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Augsburger Straße (Berlin)

Die Augsburger Straße ist eine zentral in der City West gelegene Berliner Straße, nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen Straße in Berlin-Lichtenrade. Sie wurde 1887 angelegt und reichte damals vom Kurfürstendamm bis zur Eisenacher Straße. Nachdem sie 1936 und dann nochmal 1957 gekürzt wurde, verläuft sie als Parallelstraße der Tauentzienstraße nur noch zwischen Joachimsthaler und Passauer Straße.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie Teil des „Neuen Westens“, in den Goldenen Zwanzigern gab es dort zahlreiche prominente Lokalitäten und die Straße hatte Anteil an einer kurzen Blütezeit deutscher Kunst und Kultur. Als Folge des Nationalsozialismus verlor die Straße diese Bedeutung. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Bebauung schwere Schäden. In der Nachkriegszeit war sie über Jahrzehnte Ort eines größeren Straßenstrichs. Erst in den 1980er Jahren wurden die letzten großen Baulücken, die durch den Krieg gerissen worden waren, wieder geschlossen. Heute ist die Augsburger Straße eine reine Wohn- und Geschäftsstraße, insbesondere geprägt von mehreren großen Hotels der Oberklasse. Die Anwohnerschaft verfügt im Durchschnitt über ein gehobenes Einkommen.

Die Augsburger Straße wurde 1862 im ersten Berliner Bebauungsplan, dem Hobrecht-Plan, als die Straßen Nr. 29 und 30 des Abschnitts IV ausgewiesen. Bis 1887 wurde sie angelegt und am 11. März des Jahres nach der bayerischen Stadt Augsburg benannt. Zum Zeitpunkt ihrer Anlage war die Straße rund 1400 Meter lang, begann am Kurfürstendamm und reichte über Joachimsthaler Straße, Rankestraße, Marburger Straße, Nürnberger Straße, Passauer Straße, Ansbacher Straße, Welser Straße, Martin-Luther-Straße und Kalckreuthstraße bis hin zur Eisenacher Straße.

Kurze Zeit war die Augsburger Straße Teil des Stadtrandes. Der kurz nach der Anlage hier als Kind für rund zwei Jahre lebende Moritz Goldstein beschrieb den damaligen Charakter der Straße als Ort, „wo die grosse Stadt in offenes Land überging […] In zehn Minuten konnten wir die unberührte Natur mit bestelltem Kornfeld, Wiesengras und Wasserläufen erreichen“. Goldstein hielt zugleich den wirtschaftlichen wie baulichen Moment des Wachstums im Viertel fest, wenn er von den Anwohnern schrieb, „die meisten machten es gut und kamen vorwärts, als die Gegend sich entwickelte“ und „Mit Stolz und brennender Teilnahme beobachteten wir, wie die Stadt um uns her wuchs.“

Vorübergehend gab es noch Grünflächen, ein Stadtplan von 1893 weist an der Ecke zur Joachimsthaler Straße eine Grünanlage als Hippodrom aus. In diesen Lücken aber kündigte sich bereits der neue Westen an: Am 23. Juli 1890 gastierte Buffalo Bill „in einem umzäunten, mit Gehölz bedeckten großen Parke“ an der Einmündung zum Kurfürstendamm mit seiner Wildwestshow aus rund zweihundert Indianern, Cowboys und Artisten sowie zweihundert Tieren. Die Kunstschützin Annie Oakley sorgte dabei für eine Sensation, als Kaiser Wilhelm II. sich eine Zigarre anzündete, sie fragte, ob sie sie ihm aus dem Mund schießen würde und Oakley sie ihm – kaum dass er gefragt hatte – aus der Hand schoss.

Die Augsburger Straße wurde rasch Teil des „Neuen Westens“ mit seiner typischen Mischung aus gehobenem Wohngebiet, Geschäfts- und Vergnügungsviertel. Auch verkehrstechnisch wurde die Augsburger Straße zügig erschlossen. Ab 1895 fuhr die gelbe Linie der Berlin-Charlottenburger Straßenbahn durch die Augsburger Straße. 1900 wurde die Strecke von der Großen Berliner Straßenbahn übernommen und elektrifiziert. Die Gleise lagen im Abschnitt zwischen Lutherstraße und Kurfürstendamm, an der Rankestraße sowie der Nürnberger Straße kreuzten sie weitere Strecken. Am 11. Februar 1923 wurde die Straße letztmals planmäßig von Straßenbahnen befahren.

Frühzeitig wählten neben lokal prominenten Personen wie dem Charlottenburger Oberbürgermeister Kurt Schustehrus (um 1906, Augsburger 62) auch heute als einflussreich für die Moderne bekannte Persönlichkeiten hier ihren Lebensmittelpunkt. Bereits um 1895 wohnte in der Augsburger Straße 50, nah der Kreuzung Kurfürstendamm, wo sein Büro lag, für mehrere Jahre der Architekt August Menken. In der Nachbarschaft, der Nummer 48, lebte 1903 während seines ersten kurzen Berlinaufenthalts der junge Arnold Schönberg. Vor allem die im „Neuen Westen“ zentral gelegenen Pensionen boten günstig und zugleich langfristig auch Künstlern und Bohemiens Unterkunft. So wohnte ab dem 10. November 1900 für ein halbes Jahr der japanische Schriftsteller Iwaya Sazanami in einem Zimmer in der Augusuburuku machi 21, sein „Berliner Tagebuch“ dokumentiert das Berlin dieser Zeit für sein japanisches Publikum. Zwei Häuser neben Schönberg, in der Augsburger Straße 46, lebte 1903 der Dichter Victor Hadwiger, sein Zimmer übernahm Johannes Nohl, der so zu seinem damaligen Lebenspartner, dem bereits dort lebenden Erich Mühsam zog. In seinen Erinnerungen bezeichnete Mühsam sein möbliertes Zimmer als „Stätte reicher Erlebnisse und starker innerer Förderung für mich“, regelmäßige Gäste bei ihnen waren John Henry Mackay, Johannes Schlaf und Hanns Heinz Ewers.

Selbst Sujets der bildenden Kunst finden sich hier: 1911 malte der expressionistische Maler Ludwig Meidner sein Gemälde Gasometer in Berlin-Wilmersdorf. In ihm hielt er einen 1895 im östlichen Abschnitt der Augsburger Straße errichteten, 50 Meter hohen Gasbehälter fest. Der 81.000 Kubikmeter fassende Behälter wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört und Anfang der 1950er Jahre abgerissen. An seiner Stelle, Ecke Fuggerstraße/Welserstraße, steht heute die Finow-Grundschule.

In den „Goldenen Zwanziger Jahren“ war die Augsburger Straße Achse zwischen dem Kurfürstendamm und dem Motzstraßenviertel und bot renommierten Lokalitäten der Epoche Raum, in denen sich Halbwelt und Bohème mischten.

Vermutlich bereits in den 1910er Jahren oder früher gegründet

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, wurde die an der Augsburger Straße /Ecke Kurfürstendamm gelegene „Kakadu Bar“ ein bedeutender Treffpunkt von Künstlern, Stars und Wirtschaftsführern. 1920 vergrößerte sich die Bar und nahm für sich in den kommenden Jahren in Anspruch, die „größte Bar Berlins“ zu sein. Bis in die 1930er Jahre währte der Barbetrieb, 1937 dann wurde aus der Bar eine „Weinstube“, 1938 gar eine Konditorei. 1943 wurde das Gebäude beschlagnahmt und in eine Unterkunft für den Reichsarbeitsdienst umfunktioniert, Bombentreffer zerstörten es später so stark, dass es abgerissen werden musste. Heute steht dort das Allianz-Hochhaus.

