Schlagwort-Archiv: MCM Rucksack

Pellerhaus

Das Pellerhaus in Nürnberg war ein kunst- und architekturgeschichtlich bedeutendes Renaissance-Bürgerhaus mit reichen Hofgalerien, das 1945 durch Bombenangriffe weitgehend zerstört worden ist. Das Erdgeschoss und Teile der Hofgalerien blieben jedoch erhalten und wurden in den 1955/56 erfolgten Wiederaufbau im Stil der 1950er Jahre einbezogen. Seit Oktober 2008 wird der Innenhof auf Initiative der Altstadtfreunde Nürnberg rekonstruiert. Ein Wiederaufbau der Südfassade, die von Kunsthistorikern zu den bedeutendsten profanen Renaissancefassaden überhaupt gezählt wird, wird in Betracht gezogen. Dazu wäre die Fassade der Architekten Fritz und Walter Mayer, die als Zeichen des geglückten Wiederaufbaus der 50er Jahre ebenfalls unter Denkmalschutz steht, aber abzureissen.

Das Baudenkmal Pellerhaus steht am Egidienplatz an der Historischen Meile Nürnbergs. Es diente bis 2012 als Stadtbibliothek. Heute ist es Sitz des Deutschen Spielearchivs Nürnberg.

Das Pellerhaus steht in der Sebalder Altstadt südöstlich der Nürnberger Burg und südlich des Maxtorgrabens am Egidienplatz Nr. 23 zwischen der Tetzelgasse im Westen und der Mummenhoffstraße im Osten. Nach Norden grenzt das Pellerhaus unmittelbar an das Johannes-Scharrer-Gymnasium. Auf der Südseite des Pellerhauses liegt am Ostrand des Egidienplatzes die Egidienkirche, an die südlich das ehemalige Egidien-Gymnasium anschließt, vor dem eine Statue Philipp Melanchthons steht, der dieses älteste humanistische Gymnasium Deutschlands 1526 eröffnet hatte. Am westlichen Rand, Egidienplatz 7, liegt das Tucherpalais, dessen klassizistische Fassade die Kriegszerstörung überstand.

Das historische Gebäude war ein Renaissance-Bau von Weltrang, traufständig, mit Pilastergliederung und Zwerchgiebel. Bartholomäus Viatis ließ das Haus 1602 bis 1605 nach Plänen von Jakob Wolff dem Älteren als klassische „Nürnberger Anlage“ mit Innenhof im Renaissancestil für seinen Schwiegersohn Martin Peller errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, 1956/1957 unter Einbeziehung erhaltener Reste in damals zeitgemäßen Formen als fünfstöckiges Mehrzweckgebäude von Fritz Mayer und Walter Mayer wieder errichtet.

Bauteile der Spätrenaissance haben sich im Bereich des Erdgeschosses und im Innenhof erhalten und wurden in das neue Gebäude einbezogen. Das Bauwerk wurde später unter Denkmalschutz gestellt. Siehe auch: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Nürnberg

Im Herbst 2005 entwickelte sich eine Initiative zum Wiederaufbau des Innenhofes. Die Altstadtfreunde Nürnberg haben sich dem Vorhaben angeschlossen und gründeten einen Arbeitskreis Pellerhaus. Die Denkmalschutzbehörde ist gegen einen Wiederaufbau, da nach ihrer Meinung dadurch die historische Substanz gefährdet sei.

Im Mai 2006 sprach sich der Stadtrat im Gegensatz zum Denkmalschutzamt grundsätzlich für eine Rekonstruktion aus; allerdings will sich die Stadt nicht finanziell an einem Wiederaufbau beteiligen. Es wurde daraufhin von Seiten der Initiative ein Konzept entwickelt, bei dem jeder durch seine Spende die Kosten für einen speziellen Quader der Fassade übernehmen kann.

Im Oktober 2008 wurde in festlichem Rahmen der erste Stein zur Rekonstruktion der Hoffassade gesetzt. Mitte 2013 waren die Umfassungsmauern in der vollen Höhe bis zum zweiten Obergeschoss wieder aufgebaut, die Rekonstruktion der östlichen Arkadenbögen hat begonnen.

Südfassade, Illustration (1885)

Südfassade und Nachbarbauten am Aegidienplatz, Foto (1860–1890)

Innenhof, Illustration (1885)

Innenhof, Postkarte (um 1900)

Innenhof, kolorierte Ansicht (1904)

Stadtbefestigung | Marthakirche | Klarakirche | Mauthalle | Lorenzkirche | Nassauer Haus | Heilig-Geist-Spital | Synagogendenkmal | Schuldturm | Katharinenruine | Frauenkirche | Hauptmarkt | Schöner Brunnen | Rathaus | Fembohaus | Tucherschloss | Pellerhaus | Sieben Zeilen | Kaiserburg | Handwerkerhäuschen | Pilatushaus | Tiergärtnertor | Johannisfriedhof | Hesperidengärten | Adam-Kraft-Kreuzweg | Albrecht-Dürer-Haus | Historischer Kunstbunker | Felsengänge | Schürstabhaus | Sebalduskirche | Sebalder Pfarrhof | Hallersches Haus | St. Elisabeth | Weißgerbergasse | Kettensteg&nbsp

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| Weinstadel | Unschlittplatz | Unschlitthaus | Henkersteg | An den Fleischbänken

Koordinaten:

Peer Gynt (1934)

Peer Gynt ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1934, frei nach der gleichnamigen Vorlage von Henrik Ibsen aus dem Jahre 1867. Unter der Regie von Fritz Wendhausen spielte Hans Albers die Titelrolle.

