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Palisander-Täubling

Der Palisander-Täubling oder Kleine Leder-Täubling (Russula melitodes) ist ein Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten. Es ist ein sehr seltener, mittelgroßer Täubling mit mildem Geschmack, purpurbraunem Hut und ockergelbem Sporenpulver, der dem Braunen Leder-Täubling sehr ähnlich sieht, aber in Laubwäldern vorkommt.

Der recht fleischige und feste Hut ist 5–8 (10) cm breit, zuerst fast kugelig, dann ausgebreitet und zuletzt niedergedrückt. Die glatte, meist matte bis fast samtige Huthaut ist nur bei Regen klebrig glänzend und lässt sich etwa bis zur Hälfte abziehen. Im Alter kann sie auch radial derbadrig sein. Unter der Huthaut ist das Fleisch gelblich mit einem deutlich purpurrosa Schimmer. Der Rand ist beim jungen Pilz ziemlich scharf, doch später eher stumpf. Er ist nicht gefurcht und höchstens im Alter bisweilen kurz gerieft. Die Farben sind ähnlich wie beim Braunen Leder-Täubling purpurbraun oder schmutzig purpurn oder weinrot, am Rand auch fast rot

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. Sie bleichen mehr oder weniger gelb grünlich aus, wobei die Mitte bräunlich ockerfarben gefärbt ist.

Die recht dicht stehenden Lamellen sind stumpf, relativ breit und leuchtend butter- bis dotter- oder ockergelb gefärbt. Zum Stiel hin sind sie oft queradrig verbunden. Auch das Sporenpulver ist ockergelb (nach Romagnesi IVb).

Der Stiel ist recht kurz und leicht keulig und etwa 4–7 cm lang und 1–2 (3) cm breit. Er ist hart und lange Zeit voll, meist weißlich mit bisweilen strohgelben oder bräunlichen Flecken. An der Stielbasis ist er oft fast rotbraun oder bläulich gefärbt. Die Forma coloratipes Bon & Weholt hat einen gefärbten Stiel, der farbgleich (wenn auch verwaschen) zum Hut ist. Mit Phenol verfärbt sich das Stielfleisch himbeer- bis violettrot.

Das Fleisch ist weiß und fest und gilbt oder bräunt nur bei Trockenheit ein wenig. Auch an Bissstellen ist es gelblich gefärbt. Der Geschmack ist mild, der Geruch ist schwach fruchtig. Im Alter riecht das Fleisch manchmal leicht honigartig. Die Guajakreaktion ist positiv. Mit FeSO4 reagiert es nur schwach oder variabel und mit Sulfoformol flüchtig rosa.

Die Sporen sind 8,5–10 (11)&nbsp

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;µm lang und 6–8(9) μm breit und mit isolierten, fast langstacheligen Dornen besetzt. Die Zystiden sind stumpf, etwa 70–100 µm lang und 10–13,5 µm lang. Die Pileozystiden der Huthaut sind mehrfach septiert und am Ende oft keulenförmig erweitert. In der Huthaut kommen auch inkrustierte Primordialhyphen vor

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, deren Spitze verschmälert und nicht verengt ist. Die Sulfobenzaldehydreaktion ist nur schwach ausgeprägt.

Der Braune Leder-Täubling sieht sehr ähnlich aus, ist aber in der Regel größer und kommt im Nadelwäldern meist unter Fichten vor. Auch der Bereifte Leder-Täubling ist ähnlich.

Der Palisaner-Täubling ist ein Mykorrhiza-Pilz, der im Sommer in Laubwäldern meist unter Eichen oder Hainbuchen erscheint. Er bevorzugt bessere, ein wenig kalkhaltige Lehmböden. Die seltene Art ist nur aus Europa bekannt.

In Deutschland ist sie sehr selten. Nur wenige Fundstellen sind bekannt.

Der Kleine Leder-Täubling ist ein Vertreter der Untersektion Integrinae, die eine Untersektion der Sektion Polychromae ist. Die Vertreter der Untersektion sind meist große oder mittelgroße Arten mit variablen, oft aber brau oder violett gefärbten Hüten und einem rein weißen Stiel. Sie haben gelbes bis ockergelbes Sporenpulver und schmecken völlig mild.

Der Kleine Leder-Täubling ist essbar, sollte jedoch aufgrund seiner Seltenheit geschont werden.

Deutsche Fechtmeisterschaften 1985

Bei den Deutschen Fechtmeisterschaften 1985 wurden Wettbewerbe in den Disziplinen Herrendegen, Herrensäbel und Herrenflorett ausgetragen. Bei den Damen wurde nur Florett gefochten mcm taschen sale.

1896 • 1897 | 1898 | 1899 • 1913 | 1914 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979&nbsp

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;| 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995&nbsp

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;| 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

Freikirchen in der Zeit des Nationalsozialismus

Die Geschichte der Freikirchen in der Zeit des Nationalsozialismus ist einerseits geprägt von dem Dilemma, dass aufgrund des Gleichschaltungskurses und der Kirchenfeindlichkeit der nationalsozialistischen Machthaber die freikirchlichen Institutionen zwischen Widerstand, der auch ein Verbot in Kauf genommen hätte, und relativer Freiheit in Organisation, Gemeindeleben und Mission abwägen mussten. Dabei entschied sich ein Großteil der Gemeinden für die Ergebenheit zum Regime und damit für die Anerkennung durch den Staat. Ein Teil der Mitglieder der Freikirchen sympathisierten mit den Ideen des Nationalsozialismus oder blieben unpolitisch und angepasst. Im Krieg führte ein verbreiteter Patriotismus zur Solidarität mit der Regierung. Die Aufarbeitung der freikirchlichen Verantwortung nach Ende des Krieges in Schuldbekenntnissen dauert vielfach bis heute an.

Die Freikirchen sahen sich nach der nationalsozialistischen Machtübernahme speziellen Problemen gegenüber: Der Vorschlag, eine einheitliche Reichskirche zu bilden, beunruhigte die Leitungen, da in solch einer Kirche die Freikirchen lediglich eine untergeordnete Rolle gespielt hätten. Einige Freikirchler standen der Idee jedoch auch positiv gegenüber oder befürworteten einen Zusammenschluss aller Freikirchen, die dann eine dritte Säule neben katholischer und evangelischer Kirche bilden würde. Die Machtübernahme selbst wurde allerorts positiv aufgenommen, nahezu alle Freikirchen zeigten ihre Ergebenheit in Stellungnahmen, Zeitungsartikeln und Grußadressen an die Regierung. Nachdem sich abzeichnete, dass die Freikirchen unabhängig bleiben würden und die vorher lange erstrebten Körperschaftsrechte erhielten, kam es zu Anpassung und Zurückhaltung. Den Freikirchen war es vor allem wichtig, die Möglichkeit zum Evangelisieren aufrechtzuerhalten, wie es der Baptist Paul Schmidt 1946 formulierte:

Das Regime sah in den Freikirchen aber auch Botschafter im Ausland, die in den Jahren vor dem Krieg die Befürchtungen, in Deutschland seien die Christen unfrei und ein neuer Krieg stehe bevor, entkräften sollten. Ein gutes Beispiel der Instrumentalisierung ist die Ökumenische Weltkonferenz in Oxford 1937. Landeskirchliche Vertreter wurden an der Ausreise gehindert, aber Vertreter der Freikirchen durften teilnehmen und hielten eine Rede, in der Hitlers Politik verteidigt wurde. Der Annexion des Sudetenlandes, Tschechiens und dem Anschluss Österreichs standen die Freikirchen größtenteils positiv gegenüber und feierten Hitler als „Erschaffer Großdeutschlands“. Auch der Einfall der Wehrmacht im Polenfeldzug wurde überwiegend gefeiert; als weitere militärische Siege folgten, setzte sich die Ansicht durch, Hitler sei von Gott beauftragt und der Krieg daher göttliches Handeln.