Direkt gegenüber, an der Ecke Joachimsthaler Straße, lag in der Augsburger Straße 36 „Maenz‘ Bierhaus“. Die von der Wirtin Änne Maenz und dem legendären Kellner Adalbert „Papa Duff“ Duffner betriebene Kutscherkneipe verzichtete auf die zu dieser Zeit gewohnte plüschige Einrichtung und wurde ab 1918 zu einem Künstlertreffpunkt vor allem für Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller wie Ernst Lubitsch, Emil Jannings, Kurt Pinthus, Ernst Rowohlt, Fritzi Massary, Bertolt Brecht, Conrad Veidt, Jakob Tiedtke, Emil Orlik, Stefan Großmann, Alexander Granach und viele mehr. Der Autor Alfred Richard Meyer widmete dem Ort 1922 seine Schrift Maenz oder Maenzliches. Allzumaenzliches oder Die maenzliche Komödie.

An der Kreuzung zur Lutherstraße 21 (seit 1963: Martin-Luther-Straße 12) befand sich 1904 bis 1944 das Restaurant „Horcher“. Am Platz dahinter entstand 1920 mit der „Scala“ eines der berühmtesten Varietés Deutschlands, das bis zur Zerstörung des Gebäudes in der Nacht vom 22. zum 23. November 1943 bestand. Teile des Scala-Baus wurden ab 1960 provisorisch als Spielstätte des Kabaretts „Die Wühlmäuse“ benutzt. Das Gebäude wurde später abgerissen und in den 1970er Jahren durch ein sachliches Wohngebäude ersetzt. Direkt gegenüber der „Scala“ befand sich zuerst die „Auguste Victoria-Säle“ und 1926 bis 1932 das „Original Eldorado“.

In einer Pension in der Augsburger Straße 23 wohnten von 1921 bis 1926 bzw. von 1923 bis 1924 die Psychoanalytikerinnen Melanie Klein und Helene Deutsch, Schülerinnen des in der Rankestraße 24 lebenden Karl Abraham. In den „Goldenen Zwanzigern“ nahmen auch neusachliche Künstler ihr Domizil in der Straße. Der Maler Rudolf Schlichter hatte in den 1920er Jahren hier sein Atelier. In einer Pension in der Augsburger Straße lebte 1927 der Maler Christian Schad nach seinem Umzug nach Berlin, während er ein Atelier suchte. Im Erdgeschoss des Hauses befand sich ein Hutgeschäft, wo er einer Modistin begegnete, die ihm Modell für eines seiner bekanntesten Porträts stand: Lotte – Die Berlinerin.

Auch das in der Gegend so vitale und die Ära prägende homosexuelle Berlin fand in der Augsburger Straße seinen Niederschlag. So existierte von 1924 bis 1933 in der Augsburger Straße 72 die „Auluka-Diele“, eine lesbische Kneipe, die später im Gegensatz zu den sehr modischen Lokalen der umliegenden Straßen als „daneben bis an den Punkt der Extravaganz“ charakterisiert wurde. Unter derselben Adresse findet sich 1930 und auch 1932 noch der lesbische Club „Geisha“.

Das Vorgehen der Nationalsozialisten gegenüber der Berliner Bohème und der homosexuellen Szene beendete die „Goldenen Zwanziger“ auch in kultureller Hinsicht. Im Faschismus ging die Augsburger Straße ihres Charakters als Teil eines Zentrums von Kunst und Kultur verlustig. Bedeutung fand die Straße in dieser Zeit am ehesten als Sitz der 1933 gegründeten und dem Reichswirtschaftsministerium unterstellten Überwachungsstelle für Kautschuk und Asbest.

Die ursprüngliche Mündungsspitze am Kurfürstendamm firmiert seit 1936 als eigenständiger Joachimsthaler Platz. Seit dieser Kappung um rund 50 Meter endet die westliche Augsburger Straße an der Joachimsthaler Straße und mündet nicht mehr direkt in den Kurfürstendamm.

Seit 1939 traf der Holocaust die jüdischen Anwohner auch der Augsburger Straße: Sieben Stolpersteine erinnern heute an ihr Schicksal. Unter den Opfern war auch der Theaterwissenschaftler Max Herrmann, der mit seiner Ehefrau, der Philologin Helene Herrmann, bis September 1942 in der Augsburger Straße 42 lebte und arbeitete. Beide wurden in das KZ Theresienstadt deportiert, wo Max Hermann binnen zweier Monate starb, Helene Herrmann überlebte noch bis zum Sommer 1944 und wurde dann im KZ Auschwitz ermordet.

Als teils unmittelbar hinter dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße gelegene Straße erfuhr die Augsburger Straße im Krieg schwere Schäden: die Bebauung im Bereich zwischen Nürnberger und Ansbacher Straße war bei Kriegsende fast vollends zerstört, schwer beschädigt war auch der Straßenzug zwischen Ranke- und Marburger Straße, wo nur mittig noch Häuser standen. Im östlichen Bereich waren die Schäden etwas geringer, unberührt blieb jedoch kein Straßenzug. Der von Ludwig Meidner gemalte große Gasbehälter dort wurde 1944 zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Während die ehemalige Vergnügungsstraße unmittelbar nach dem Krieg in ihrer Stille von Zeitzeugen noch als „keine Laufgegend“ charakterisiert wurde, ergab sich in den folgenden Jahren ein immer stärker werdendes Dasein der Straße als Straßenstrich. Bereits anlässlich der Währungsreform im Jahr 1948 berichtete der Spiegel von den „Damen der […] Zunft am Kurfürstendamm und in der Augsburger Straße“, die „im allgemeinen doppelt so teuer“ seien wie jene an der Friedrichstraße. Ein Bericht aus dem Jahr 1950 spricht von der Augsburger Straße als „Berlins sündiger Straße“ und erwähnt ein „Privatbordell“.

Prostitution blieb in der Straße keine Erscheinung der unmittelbaren Nachkriegszeit, die Ecke Augsburger/Joachimstaler Straße wurde zeitweise Sinnbild der Prostitution in West-Berlin. Ein Ende 1959 veröffentlichter DEFA-Film, der propagandistisch die Berliner Stadthälften vergleicht, zeigt erst die Straßenschilder der Augsburger und Joachimstaler Straße, dann Prostituierte und unterlegt es mit dem Kommentar „Hier gibt es alles, hier kann man einfach alles kaufen […]“. Mitte der 1960er Jahre galt die Augsburger als „Straße, die ihrer amourösen Offerten wegen notorisch ist“, 1965 war von „einigen hundert Mädchen“ im Block Augsburger, Ranke- und Joachimstaler Straße die Rede. Der Ruf der Straße war so explizit, dass Helen Vita und Edith Hancke sie in einem zeitgenössischen Lied mit den Worten besangen: „Joachimstaler Straße Ecke Augsburger Straße / da weht ein scharfer Wind / lange Stiefel, kurze Röcke / so spazieren sie um die Ecke / Tag und Nacht, mein schönes Kind“, um abschließend zu fragen „Was ist mit der Ecke denn bloß los?“.

Viele der Kriegsruinen standen noch bis weit in die 1950er Jahre, erst dann begann der Wiederaufbau. Ihm wichen teilweise auch noch erhaltene Gebäude, die neuen Entwürfen für die Gestaltung der Stadt im Wege waren. In der Augsburger Straße machte sich dies zwischen Ranke- und Marburger Straße bemerkbar: bis in die 1950 standen dort noch einige wenige Häuser. Dann wurden sie abgerissen und wichen einem Parkplatz für Kudamm-Besucher.