Peer ist ein junger, kraftvoller, norwegischer Bauernbursche und Frauenheld, oftmals übermütig und voller Flausen im Kopf. Eines Tages begegnet er auf einer Hochzeitsfeier Solveig. Das junge Mädchen ist genau das Gegenteil von ihm: leise, zurückhaltend und sanftmütig. Gegensätze ziehen sich an, und der junge Tunichtgut, der den väterlichen Hof verfallen lässt, ist sofort für Solveig entflammt. Als eines Tages Peers Mutter Aase in seinen Armen stirbt, ist Solveig an seiner Seite und tröstet ihn. Doch nun hält ihn nichts mehr an diesem abgeschiedenen, einsamen Ort. Die Gelegenheit, endlich der bäuerlichen Enge zu entfliehen und die weite Welt kennenzulernen, ist jetzt da: Peer Gynt zieht es nach Amerika, schon immer sein Traum. Selbst die Zuneigung Solveigs kann ihn nicht zurückhalten. Doch die treue Seele lässt Peer ziehen und verspricht, auf ihn zu warten.

Wenig später hat Gynt ein Schiff gefunden, das ihn als Jungmatrosen aufzunehmen bereit ist. Besitzerin ist die vornehme Baronin Agga, die mit ihrem Begleiter Parker einen Schatz heben will. Keinem Abenteuer abgeneigt, umgarnt Peer die Baronin und taucht bald selbst nach dem Schatz. Zum Missvergnügen Parkers wird Peer Gynt bald als dritter Geschäftspartner aufgenommen. Die Baronin ermöglicht ihm damit nicht nur Macht und Geld, sondern führt ihn auch bald in die so genannten „besseren Kreise“ ein. Wenig später besitzt der norwegische Parvenu seine eigene Peer-Gynt-Company und eine Reihe von Schiffen, die Waren über die sieben Weltmeere befördern. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass Peer Gynt sich seiner zunehmend als lästig empfundenen, beiden Partner entledigt.

Peer Gynts Charakter beginnt sich zu ändern; das Streben nach Geld, Ruhm und Macht bestimmt sein Handeln. Und noch immer kann er es nicht lassen, jedem Frauenrock hinterherzurennen. Affären bestimmen sein Privatleben, während er bald auch in anderen Wirtschaftsfeldern aktiv wird: so lässt er beispielsweise in Afrika nach Kupfer graben und gründet ganze Städte. Einen seinen Besitz bedrohenden Araber-Aufstand schlägt er dort eigenhändig nieder. Bald kontrolliert er wirtschaftlich weite Teile des schwarzen Kontinents. Erst nachdem Peer Gynt einem im Sandsturm dem Tode geweihten Arabermädchen namens Anitra das Leben rettet, kommt er zur Besinnung. Wirkliche Gefühle, die seit seinem Abschied von Solveig verschüttet waren, werden freigelegt. Dies bemerkt Peer spätestens dann, als während einer ihm zu Ehren abgehaltenen Feier sein Haus von wütenden Einheimischen, die weder Araber noch ein arabisches Mädchen mögen, zerstört wird. Dann entführen die Vandalen auch noch Anitra.

Unmittelbar zuvor hatte Peer Gynt eine Entscheidung getroffen, die eine totale Kehrtwende in seinem Leben bedeuten sollte: er wollte angesichts einer weitgreifenden Erkenntnis – „Ich habe die Welt erobert und mich dabei verloren“ – all seine Habe an seine Mitarbeiter verschenken. Nun steht er mit nichts da – aber gänzlich anders als geplant. Um seine neue Liebe zu retten, irrt Peer nachts durch die Wüste, immer auf der Suche nach Anitra. Er verirrt sich und wird ausgeraubt. Abgerissen und am Boden, erreicht er schließlich eine Hafenkneipe. Dort begegnet er Matrosen aus seiner Heimat, und Peer wird klar, dass ihn hier, in Afrika, nichts mehr hält. Die Seeleute nehmen ihn mit auf ihr Schiff – Ziel: Norwegen. Als Gynt auf den elterlichen Hof heimkehrt, ist er alt und müde geworden, ein gebrochener Mann. Doch wider Erwarten ist der Hof nicht völlig verkommen – die Äcker sind bestellt, das Haus in Schuss gebracht. Davor sitzt eine Frau: es ist Solveig. Sie erkennt ihn sofort. Wie einst versprochen, hat sie auf ihn gewartet. Erst jetzt weiß Peer Gynt wahres Glück und Treue und die unbedingte Liebe zur heimatlichen Scholle wirklich zu schätzen.

Bei Peer Gynt handelt es sich um einen besonders in Deutschland beliebten, literarischen Stoff. Die Nationalsozialisten forcierten schon aus rassisch-ideologischen Gründen ihre große Zuneigung zu „nordischen“ Stoffen und verfilmten bis kurz vor Kriegsende (Harald Brauns Nora-Verfilmung von 1943) eine Reihe von weiteren Ibsen-Vorlagen. Nach Victor Barnowskys zweiteiligem Peer Gynt-Stummfilm von 1918 war dies bereits die zweite deutsche Gynt-Adaption. Zuvor hatte es lediglich eine (US-amerikanische) Verfilmung aus dem Jahre 1915 gegeben.

Peer Gynt wurde ab der zweiten Augusthälfte bis Anfang November 1934 gedreht. Die Außenaufnahmen entstanden im norwegischen Gudbrandstal sowie in Kairo, London und im Hamburger Hafen. Die Uraufführung war am 7. Dezember 1934 in Berlin. In Wien lief der Film am 20. Dezember 1934 in den Kinos an. Bis zum Januar 1936 konnte man Peer Gynt auch noch in Finnland, Frankreich, der Türkei und in Dänemark sehen.

Die Produktionsleitung hatte Adolf Essek. Hermann Warm und Karl Vollbrecht schufen die Filmbauten. Günther Anders diente als einfacher Kameramann dem Chefkameramann Carl Hoffmann, Heinz Ritter war Standfotograf. Wilhelm Sperber war einer von zwei Aufnahmeleitern.