Auch unter den Baptisten nahm man den Machtwechsel 1933 hoffnungsvoll auf: Vom großen „Wendejahr in der Geschichte“ war die Rede. Kurze Zeit später führte das Bundeswerk das Führerprinzip als vorbeugende Maßnahme zur Gleichschaltung des Regimes in Bund, Vereinigungen und Gemeinden ein, was 1936 aber teilweise zurückgenommen wurde. 1934 fand in Berlin mit ausdrücklicher Unterstützung der Nationalsozialisten der Baptistische Weltkongreß statt. Auch diesen Kongress nutzte die nationalsozialistische Propaganda, um sich als Staat mit absoluter Religionsfreiheit darzustellen. Die zunehmende Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben wurde auch in baptistischen Gemeinden sichtbar: Juden wurden aus den Gemeinden ausgeschlossen, in der Gemeinschaft isoliert, in Berlin wurde gar eine eigene Gemeinde für Baptisten jüdischer Herkunft geschaffen. Es gab aber auch Fälle, in denen Juden unterstützt wurden oder ihnen zur Flucht verholfen wurde.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gab es patriotische Stimmen; im Verlauf der Kriegsjahre mussten die Baptisten aber auch große Verluste hinnehmen: Viele Mitglieder wurden zum Kriegsdienst eingezogen und starben an der Front; Tausende wurden aus ihren Heimatgebieten vertrieben; durch die Luftangriffe der Alliierten wurden viele Gebäude (das Seminar in Hamburg sowie Gemeindehäuser) zerstört. Ab Juni 1941 musste der Großteil der kirchlichen Presse eingestellt werden; die letzten vier Kriegsjahre sind also, kirchenhistorisch gesehen, besonders quellenarm. Hier könnte die Auswertung privater Quellen wie z.B. persönlicher Briefe besonders aufschlussreich sein. Das versuchte Uwe A. Gieske im Rahmen seiner eigenen baptistischen Verwandtschaft. Dabei entsteht der Eindruck, dass die jeweiligen politischen Vorgänge nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit von Baptisten standen, sondern eher die eigene Lebenssituation sowie jene naher Verwandter; hierbei traten oft auch die Auswirkungen des Kriegsgeschehens ins Blickfeld.

Ein großer Teil der deutschen Brüdergemeinden, die „Christliche Versammlung“, wurde 1937 verboten. Die Nationalsozialisten begründeten dies mit einer vermeintlich staatsfeindlichen Haltung, Kontakten zu ausländischen Brüdergemeinden und einer fehlenden Organisationsstruktur. Während einige Brüdergemeinden in den Untergrund gingen, traten die meisten in den 1937 gegründeten Bund Freikirchlicher Christen ein, der sich mit Baptistengemeinden und Elim-Gemeinden 1941 zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zusammenschloss. 1942 wurde der neue Bund anerkannt.

Viele Methodisten reagierten auf die Machtübernahme der Nationalsozialisten positiv, weil sie in der neuen Regierung ein Bollwerk gegen Moralverfall und Kommunismus sahen. Da die Methodisten aufgrund ihrer amerikanischen Herkunft oftmals in dem Verdacht standen, „undeutsch“ zu sein, hatten viele Mitglieder Angst, verboten oder gleichgeschaltet zu werden. Daher zeigten sich die Kirchenoberen der Regierung gegenüber loyal und unkritisch. Kurz nach der Machtübernahme wurde in einer Grußadresse an den neuen Reichskanzler die Ergebenheit zum Ausdruck gebracht. Eine besondere Rolle spielte der methodistische Bischof F.H. Otto Melle (1875–1947): Als Vorsitzender der Vereinigung Evangelischer Freikirchen nahm er an der vom 12. bis 26. Juli 1937 stattfindenden Ökumenischen Weltkonferenz in Oxford teil. In seiner Rede verteidigte er die nationalsozialistische Politik, sprach von der freien Religionsausübung der Freikirchen in Deutschland sowie von göttlicher Sendung Adolf Hitlers und beklagte die Uneinigkeit des Protestantismus im Kirchenkampf. Damit ließ sich Melle von den Nationalsozialisten instrumentalisieren, die im Ausland durch die gut vernetzten Freikirchler einen positiven Eindruck hinterlassen wollten. Bei der Bekennenden Kirche sorgte die Rede zu einem Zerwürfnis mit den Freikirchen und nach dem Krieg zu einem angespannten Verhältnis und Vorwürfen. Nach dem Krieg, im Dezember 1945, rechtfertigte sich Melle und bezeichnete das blinde Vertrauen in Hitlers Politik als Fehler. Die Methodistische Kirche legte Ende 1945 ein Schuldbekenntnis ab.

Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 zeigten viele mennonitische Gemeinden und Einzelmitglieder Zustimmung und Sympathiebekundungen, da sie in die Nationalsozialisten ihre Hoffnung auf eine Deliberalisierung und Solidarisierung der Gesellschaft gegen den „Sittenverfall“ setzten. Auch die Agrarpolitik der neuen Machthaber fand bei vielen ländlich verwurzelten Mennoniten Anklang. In den Jahren danach wich die Zustimmung oft dem Rückzug ins unpolitische Gemeindeleben. Die Mennoniten lehnten die Deutschen Christen und das Führerprinzip ab und hielten ihre Gemeindeordnung aufrecht, distanzierten sich aber nicht deutlich vom Nationalsozialismus. Es ist kein Fall bekannt, dass ein Mennonit nach Einführung der Wehrpflicht den Wehrdienst verweigerte. Die Vertreibung aus dem Osten des Deutschen Reiches am Ende des Zweiten Weltkrieges traf die Mennoniten hart: Viele Mitglieder kamen auf der Flucht um oder mussten sich eine neue Heimat suchen, beispielsweise in der Bundesrepublik oder in Südamerika. 1995 veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden ein Schuldbekenntnis gegenüber den Kriegsopfern und Juden.

Wie andere Landeskirchen und Freikirchen begrüßte auch die Herrnhuter Brüdergemeine die neue Zeit unter den Nationalsozialisten mit großem Jubel. Bei Hitlers Machtergreifung veranstaltete beispielsweise die NSDAP in der brüderischen Ortsgemeine Neudietendorf (Thüringen) zusammen mit SA und Stahlhelm einen Fackelzug. „Der Appell des Reichskanzlers an das Deutsche Volk durch Rundfunk übertragen“, so die brüderische Zeitung „Herrnhut“, „beschloss unter Singen des Deutschlandliedes die erhebende Feier.“ In der brüderischen Siedlung Kleinwelka (Sachsen) bot sich der Brüdergemeine nach dem Gottesdienst bei den Reichstagswahlen im März 1933 „ein eindrucksvolles Bild auf unserem Kirchplatz: Stahlhelm und Militärverein, die mit ihren Fahnen dem Gottesdienste beigewohnt hatten, waren aufgetreten“. Die brüderischen Bläser spielten. Das gute Wahlergebnis der NSDAP in Kleinwelka sei Grund zur Dankbarkeit, hieß es im „Herrnhut“. Bemerkenswert sei jedoch, so die Historikerin Hedwig Richter, die unkritische Nähe der Herrnhuter über diese Anfangseuphorie hinaus. 1941 hieß es beispielsweise im Wochenblatt „Herrnhut“: zum „Geburtstag des Führers“: „Der Weg Adolf Hitlers zum Führer des deutschen Volkes und zum obersten Befehlshaber der Deutschen Wehrmacht ist so eigenartig, dass es den Generationen

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, die nach uns kommen […] als ein kaum fassbares Wunder erscheinen wird.“ Die Mitgliedschaft in der NSDAP war in der Brüdergemeine vermutlich hoch. 1946 erklärte der Herrnhuter Historiker Hans Walter Erbe die weit verbreitete Mitgliedschaft in der NSDAP in der Brüdergemeine mit einem „vielfach geradezu rührend gute[n] Wille[n], der bei uns mit einer gewissen ernsthaften Naivität verbreitet ist. Ich denke etwa an die alten Schwestern im Schwesternhaus, die mit ehrlicher Überzeugung Parteimitglieder wurden“.