Von besonderem Gewicht für die Augsburger Straße war eine spezielle stadtplanerische Entscheidung: Der östliche Abschnitt hinter der Kreuzung Passauer Straße wurde durch die Verlängerung der Lietzenburger Straße als Teil der geplanten Südtangente abgetrennt und am 29. Oktober 1957 in Fuggerstraße umbenannt. Seitdem verläuft die stark gekürzte Augsburger Straße nur noch als südliche Parallelstraße der Tauentzienstraße von der Joachimsthaler bis zur Passauer Straße.

Durch die Teilung wurde die Augsburger Straße nicht nur deutlich verkürzt, sondern verlor auch einen besonders geschichtsträchtigen Abschnitt. Heute ist die Fuggerstraße Teil des um den Nollendorfplatz gelegenen Kiezes, der mit zahlreichen schwulen Kneipen, Clubs, Geschäften und Diskotheken an die historische Bedeutung der Gegend anknüpft.

Von 1959 bis 1961 wurde der U-Bahnhof Augsburger Straße errichtet, der heute als Haltestation für die Linie U3 fungiert. Er ist laut Denkmalliste der Stadt heute das einzige Denkmal der Straße, oberirdisch hat die Augsburger Straße keinerlei Denkmäler.

Am 21. März 1967 wurde am östlichen Ende der Augsburger Straße das Hotel Alsterhof Berlin eröffnet. Das alte Haus wurde ab 1997 durch ein neues, siebengeschossiges Gebäude ersetzt und besteht seit her als 4-Sterne-Haus. 2014 wurde das Haus von der Kette Scandic Hotels übernommen, seither firmiert es als Scandic Berlin Kurfürstendamm.

Die seit dem Zweiten Weltkrieg bzw. dem Abriss der Ruinen in den 1950er Jahren bestehende und lange als Parkplatz genutzte Baulücke zwischen Ranke- und Marburger Straße wurde am 29. November 1982 durch Anlage des Los-Angeles-Platzes geschlossen. Parkraum bietet seitdem eine darunter gelegene Tiefgarage. Er ist die einzige öffentlich zugängliche Grünanlage zwischen dem Großen Tiergarten und der Universität der Künste, wurde aber zum 1. Januar 1997 an den Parkhaus-Betreiber Contipark verkauft.

Die Augsburger Straße ist heute eine reine Hotel-, Wohn- und Geschäftsstraße, rund 620 Meter lang und etwas über 26 Meter breit. Der Flächennutzungsplan weist die anliegenden Grundstücke westlich der Nürnberger Straße als Gemischte Baufläche, östlich davon als Wohnbaufläche aus. In den entsprechenden Bebauungsplänen ist der Straßenbereich weitgehend als Mischgebiet, nur westlich der Rankestraße als Kerngebiet ausgewiesen.

Zur Jahrtausendwende blieb die Augsburger Straße nicht unberührt davon, dass nach der deutschen Wiedervereinigung die „City West“ ihre Rolle im Kontext der Gesamtstadt neu definierte. Besonders deutlich davon betroffen war die Ecke Joachimstaler Straße mit ihrer unmittelbaren Nähe zum Kurfürstendamm.

Den Anfang machte das Ku’damm-Eck. Der bestehende Bau mit seiner Architektur im Stil der 1970er Jahre wurde 1998 abgerissen, an seine Stelle trat das neue Ku’damm-Eck. Das zehngeschossige und 45 Meter hohe Gebäude mit 70 m² großer Videoleinwand an der Fassade und einem prominent platzierten Skulpturenensemble von Markus Lüpertz wurde 2001 eröffnet. Das von der Architektensozietät Gerkan, Marg und Partner errichtete Gebäude beherbergt auf der Seite des Kurfürstendamm eine Filiale der Kaufhauskette C&A, in der Augsburger Straße hingegen liegt der Eingang des Swissôtel Berlin, eines Fünfsterne-Hotels.

Nach der Eröffnung des neuen Ku’damm-Ecks begannen die Bauarbeiten auf der gegenüberliegenden Ecke Augsburger Straße/Joachimstaler Straße. Das dort zuvor stehende, durch den Auszug von C&A ins Ku’damm-Eck frei gewordene C&A-Kaufhaus wurde 2002 abgerissen. An seiner Stelle wurde bis Oktober 2005 das Hotel Concorde Berlin errichtet, ebenfalls ein Fünfsterne-Haus mit auffälliger Architektur. Das über 60 Meter hohe Gebäude nach Entwürfen des Architekten Jan Kleihues erhielt mehrere Auszeichnungen, seit 2014 firmiert das Haus als Sofitel Berlin Kurfürstendamm.

Die weiteren gewerblichen Anlieger der Straße sind meist kleinere Einzelhändler, Bürodienstleister und Gastronomen. Die Wohnbebauung besteht mehrheitlich aus Altbauwohnungen gegenüber dem Los-Angeles-Platz sowie Neubauten am östlichen Straßenende. Relativ viele Menschen wohnen hier in einer zwischen 1986 und 1988 errichteten Wohnanlage des sozialen Wohnungsbaus, die bis in die Passauer Straße reicht und 156 Mieter hat. Der Wegfall der Mietförderung durch den Senat führte im Jahr 2003 durch die Wohnungsgesellschaft degewo zu einer Verdopplung bis Verdreifachung der Miete. Proteste der Mieter blieben vergeblich, rund ein Viertel der Anwohner musste daraufhin die Wohnung kündigen und ausziehen.

Wirtschaftlich standen sich die Bewohner der Augsburger Straße zu Beginn der 2000er Jahre relativ gut: für das Jahr 2005 liegen Zahlen zur Kaufkraft pro Kopf vor, nach denen jeder Einwohner über eine Kaufkraft von 20.643 Euro verfügte. Dieser Wert lag deutlich über dem Berliner Mittelwert von 16.700 Euro, blieb aber ebenso klar unterhalb des Charlottenburg-Wilmerdorfer Mittelwertes von 22.289 Euro.

Koordinaten:

Alberico Gentili

Alberico Gentili (lateinisch Albericus Gentilis; * 14. Januar 1552 in San Ginesio; † 19. Juni 1608 in London) war ein italienischer Jurist, königlicher Professor (Regius Professor of Civil Law) für Zivilrecht an der Universität Oxford und Autor im Bereich des Völkerrechts.

Alberico Gentili wurde 1552 als Kind begüterter Eltern in San Ginesio geboren; sein Vater Matteo Gentili war Arzt in Perugia. Er studierte an der Universität Perugia und erwarb 1572 den Doktor der Rechtswissenschaften. 1572 wurde er von den Stadtältesten seiner Heimatstadt mit einer Überarbeitung des Stadtrechts beauftragt, die er 1577 fertigstellte. Zwei Jahre später musste er aufgrund seines protestantischen Glaubens zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Scipione Gentili aus Italien fliehen. Die Familie begab sich zunächst nach Ljubljana, damals Laibach, wo sich der Vater als Stadtphysikus niederließ. Die Anstrengungen der Inquisition führten dazu, dass die Familie auch das Herzogtums Krain verlassen musste.

Von dort begab sich Alberico Gentili nach Tübingen und Heidelberg, bevor er 1580 schließlich nach England gelangte. Über London gelangte er nach Oxford, wo er im Christ Church College unterkam. Ab 1581 lehrte er am St John’s College. Sein Vater folgte ihm nach England und praktizierte in London. 1587 ernannte ihn Robert Dudley, der damalige Rektor der Oxford University, zum Regius Professor für Zivilrecht. 1586 begleitete Alberico Gentili Horatio Pallavicino zum Kurfürsten von Sachsen und nahm in Wittenberg an einer Disputation seines jüngeren Bruders Scipione Gentili teil. Nach diesem kurzen Aufenthalt in Wittenberg kehrte er wieder nach Oxford zurück.