Bei der im deutschen Film auf Exotinnen festgelegten, dunkelhäutigen Zehra Achmed, die im afrikanischen Filmabschnitt auftrat, handelte es sich um eine schauspielernde Tänzerin. Die Rolle der Tatjana wurde extra für die österreichische Sängerin Lizzi Waldmüller hineingeschrieben. Für Richard Révy war die Rolle des Gunarson der letzte Filmauftritt in Hitler-Deutschland; anschließend emigrierte er in die USA.

Der Film erhielt das Prädikat „künstlerisch wertvoll“.

Die Reaktionen auf diese ambitionierte Literaturverfilmung waren überaus geteilt. Nachfolgend einige Beispiele:

In der Österreichischen Film-Zeitung vom 22. Dezember 1934 heißt es auf Seite 3: Hans Albers habe „Gelegenheit zur Gestaltung einer ganz außerordentlich wirksamen Rolle gefunden, die seine schauspielerischen Fähigkeiten zu vielfacher Geltung bringt. Ob er jetzt den jungen Peer Gynt als übermütigen, lebensfrohen, prahlerischen Bauernjungen spielt, der sich in die weite Welt hinaussehnt, oder später Peer Gynt als Wirtschaftsdiktator und vollendeten Weltmann, und endlich den heimkehrenden weltmüden, gealterten Mann, der zu spät erkennt, wo das Glück auf ihn wartete – Hans Albers wird seine zahlreichen Anhänger in keine Phase dieser Rolle enttäuschen. (…) Dr. Fritz Wendhausen hat den Film sehr wirkungsvoll, bunt und abwechslungsreich inszeniert, dessen prachtvoll photographierte Aufnahmen von der Musik Griegs begleitet sind.“

Die Wiener Zeitung vom 23. Dezember 1934 verriss diesen Versuch, Dichtung und Zelluloid künstlerisch miteinander zu vereinen: „Angesichts dieser grausamen Verstümmelung ist ein gerechtes Verhalten schwer. (…) Hätte doch wenigstens einmal, nur einmal in einer Szene ein Hauch aus den Gefilden der Dichtung herübergeweht. In dem Takt einer bewußten Bescheidung einem kaum zu bewältigenden Original gegenüber, hätte sich eine Form finden können, die, nach den Gesetzen ihrer Möglichkeiten, geziemend verfährt. Aber da ist der Leerwahn der Branche, der von jenem Erhabenen der Größe nur die ausschweifende Phantasie abzulesen vermag, und nun einfach meint, es genüge die sprunghafte Raumweite des Films, um das wechselnde Glück Peer Gynts schauplatzmäßig vorzuführen. Der Schauspieler, gehetzt vom Objekt, verlischt ganz als Person. Oder ist, wie in unserem Fall, in der laufenden Illustration nur eine immer wiederkehrende Photographie, bald nah, bald fern.“

Oskar Kalbus‘ Vom Werden deutscher Filmkunst stellte in seiner im Dritten Reich abgegebenen Wertung die aus rassisch-ideologischen Gründen konstatierte Nähe zu diesem „nordischen“ Stoff heraus und kam zu unterschiedlichen Bewertungen einzelner Abschnitte dieses Gynt-Filmes:

Pulsiert dieses nordische Blut auch in dem Film „Peer Gynt“? Nicht im ganzen Film! Und deswegen fällt auch das Filmwerk in mehrere Teile auseinander: Der erste Teil, Peer Gynts Sehnsucht nach der Welt in der engen und ärmlichen Hütte der Mutter und auf den umliegenden Bergen, Wiesen und Flüssen, atmet die nordische Phantastik Ibsens, vielleicht auch noch der Schluß des Films, die Heimkehr Peer Gynts zur Solveig und zur Heimat. Alles andere ist so ibsenfremd, dass von der ursprünglichen Peer-Gynt-Gestalt nicht mehr viel übrig bleibt. Der zweite Teil, Peer Gynts Kampf um Geld und Macht, zeigt einen neuen „Peter Voß, der Millionendieb“ vom Stile des „Hoppla, jetzt komm‘ ich!“ und ist deshalb weit entfernt von ernster, tiefer Kunst; auch der afrikanische Teil, der die Resignation bringt, ist schwach und blaß, wie allerdings auch schon im Originalwerk. (…) So ist Hans Albers auch nur im ersten Teil und am Schluß des Films herrlich und überwältigend, so gut wie wohl noch nie, über sich selbst hinausgewachsen. Ein Prachtkerl sein junger Gynt, urwüchsig in seiner Kraft und in seinem Humor, und als Schiffbrüchiger des Lebens eindringlich und unvergeßlich, wie auch die Kunst der Lucie Höflich in ihrer berühmten Sterbeszene (Ases Tod). (…) Mag man auch dem Unterfangen, Ibsens gewaltigen nordischen Faust im Film wiederzugeben, mit tausend Vorbehalten gegenüberstehen, so bleiben doch immer weite Strecken des Filmwerkes eine Meisterleistung, und zwar in erster Linie des Schauspielers Hans Albers und des Regisseurs Dr. Fritz Wendhausen.

Bogusław Drewniak analysierte die im Dritten Reich forcierte Vorliebe für skandinavische Autoren anhand des Gynt-Films aus der Nachkriegssicht:

In Deutschland herrschte traditionell großes Interesse an skandinavischer Literatur. Mit Recht beanspruchte Deutschland, zur Weltgeltung der skandinavischen Literatur entscheidend beigetragen zu haben. Im Zeichen der „Blutsgemeinschaft“ suchte das Dritte Reich dieses Faktum für seine politischen und rassischen Ziele auszunutzen. So. galt z.B. Henrik Ibsen als ein „Künder der nordischen Seele“ und „Verherrlicher des Führer-Ideals“. Ibsen-Verfilmungen gab es zur Zeit des Dritten Reiches fünf: eine Rekordzahl. Ibsens besonders hoch geschätztes Drama „Peer Gynt“ – in Deutschland nicht selten mit Faust verglichen – erlangte damals auch dadurch einen besonderen Platz, weil einer der Übersetzer, Dietrich Eckart, Hitlers einziger intimer Freund gewesen war. Nicht selten gerieten „Peer Gynt“-Aufführungen zu einer direkten NS-Propagandaveranstaltung. Die im Grunde undramatische Struktur dieses im Epischen wurzelnden Gedichtes und die Fülle seiner kurzen Einzelbilder den Gesetzen des Films (ähnlich war es im Theater) gefügig zu machen, verlangte nicht nur starke Impulse vom Darstellerischen und der Regie her, sondern ein filmisch gut gestaltetes Drehbuch. […] Die Kritik (…) war geteilt in ihren Äußerungen

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

, das Publikum eher zurückhaltend.