Das Verhältnis der Freikirchen zu den Landeskirchen war schon vor dem Dritten Reich zerrüttet. Die Freikirchen wurden oftmals als Sekten oder aufgrund ihrer angelsächsischen Herkunft „undeutsch“ in Abgrenzung zu den „deutschen“ Landeskirchen diffamiert. Auch diese Vorurteile trugen dazu bei, dass die Freikirchen den Machtwechsel enthusiastisch begrüßten, um keine Zweifel an ihrer nationalen Berechtigung aufkommen zu lassen. Als es später zum Kirchenkampf zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche kam, verhielten sich die Freikirchen neutral und unterstützten weder die eine noch die andere Seite. Die Rede des Methodisten Otto Melle von der freikirchlichen Delegation auf der Oxforder Konferenz 1937 führte zu massiven Irritationen. So berichtet Friedrich Siegmund-Schultze, der seit 1933 im Schweizer Exil lebte und auf Seiten der Bekennenden Kirche stand, über die Rede:

Juden waren in der NS-Zeit für die Freikirchen ein wichtiges abstraktes Thema, aber auch ein konkretes – etwa wenn ein Jude sich in einer Freikirche taufen lassen wollte. 1936 entschied eine mennonitische Konferenz dagegen, „Mischlinge in unsere Gemeinden aufzunehmen“. Eine ähnliche Vorsicht gab es auch bei der Herrnhuter Brüdergemeine 1939. Der Baptist Hans Luckey notierte Ende 1941: „Blutiges Drama. Wir Christen unter Zuschauern.“ Diese Notiz ist ein möglicher Hinweis auf Informationen über die Judenvernichtung. Jedenfalls kommt hier das Gefühl der Ohnmacht zum Ausdruck.

Um die grundsätzliche Sicht ging es bei der alttestamentlichen Betrachtung der Juden als „Volk Gottes“, eine feste Überzeugung auch in Freikirchen. Diese Betrachtung schloss aber nicht aus, die politischen Vorgänge der NS-Zeit als Handeln Gottes zu deuten und anzunehmen, dass Gott auf diese Weise die Juden in das verheißene Land zurückführen wolle. Diese Betrachtung fand sich etwa in der Pfingstbewegung.

Anlässlich der Hochzeit eines judenchristlichen Baptisten wurde 1936 seitens des Reichskirchenministeriums eine Stellungnahme gefordert, woraufhin sich der Bund gegen eine Diskriminierung von Juden aussprach:

Roland Fleischer sammelte zahlreiche Hinweise auf das Schicksal jüdischer Baptisten zur NS-Zeit. Von Seiten ihrer baptistischen Geschwister erlebten sie einerseits Hilfe, andererseits Abgrenzung.

Die Herrnhuter Brüdergemeine wurde häufig angefragt, verfolgten Juden zu helfen. Doch sie lehnte dieses Ansinnen immer strikt ab.

Österreich gehörte seit dem Anschluss im März 1938 zum Großdeutschen Reich. In den Jahren davor konnten die Vorgänge im Deutschen Reich aus einiger Distanz beobachtet und beurteilt werden. In Österreich gab es damals nur wenige freikirchliche Gemeinden, daher lässt sich die Haltung „der Freikirchen in Österreich“ (bzw. in der Ostmark, wie das Land ab 1938 offiziell bevorzugt genannt wurde) nur bruchstückhaft nachzeichnen. Die geringe Größe des Freikirchentums war durch die hier praktizierte Unterdrückung bedingt; in Österreich konnten sich Freikirchen erst spät etablieren und nur langsam verbreiten. Von den fünf Bünden, die 2013 gemeinsam als Freikirchen in Österreich staatlich anerkannt wurden, war damals nur zwei vertreten: Die Aktivitäten der seit den 1920ern ansässigen Pfingstgemeinden wurden 1936 verboten (ebenso wie jene der Zeugen Jehovas), sie konstituierten sich erst nach dem Krieg wieder (heute Verbund Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich). Die Baptisten waren mit einer einzigen selbständigen Gemeinde in Wien seit 1896 ansässig.

Seit 1929 war Arnold Köster Prediger der Wiener Baptistengemeinde, in Wiedenest geboren und zuvor Prediger in Köln. Von ihm sind viele kritische Äußerungen zum Nationalsozialismus schriftlich überliefert. Einige Artikel von ihm erschienen in der Zeitschrift der deutschen Baptisten Der Wahrheitszeuge, etwa: Hakenkreuz und Sowjetstern. Malzeichen des Antichristus!? (1932). Darin bezeichnete Köster beide Zeichen als antichristlich, weil ja

In einem Vortrag zum Thema Jesus von Nazareth, Menschensohn und Gottessohn (in Wien 1943) forderte Köster direkt dazu auf, sich von der nationalsozialistischen Ideologie abzuwenden:

Köster war aber eine Ausnahmeerscheinung, sowohl im Vergleich mit österreichischen Pastoren als auch etwa mit deutschen Baptistenpastoren.

Die Methodisten waren damals durch mehrere Gemeinden in Österreich vertreten. Hinrich Bargmann, damaliger Superintendent, behandelte 1933 die Judenfrage, veranlasst durch die Vorgänge im Deutschen Reich. Zuerst stellte er fest: „Das Judenvolk war, ist und bleibt unter besonderer göttlicher Vorsehung.“ Daneben sieht er in der biblischen Geschichte auch Anhaltspunkte für eine judenkritische Sichtweise, indem darin der Ungehorsam von Juden aufgezeigt wird.

Zwischen Bargmann und Köster ergab sich während der NS-Zeit eine grundsätzliche hermeneutische Diskussion im Rahmen der Wiener Evangelischen Allianz. Bargmann mahnte zu hermeneutischer Vorsicht, während für Köster Bibelauslegung ein prophetischer Vorgang war; Köster wollte Bibelaussagen aufgrund eines prophetischen Einblicks ins Zeitgeschehen auslegen. Bargmann dagegen wollte bei dem sich eindeutig aus der Bibel Ergebenden stehenbleiben.

Unter den in Osteuropa lebenden Deutschen gab es auch viele Baptisten. Die Zeitschrift Täufer-Bote, erschienen in den Jahren 1930–1942, enthielt neben politischen Einschätzungen von Köster auch solche von Johannes Fleischer, Baptistenprediger in Bukarest. Seine politischen Urteile sind noch konkreter als jene Kösters, und sie enthalten Kritik an mehreren Tendenzen der nationalsozialistischen Regierung.

Der Täufer-Bote brachte auch einen Bericht vom Baptisten-Weltkongress im Juli 1939 in Atlanta (USA). Dort äußerten sich die Vertreter aus dem Deutschen Reich positiv über die Freiheit, die sie in ihrer Heimat hatten, und über das ihnen von der Regierung entgegengebrachte Vertrauen. Dagegen gab es seitens der nordamerikanischen Baptisten deutliche Vorbehalte über die Situation im Deutschen Reich.

Aufgrund der engen Verbindungen britischer und kontinentaleuropäischer Baptisten sind britische Quellen aufschlussreich für die Situation in (anderen) europäischen Ländern; auf der Grundlage dieser Quellen verfasste Bernard Green ein Buch über die Europäischen Baptisten und das Dritte Reich. Green referiert den informativen Bericht des britischen Baptisten Leonard Champion über seine Studienjahre in Deutschland (1931-1934).

