikdramatischen Schaffens: 2009 Agrippina, 2010 Giove in Argo und Tolomeo, 2011 Berenice, Regina d’Egitto und Giulio Cesare in Egitto, 2012 Deidamia und Ariodante, 2013 Arianna in Creta und Amadigi di Gaula, sowie 2014 Admeto. Dafür steht ein relativ konstantes und erlesenes Sängerensemble bereit – darunter die Sopranistinnen Laura Aikin, Emőke Baráth, Véronique Gens, Karina Gauvin und Roberta Invernizzi, der Mezzo Ann Hallenberg und die Altistinnen Marie-Nicole Lemieux und Sonia Prina, fallweise die Countertenöre Max Emanuel Cenčić

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, Iestyn Davies und Franco Fagioli, sowie die Bässe Gianluca Buratto, Luigi De Donato und Johannes Weisser.

Diese Aufnahmen wurden, wenn nicht anders angegeben, von Alan Curtis dirigiert.

sowie:

Mesnerhaus (Neckargartach)

Das Mesnerhaus ist ein privater Profanbau. Es befindet sich an der Kirchbergstraße 6 im Heilbronner Stadtteil Neckargartach. Das denkmalgeschützte Gebäude gilt als Kulturdenkmal.

Der zweigeschossige Fachwerkbau mit hohem Untergeschoss wurde auf der Stelle des früheren Schulhauses errichtet. Das Schulhaus selbst war ursprünglich der Torturm der mittelalterlichen Befestigung der zur Wehrkirche ausgebildeten benachbarten Peterskirche. Es war ein altes zweigeschossiges Schulhaus mit Walmdach und war Ende des 18. Jahrhunderts bzw mcm taschen sale. Anfang des 19

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. Jahrhunderts als erstes selbstständiges Schulhaus errichtet worden. Noch heute befindet sich im Mesnerhaus ein großes Tor mit Durchfahrt im Erdgeschoss

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. Der Mesnerhof verfügte über die Zehntrechte, die einst der Schulmeister innehatte.

Koordinaten:

Montiggl

Montiggl (italienisch Monticolo) ist eine Fraktion der Gemeinde Eppan in Südtirol (Italien) mit rund 100 Einwohnern.

Montiggl liegt im Zentrum einer mit Obst- und Weingärten belegten Wirtschaftsfläche im Montiggler Wald.

Historisch gehörte die Ortschaft zum ehemaligen Gericht Altenburg, doch führten die landwirtschaftlichen Nutzungsrechte seit dem 15. Jahrhundert immer wieder zu Konflikten zwischen den Großgemeinden Eppan und Kaltern. Montiggl wird bereits im sogenannten „Vigiliusbrief“, einer urkundlichen Aufzeichnung der Bischöfe von Trient aus dem 11. Jahrhundert, die auf Vorlagen noch aus dem 9. Jahrhundert fußt, als „Admonticlo“ genannt. Der ursprünglich romanische Name bedeutet „kleiner Berg, kleine Geländeerhebung“. Namentlich genannte Einwohner des Ortes sind erstmals im Jahr 1337 mit dem Ehepaar Ullin und Adelheid von „Muntikel“ greifbar

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Nordöstlich der kleinen Ortschaft liegen zwei Badeseen – der Große und Kleine Montiggler See – inmitten eines Landschaftsschutzgebiets.

Bei Montiggl findet sich auch der Einstieg in das Fabiontal, auch Frühlingstal genannt, das besonders im Frühling, ab Mitte Februar, viele Wanderer anzieht, da es bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in voller Blüte steht.

Eppan:  Frangart | Gaid | Girlan | Missian | Montiggl | Perdonig | St. Michael | St. Pauls | Unterrain

Kaltern:  Altenburg | Kaltern Dorf | Mitterdorf | Oberplanitzing | St

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. Anton/Pfuß | St. Josef am See | St. Nikolaus | Unterplanitzing