Das Lexikon des Internationalen Films befand kurz und knapp: …nur ein klischeehaft blasser Abenteuerfilm.

Mesnerhaus (Neckargartach)

Das Mesnerhaus ist ein privater Profanbau. Es befindet sich an der Kirchbergstraße 6 im Heilbronner Stadtteil Neckargartach. Das denkmalgeschützte Gebäude gilt als Kulturdenkmal.

Der zweigeschossige Fachwerkbau mit hohem Untergeschoss wurde auf der Stelle des früheren Schulhauses errichtet. Das Schulhaus selbst war ursprünglich der Torturm der mittelalterlichen Befestigung der zur Wehrkirche ausgebildeten benachbarten Peterskirche. Es war ein altes zweigeschossiges Schulhaus mit Walmdach und war Ende des 18. Jahrhunderts bzw mcm taschen sale. Anfang des 19

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

. Jahrhunderts als erstes selbstständiges Schulhaus errichtet worden. Noch heute befindet sich im Mesnerhaus ein großes Tor mit Durchfahrt im Erdgeschoss

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

. Der Mesnerhof verfügte über die Zehntrechte, die einst der Schulmeister innehatte.

Koordinaten:

Werner J. Egli

Werner J. Egli (* 5. April 1943 in Luzern) ist ein Schweizer Schriftsteller.

Werner J. Egli absolvierte die Primar- und Sekundarschule in Luzern, Schweiz. Danach machte er eine Lehre als Positiv-Retuscheur und arbeitete mehrere Jahre als Grafiker und Werbetexter im Atelier Max Koch in Luzern. In dieser Zeit fing er an zu schreiben. Eglis erste Arbeiten waren erfolgreiche Krimis und Westernromane, die er unter verschiedenen Pseudonymen verfasste.

1970 bis 1973 war Egli mit seiner damaligen Lebensgefährtin Paula und dem Halbwolf Dusty in Nordamerika „on the road“. Über diese Reise verfasste er seinen Klassiker in der Jugendliteratur „Heul doch den Mond an“, der in einer Neufassung 2009 im Kyrene Literaturverlag, Innsbruck/Wien erschien

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

.

Zurück in Europa, schrieb Egli seinen ersten Roman für Erwachsene. „Im Sommer als der Büffel starb“ fand 1973 im deutschsprachigen Europa grosse Beachtung und wurde zum Bestseller. Es folgten weitere historische Romane, die im C. Bertelsmann Verlag und Scherz Verlag veröffentlicht wurden.

Seit 2008 veröffentlicht Egli seine Romane beim Kyrene Literaturverlag, wo bisher „Without A Horse“ und „Blues für Lilly“ erschienen sind. Die meisten seiner Jugendbücher erscheinen im Verlag Carl Ueberreuter.

Seine Jugendbücher und Romane für Erwachsene wurden in viele Sprachen übersetzt. Seine Texte sind ironisch, bissig und meist von tieferer Bedeutung.

Heute lebt Egli in Zürich, in Freudenstadt und in Tucson.

Zweiteiler:

Dreiteiler:

Marie Meyer

Marie Meyer (* 27. August 1840 in Breslau; † 16 mcm taschen sale. Juli 1908 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.

Marie Meyer (voller Name: Maria Wilhelmine Adelheid Meyer) war die Tochter des Theaterinspektors Friedrich August Meyer und der Opernsängerin Anna Maria Absenger, die sich am Theater in Aachen kennengelernt und 1831 geheiratet hatten. Sie war die jüngere Schwester der Sängerin Marie Luise Dustmann-Meyer und Mutter des Schriftstellers Gustav Meyrink.

Nach ersten Auftritten in Bremen, Hannover und Frankfurt am Main erhielt sie 1864 ein erstes reguläres Engagement am Wallner-Theater in Berlin. In einem Theaterlexikon von 1903 heißt es:

„Man rühmte ihre Ursprünglichkeit und kaprizöse Keckheit und bezeichnete sie als ein aufstrebendes, fesselndes Talent, dessen wohltuende Wärem und Einfachheit des Tones, sowie ergreifender und wahrer Gefühlsausdruck zu den größten Hoffnungen berechtige.“

Während ihres Engagements am Königlichen Hoftheater in Stuttgart in der Zeit zwischen November 1865 und Ende August 1868 lernte sie Karl von Varnbüler kennen, woraus sich eine Beziehung ergab. Varnbüler war zu jener Zeit Außenminister von Württemberg und de facto leitender Minister, vergleichbar einem Ministerpräsidenten. Es gelang ihm, die Beziehung zur Sängerin vor der Öffentlichkeit ebenso zu verbergen, wie die sich daraus ergebende Schwangerschaft. Meyer verließ in der Folge Stuttgart und brachte den Sohn Gustav am 19. Januar 1868 im Hotel „Zum blauen Bock“ in Wien zur Welt, wo ihre Schwester zu jener Zeit an der Hofoper engagiert war. Sie behauptete dort mcm taschen sale, um die Vaterschaft des Neugeborenen möglichst zu verschleiern, im Jahr zuvor in Stuttgart einen gewissen Karl Berg geheiratet zu haben, weshalb die Geburtsurkunde Meyrinks auf den Namen „Gustav Berg“ ausgestellt wurde.