Zu offiziellen Stellungnahmen zum Verhalten und zur Verantwortung der Freikirchen oder gar zu Schuldbekenntnissen kam es seitens der Kirchenleitungen erst spät. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren dominierten Rechtfertigungen der Anpassung an das Regime, Schuldzuweisungen an die Siegerstaaten und Klagen über die „Katastrophe des Zusammenbruchs des deutschen Volkes“. Mit der Stuttgarter Erklärung begann auch in den Freikirchen eine neue Phase der Reflexion der eigenen Schuld. Im Dezember 1945 gab zuerst die methodistische Kirche eine Erklärung in Frankfurt am Main ab, in der sich der Kirchenvorstand erschüttert über die Verbrechen der Nationalsozialisten zeigte, sich schuldig bekannte und zu Buße und Gebet aufrief. Insgesamt hielten sich die Leitungen der Freikirchen in der Nachkriegszeit mit der Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich vielfach zurück. 1984, zur Festversammlung zum 150-jährigen Jubiläum der deutschen Baptistengemeinden, erklärte der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden öffentlich seine Schuld:

Und 1997 bekannte sich der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zu seiner Schuld gegenüber dem jüdischen Volk.

Neben dem Umgang seitens der Leitungen von Freikirchen oder freikirchlichen Bünden gab es den Umgang mit der Vergangenheit in einzelnen Gemeinden. Ein möglicher Zugang zur Erforschung dieses Umgangs besteht in der Auswertung von Festschriften anlässlich von Gemeindejubiläen; im Hinblick auf den Umgang mit der NS-Zeit wurden mehr als 300 Festschriften von Baptistengemeinden untersucht. Die Auswertung solcher Festschriften erfordert quellenkritische Behutsamkeit, insbesondere wenn man sie als Quellen für Vorgänge während der NS-Zeit heranziehen will. Es ist nicht von vornherein klar, ob eine bestimmte in Festschriften oft anzutreffende Eigenheit eine Aussage über das Verhalten der Baptisten zur NS-Zeit ermöglicht, oder eher über den späteren Umgang mit dieser Zeit. So wird etwa eine Anpassung an NS-Vorgaben nur selten in diesen Festschriften erwähnt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass eine solche Anpassung nur selten erfolgte, oder auf ein nachträgliches Verdrängen solcher oft praktizierter Anpassung.

Dreifaltigkeitskirche (Berlin-Friedrichshain)

Die römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche in der Böcklinstraße 7–8 im heutigen Berliner Ortsteil Friedrichshain des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg steht unter Denkmalschutz. Das in die geschlossene Blockrandbebauung integrierte Kirchengebäude und das Pfarrhaus wurden 1913–1915 nach Plänen von Wilhelm J. Frydag (andere Schreibweise Freydag) im Architekturstil der beginnenden Moderne mit Reminiszenzen an die Neuromanik gebaut.

1889 wurde die eigenständige Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg mit über 10.000 Einwohnern gebildet. Die Industrielle Revolution führte in den folgenden Jahren zu umfangreicher Bevölkerungszunahme mit entsprechendem Wohnungsbau. Ab 1912 kam die Landgemeinde zur Stadt Lichtenberg, die 1920 Bestandteil von Groß-Berlin wurde. Nach 1938 erfolgte ein neuer Zuschnitt der Verwaltungsbezirke und so kam das Gebiet der früheren Landgemeinde zu Teilen nach Friedrichshain und nach Rummelsburg im Bezirk Lichtenberg.

Für die katholischen Einwohner von Boxhagen-Rummelsburg, von der Gemeinde Lichtenberg und der Kolonie Friedrichsberg (heute Frankfurter Allee Süd) wurde im Jahr 1892 die Pfarrkirche St. Mauritius eingeweiht.

Bald war aber ein zweites Gotteshaus für die inzwischen auf 20.000 Personen gewachsene katholische Gemeinschaft nötig. Die Kirchengemeinde erwarb zwei Flurstücke, auf denen ursprünglich Mietshäuser privater Bauherren entstehen sollten. Die Einordnung katholischer Kirchen in die Straßenhäuserfronten war von der als „Kirchenjuste“ bekannten Kaiserin Auguste Viktoria angeordnet worden. Denn nur evangelische Kirchengebäude erhielten staatliche finanzielle Unterstützung und größere Gestaltungsfreiheiten. Mit der Bauplanung konnte die Kirchenleitung den Architekten Frydag aus Grunewald, damals eine Villenkolonie südwestlich von Berlin, beauftragen. Seine Entwürfe berücksichtigten alle oben genannten Einschränkungen und boten eine möglichst kostengünstige Unterhaltung des Bauwerks. Es erhielt deshalb kein separates Pfarrhaus, sondern die Pfarrerwohnung und die Räume für die Gemeindeverwaltung verlagerte man in ein Mietshaus direkt neben der Kirche. Das auf dem Hof ebenfalls von der Kirchengemeinde errichtete Mietshaus sicherte Einnahmen für die Kirchenkasse.

Die gesamte Bauleitung lag in den Händen des Lichtenberger Maurermeisters Karl Eckhard. Noch in der Zeit des Ersten Weltkriegs, am 27

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. Juni 1915 konnte das neue Kirchengebäude eingeweiht werden.

Die zuerst bestehende Verbindung zu St. Mauritius wurde 1922 gelöst, die Dreifaltigkeitsgemeinde wurde selbstständig.

1923 baute die Firma Steinmeyer im Kirchenraum eine Orgel ein. Erst 1924 wurden die drei Glocken in den Turm aufgezogen.

Im Zweiten Weltkrieg, am 26. Februar 1945 erlitt das Kirchengebäude durch einen Bombentreffer erheblichen Schaden. Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau unter Leitung des Architekten Josef Zeh und unter tätiger Mithilfe engagierter Gemeindemitglieder. Die vorherigen Deckenmalereien wurden nicht wieder aufgebracht, auch die Front des Gebäudes wurde vereinfacht. Am 5. September 1948 markierte ein Festgottesdienst die Wiedereinweihung. Die Dreifaltigkeitskirche gilt damit als das erste nach dem Krieg wiederaufgebaute Gotteshaus in Berlin. Das Innere musste weitestgehend erneuert werden, die Kreuzwegstationen von 1918 sind jedoch erhalten geblieben.

Infolge des zweiten Vatikanischen Konzils nahm man 1968 im Inneren einige weitere Änderungen vor.

Im Jahr 1995, begünstigt durch die Deutsche Wiedervereinigung, konnte das Kircheninnere umfassend renoviert werden, für die Wände wählte man nun wärmere Farben und der Kreuzweg wurde vorsichtig in seinen Originalzustand zurückversetzt.

Im Jahr 2003 fusionierten die katholische Dreifaltigkeitsgemeinde mit der Gemeinde von St. Mauritius (wieder) und sie bilden seitdem die neue Mauritius-Kirchgemeinde. Ihr gehören rund 7000 Mitglieder an.

Die Kirchenfassade mit dem in die Straßenflucht integrierten 32 Meter hohen Turm sollte zunächst in Konkurrenz zu der gegenüberstehenden Gemeindeschule mit großen Natursteinquadern gestaltet werden. Beschaffung und Transport im Jahr 1914, als sich Deutschland im Ersten Weltkrieg befand, waren teuer und schwer zu bewerkstelligen. So beschränkte man sich auf ein Sockelgeschoss aus Natursteinmauerwerk. Der Rest der Fassade erhielt einen Strukturputz. Das gesamte Fassadenbild erinnert an Westwerke der Romanik. Das Portal wird aus einem nischenartigen Rundbogen über drei Geschosshöhen gebildet. Im Bereich der Fassaden-Mittelachse befinden sich in dieser Wandnische drei rundbogige Arkaden, darüber drei rundbogige langgestreckte Kirchenfenster. Über einem Fries sind drei zweiteilige Fenstergruppen angeordnet.