Alberico Gentili hatte die Regius Professur bis zu seinem Tod inne, obwohl er sich ab 1590 als Rechtsanwalt einen Namen machte und hauptsächlich in London lebte

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. So arbeitete er ab diesem Zeitpunkt am High Court of Admiralty und wurde 1600 Mitglied von Gray’s Inn. Von 1605 bis 1608 arbeitete er als Anwalt für die spanische Botschaft. Zu seinem Freundeskreis gehörten unter anderem Francis Walsingham, der in der Ridolfi-Verschwörung eine Rolle spielte, sowie Philip Sidney, Henry Wotton, Thomas Bodley und Henry Savile.

Alberico Gentili starb 1608 in London und wurde in der Kirche Saint Helen’s Bishopsgate in London beigesetzt

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. Sein Sohn Robert Gentilis besuchte die Oxford University. Er schloss sein Studium bereits mit zwölf Jahren ab und wurde mit nur siebzehn Jahren zum Fellow am All Souls College ernannt.

Alberico Gentili schrieb mehr als 20 Bücher zu Themen der Rechtswissenschaften, so beispielsweise zum Kirchenrecht, zur Kasuistik, und zum Hexenwesen sowie zur Theologie und den Literaturwissenschaften (Bibelexegese.) Er hatte einen Ruf als strenger Gelehrter und erhielt den Beinamen Italus Atheus

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1582 veröffentlichte er das Werk De Juris Interpretibus Dialogi Sex. In diesem Buch bekannte er sich zu den Auslegungsmethoden des Bartolus de Saxoferrato und wendete sich gegen die Methoden der Juristen des französischen Humanismus wie Jacques Cujas. Das erste Buch Alberico Gentilis, das sich mit völkerrechtlichen Fragen auseinandersetzte, erschien 1582 unter dem Titel De Legationibus Libri Tres. Den Anstoß hierfür gab der Fall des spanischen Botschafters Bernardino de Mendoza, der wegen seiner Beteiligung an der Throckmorton-Verschwörung bestraft werden sollte. Die englische Regierung hatte Alberico Gentili und Jean Hotman um Rat in diesem Fall gebeten. Beide empfahlen die Ausweisung des Spaniers.

1589 veröffentlichte Gentili De Jure Belli Commentationes Tres. Dieses Buch gilt als sein Hauptwerk und als Standardwerk des Völkerrechts. Nach seinem Tod veröffentlichte Scipione Gentili eine Sammlung von Notizen von Fällen, an denen Gentili gearbeitet hatte. Der Einfluss Alberico Gentilis ist unter anderem spürbar in den Schriften von John Selden und Hugo Grotius, der viele Themen und Ideen Gentilis für sein De jure belli in pacis aufgriff.

Die 1625 erschienene Arbeit De Jure Belli ac Pacis von Hugo Grotius baute wesentlich auf Erkenntnissen Alberico Gentilis auf. Im 19. Jahrhundert erlebten die Arbeiten von Alberico Gentili eine Renaissance. So widmete ihm Sir Thomas Erskine Holland seine Antrittsvorlesung als Professor für Völkerrecht an der Oxford University. Seitdem wurden zahlreiche Bücher zum Leben und Werk Gentilis veröffentlicht. In seiner Heimatstadt wurde ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet.

John Story (1541–1557) | Robert Weston (1546–1553) | William Aubrey (1553–1559) | John Griffith (1559–1566) | Robert Lougher (1566–1577) | Griffith Lloyd (1577–1586) | William Mowse (1586–1587) | Albericus Gentilis (1587–1608) | John Budden (1611–1620) | Richard Zouch (1620–1661) | Giles Sweit (1661-1672)  | Thomas Bouchier (1672-1712) | James Bouchier (1712-1736) | Henry Brooke (1736–1752) | Herbert Jenner (1753–1767) | Robert Vansittart (1767–1789) | Thomas Francis Wenman (1789–1796) | French Laurence (1796–1809) | Joseph Phillimore (1809–1855) | Sir Travers Twiss (1855–1870) | James Bryce, 1. Viscount Bryce (1870–1893) | Henry Goudy (1893–1919) | Francis de Zulueta (1919–1948) | David Daube (1955–1970) | Tony Honoré (1971–1988) | Peter Birks (1989–2004) | Boudewijn Sirks (2006-2014) | Wolfgang Ernst (seit 2015)

Björn Harras

Björn Harras (* 15. Oktober 1983 in Magdeburg) ist ein deutscher Schauspieler.

Harras absolvierte ein Schauspielstudium an der staatlichen Schauspielschule in Leipzig. Im Mai 2007 übernahm er die Rolle des Tobias Refrath in der Sat.1-Telenovela Verliebt in Berlin. Von April 2009 bis August 2009 spielte er bei der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten die Rolle des Nils „Driver“ Barkhoff, einen Freund von Leonard „Lenny“ Cöster in einer Nebenrolle. Von Oktober 2009 bis November 2012 stand er erneut für Gute Zeiten, schlechte Zeiten vor der Kamera und übernahm die Hauptrolle des Patrick Graf junior. Seit 2008 ist Harras Mitglied der Improvisationstheatergruppen Die Gimmicks bzw. Die Gorillas

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. Björn Harras unterstützt die Amadeu Antonio Stiftung sowie den Opferfonds Cura und engagiert sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für Zivilcourage. In diesem Zusammenhang hat er mit seinen Kollegen von GZSZ 2010 den Kurzfilm Nicht warten

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! gedreht, zu dem er auch das Drehbuch schrieb.

Blankenburg (Harz)

Blankenburg (Harz) ist eine Stadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Die Stadt Blankenburg (Harz) liegt dicht am Nordrand des Harzes in etwa 234 m Höhe. Blankenburg (Harz) befindet sich westlich von Quedlinburg, südlich von Halberstadt und östlich von Wernigerode. Der Goldbach fließt durch den nordwestlich des Stadtzentrums gelegenen Stadtteil Oesig.

Das Stadtgebiet umfasst die folgenden Ortsteile:

Des Weiteren gibt es folgende inoffiziellen Bezeichnungen für Stadtteile:

Erste Siedlungsspuren finden sich bereits aus der Altsteinzeit. Die erste urkundliche Erwähnung Blankenburgs geht auf das Jahr 1123 zurück. Der Sachsenherzog Lothar von Supplinburg setzte Poppo, einen Neffen des Bischofs Reinhard von Halberstadt, als Grafen auf die Burg, die auf einem blanken Kalkfelsen an der Stelle des jetzigen Schlosses stand. Davon leitet sich auch der Name der Stadt ab.

Graf Poppo I. von Blankenburg entstammte sehr wahrscheinlich dem fränkischen Adelsgeschlecht der Reginbodonen. Seinen Nachkommen unterstand auch die nahe Burg Regenstein. Diese war, wie die auch „Hartingau“ genannte Grafschaft Blankenburg, ein Lehen des Bistums Halberstadt.

1180/82 ließ Friedrich Barbarossa Blankenburg verwüsten, weil es sich der „Alleintreue“ zum Welfen Heinrich dem Löwen verschworen hatte. Eine nochmalige starke Zerstörung Blankenburgs fand 1386 statt.

Nach dem Tode des letzten Grafen von Regenstein, Johann Ernst, fiel die Grafschaft 1599 als „erledigtes Lehen“ an die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg zurück. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Blankenburg von Wallenstein hart bedrängt und 1625 besetzt. Neun im Rathaus eingemauerte Kanonenkugeln erinnern an diese für Blankenburg schwere Zeit.