Weitere Engagements am Hoftheater in München (1869–1880), am Stadt-Theater Hamburg (1880–1882)

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

, am Deutschen Theater in Prag (1883–1885), am Hoftheater in St. Petersburg (1885–1891) und am Lessingtheater in Berlin (1891–1892) folgten. 1902 nahm sie Abschied von der Bühne.

Marie Meyer trat in Salonstücken, aber auch in klassischen Theaterstücken (z.B. als Franziska in Minna von Barnhelm und als Katharina in Der Widerspenstigen Zähmung) auf.

Schloss Rothmühle

Das Schloss Rothmühle ist ein Barockschloss im niederösterreichischen Rannersdorf, einem Stadtteil Schwechats.

Das seit April 1967 im Eigentum der Stadtgemeinde Schwechat stehende Gebäude wurde um 1300 erstmals urkundlich erwähnt und fand über die Jahre unterschiedliche Verwendungen als Mühle, Stofffabrik, Lederfabrik und als Arbeiterquartier

MCM Umhängetaschen Leder

MCM Umhängetaschen Leder

BUY NOW

€724.00
€61.44

. Der Name des Schlosses änderte sich im Laufe der Zeit von „Mühle in dem grunde derhalben des Wazzers“ in „Mühle am Nidern Grund“ und in „Rothe Mühle“ später in „Rothmühle“. Die Herkunft des Namens kann nicht eindeutig belegt werden. In Publikationen ist der Hinweis zu finden, dass das Schloss früher aus roten Backsteinen erbaut wurde und daher der Name „Rothmühle“ stammt.

Sowie sich die Namen und die Nutzung im Wandel der Zeit änderten, so änderten sich auch die Eigentümer des Schlosses. Die bekannteste Eigentümerin ist Anna Maria von Posch, geb. Eulenschenk, die Frau des Arztes und Wunderheilers Franz Anton Mesmer (1734–1815), welche das Schloss zu dieser Zeit auch bewohnten.

Das Schloss wurde in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer erheblich beschädigt. Notdürftig instandgesetzt wurde das Schloss bis zum Kauf durch die Stadtgemeinde Schwechat am 28. April 1967 als Wohnhaus für Arbeiterfamilien verwendet. Nach dem Ankauf wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude auf dem rund 6.500 m² großen Gelände um 8 Millionen Schilling (nach Kaufkraft von 2011 etwa 2 Mio. Euro) bis 1972 saniert und wiederholt im Jahr 2001 durch die Stadtgemeinde Schwechat generalsaniert.

Das zweigeschossige Schloss ist U-förmig, nach Osten offen und die Westfront ist mehrfach geknickt. Die Anlage stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und hat einen mittelalterlichen Kern. Beim Ausbau zu einem Kulturzentrum erfolgten um 1970 Zubauten.

Das Schloss unterteilt sich im Wesentlichen auf die folgenden Räumlichkeiten:

Bekannt ist das Schloss vor allem durch die seit 1973 alljährlich im Hof des Schlosses stattfindenden Nestroy-Spiele Schwechat. In den Sälen des Schlosses werden Hochzeitsfeiern und Tagungen veranstaltet

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

, wie z.B. 2006 das MESMER-Symposium über das Leben und Wirken von Franz Anton Mesmer. Die sechs Fremdenzimmer im Schloss werden von der Stadtgemeinde Schwechat betrieben.

Koordinaten:

Britisches Mandat Mesopotamien

Das Britische Mandat Mesopotamien (arabisch الانتداب البريطاني على العراق) war nach Artikel 22 ein Klasse-A-Mandat des Völkerbundes, das nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches infolge des Ersten Weltkrieges 1920 Großbritannien übertragen wurde. Die Übergabe wurde an der Konferenz von Sanremo am 25. April 1920 festgelegt. Frankreich erhielt das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon zugesprochen. Faisal I., der im März 1920 in Damaskus zum syrischen König erklärt worden war, wurde von den Franzosen im Juli 1920 aus Syrien vertrieben.

Die Zivilregierung des Nachkriegsiraks wurde ursprünglich vom Hohen Kommissar Sir Percy Zachariah Cox und seinem Vertreter Oberst Arnold Wilson geleitet. Nach der Ermordung eines britischen Offiziers in Nadschaf konnten die Briten trotz Repressalien die Ordnung nicht wiederherstellen. Aus den Hakkari-Bergen nördlich des Iraks und den Ebenen Urmias im Iran begannen Tausende Assyrer Zuflucht vor den türkischen Verfolgungen im Irak zu suchen. Das größte Problem aber war die wachsende Wut der irakischen Nationalisten, die sich wegen des Mandatsstatus für ihr Land betrogen fühlten. Die Nationalisten kamen früh zu der Einsicht, dass das Mandat nur ein Deckmantel für den Kolonialismus der Briten sei.

Drei wichtige antikoloniale Geheimorganisationen wurden während der Jahre 1918 und 1919 im Irak gegründet. In Nadschaf organisierte sich die Jamiyat an Nahda al Islamiya (Die Liga für das islamische Erwachen). Die Al Jamiya al Wataniya al Islamiya (Die muslimischnationale Liga) wurde mit der Absicht die Bevölkerung für einen großen Aufstand zu mobilisieren gegründet. Im Februar 1919 gründeten in Bagdad schiitische Kaufleute, sunnitische Lehrer und Behördenbedienstete, schiitische und sunnitische Ulema sowie irakische Offiziere die Haras al Istiqlal (Die Wächter der Unabhängigkeit). Die Istiqlal-Gruppe hatte Mitglieder in den Städten Kerbela, Nadschaf, Kut und Hilla.