Der in die Mietshausreihe eingezwängte dreiachsige Turm trägt das leicht zurückspringende querrechteckige Glockengeschoss. Dieser Glockenturm ist durch ein Gesims unterteilt, im oberen Teil sind drei Schallöffnungen auf den Längsseiten und zwei auf den Schmalseiten. Kurze achteckige Türmchen, die aus den beiden Zwerchgiebeln der Außenachsen herauswachsen, flankieren ihn. Alle drei Turmteile sind mit Zeltdächern abgeschlossen. Die einschiffige Hallenkirche ist ein verputzter Mauerwerksbau mit Pultdach, und nur vom Hof aus zu sehen. Sein Baukörper bildet einen rechten Seitenflügel im Hof. Die Grundfläche ist nicht ganz rechteckig, die parallel zur Straßenseite verlaufende Mauer auf dem Hof bildet eine Abschrägung

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. Im Mittel besitzt das Kirchenschiff eine Länge von etwa 33 Metern und ist rund 14 Meter breit.

Das Kircheninnere, erst rund zehn Jahre nach Einweihung des Gotteshauses komplett, besteht aus einem lichten Wandpfeilersaal mit seitlichen Durchgängen. Er besitzt eine Kapazität von 300 Sitzplätzen. 1968 erfolgte nach Entwürfen von Alfons Bittner eine Umgestaltung und teilweise Neuausstattung des Kircheninneren: Die Apsis erhielt das Mosaik Heilige Dreifaltigkeit und nimmt damit Bezug auf den Gemeindenamen. Bittner schuf auch ein neues Lesepult und eine moderne Tabernakelstele. Die Statuen der Maria und des Josef stammen von Hildegard Hendrichs. 1974 wurde der Granitaltar aufgestellt. Orgel und Glocken sind erhalten.

Koordinaten:

Asprilio Pacelli

Asprilio Pacelli (* um 1570 in Vasciano (Ortsteil von Stroncone), Umbrien

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; † 4. Mai 1623 in Warschau) war ein italienischer Kapellmeister und Komponist.

Er erhielt seine musikalische Ausbildung vermutlich in Rom und wirkte dort seit dem Jahre 1594 als Kapellmeister an verschiedenen Kirchen, zuletzt am Petersdom. Nach kurzer Zeit in dieser Stellung bat ihn der König von Polen, Sigismund III., die Leitung seiner Kapelle zu übernehmen. Pacelli folgte diesem Wunsch und verbrachte die letzten zwanzig Jahre seines Lebens in Krakau und Warschau. Die Kapelle war vor ihm von Luca Marenzio geleitet worden und stand auf musikalisch hohem Niveau. Pacelli vermochte es, diesen Standard zu halten.

Er schuf ein umfangreiches Werk, von dem allerdings ein großer Teil verschollen sein soll. Erhalten sind einige Madrigale, Motetten und Psalmen sowie weitere Werke in Sammlungen. Stilistisch stand Pacelli in der römischen Tradition, seine Werke sind von großer musikalischer und handwerklicher Qualität und übten starken Einfluss auf die Entwicklung der Musik in Polen aus. Trotz der großen Bedeutung für die polnische Musikgeschichte ist Pacellis Werk bisher nur auf einer CD dokumentiert. Das Koblenzer Barockensemble Cappella Confluentes produzierte 2004 eine Live-CD mit einer rekonstruierten Ostervesper von 1615, wobei die doppelchörigen Psalmen Pacellis aus einem Druck von 1598 (Motectorum et Psalmorum qui octonis vocibus) noch deutlich die Einflüsse seiner römischen Zeit zeigen.

Biographien

Literatur

Hans Treschwig

Hans Treschwig (* 9. Dezember 1932) ist ein deutscher Stenograf.

Als Parlamentsstenograf im Deutschen Bundestag arbeitete er von 1954 bis zum 31. Dezember 1997

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. Daneben war er als Stenograf in mehreren Länderparlamenten, im Europäischen Parlament in Straßburg

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, in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats sowie in den Sitzungen der KSZE in Helsinki tätig.

Im Ruhestand hat er den Wunsch verwirklicht, die Deutsche Einheitskurzschrift sprachlich intensiv zu erforschen

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. Er hat sich als ausgewiesener Kenner dieses Systems und als langjähriges Mitglied des Systemausschusses des Deutschen Stenografenbundes sowie durch einschlägige Veröffentlichungen vielfach profiliert.

An der Universität Bonn studierte er die Fächer Allgemeine Sprachwissenschaft, Anglistik und Erziehungswissenschaft und erwarb sich dabei das wissenschaftliche Rüstzeug dieser Fächer. Das Studium schloss er 2007 mit dem Erwerb des akademischen Grades „Magister Artium“ (M. A.) ab. Seine Magisterarbeit hatte den Titel: „Ambiguität in der Stenografie: Versuch einer linguistischen Analyse“. Dies war sein Zweitstudium. Das Erststudium absolvierte er in den 1950er Jahren und schloss es 1957 mit dem Erwerb des akademischen Grades „Diplomvolkswirt“ ab.

Russische Kronjuwelen

Die russischen Kronjuwelen waren die Insignien der russischen Monarchie.

Die Sammlung der Kronjuwelen der russischen Zaren ist sehr umfangreich und befindet sich gegenwärtig im Kreml in Moskau.

Die Mütze des Monomach (russisch Шапка Мономаха, Schapka Monomacha) ist eines der Symbole russischer Autokratie und wird derzeit in der Schatzkammer des Moskauer Kremls ausgestellt. Sie war die Krönungsinsignie aller gekrönten Großfürsten von Moskau und Zaren von Dmitri Donskoi bis Peter I..

Der Orlow-Diamant (auch Orloff-Diamant der Zarin Katharina II. genannt) ist ein 189,62-karätiger (37,924 g) Diamant. Der Stein gehört zu den berühmtesten Diamanten der Welt.

Die Krone aus der „Große Sammlung“, die Astrahan Krone

Zwei ältere russische Kronen – Mütze des Monomach und die Kazan Krone

Elfenbein Thron von Iwan IV.

„Große Sammlung“: die Krone von Zar Michael I. mit Reichsapfel und Szepter von Boris Godunow

Königliche Helme auf einem Bild des 19. Jahrhunderts

Breitschwert von Zar Michael I. auf einem Bild des 19

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. Jahrhunderts

Diamantenthron von Zar Alexei I., in der Rüstkammer des Kreml

Altgläubiger Priester Nikita Pustosviat im Streitgespräch mit Partriarch Joachim in Glaubensfragen, Gemälde von Wassili Grigorjewitsch Perow, 1880 (im Hintergrund steht der Doppelthron aus Silber)

Bild der Krone Altabas

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, um 1835

Junger russischer Zar mit der Mütze des Monomach, Szepter von Alexei I. und Reichsapfel von Boris Godunow

Zarin Anna mit ihrer Krone, Gemälde von Louis Caravaque

Schwert und Schild auf Russischer Briefmarke

Maltesische Krone von Zar Paul I. im Kreml

Zar Paul I. als Großmeister des Malteserorden. Porträt von S.Tonci

Orlow-Diamant im goldenen Zepter der russischen Zaren

Shah-Diamant, Briefmarke von 1971

Phetracha

Phetracha (Thai: – Somdet Phra Phetracha, auch: Bedraja, P’etraja, Petraja oder Petratcha geschrieben; * 1632 in Ban Plu Luang, Provinz Suphan Buri; † 1703 in Ayutthaya) war der 30. König des Königreiches Ayutthaya in Siam (heute Thailand) als Nachfolger von Narai.

Phetracha kam als Usurpator an die Macht, er begründete dadurch die so genannte „Ban-Phlu-Luang-Dynastie“. Seine Dynastie regierte Ayutthaya 79 lange Jahre, in denen diese Bürde die jeweiligen Herrscher verfolgen würde.