Die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg machten den Ort im 17. Jahrhundert zu einer Nebenresidenz, die ihre Blütezeit unter Herzog Ludwig Rudolf (1690–1731), dem zweiten Sohn Anton Ulrichs von Wolfenbüttel, hatte. Rudolf erhielt Blankenburg 1707 als Paragium. Gleichzeitig wurde die Grafschaft Blankenburg zu einem Reichsfürstentum erhoben und bis 1731 selbständig regiert, dann aber, weil Ludwig Rudolf Herzog wurde, wieder mit Braunschweig vereint, bei dem es danach blieb. Aus jener Zeit stammt das jetzige „Kleine Schloss“ mit dem als Terrassengarten angelegten barocken Lustgarten. Von 1807 bis 1813 gehörte Blankenburg zum Königreich Westphalen.

Im Siebenjährigen Krieg gewährte die völlige Neutralität der Stadt dem braunschweigischen Hofe eine sichere Zuflucht. In Blankenburg wohnte auch Ludwig XVIII. nach seiner Flucht aus Dillingen unter dem Namen „Graf von Lille“ vom 24. August 1796 bis zum 10. Februar 1798.

Am 7. Juni 1905 brach ein Damm bei der Mönchemühle.

Bereits zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden Nazigegner verfolgt und ermordet. Bei einer berüchtigten Aktion des Braunschweiger SS-Führers Jeckeln wurden im September 1933 140 Kommunisten und Sozialdemokraten in der Gastwirtschaft Zur Erholung zusammengetrieben. Hier und im Blankenburger Hof wurden sie schwer misshandelt, so dass an den Folgen einige starben.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in den Klosterwerken (Harzer Werke) Dr. Dasch das Außenlager Blankenburg-Oesig des KZ Buchenwald eingerichtet und kurz darauf dem KZ Mittelbau-Dora unterstellt, in dem rund 500 Häftlinge in den Klosterwerken und den Oda-Werken Zwangsarbeit verrichten mussten. Außerdem bestand ein von der Gestapo betriebenes Arbeitslager für „Halbjuden“, die zur Schwerstarbeit gezwungen wurden. Ein weiteres Lager wurde im Februar 1945 mit Häftlingen des Auschwitzer Außenlagers Fürstengrube belegt und als Außenlager Blankenburg-Regenstein geführt.

Die Besetzung der von deutschen Truppen weitgehend geräumten Stadt am 20. April 1945 durch US-Truppen erfolgte nach mehrtägigen Jagdbomber-Angriffen, Artillerie- und Panzerbeschuss. Es gab entsprechende Zerstörungen und Opfer auch unter der Zivilbevölkerung.

Von 1815 bis 1945 war Blankenburg die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Bei der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen 1945 wurde der Landkreis Blankenburg zwar nach der Potsdamer Konferenz und dem Londoner Protokoll der britischen Zone zugeordnet. Da der größere Ostteil des Kreises aber nur durch eine Straße und eine Schmalspurbahn mit dem Rest der britischen Zone verbunden war, wurde die Grenzziehung korrigiert und Blankenburg der sowjetischen Besatzungszone zugesprochen. Der größte Teil des Kreises gehörte somit später zur DDR und danach zum Land Sachsen-Anhalt. Der Hauptteil des ehemaligen Landes Braunschweig kam zur britischen Zone und damit zu Niedersachsen.

Zu DDR-Zeiten errichtete und unterhielt der VEB Chemische Werke Buna in der „Goldbachmühle“ ein Erholungsheim für seine Betriebsangehörigen und ein Ferienlager für deren Kinder.

Die Stollen der Anlage Blankenburg-Regenstein wurden seit 1974 von der Nationalen Volksarmee der DDR als großes und atombombensicheres Munitionsdepot genutzt und ausgebaut. 1992 bezog die Bundeswehr das 8 km lange Stollensystem und legte dort „die größte unterirdische Apotheke der Welt“ an: für Routine-Aufgaben der Bundeswehr, aber auch für Katastrophenhilfe in aller Welt und für den militärischen „Ernstfall“.

Im Jahr 1990 war Blankenburg Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

Zur Darstellung der Entwicklung des Postwesens siehe: Postgeschichte von Blankenburg und Postroute Braunschweig-Blankenburg.

Blankenburg vom Eichenberg westlich der Stadt aus gesehen

Blankenburg, Blick Richtung Norden vom Großvaterfelsen aus

Blick auf Blankenburg vom Schloss aus

Am Ende des 12. Jahrhunderts verpfändete die Äbtissin von Quedlinburg abteiliche Güter an Blankenburger Juden. Diese haben offenbar zu der Zeit in Blankenburg und auch in Quedlinburg gewohnt. Eine Synagoge in dieser Zeit und auch der Neuzeit ist nicht belegt. Samstags trafen sich mehrere jüdische Familien bei Chrons zum Sabbat, unter anderem die Familien des Kaufmanns Alexander Meyer, Moritz Westfeld und Conrad Hesse sowie Anna Ewh und Lydia Rhynarsewsky. Im Gefolge der Reichspogromnacht wurden Blankenburger Juden in verschiedene Lager deportiert. Bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 waren noch zwölf jüdische Bürger registriert, darunter fünf Männer.

Am 1. Januar 2010 wurden die ehemals selbständigen Orte Cattenstedt, Derenburg, Heimburg, Hüttenrode, Timmenrode und Wienrode eingemeindet.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:

Das aktuelle Wappen wurde am 23. Juli 2016 im Amtsblatt in Kraft gesetzt und durch das frühere ersetzt; seine Blasonierung ist: „In Schwarz ein gefugter und gezinnter silberner Rundturm mit Sockel und schwarzer Toröffnung, begleitet vorn von einem silbernen Schild mit roter Hirschstange und hinten von einem silbernen Spangenhelm mit roten Hirschstangen als Helmzier.“ Die beiden Hauptfarben des Wappens sind Silber (Weiß) und Schwarz.

Die Hissflagge ist schwarz-rot geteilt und mittig mit dem Stadtwappen belegt; das Banner ist schwarz-rot gespalten mit dem aufgelegten Wappen in der Mitte des Tuches.

Die vorhergehende Blasonierung lautete: „In Schwarz einen silbernen, auf einem gemauerten Sockel stehenden Turm mit in der Mitte ummauerter halbrunder, roter Toröffnung, oben von fünf Zinnen bekränzt; rechts begleitet von einem Schild in Silber mit nach links gewandter, vierendiger roter Hirschstange, links begleitet von einem silbernen Topfhelm mit zwei aufgesetzten, nach außen gewandten roten vierendigen Hirschstangen als Helmzier.“

Neben dem Turm als Sinnbild der Befestigung stehen Wappenschild und Helmzier der Grafen von Regenstein.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor von Blankenburg (Harz) sind der Tourismus sowie Einrichtungen des Kur- und Gesundheitswesens. Daneben gibt es noch mehrere kleinere mittelständische Unternehmen und Gewerbetreibende. Das größte Industrieunternehmen der Stadt ist die FEW Fahrzeug- und Entwicklungswerk Blankenburg GmbH mit ca. 160 Mitarbeitern, die auf das Jahr 1873 zurückgeht. Danach folgen die Harzer Werke Motorentechnik GmbH mit etwa 60 Beschäftigten, die aus einer 1870 gegründet Grauguss-Gießerei hervorgegangen ist.

Der Bahnhof Blankenburg (Harz) ist ein Kopfbahnhof und weist für den Güterverkehr eine Umgehungskurve auf. Es gibt Verbindungen nach Elbingerode (Rübelandbahn) (nur Güterverkehr) und nach Halberstadt. Auf der Strecke nach Halberstadt verkehrt seit dem 15. Dezember 2005 der Harz-Elbe-Express. Im 20. Jahrhundert existierte noch eine Bahnstrecke nach Thale und Quedlinburg.