Der Großmudjtahid von Kerbela Imam Schirazi und sein Sohn Mirza Muhammad Riza begannen, den Aufstand zu organisieren. Schirazi verkündete dann in Fatwas, dass die Tolerierung der Herrschaft von Nichtmuslimen über Muslime dem islamischen Recht widerspreche. Er rief zum Dschihad gegen die Briten auf. Im Juli 1920 gab es in Mossul eine Rebellion gegen die britische Herrschaft, und dieser Aufstand weitete sich nach Süden ins Euphrattal aus. Die südlichen Stämme, die ihre politische Autonomie schätzten, konnten schnell überzeugt werden und schlossen sich dem Aufstand an. Sie arbeiteten jedoch nicht gemeinsam gegen die Briten und das hemmte die Wirkung des Aufstandes. Das Land befand sich für drei Monate in einem Zustand der Anarchie; die Briten konnten die Ordnung nur schwer und mit Hilfe von Bombenangriffen der Royal Air Force wiederherstellen.

Ath Thawra al Iraqiyya al Kubra, oder die irakische Revolte gegen die Briten von 1920 war ein Wendepunkt in der modernen Geschichte des Iraks. Zum ersten Mal kamen Sunniten und Schiiten, Stämme und Städter für eine gemeinsame Sache zusammen. Nach der Meinung von Hanna Batatu, dem Autor einer bahnbrechenden Arbeit über den Irak, hing die Schaffung eines Nationalstaates im Irak von zwei großen Faktoren ab: Die Integration der Schiiten und Sunniten in das politische Wesen und die erfolgreiche Lösung der alten Konflikte zwischen den Stämmen und den Städten an den Flüssen und unter den Stämmen selber um die nahrungsproduzierenden Ebenen des Tigris‘ und des Euphrats. Die Rebellion von 1920 brachte diese Gruppen zusammen, wenn auch nur kurzzeitig. Dies stellte einen wichtigen ersten Schritt in dem langen und schweren Prozess dar, aus der irakischen konfliktgebeutelten Sozialstruktur einen Nationalstaat aufzubauen

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

.

Auf der Konferenz in Kairo von 1921 bestimmten die Briten die Parameter für das irakische politische Leben, das bis zur Revolution des 14. Juli 1958 anhielt. Sie wählten den Haschimiten Faisal ibn Hussein, Sohn des ehemaligen Scharifen von Mekka Hussein ibn Ali, zum ersten König des Iraks. Sie bauten eine einheimische irakische Armee auf und sie handelten einen neuen Vertrag aus. Um Faisal als König zu bestätigten, wurde ein Plebiszit aus einer Frage durchgeführt. 96 Prozent stimmten für Faisal. Die Briten sahen in Faisal einen Führer, der genügend nationalistische und islamische Glaubwürdigkeit für eine breite Anerkennung hatte, aber der auch verletzlich genug war, um von ihrer Unterstützung abhängig zu sein. Faisal führt seinen Ursprung auf die Familie des Propheten Muhammad zurück. Seine Vorfahren hatten seit dem 10. Jahrhundert eine politische Autorität in den heiligen Städten Mekka und Medina. Die Briten glaubten, dass dies die traditionellen arabischen Standards für eine politische Legitimität befriedigte. Darüber hinaus dachten sie, dass Faisal von der wachsenden nationalistischen Bewegung wegen seiner Rolle in der Arabischen Revolte 1916 gegen die Türken, wegen seiner Errungenschaften als ein Führer der arabischen Unabhängigkeitsbewegung und wegen seiner Führungsqualitäten akzeptiert werden würde.

Die letzte große Entscheidung bei der Kairokonferenz hing mit dem neuen Anglo-Irakischen Vertrag von 1922 zusammen. Faisal stand durch die Nationalisten und antibritischen Mudjtahids aus Nadschaf und Karbela unter Druck, den Einfluss der Briten im Irak und die Dauer des Vertrages zu kürzen. Wissend, dass die Monarchie von britischer Unterstützung abhing und mit dem Wunsch, den Vorfall in Syrien nicht zu wiederholen, führte Faisal eine moderate Annäherung an die Briten durch. Der 20-jährige Vertrag, der im Oktober 1922 ratifiziert wurde, sagte, dass der König britische Ratschläge in allen Angelegenheiten, die britische Interessen tangierten, und in der Finanzpolitik achten solle, solange wie der Irak ein Zahlungsbilanzdefizit mit Britannien hat, und er sagt, dass britische Beamte in spezifische Posten in allen 18 Ministerien ernannt werden und diese als Aufseher und Inspektoren fungieren. Ein späteres Finanzabkommen, das die finanzielle Bürde des Irak merklich steigerte, nötigte den Irak die Hälfte aller Kosten der britischen Beamten zu zahlen. Britische Verpflichtungen schlossen mit dem neuen Vertrag verschiedene Hilfen ein, beispielsweise Militärhilfe und die Unterstützung für einen frühen Beitritt des Iraks zum Völkerbund. Im Endeffekt machte der Vertrag den Irak politisch und wirtschaftlich von Britannien abhängig. Während er unfähig war den Vertrag zu verhindern

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

, fühlte Faisal klar, dass die Briten in ihren Versprechungen gegenüber ihn zurückgingen.

Am 1 mcm taschen sale. Oktober 1922 wurde die Royal Air Force im Irak als RAF Iraq Command reorganisiert, das die Kontrolle über alle britischen Kräfte im Königreich hatte.

Die britische Entscheidung auf der Kairokonferenz, eine einheimische irakische Armee aufzubauen, war wichtig. Im Irak als auch in anderen Entwicklungsländern war die Armee die am besten organisierte Einrichtung im sonst schwachen politischen System. Deswegen konnte das Militär mehr Macht und Einfluss erlangen, während das politische System unter großem politischen und wirtschaftlichen Druck während der Dauer der Monarchie stand. Weil die Offiziere in der neuen Armee notgedrungen Sunniten, die unter den Osmanen dienten, waren und die unteren Ränge größtenteils mit Schiiten besetzt wurden, konnte die sunnitische Vorherrschaft im Militär aufrechterhalten werden.