Um seine Machtergreifung zu legitimieren, verheiratete er sich mit der Schwester und mit der Tochter des verstorbenen Narai. Mit Phetracha regierte ein Vertreter der nationalistischen Partei Siams das Königreich. Er verfügte als eine der ersten Maßnahmen die Ausweisung der Franzosen.

Die Handelsniederlassungen wurden geschlossen, die ausländischen Händler wurden ebenfalls ausgewiesen. Interessanterweise durften die Missionare bleiben und ihre im Allgemeinen vergeblichen Bekehrungsversuche weiter betreiben.

Der Handel kam dennoch nicht zum Erliegen. Im Gegenteil blühte er mit dem Kaiserreich China, Indien und den Nachbarn auf, so dass kaum ein Rückgang der Umsätze festzustellen war.

Ramathibodi I. | Ramesuan | Borommaracha I. | Thong Lan | Ramracha | Intharacha | Borommaracha II. | Borommatrailokanat | Borommaracha III. | Ramathibodi II. | Borommaracha IV. | Ratsada | Chairacha | Yot Fa | Khun Worawongsa | Chakkraphat | Mahin | Maha Thammaracha | Naresuan d.Gr. | Ekathotsarot | Si Saowaphak | Songtham | Chetthathirat | Athittayawong | Prasat Thong | Chai | Si Suthammaracha | Narai d.Gr

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. | Phetracha | Phrachao Suea | Thai Sa | Borommakot | Uthumphon | Ekathat

Taksin d.Gr.

Rama I. d.Gr. | Rama II. | Rama III. | Mongkut | Chulalongkorn d.Gr. | Vajiravudh | Prajadhipok | Ananda Mahidol | Bhumibol Adulyadej d.Gr.

Karl von Lothringen-Commercy

Karl Franz von Lothringen, Fürst von Commercy, Graf von Rosnay (französisch Charles François de Lorraine, prince de Commercy, comte de Rosnay) (* 11. Juli 1661 in Bar-le-Duc; † 15. August 1702 nahe Luzzara), war ein kaiserlicher Feldmarschall aus französischem Hochadel und enger Vertrauter des Prinzen Eugen von Savoyen (* 1663; † 1736). In zeitgenössischen Quellen wird er oftmals nur als Fürst (von) Commercy oder einfach Commercy bezeichnet.

Er schloss sich, wie viele der lothringischen Militärs, der kaiserlichen Armee an, um am Großen Türkenkrieg (1683–1699) teilzunehmen, verblieb allerdings auch noch in kaiserlichem Dienst, als sich der Kampf im Pfälzischen (1688–1697) und Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) nun gegen Frankreich richtete. Im Kampf fiel er durch persönlichen Einsatz und seine Sorgfalt bei der Organisation der ihm unterstellten Truppen auf.

Von seinem Leben ist über die militärische Karriere hinaus nur wenig bekannt. Das liegt einerseits an seinem relativ frühen Tod, aber andererseits vor allem auch an der herausragenden Persönlichkeit des Eugen von Savoyen, dem gegenüber die Schicksale der übrigen kaiserlichen Heerführer dieser Zeit in der modernen österreichischen Geschichtsschreibung stark zurückgedrängt wurden.

Commercy wurde am 11. Juli 1661 in der lothringischen Stadt Bar-le-Duc in das Haus Guise hineingeboren, das eine Nebenlinie des Hauses Lothringen war und seit 1582 die Herzöge von Elbeuf stellte. Der Titel ging allerdings nicht an seinen Vater, François Marie de Lorraine, Fürst von Lillebonne (* 1624; † 1694), da dieser nur ein jüngerer Sohn von Charles II. de Lorraine, 2. Herzog von Elbeuf (* 1596; † 1657), und dessen Frau Catherine Henriette de Bourbon (* 1596; † 1663), einer Tochter Heinrichs IV. von Frankreich aus einer Verbindung mit seiner Mätresse Gabrielle d’Estrées, war.

So schlug sein Vater eine militärische Laufbahn ein und begann seine Karriere noch in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges als Kavallerieoffizier in der französischen Armee. Nach einer kinderlos gebliebenen ersten Ehe heiratete der Fürst von Lillebonne im Jahr 1660 Anna von Lothringen-Vaudémont (* 1639; † 1720), eine legitimierte Tochter Karls IV. von Lothringen (* 1604; † 1675), zu dessen Vorfahren unter anderen der französische König Heinrich II. und Katharina von Medici zählten. Die neun Kinder des Paares stammten somit von Herrschern aus zwei regierenden französischen Dynastien, Bourbon und Valois, ab. Allerdings erlebten nur vier der Kinder das Erwachsenenalter:

Karl Franz von Lothringen-Elbeuf erhielt den Titel Fürst von Commercy, da er der älteste Sohn des Inhabers der Herrschaft von Commercy war. Diese wurde dem Kardinal von Retz im Jahr 1665 von seiner Mutter, der Fürstin von Lillebonne, abgekauft, wobei der Großteil der Kosten von ihrem Vater Karl IV. von Lothringen übernommen wurde. Später vermachte sie in einem Erbvertrag von 1699 dann auch ihre Ländereien, unter Vorbehalt eines eingeschränkten Fruchtgenusses, an ihren ältesten Sohn, der seinerseits für den Fall seines Todes ohne männliche Nachkommen den Herzog von Lothringen als Erben einsetzte.

Commercys Vater, der Fürst von Lillebonne, der als Offizier durchaus geachtet war, neigte privat zu solcher Verschwendungssucht, dass seine Ehefrau zeitweilig auf Geldzuwendungen des Kriegsministers Louvois angewiesen war, um sich und ihre Familie mit dem Notwendigsten versorgen zu können. Wegen dieser prekären finanziellen Lage der Familie war Commercy ursprünglich für den geistlichen Stand bestimmt gewesen, durfte aber auf seinen eigenen Wunsch hin später doch Soldat werden und erhielt 1681 von Ludwig XIV. eine Kavalleriekompanie verliehen. Wie hoch angesehen die Familie Commercys um 1680 am Hof war, bezeugt das Ballet du triomphe de l’amour, das Philippe Quinault und Jean-Baptiste Lully 1681 zu Ehren des französischen Thronfolgerpaares verfassten. Unter den darin enthaltenen Huldigungen auf die teilnehmenden Mitglieder der Hofgesellschaft findet sich auch jeweils eine auf Commercy und seine Schwester Maria Elisabeth.

Ob Commercys Freundschaft zu Eugen von Savoyen bereits damals bestand, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor, sicher ist nur, dass die beiden einander bereits in Frankreich kannten. Im Gegensatz zu Eugen brachte Commercy jedenfalls alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere bei Hof und Heer mit. Dass er trotzdem die französischen Streitkräfte verließ, hatte vielfältige Gründe. Sicherlich hoffte er im Großen Türkenkrieg gegen das Osmanische Reich schnell Karriere zu machen, zumal er entgegen seiner Erwartung keines der 1684 neu aufgestellten französischen Regimenter erhalten hatte. Vielleicht spielte auch ein gewisses Loyalitätsgefühl Herzog Karl V. von Lothringen (* 1643; † 1690) gegenüber eine Rolle bei seiner Entscheidung. Im Mai 1684 entfernte er sich ohne Erlaubnis von der Truppe, worauf Ludwig XIV. den Befehl gab, ihn in der Zitadelle von Metz gefangen zu setzen. Anfang September 1684 wurde am französischen Hof dann aber bekannt, dass Commercy geflüchtet und in Ungarn eingetroffen sei.

Zu jenem Zeitpunkt befand sich die Habsburger Monarchie im Krieg gegen das Osmanische Reich (→ Großer Türkenkrieg). Herzog Karl V. von Lothringen diente dem Kaiser als Feldherr in Ungarn, und Commercy schloss sich diesem als Freiwilliger an. In den Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog auf der einen und dem Hofkriegsratspräsidenten Herrmann Markgraf von Baden auf der anderen Seite scheint Commercy eine Vermittlerrolle eingenommen zu haben, ohne jedoch eine Versöhnung zwischen den verfeindeten Blöcken herbeiführen zu können.