Blankenburg (Harz) befindet sich direkt an der B 6, einer neugebauten autobahnähnlichen Straße, und ist mit zwei Anschlussstellen (Blankenburg Ost, Blankenburg Zentrum) an diese angebunden. Des Weiteren verlaufen die B 27 in Richtung Südwesten und die B 81 in Nord-Süd-Richtung durch Blankenburg (Harz).

Zur Entwicklung des Postwesens in Blankenburg (Harz) siehe: Postroute Braunschweig-Blankenburg.

Im Großen Schloss gibt es einen Theatersaal, der wieder restauriert ist.

Das Musikleben der Stadt wird u. a. durch das Telemann-Kammerorchester mcm taschen sale, die Rock-Pop-Band Markenzeichen, den Gospelchor des Gymnasiums Am Thie sowie das Vokalensemble Spinnesänger geprägt. Als überregional erfolgreiche Musiker sind u. a. die Band SUNBEAT, Ska-T und die Sängerin Toni Kater zu nennen.

Blankenburg ist Nebendrehort für die in Quedlinburg spielende ARD-Fernsehserie Alles Klara, hier dient die Alte Post in Blankenburg als Polizeidirektion. Drehzeit der ersten Staffel war der 26. Juli bis 22. Dezember 2011. Die nächsten acht Folgen werden seit dem 5. November 2012 gedreht. Außerdem wurden Teile des Films Black Death mit Sean Bean in der Hauptrolle dort gedreht

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. Als Kulissen dafür dienten das Schloss und die Sandhöhlen. Des Weiteren fanden Dreharbeiten für den Film 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde von Til Schweiger auf der Burgruine Regenstein sowie den umliegenden Wäldern statt.

Ballenstedt | Blankenburg (Harz) | Ditfurt | Falkenstein/Harz | Groß Quenstedt | Halberstadt | Harsleben | Harzgerode | Hedersleben | Huy | Ilsenburg (Harz) | Nordharz | Oberharz am Brocken | Osterwieck | Quedlinburg | Schwanebeck | Selke-Aue | Thale | Wegeleben | Wernigerode

Jo Hiller

Johannes „Jo“ Hiller (* 1974 in Waldkirch) ist ein deutscher Moderator, Reporter und Synchronsprecher.

1993 legte Jo Hiller sein Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Waldkirch ab. Anschließend absolvierte er an der Deutschen Sporthochschule Köln sein Sportstudium und verließ die Hochschule als Diplom-Sportlehrer. Daraufhin besuchte er zahlreiche Weiterbildungen, wie 2001 „Magazin im Fernsehen“

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, nahm 2002 bis 2004 Unterricht in Moderation und Schauspiel

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.

1998 bis 1999 fungierte Hiller als Moderator und Reporter im Disney Club auf dem Privatsender RTL, von 2001 bis 2006 als Moderator, Reporter und Autor der Kinderinformationsmagazin PuR im ZDFtivi. 2006 moderierte er das Wissensmagazin „Das Wunder Ich“ auf dem ZDFinfokanal. Im gleichen Jahr wirkte er als On-Reporter und Autor für die Aktuelle Stunde im WDR. Von 2007 bis 2009 war er Live-Reporter für die WDR-Lokalzeit aus Bonn. Seit 2010 ist er Moderator des Wissensmagazins Planet Wissen im WDR. Seit Januar 2011 moderiert er im NDR das Verbrauchermagazin Markt und von Januar bis September 2011 moderierte er den ARD-Ratgeber Technik als Nachfolger von Steffen Hallaschka.

Ilse Aigner

Ilse Aigner (* 7. Dezember 1964 in Feldkirchen-Westerham) ist eine deutsche Politikerin (CSU). Sie war von 1998 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags und von Oktober 2008 bis September 2013 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bei der Wahl in Bayern am 15. September 2013 erhielt sie ein Mandat für den Landtag und wurde anschließend stellvertretende Ministerpräsidentin und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie im Kabinett Seehofer II.

Ilse Aigners Vater war Elektriker. Sie wechselte vom Gymnasium auf die Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling, auf der sie dann 1981 die Mittlere Reife erwarb. Im Anschluss absolvierte Aigner bis 1985 eine Berufsausbildung zur Radio- und Fernsehtechnikerin im elterlichen Betrieb, welche sie mit der Gesellenprüfung im Elektrohandwerk abschloss. Aigner arbeitete bis 1988 im elterlichen Betrieb als Handwerksgesellin. Von 1988 bis 1990 belegte sie an einer Fachschule für Technik eine Aufstiegsfortbildung zur Staatlich geprüften Technikerin Fachrichtung Elektrotechnik. Anschließend war sie bis 1994 bei der Eurocopter Group in der Entwicklung von Systemelektrik für Hubschrauber tätig. Aigner ist römisch-katholisch, ledig und kinderlos.

Aigner trat 1983 in die Junge Union (JU) und 1985 auch in die CSU ein. Sie war von 1993 bis 1999 stellvertretende JU-Landesvorsitzende in Bayern und von 1995 bis 1999 stellvertretende Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes Rosenheim-Land. Von 1999 bis 2011 war sie stellvertretende Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern. Am 23. Juli 2011 wurde sie mit 98,2&nbsp

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;% der Delegiertenstimmen zur Bezirksvorsitzenden gewählt. Den Vorsitz hatte sie seit 17. März 2011 auf Vorstandsbeschluss hin kommissarisch inne. Seit 1995 gehört sie dem CSU-Parteivorstand an und wurde 2007 als Schriftführerin ins CSU-Präsidium gewählt.

Von 1990 bis 1998 gehörte Aigner dem Gemeinderat Feldkirchen-Westerham und von 1990 bis 1999 dem Kreistag des Landkreises Rosenheim an. Von 1994 bis 1998 war sie Mitglied des Bayerischen Landtages. Dort war sie unter anderem im

Aigner ist seit 1998 immer als direkt gewählte Abgeordnete des Bundestagswahlkreis Starnberg (Nr. 224, vormals 225; umfasst die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Starnberg) in den Bundestag eingezogen. Hier war sie von 1998 bis 2002 Obfrau der CDU/CSU-Fraktion in der Enquête-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ und von 2002 bis 2005 stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe. Im Haushaltsausschuss war Aigner Berichterstatterin für den Etat des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Von 2005 bis zu ihrer Ernennung zur Bundesministerin war Aigner Vorsitzende der Fraktionsarbeitsgruppe Bildung und Forschung.

Im Deutschen Bundestag war sie

wahl

vorsprung

Bei den Bundestagswahlen 2005 und 2009 erreichte Aigner die meisten Erststimmen unter den deutschen Bundestagskandidatinnen. Zur Bundestagswahl 2013 trat Aigner nicht wieder an. Sie wechselte wieder in die bayerische Landespolitik und kandidierte bei der Landtagswahl in Bayern (15. September 2013) im Stimmkreis Miesbach.

wahl

vorsprung

Am 31. Oktober 2008 wurde Aigner als Nachfolgerin von Horst Seehofer zur Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ernannt. Die Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag fand am 4. November statt. Auch im Kabinett Merkel II (2009–2013, CDU/CSU-FDP-Koalition) blieb Aigner Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ihre zweite Vereidigung fand am 28. Oktober 2009 statt. Sie trat auf eigenen Wunsch am 30. September 2013 von ihrem Amt zurück, um wieder in die bayerische Landespolitik zu wechseln. Dort wurde sie im Oktober 2013 stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Wirtschaftsministerin im Kabinett Seehofer II. Sie führt den Vorsitz der „Plattform Energie Bayern“, einer von der CSU-Landesregierung eingerichteten Dialogplattform zur Ausgestaltung der Energiewende.