Vor dem Zusammenbruch des osmanischen Reiches hatte die britisch kontrollierte Turkish Petroleum Company (TPC) Konzessionsrechte im Vilâyet Mossul. Nach dem Sykes-Picot-Abkommen von 1916, das zwischen Britannien und Frankreich vereinbart wurde und die zukünftige Kontrolle über den Nahen Osten bestimmte, würde das Gebiet unter französischen Einfluss fallen. Aber 1919 zog Frankreich gemäß dem Long-Berenger Abkommen ihren Anspruch über Mossul zurück. Das Abkommen von 1919 sicherte Frankreich als Entschädigung 25 Prozent an der TPC zu.

1923 beginnend führten britische und irakische Unterhändler bittere Verhandlungen über neue Ölkonzessionen. Das große Hindernis war das Beharren des Iraks auf eine 20-prozentige Beteiligung an dem Ölunternehmen; dieser Anteil war in der ursprünglichen TPC Konzession für die Türken bestimmt und wurde nach San Remo den Irakern zugesprochen. Am Ende willigten die irakischen Unterhändler entgegen starken nationalistischen Widerständen gegen diese Konzession der Vereinbarung ein. Der Völkerbund sollte bald über den Status Mossuls abstimmen und die Iraker befürchteten, dass das Gebiet ohne britische Hilfe an die Türkei fallen würde. Im März 1925 wurde ein Abkommen abgeschlossen, das keine der irakischen Forderungen enthielt. Die TPC – jetzt IPC – bekam eine vollständige Konzession für einen Zeitraum von 75 Jahren zugesichert.

Mit der Unterzeichnung des Anglo-Irakischen Vertrages und der Lösung der Mossul-Frage gewann die irakische Politik neue Dynamik. Die aufkommende Klasse der sunnitischen und schiitischen tribalen landbesitzenden Scheichs konkurrierten mit reichen und angesehenen städtischen sunnitischen Familien und osmanisch erzogenen Armeeoffizieren und Bürokraten um die Macht. Weil die neulich aufgebauten politischen Institutionen das Werk einer ausländischen Macht waren, und weil Konzept einer demokratischen Regierung keinen Vorläufer in der irakischen Geschichte hatte, fehlte es den Politikern in Bagdad an Legitimität und es entwickelte sich keine tief verwurzelte Wählerschaft. Trotz einer Verfassung und einem gewählten Parlamentes, war die irakische Politik dadurch mehr eine wechselnde Allianz zwischen wichtigen Persönlichkeiten und Cliquen als eine Demokratie im westlichen Sinn. Das Fehlen von weit verbreiteten politischen Institutionen verhinderte das Eindringen der jungen nationalistischen Bewegung in die Sozialstrukturen des Iraks.

Der neue Anglo-Irakische Vertrag wurde im Juni 1930 unterzeichnet. Es bot eine Enge Allianz, Volle und offene Konsultationen zwischen den zwei Ländern in allen Fragen der Außenpolitik und Beidseitigen Beistand im Kriegsfall. Der Irak gewährte den Briten die Nutzung der Luftstützpunkte in der Nähe Basras und bei al-Habbaniyya und das Recht des Durchmarsches der Truppen durch das Land. Der auf 25 Jahre abgeschlossene Vertrag sollte mit dem Eintritt des Königreiches Irak in den Völkerbund gültig werden. Das geschah am 3. Oktober 1932.

Rajon Horodnja

Der Rajon Horodnja (ukrainisch Городнянський район/Horodnjanskyj rajon; russisch Городнянский район/Gorodnjanski raion) ist eine 1923 (in seinen heutigen Grenzen seit 1965) gegründete Verwaltungseinheit innerhalb der Oblast Tschernihiw im Norden der Ukraine.

Der Rajon hat eine Fläche von 1566 km² und eine Bevölkerung von etwa 29.000 Einwohnern, der Verwaltungssitz befindet sich in der namensgebenden Stadt Horodnja.

Der Rajon liegt im Norden der Oblast Tschernihiw. Er grenzt im Nordosten an Russland (Oblast Brjansk, Rajon Klimowo), im Osten an den Rajon Snowsk, im Südosten an den Rajon Mena, im Südwesten an den Rajon Tschernihiw, im Westen an den Rajon Ripky sowie im Nordwesten an Weißrussland (Woblasz Homel, Rajon Dobrusch und Rajon Homel).

Durch den Rajon fließen der Snow sowie dessen Zuflüsse Smjatsch (Смяч), Krjukiw (Крюків), Tschybrysch (Чибриж) und Tetywa (Тетива) sowie im Norden die Terjucha (Терюха), dabei ergeben sich Höhenlagen zwischen 115 und 170 Metern, westlich von Horodnja ist er stark bewaldet.

Auf kommunaler Ebene ist der Rajon in eine Stadtratsgemeinde und 30 Landratsgemeinden unterteilt, denen jeweils einzelne Ortschaften untergeordnet sind.

Zum Verwaltungsgebiet gehören:

Rajon Bachmatsch&nbsp

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| Rajon Bobrowyzja | Rajon Borsna | Rajon Horodnja | Rajon Itschnja | Rajon Korop | Rajon Koselez | Rajon Korjukiwka | Rajon Kulykiwka | Rajon Mena | Rajon Nischyn | Nischyn | Rajon Nossiwka | Rajon Nowhorod-Siwerskyj&nbsp

MCM Taschen Boston

MCM Taschen Boston

BUY NOW

€715.00
€60.44

;| Nowhorod-Siwerskyj | Rajon Pryluky | Pryluky | Rajon Ripky | Rajon Semeniwka | Rajon Snowsk | Rajon Sosnyzja | Rajon Sribne | Rajon Talalajiwka | Rajon Tschernihiw | Tschernihiw | Rajon Warwa

Aussaatmaß

Unter einem Aussaatmaß versteht man eine Menge Saatgut, die zur Bestellung einer Ackerfläche benötigt wird. Es ist eine ungenaue Maßzuordnung wie die zum Oberbegriff Weinmaß, Salzmaß oder Ölmaß.