Im Jahr 1685 wurde Commercy während der Belagerung von Neuhäusel verwundet, nahm aber trotzdem an der Erstürmung der Stadt teil. Nach einer erneuten Verwundung während der zweiten Belagerung von Ofen im folgenden Jahr erhielt er am 11. Oktober für seine Leistungen die Beförderung zum Generalfeldwachtmeister. Am 23. November verlieh ihm Kaiser Leopold I. zudem die Inhaberschaft über das Kürassier-Regiment Mercy de Billets

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, das daraufhin, wie damals üblich, Commercys Namen trug.

Während eines kleinen Gefechtes kurz vor der Schlacht am Berg Harsány im August 1687 verlor Commercys Leibkompanie ihre Standarte. Dieser Vorfall inspirierte Commercy zu einer Tat, die bis ins 19. Jahrhundert in vielen Büchern als Muster für soldatische Tugenden zitiert wurde.

„Gleich darauf, an dem großen Tage von Mohacz, den 12. Aug. 1687, ersah sich Commercy einen Türken, der trefflich beritten, vor der Fronte auf und ab caracollirte und, herauszufordern irgend einen christlichen Ritter, trotziglich die Copi schwenkte und flattern ließ das an ihr befestigte weiße Fähnlein. Ergrimmt über des Türken Beginnen begehrt Commercy von dem Herzoge von Lothringen Urlaub, mit dem Türken anzubinden und ihm eine neue Leibstandarte für sein Regiment abzugewinnen. Er bat so anhaltend und so dringlich, daß zuletzt der Herzog einwilligen mußte

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. Commercy prallte vor und feuerte seine Pistole auf den Türken ab. Der Schuß fehlte, und der Gegner, seines Vortheils gewahrend, rannte dem Prinzen die Copi durch das Dünne der Seite. Da griff dieser zuerst mit der linken Hand in die Copi, damit der Türke sie nicht zurückziehe, aus der Rechten warf er die Pistole, zugleich den daran hängenden Pallasch greifend, und mit einem Hiebe fällt er des Türken Kopf. Hierauf zog er das blutige Fähnlein aus der Seite, um es dem Herzoge von Lothringen zu präsentieren, darauf aber dem Cornet seiner Leibcomapgnie einzuhändigen. Er möge, sagte er dem Cornet, diese Standarte besser wahren, als die vorige, sie koste ihm sein eigenes Blut.“

Der französische Marquis de Villars, der als Abgesandter dem Feldzug beiwohnte, bestätigte in seinen Memoiren, dass Commercy durch eine Lanze verwundet wurde. Allerdings dürfte das Geschehen ausgeschmückt worden sein. Vor allem die Wortwechsel und manchmal auch der Ablauf werden unterschiedlich wiedergegeben. Die erbeutete Standarte wurde auf Commercys Wunsch hin in der Kirche Notre-Dame-de-Bonsecours in Nancy aufgehängt, während Commercys Leibkompanie eine neue Standarte bekam, die von Kaiserin Eleonore Magdalena in Auftrag gegeben worden war.

Im Jahr 1688 kommandierte Commercy eine Sturmkolonne bei der Belagerung von Belgrad. Er wurde erneut verwundet und anschließend zum Feldmarschall-Leutnant befördert. Als kurz darauf der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) ausbrach, wurde Commercy an den Rhein versetzt, um hier gegen französische Truppen kämpfen. Er verhinderte 1690 die Wiedereinnahme von Mainz durch die Franzosen und wurde danach auf den Kriegsschauplatz Savoyen kommandiert. Als Reaktion darauf, dass Commercy gegen Frankreich kämpfte, erkannte Ludwig XIV. ihm den Titel eines Herzogs von Joyeuse, den Commercy seit 1688 geführt hatte, ab. Er war Commercy von einer entfernten Verwandten testamentarisch übertragen worden. Daraufhin überlegte Commercy, nach Frankreich zurückzukehren. Da Ludwig XIV. aber nicht bereit war, ihm verbindlich Straffreiheit wegen Desertation zuzusagen, blieb Commercy in kaiserlichem Dienst, in denen er 1692 zum General der Kavallerie aufstieg. Im selben Jahr nahm er an der Belagerung von Embrun teil

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, wo ihn eine Musketenkugel an der Wange traf. Für die Niederlage der kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Marsaglia im Jahr 1693 machte deren Oberbefehlshabers Feldmarschall Caprara neben Eugen von Savoyen auch Commercy verantwortlich: Entgegen seinen Anweisungen, sich abwartend zu verhalten, hätten sie Herzog Viktor Amadeus II. von Savoyen zur Schlacht gedrängt. Als der Herzog im Jahr 1696 seine Allianz mit den Kaiserlichen aufkündigte und sich auf die Seite Frankreichs stellte, forderte Commercy ihn zum Duell. Viktor Amadeus II. nahm die Herausforderung zwar an, der Zweikampf wurde aber durch die Intervention seines Hofes verhindert. Am 12. Mai 1696 erhielt Commercy schließlich die Beförderung zum Feldmarschall.

Damit stand Commercy grundsätzlich das Recht zu, selbständig eine Armee zu führen. Die erste Möglichkeit dazu hätte theoretisch der Feldzug gegen das Osmanische Reich im Sommer 1697 in Ungarn geboten, allerdings ging Eugen von Savoyen in der Anciennität Commercy voran und wurde daher auf Grundlage eines Gutachtens des Hofkriegsratspräsidenten Ernst Rüdiger von Starhemberg zum Oberbefehlshaber ernannt.

In Ungarn führte Commercy bis zum Eintreffen Eugens zunächst den Oberbefehl. Er verbesserte den desolaten Zustand der kaiserlichen Armee, indem er den Nachschub vom Hauptmagazin durch die Errichtung dreier Donaubrücken sichern ließ und Maßnahmen traf, um die in der Umgebung operierenden ungarischen Aufständischen zu bekämpfen. In der Schlacht bei Zenta kommandierte Commercy das Zentrum und forderte nach der Schlacht den Weitermarsch auf Temesvar, wohin sich die Reste des schwer geschlagenen osmanischen Heeres zurückgezogen hatten. Die Gefahren durch die osmanische Kavallerie hielt Commercy für vernachlässigbar gegenüber der Chance, das zentrale feindliche Nachschublager einzunehmen. Letztendlich musste er aber akzeptieren, dass diese Operation wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit und der unzureichenden Logistik der kaiserlichen Truppen undurchführbar war. An der Strafexpedition gegen Bosnien, die Eugen von Savoyen während der Friedensverhandlungen zum Zweck der Machtdemonstration und Abschreckung durchführen ließ, nahm Commercy freiwillig teil.

Als sich im Winter 1700/01 ein erneuter Krieg gegen Frankreich anbahnte (→ Spanischer Erbfolgekrieg) und Prinz Eugen von Savoyen einen Feldzug in Italien vorbereitete, forderte er Commercy erneut als Unterführer an. Beide waren in die Kriegsplanung des Hofkriegsrats eingebunden und befürworteten trotz des schlechten Zustands der kaiserlichen Armee den sofortigen Beginn der Kampfhandlungen gegen Frankreich. Nach dem Übergang der kaiserlichen Truppen über die Lessinischen Alpen im Mai/Juni 1701 nahm Commercy an den Schlachten bei Carpi (9. Juli) und Chiari (1. September) teil und kommandierte ab November alle Truppen auf dem linken Ufer des Po. Zu dieser Zeit trat er außerdem mit zwei kaisertreuen Informanten in Cremona in Kontakt, um Möglichkeiten auszuloten die Stadt, in der sich das Hauptquartier des französischen Oberbefehlshabers Maréchal de Villeroy befand, einzunehmen. Während des letztlich gescheiterten Überfalls auf Cremona (1. Februar 1702) befand sich Commercy den ganzen Tag in der umkämpften Stadt und entging nur knapp der Gefangennahme. Generell war das französische Oberkommando überzeugt, dass sich Commercy durch gezielten Einsatz von Spionen laufend über die französischen Vorhaben informieren ließ und damit die Grundlage für die überraschenden Erfolge der zahlenmäßig unterlegenen kaiserlichen Armee schuf.

