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Klaus Gallwitz

Klaus Gallwitz (* 14. September 1930 in Pillnitz bei Dresden) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Kurator.

Gallwitz wurde als Sohn des Geologen Hans Gallwitz (1896–1958) und seiner Frau Ruth (geb. Klaus) geboren. Er studierte zunächst Alte Sprachen, dann Kunstgeschichte in Berlin, Halle, Kiel und München. 1956 wurde er in Göttingen promoviert. 1957 zog er mit seiner Frau nach Karlsruhe und betrieb bis 1959 am Rondellplatz eine Galerie für zeitgenössische Kunst, deren Ausstellungsprogramm durch einen engen Austausch mit Professoren und Studenten der Kunstakademie Karlsruhe gekennzeichnet war. Von 1959 bis 1967 war er Geschäftsführer des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe und von 1967 bis 1974 leitete er die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden. Er war von 1966 bis 1968 Mitglied des documenta-Rates zur 4. documenta im Jahr 1968 in Kassel.

1974 wurde Gallwitz zum Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main berufen

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, das er bis 1994 leitete. Zugleich war er Honorarprofessor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Frankfurt am Main. Seit 1984 ist Klaus Gallwitz Sprecher der Beratergruppe für die Kunstausstellungen des Europarates, er war lange Jahre Berater der Kunstsammlung der Deutschen Bank. Von 1995 bis 2002 war er künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems, von 2004 bis 2006 Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda und von 2006 bis 2008 Gründungsdirektor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Von 2009 bis 2010 war er Kurator der Sammlung Rau. Gallwitz gilt unter anderem als internationaler Experte für das Werk von Max Beckmann.

Gallwitz verantwortete als Kommissar der Bundesrepublik die künstlerischen Beiträge Deutschlands für die Biennale in Paris im Jahre 1971, die Biennalen von São Paulo von 1989 bis 1991 und 1995 die Biennale in Johannesburg. Von 1976 bis 1980 war er bei den Biennalen von Venedig für den deutschen Beitrag verantwortlich. 1976 zeigte er im Deutschen Pavillon in Venedig die Straßenbahnhaltestelle von Joseph Beuys, sowie Werke von Jochen Gerz und Reiner Ruthenbeck. 1978 stellte er dort Arbeiten von Dieter Krieg und Ulrich Rückriem und 1980 von Georg Baselitz und Anselm Kiefer vor.

In dem von ihm begründeten – und inzwischen legendären – Projekt „14 x 14“ in der Kunsthalle Baden-Baden wurden dem Publikum von 1968 bis 1973 jeweils für 14 Tage „offene Ateliers“ dargeboten. Gallwitz zeigte junge Künstler, von denen inzwischen viele weltberühmt sind, unter anderem Georg Baselitz, Christian Boltanski, Johannes Brus, Michael Buthe, Karl Horst Hödicke Anselm Kiefer, Imi Knöbel, Dieter Krieg, Markus Lüpertz, Blinky Palermo, Gerhard Richter, Reiner Ruthenbeck, Eugen Schönebeck und Günther Uecker. In fünf Jahren wurden in dieser Reihe 70 Künstler vorgestellt.

Seit den erfolgreichen Präsentationen von Salvador Dalí (1971), Hans Makart (1972) und der Russischen Realisten (1972/73) in Baden-Baden gilt er als Erfinder der „Blockbuster-Ausstellungen“. Die Dalí-Ausstellung zählte 160.000 Besucher, 80 % von ihnen waren jünger als 25 Jahre.

Gallwitz lebt in Karlsruhe. Er war mit der Biologin Esther Gallwitz (geb. Uebelmesser) verheiratet.

Gallwitz war von 1970 bis 1995 Mitherausgeber der Neuen Folge des Städel-Jahrbuchs und von 1996 bis 2002 Herausgeber des Jahrbuchs des Künstlerhaus Schloß Balmoral. Er ist Herausgeber von über 100 Ausstellungskatalogen.

María Virginia Zonta

María Virginia Zonta (* 30. September 1989 in Santa Fe) ist eine argentinische Beachvolleyballspielerin.

Zonta bildete seit 2010 ein Duo mit Ana Gallay. Die beiden Argentinierinnen entwickelten sich in den folgenden Jahren zum erfolgreichsten Team ihres Landes und erzielten auch bei südamerikanischen Turnieren einige vordere Platzierungen. Sie nahmen 2011 und 2012 an den Brasília Open sowie 2012 am Turnier in Sanya teil, kamen dabei aber nicht über den 41. Platz hinaus. Über den Continental Cup qualifizierten sich Gallay/Zonta für die Olympischen Spiele in London. Dort traten sie als einziges weibliches Duo ihres Landes in der Vorrunde unter anderem auf die späteren Silbermedaillengewinnerinnen Kessy/Ross aus den USA

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. Sie konnten in ihren drei Gruppenspielen jedoch keinen Satz gewinnen und mussten sich nach der Vorrunde verabschieden. 2013 gewannen Gallay/Zonta das erste Turnier der Continental Tour in Chile. Bei den folgenden Turnieren der Tour belegten sie die Plätze zwei bis vier. Außerdem kamen sie beim Grand Slam in Corrientes auf den 17

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. Rang. Nach einem fünften Platz beim Continental Cup trennten sich die beiden.

Zonta spielte auf der Continental Tour mit 2014 mit Julieta Puntin und 2015 mit Cecilia Peralta.