Aigner ist Vizepräsidentin des Landesverbandes Oberbayern im Bund Deutscher Karneval (BDK). Von 2001 bis 2009 war sie Landesvorsitzende der BRK-Wasserwacht. Als Bundesministerin gehörte Aigner dem Verwaltungsrat der Landwirtschaftlichen Rentenbank an.

Im April 2011 kritisierte Aigner, dass die Nahrungsmittelindustrie jede Preiserhöhung mit gestiegenen Rohstoffkosten begründe. Sie betonte, dass die Kostenfaktoren so unterschiedlich wie die einzelnen Produkte seien und nannte in diesem Zusammenhang die Höhe des Anteils der Futtermittelkosten an den Produktionskosten eines Rindersteaks als Beispiel: „Während der Anteil der Futtermittelkosten beim Landwirt noch rund 40 Prozent beträgt, sind es nur noch etwa 15 Prozent der Gesamtkosten, wenn das Fleisch in der Kühltheke der Metzgers angekommen ist.“

Besonders engagiert Aigner sich im Kampf gegen erhöhte Gebühren an Geldausgabeautomaten. Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken, die 80 % der Geldausgabeautomaten in Deutschland betreiben und insbesondere auch in der Fläche mit ihren Automaten präsent sind, erhoben lange Zeit erhöhte Gebühren für Barabhebungen von Kunden, die kein Konto bei der Bank oder im entsprechenden Verbund hatten. Aigner setzte mit Unterstützung des Bundeskartellamts diese Banken unter Druck, ihre Gebühren zu senken. Seit Anfang 2011 haben die meisten Banken ihre Gebühren für Fremdkunden drastisch gesenkt.

In der Diskussion um Waffenlieferungen an sogenannte Drittländer spricht sich Aigner im Juli 2014 für die Erhaltung von Kompetenzen und Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie aus: „Wenn wir selbst keine neuen Systeme mehr entwickeln, weder für die eigene Bundeswehr noch für den Export, unsere europäischen Nachbarn dies aber tun, werden wir Kompetenzen und Arbeitsplätze einbüßen.“

Auf einem CSU-Parteitag zeigte sich Aigner im Dezember 2014 beim Bau von Stromtrassen kompromissbereit. Im Februar 2015 forderte sie vom Bund subventionierte Gaskraftwerke, damit entweder auf die Trasse Südlink oder auf die Gleichstrompassage Süd-Ost – oder auf beide – verzichtet werden könne. Im Mai 2015 schlug Aigner vor, dass die Trasse Südlink im baden-württembergischen Gundremmingen und nicht mehr im bayerischen Grafenrheinfeld enden solle, da Unterfranken sonst zusätzlich zur Thüringer Strombrücke mit einer zweiten Trasse belastet werde.

2012 erhielt Aigner vom Naturschutzbund Deutschland den Negativpreis Dinosaurier des Jahres. Begründet wurde die Verleihung mit ihrer „rückwärtsgewandten Klientelpolitik“, die einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politikgestaltung widerspreche. Aigner halte an einer umweltschädlichen Agrarpolitik fest und hätte sich nicht engagiert genug für ein besseres Tierschutzgesetz eingesetzt. Des Weiteren habe sie eine Neuregelung des Jagdrechts blockiert sowie sich nicht ausreichend für eine nachhaltigere Fischerei eingesetzt.

Bayerischer Landtag, abgerufen am 8. November 2015.

Wilhelm Niklas | Heinrich Lübke | Werner Schwarz | Hermann Höcherl | Josef Ertl | Björn Engholm | Josef Ertl | Ignaz Kiechle | Jochen Borchert | Karl-Heinz Funke | Renate Künast | Jürgen Trittin (kommissarisch) | Horst Seehofer | Ilse Aigner | Hans-Peter Friedrich | Christian Schmidt

Angela Merkel (CDU) | Frank-Walter Steinmeier (SPD) | Franz Müntefering (SPD, bis 21. November 2007) | Olaf Scholz (SPD, ab 21. November 2007) | Wolfgang Schäuble (CDU) | Brigitte Zypries (SPD) | Peer Steinbrück (SPD) | Michael Glos (CSU, bis 10. Februar 2009) | Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, ab 10. Februar 2009) | Horst Seehofer (CSU, bis 27. Oktober 2008) | Ilse Aigner (CSU, ab 31. Oktober 2008) | Franz Josef Jung (CDU) | Ursula von der Leyen (CDU) | Ulla Schmidt (SPD) | Wolfgang Tiefensee (SPD) | Sigmar Gabriel (SPD) | Annette Schavan (CDU) | Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) | Thomas de Maizière (CDU)

Angela Merkel (CDU) | Philipp Rösler (FDP) | Guido Westerwelle (FDP) | Thomas de Maizière (CDU) | Hans-Peter Friedrich (CSU, seit 3. März 2011) | Wolfgang Schäuble (CDU) | Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) | Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, bis 3. März 2011) | Rainer Brüderle (FDP, bis 12. Mai 2011) | Ilse Aigner (CSU, bis 30. September 2013) | Franz Josef Jung (CDU, bis 30. November 2009) | Ursula von der Leyen (CDU) | Kristina Schröder (CDU, seit 30. November 2009) | Daniel Bahr (FDP, seit 12. Mai 2011) | Peter Ramsauer (CSU) | Norbert Röttgen (CDU, bis 22. Mai 2012) | Peter Altmaier (CDU, seit 22. Mai 2012) | Annette Schavan (CDU, bis 14. Februar 2013) | Johanna Wanka (CDU, seit 14. Februar 2013) | Dirk Niebel (FDP) | Ronald Pofalla (CDU)

Nicole Hoffmeister-Kraut (Baden-Württemberg) | Ilse Aigner (Bayern) | Cornelia Yzer (Berlin) | Albrecht Gerber (Brandenburg) | Joachim Lohse (Bremen) | Frank Horch (Hamburg) | Tarek Al-Wazir (Hessen) | Harry Glawe (Mecklenburg-Vorpommern) | Olaf Lies (Niedersachsen) | Garrelt Duin (Nordrhein-Westfalen) | Volker Wissing (Rheinland-Pfalz) | Anke Rehlinger (Saarland) | Martin Dulig (Sachsen) | Jörg Felgner (Sachsen-Anhalt) | Reinhard Meyer (Schleswig-Holstein) | Wolfgang Tiefensee (Thüringen)

Wirtschaftsminister bis 1952: Karl Arthur Lange | Ludwig Erhard | Rudolf Zorn

Verkehrsminister bis 1952: Michael Helmerich | Otto Frommknecht | Hans Ehard

Wirtschafts- und Verkehrsminister von 1952 bis 2013: Hanns Seidel | Otto Bezold | Otto Schedl | Anton Jaumann | Gerold Tandler | August Lang | Otto Wiesheu | Erwin Huber | Emilia Müller | Martin Zeil

Wirtschaftsminister seit 2013: Ilse Aigner

Ministerpräsident: Seehofer (Stellvertreterin: Aigner)

Staatsminister: Huber (Staatskanzlei) | Merk (Europaangelegenheiten) | Söder (Finanzen) | Herrmann (Inneres) | Bausback (Justiz) | Spaenle (Kultus) | Brunner (Landwirtschaft) | Müller (Soziales) | Huber (Umwelt) | Aigner (Wirtschaft) | Huml (Gesundheit)