Anfang 1702 plante der Hofkriegsrat, ein Drittel der in Italien operierenden Truppen nach dem spanischen Neapel zu schicken, das mit Frankreich verbündet war. Ziel sollte es sein, dort einen Aufstand des kaisertreuen Adels gegen die Besatzer zu unterstützen. Als Kommandant war Commercy vorgesehen. Neben seiner militärischen Erfahrung vertraute Kaiser Leopold I. vor allem auf sein diplomatisches Geschick bei den zu erwartenden Verhandlungen mit den italienischen Fürsten, deren Gebiete das kaiserliche Expeditionscorps durchziehen musste. Allerdings wurde Commercys Autorität durch Auflagen so stark eingeschränkt, dass er beim Kaiser scharf gegen diese unzumutbare Beschränkung seiner Handlungsfreiheit protestierte und jede Verantwortung für ein sich daraus ergebendes Scheitern von sich wies. Außerdem warnte Commercy davor, die Truppen des Prinzen Eugen zu verringern und damit in Vergleich zu den ohnehin schon überlegenen französischen Streitkräften weiter zu schwächen. Leopold I. gab Commercys Bedenken recht und ordnete im März 1702 an, das ganze Unternehmen auf eine spätere Zeit zu verschieben.

In der folgenden Zeit erkrankte Commercy schwer, vermutlich an Typhus oder Malaria. Trotz der praktisch nicht vorhandenen medizinischen Versorgung im kaiserlichen Heer (Prinz Eugen hatte 1701 auf eigene Kosten noch eine halbe Feldapotheke beschaffen müssen) führte er weiterhin den Befehl über die kaiserlichen Blockadetruppen vor Mantua, konnte den Entsatz der Stadt durch den französischen Gegner aber nicht verhindern. In der Schlacht bei Luzzara am 15. August 1702 kommandierte er den rechten Flügel des kaiserlichen Heeres und wurde schon während der ersten Angriffswelle von mehreren Kugeln tödlich getroffen. Sein Leichnam wurde später in der Abteikirche des Klosters San Benedetto di Polirone, sein Herz in der Église des Cordeliers, der Grabkirche der lothringischen Dynastien, in Nancy bestattet.

Da Commercy nie geheiratet hatte und auch sonst keine unehelichen Söhne hatte, die er hätte legitimieren können, fielen seine lothringischen Güter gemäß dem Erbvertrag von 1699 mit seinem Tod an Herzog Leopold von Lothringen.

Alle zeitgenössischen Autoren hoben Commercys Mut hervor, der sich in der Schlacht bis zur Tollkühnheit steigern konnte und die Soldaten mitriss, den Fürsten aber auch blind für Gefahren machte. So hielt er vor seinem Tod weithin sichtbar auf einem Damm an, wo er ein leicht zu treffendes Ziel darbot. In seinen Portraits des généraux d’armée de l’empereur en 1689 bescheinigte ihm der Marquis de Villars neben großem Mut vor allem Wissbegierde, befürchtete aber, dass sein heftiges Temperament seiner Karriere im Weg stehen könnte. In seinen Gutachten zur politischen oder militärischen Lage nahm Commercy weder Rücksicht auf die herrschende Meinung bei Hof, noch fühlte er sich verpflichtet, die Erwartungen der Militärbehörden zu bestätigen. Bei aller sachlichen Offenheit wahrte Commercy aber stets die damals gebotenen höfischen Umgangsformen, weshalb ihm seine Vorgesetzten wiederholt politisch heikle Aufgaben, wie die Einquartierung der Armee für den Winter, übertrugen.

Dem gegenüber stand das offensichtliche Misstrauen der militärischen Verwaltungsstellen in Wien, wenn es darum ging, Commercy ein eigenständiges Kommando anzuvertrauen. Trotz seiner schnellen Karriere bis zum Feldmarschall scheint man ihn nicht für fähig gehalten zu haben, die notwendigen strategischen und taktischen Entscheidungen unabhängig von einem Vorgesetzten oder Kollegen zu treffen. Diese Geringschätzung der Fähigkeiten Commercys richtete sich aber nur teilweise gegen seine Person. Vor allem war sie Ausdruck eines grundsätzlichen militärtheoretischen Gegensatzes. Auf der einen Seite stand die Wiener Militärbürokratie, die sich der damals traditionellen ressourcenschonenden Kriegsführung verpflichtet sah. Im Gegensatz dazu stand die bevorzugte Strategie Eugens und Commercys. Beide waren bestrebt, den Gegner auch unter Inkaufnahme größerer Verluste und hohen Risikos möglichst rasch zu einer entscheidenden Auseinandersetzung zu zwingen. Trotzdem ist der zumindest unterschwellige Vorwurf, Commercy sei nur ein rücksichtsloser Haudegen gewesen, nicht gerechtfertigt. Gerade während der Debatte um das neapolitanische Detachement bewies er nachdrücklich, dass er durchaus fähig und willens war, gesamtstrategische und politische Aspekte in seine Kriegsplanung mit einzubeziehen und sie gegen seine Vorgesetzten einschließlich des Kaisers energisch zu vertreten – selbst wenn sie seinen persönlichen Interessen zuwiderliefen.

Da Commercys Privatkorrespondenz, sofern überhaupt erhalten, nicht erforscht und die Eugens von Savoyen verschollen ist, lässt sich über Details zum Privatleben der Freunde keine Aussage treffen. In politischen und militärischen Fragen stimmten beide fast völlig überein. Commercy betonte von Anfang an die Konsolidierung der habsburgischen Hausmacht als Richtlinie seines Handelns, eine Ansicht, die Eugen übernahm und teilte. Wie sehr Eugen in strategischer Hinsicht Commercy vertraute, geht aus der Tatsache hervor, dass seit Ende 1701 in Italien de facto eine Doppelführung der Armee bestand. Übereinstimmend berichten alle Quellen von der tiefen Trauer, die Commercys Tod bei Eugen von Savoyen und den kaiserlichen Streitkräften hervorrief.

Men at Work (Fernsehserie)/Episodenliste

Diese Liste der Men-at-Work-Episoden enthält alle Episoden der US-amerikanischen Sitcom Men at Work, sortiert nach der US-amerikanischen Erstausstrahlung. Die Fernsehserie umfasst derzeit drei Staffeln mit 30 Episoden

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Die Erstausstrahlung der ersten Staffel war vom 24. Mai bis zum 12. Juli 2012 auf dem US-amerikanischen Kabelsender TBS zu sehen. Die deutschsprachige Erstausstrahlung sendete der deutsche Pay-TV-Sender TNT Serie vom 22. März bis zum 19. April 2013.

Die Erstausstrahlung der zweiten Staffel war vom 4. April bis zum 6

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. Juni 2013 auf dem US-amerikanischen Kabelsender TBS zu sehen. Die deutschsprachige Erstausstrahlung sendete der deutsche Pay-TV-Sender TNT Serie vom 7. Juni bis zum 9. August 2013.

Die Erstausstrahlung der dritten Staffel war vom 15. Januar bis zum 12 mcm taschen sale. März 2014 auf dem US-amerikanischen Kabelsender TBS zu sehen. Die deutschsprachige Erstausstrahlung sendet der deutsche Pay-TV-Sender TNT Serie seit dem 1. August 2014.