Zwei Varianten sind und waren möglich. Erstens: Die Saatgutmenge ist festgelegt und es wird auf die Fläche ermittelt. Zweitens: Die Fläche ist festgelegt und es wird auf die Saatgutmenge gerechnet. Historisch gewachsen ist der Fall 1 mit festgelegter Saatgutmenge die Fläche zu bestimmen. Die Bodenqualität, magerer oder kräftiger Boden, wurde bei vielen Maßen in der Vergangenheit berücksichtigt

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

, war aber nur ein Versuch, die verschiedenen Einflüsse zu beachten. Selbst der Unterschied des Saatgutes (Hafer, Weizen, Roggen und andere Saaten) hat Einfluss, der sich mit dem Hohlmaß noch beeinflussen ließ. Auch spielte die Aussaatzeit eine Rolle. Weniger Saat bei früher Bestellung beeinflussten das Maß. Die Ungenauigkeiten haften allen Maßen dieser Gruppe an.

Im modernen Ackerbau wurden diese Maße durch metrische Maße ersetzt und sind genauer durch die Wissenschaft geworden. Sie sind auch heute noch unverzichtbar für die Planung. Als Maß für die Saat nahm man in der Vergangenheit den Scheffel, Metzen oder das gültige Hohlmaß der Region und so kannte man die zu bestellende Flächengröße als Richtwert. Oft basierten Steuern oder Naturalabgaben vom zu erwartenden Erntegut auf diesem Maß.

Als Beispiel ein Aussaatmaß in Lippe-Detmold:

Zum Vergleich die Maße eines Morgens:

Christian Köberl

Christian Köberl (* 18. Februar 1959 in Wien) ist ein österreichischer Geochemiker, Universitätsprofessor für Impaktforschung und planetare Geologie an der Universität Wien sowie Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Naturhistorischen Museums Wien.

Christian Köberl besuchte nach der Volksschule (Märzstraße) und dem Maroltinger-Gymnasium die HTL für chemische Industrie in der Rosensteingasse. Ab 1978 studierte er an der Technischen Universität Wien Technische Chemie und Lehramt Physik und ab 1980 zusätzlich Astronomie an der Universität Wien. Ab 1981 arbeitete er an einer Dissertation aus dem Gebiet der Kosmochemie an der Universität Graz; die Promotion zum Doktor der Philosophie (Hauptfach: Astronomie, Nebenfach: Chemie) erfolgte am 27. Mai 1983

MCM Taschen Boston

MCM Taschen Boston

BUY NOW

€715.00
€60.44

. Während der folgenden beiden Jahre wurden kosmochemische Forschungsprojekte, vor allem am Institut für Analytische Chemie der Universität Wien, durchgeführt. Im Oktober 1985 erfolgte die Ernennung zum Universitätsassistenten an der Universität Wien, mit Zuordnung zum neugegründeten Institut für Geochemie. Köberl ist auch Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst Wien (Lehrkanzel für Technische Chemie)

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

. 1990 habilitierte sich Köberl an der Universität Wien im Fachgebiet „Geo- und Kosmochemie“ und wurde im Sommer 1990 zum unbefristeten Universitätsdozenten ernannt. In diese Zeit fallen auch Auslandsaufenthalte als Gastwissenschaftler bei der NASA in Houston, USA (Lunar and Planetary Institute und NASA Johnson Space Center) zwischen 1988 und 1991. Zwischen 1992 und 1995 erfolgten jährliche mehrmonatige Forschungsaufenthalte an der Carnegie Institution of Washington (USA) auf dem Gebiet der Isotopengeochemie, Gastprofessuren im Jahr 1993 an der University of the Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika, und 1994 am Dartmouth College in New Hampshire (USA).

1998 wurde Köberl zum ao. Universitätsprofessor an der Universität Wien ernannt. Von 2006 bis 2007 war er stellvertretender Leiter und von Jänner 2008 bis September 2010 Leiter des Departments für Lithosphärenforschung der Universität Wien. Von 2007 bis 2010 war Köberl auch Visiting Research Professor am Institut für Planetenforschung der Open University in Großbritannien, und seit Jänner 2008 ist er stellvertretender Leiter des Geowissenschaftlichen Zentrums der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied der Kommission für Astronomie. 2008 wurde er zum Universitätsprofessor für Impaktforschung und planetare Geologie an der Universität Wien berufen; den Lehrstuhl hat er seit 2009 inne.

Seit 2008 ist er Mitglied des Kuratoriums des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) in Österreich und dort Referent für die Geowissenschaften. Seit 2011 ist er Mitglied des neugegründeten Akademierates der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Seine Forschungsarbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Untersuchung von Meteoritenkratern durch integrierte und multidisziplinäre Studien (Geochemie, Geologie, Petrologie, Geophysik, Fernerkundung etc.) auf der Erde und anderen Körpern des Sonnensystems, frühe Prozesse auf der Erde, planetare Geologie/Planetologie, Isotopengeochemie, Geochronologie

MCM Umhängetaschen Leder

MCM Umhängetaschen Leder

BUY NOW

€724.00
€61.44

, Massensterben und Evolution, Tektite, Meteoritenforschung und ähnliche Gebiete.

Er ist Verfasser von über 350 wissenschaftlichen Publikationen und hat zahlreiche Fachvorträge bei internationalen Tagungen abgehalten und Tagungen mitorganisiert. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschriften „Geochimica et Cosmochimica Acta“ und „Meteoritics & Planetary Science“ sowie seit 2009 Herausgeber der internationalen geologischen Fachzeitschrift „Bulletin of the Geological Society of America“.

Christian Köberl ist seit Juni 2010 Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Naturhistorischen Museums Wien.