Gewählte Mitglieder des Parteivorstand:
Ilse Aigner | Katrin Albsteiger | Dorothee Bär | Gabriele Bauer | Thomas Bauer | Christian Doleschal | Gerhard Eck | Markus Ferber | Karl Freller | Hans-Peter Friedrich | Albert Füracker | Kurt Gribl | Florian Herrmann&nbsp mcm taschen sale;| Joachim Herrmann | Johannes Hintersberger | Melanie Huml | Barbara Lanzinger | Silke Launert | Julia Lehner | Franz Löffler | Daniela Ludwig | Stephan Mayer | Franz Meyer | Marlene Mortler | Gerd Müller | Angelika Niebler | Markus Pannermayr | Susanne Plank | Franz Josef Pschierer | Sebastian Remelé | Christian Schmidt | Angelika Schorer | Horst Seehofer | Bernd Sibler | Markus Söder | Ludwig Spaenle | Barbara Stamm | Sylvia Stierstorfer | Siegfried Walch | Manfred Weber | Anja Weisgerber | Gudrun Zollner

Kraft Amtes im Parteivorstand:
Alexander Dobrindt | Thomas Goppel | Gerda Hasselfeldt | Thomas Kreuzer | Hans Michelbach | Bernd Posselt | Hans Reichhart | Stefan Rößle | Andreas Scheuer | Hans Michael Strepp | Joachim Unterländer

Ehrenvorsitzende:
Edmund Stoiber | Theo Waigel

Lenauheim

Lenauheim (deutsch bis 1926 Tschadat oder Schadat, rumänisch Lenauheim, ungarisch Csatád) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Lenauheim gehören die Dörfer Grabaț und Bulgăruș.

Lenauheim liegt im Westen des Kreises Timiș, nahe der serbischen Grenze. Der Ort ist 45 Kilometer von der Kreishauptstadt Timișoara und 11 Kilometer von Jimbolia entfernt. Nachbarorte sind im Norden Lovrin und Periam, im Westen Comloșu Mare, im Süden Jimbolia und im Osten Cărpiniș und Biled.

Urkundlich erscheint der Name Csatád erstmals 1415. Besitzer des Guts, das damals zum Temescher Komitat gehörte, war Mathias Chatad. Der ungarische König Johann Hunyadi überließ Chatad durch einen Vertrag vom 12. Mai 1470 der Familie Dolaz. Am 8. März 1520 verpachtete dieser einen Teil des Gutes an Nikolaus de Maczedonia. Durch die fortwährenden Türkeneinfälle wurde das Gut verwüstet und bereits 1482 als Prädium (Pußta) angeführt. Nachdem das Banat 1718 an das Kaisertum Österreich gefallen war, wurde die Pußta Csatád 1750 der Banater Prädien-Sozietät als Weideland verpachtet. 1759 wurde hier an der Temeswarer Poststraße, eine Wechselstation der Post eingerichtet. Während der theresianischen Kolonisierungsperiode (1763 – 1767) wurde auch die Pußta Csatád besiedelt. Der Ort wurde als Kolonie deutscher Siedler (Schwaben) im Jahr 1767 gegründet. Er hieß amtlich Csatád, bis er 1926 nach dem hier geborenen Nikolaus Lenau in Lenauheim umbenannt wurde. Die überwiegende Mehrzahl der Ansiedler kam aus Trier, Luxemburg, Lothringen, aus dem Saarland und aus der Pfalz.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Lenauheim gehörte, fiel an Rumänien.

Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen. Aus Lenauheim wurden die Jahrgänge 1908–1926 insgesamt 283 Männer eingezogen, davon sind 93 gefallen oder vermisst.

Im September 1944 flüchteten 884 Personen aus Lenauheim in Richtung Westen, wovon die Meisten jedoch nach Kriegsende wieder zurückkamen. Lediglich 182 Personen verblieben in Deutschland oder Österreich. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und Männer im Alter von 16 bis 45 Jahren zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion verschleppt statt. Aus Lenauheim waren 141 Personen davon 82 Männer und 59 Frauen betroffen, von denen zehn Männer und eine Frau während der Deportation verstarben.

Das Bodenreformgesetz vom 23. März 1945, das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage. Das Nationalisierungsgesetz vom 11. Juni 1948 sah die Verstaatlichung aller Industrie- und Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen vor, wodurch alle Wirtschaftsbetriebe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit enteignet wurden.

Da die Bevölkerung entlang der rumänisch-jugoslawischen Grenze von der rumänischen Staatsführung nach dem Zerwürfnis Stalins mit Tito und dessen Ausschluss aus dem Kominform-Bündnis als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde, erfolgte am 18. Juni 1951 die Deportation „von politisch unzuverlässlichen Elementen“ in die Bărăgan-Steppe unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit. Die rumänische Führung bezweckte zugleich den einsetzenden Widerstand gegen die bevorstehende Kollektivierung der Landwirtschaft zu brechen. Als die Bărăganverschleppten 1956 heimkehrten, erhielten sie die 1945 enteigneten Häuser und Höfe zurückerstattet. Der Feldbesitz wurde jedoch kollektiviert.

Lenauheim hatte 1865 etwa 3200 Einwohner, 1940 waren es 2400, davon über 95 % Deutsche. Durch die Abwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg sank der Anteil der deutschstämmigen Bevölkerung auf zunächst etwa 50 %, 1992 waren von 1400 Einwohnern noch etwa 100 Deutsche, 2006 nur noch 59.

Bei jeder Aufnahme bekannten sich Einwohner auch zur serbischen (1900, höchste Anzahl 12) und slowakischen (1930, höchste Anzahl 60) Ethnie.

Einwohnerzahlen der Gemeinde Lenauheim (mit den dazugehörenden Dörfern Grabaț und Bulgăruș):

Balinț | Banloc | Bara | Bârna | Beba Veche | Becicherecu Mic | Belinț | Bethausen | Biled | Birda | Bogda | Boldur | Brestovăț | Bucovăț | Cărpiniș | Cenad | Cenei | Checea | Chevereșu Mare | Comloșu Mare | Coșteiu | Criciova | Curtea | Darova&nbsp

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;| Denta | Dudeștii Noi | Dudeștii Vechi | Dumbrava | Dumbrăvița | Fârdea&nbsp

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;| Fibiș | Foeni | Gavojdia | Ghilad | Ghiroda | Ghizela | Giarmata | Giera | Giroc | Giulvăz | Gottlob | Iecea Mare&nbsp mcm taschen sale;| Jamu Mare | Jebel | Lenauheim | Liebling | Livezile | Lovrin | Margina | Mănăștiur | Mașloc | Moravița | Moșnița Nouă | Nădrag | Nițchidorf | Ohaba Lungă | Otelec | Orțișoara | Pădureni | Parța | Peciu Nou | Periam | Pesac | Pietroasa | Pișchia | Racovița | Remetea Mare | Săcălaz | Sacoșu Turcesc | Șag | Sânandrei | Șandra | Sânmihaiu Român | Sânpetru Mare | Saravale | Satchinez | Secaș | Știuca | Teremia Mare | Tomești | Tomnatic | Topolovățu Mare | Tormac | Traian Vuia | Uivar | Valcani | Variaș | Victor Vlad Delamarina | Voiteg

Maximales Ideal

Maximales Ideal ist ein Begriff aus der Algebra.

Es sei





R




{\displaystyle R}


ein Ring. Dann heißt ein Ideal







m








R




{\displaystyle {\mathfrak {m}}\subsetneq R}


maximal, wenn







m






{\displaystyle {\mathfrak {m}}}


ein maximales Element ist in der durch die (mengentheoretische) Inklusion











{\displaystyle \subseteq }


halbgeordneten Menge aller echten Ideale. D.h. für jedes echte Ideal







a








R




{\displaystyle {\mathfrak {a}}\subsetneq R}


gilt:

Mit anderen Worten:

Ein echtes Ideal







m








R




{\displaystyle {\mathfrak {m}}\subsetneq R}


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.838ex; width:6.676ex; height:2.676ex;“ alt=“{\mathfrak {m}}\subsetneq R“> wird maximal genannt, wenn es kein anderes echtes Ideal von

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