Primera División (Mexiko) 1971/72

Vor Beginn der Saison 1971/72 ergaben sich folgende Änderungen:

Während in der vorangegangenen Saison die beiden Gruppenersten für das Meisterschaftsfinale qualifiziert waren und die beiden Gruppenletzten in die Relegation mussten, waren in dieser Saison die beiden bestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe (Cruz Azul und América in Gruppe A sowie Monterrey und Guadalajara in Gruppe B) für das Halbfinale um die Meisterschaft qualifiziert, während die beiden letztplatzierten Mannschaften jeder Gruppe (Veracruz und Atlético Español in Gruppe A sowie Torreón und Irapuato in Gruppe B) in die Relegationsrunde mussten.

In der Meisterschaftsendrunde setzten sich die beiden Teams aus Gruppe A durch (Cruz Azul gegen Guadalajara und América gegen Monterrey), so dass es im Finale zur Begegnung zwischen dem „Neuankömmling“ in Mexiko-Stadt (Cruz Azul) und dem „Platzhirsch“ der Hauptstadt (América) kam. In dem inzwischen als „Clásico Joven“ bekannten Derby behielt Cruz Azul mit 4:1 die Oberhand und hinderte den Vorjahresmeister América an der Titelverteidigung.

Auch in der Relegationsrunde konnten sich die Mannschaften der Gruppe A durchsetzen und schickten die Vertreter der Gruppe B in das Abstiegsfinale. In diesem setzte sich Torreón mit 1:0 gegen Irapuato durch.

Trotz der zusätzlichen Play-offs (seit 1970/71 wird die Meisterschaft in Mexiko nicht mehr aufgrund der Gesamttabelle entschieden, obwohl alle Mannschaften nach wie vor je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen alle anderen Teams der Liga absolvieren) hatte sich auch in diesem Jahr letztendlich die sportliche Gerechtigkeit durchgesetzt: wie im Vorjahr (América) war auch diesmal die punktbeste Mannschaft der gesamten Saison (Cruz Azul) Meister geworden und ebenso wie im Vorjahr (Atlas) das punktschlechteste Team (Irapuato) abgestiegen.

Die nachstehende Gesamttabelle zeigt die eigentliche Platzierung der Mannschaften und die Hintergrundfarbe zeigt, ob die jeweilige Mannschaft in der Gruppe A (grün) oder der Gruppe B (rot) zugeordnet war

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.

1TQ = Torquotient. Seinerzeit wurde in Mexiko bei Punktgleichheit der Torquotient zur Ermittlung der besseren Platzierung herangezogen und es galt noch nicht die Tordifferenz.

Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Der Name der Heimmannschaft ist in der linken Spalte, das Logo bzw. ein Kürzel der Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.

In den Halbfinals der Meisterschaftsrunde gab es die folgenden Begegnungen:

1: Weil es nach Hin- und Rückspiel keinen Sieger gab, war ein drittes Spiel erforderlich, das in León ausgetragen wurde.

Das Meisterschaftsfinale:

1:: Weil Cruz Azul zu Saisonbeginn sein neues Domizil in der mexikanischen Hauptstadt bezog und somit beide Finalgegner in Mexiko-Stadt beheimatet waren, wurde nur ein Finalspiel ausgetragen. Dabei setzte sich der „Newcomer“ Cruz Azul eindrucksvoll gegen den „Platzhirsch“ América durch. Der clásico joven war geboren.

In den Halbfinals der Relegationsrunde gab es die folgenden Begegnungen:

Das Relegationsfinale:

1:: Das Relegationsfinale wurde in einem einzigen Spiel auf neutralem Platz in Guadalajara ausgetragen.

1943/44 | 1944/45 | 1945/46 | 1946/47 | 1947/48 | 1948/49 | 1949/50 | 1950/51 | 1951/52 | 1952/53 | 1953/54 | 1954/55 | 1955/56 | 1956/57 | 1957/58 | 1958/59 | 1959/60 | 1960/61 | 1961/62 | 1962/63 | 1963/64 | 1964/65 | 1965/66 | 1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | México 70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83&nbsp

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;| 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16

Architektur- und Designhochschule Oslo

Die Architektur- und Designhochschule Oslo (AHO, norwegisch Arkitektur- og designhøgskolen i Oslo und ehemals Arkitekthøgskolen i Oslo) ist eine öffentliche Forschungsuniversität, die eine Ausbildung in Architektur, Industriedesign, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur anbietet und 1945 gegründet wurde mcm taschen sale. Die Schule befindet sich in Oslo und hat im Jahr 2013 etwa 600 Schüler sowie 120 Mitarbeiter.

Der englische Name der Hochschule ist The Oslo School of Architecture and Design.

Die Schule ist in vier Fachbereiche unterteilt:

AHO ist eine führende nordische Institution in der Forschung von Architektur und Design. Die Forschungen sind als Projekte unter den Abteilungen aufgeteilt und organisiert.

Das Forschungsprogramm wird als separate akademische und administrative Einheit organisiert. Das Gleiche gilt für die AHO-Bibliothek und diverse Workshops.

Koordinaten:

Universitäten: Universität Agder | Universität Bergen | Nord Universität | Universität Oslo | Universität Stavanger | NTNU Trondheim | Universität Tromsø | UMB Ås

Spezialisierte Hochschulen: AHO | KHiB | KHiO | NHH | NFH | NMH | NIH | NVH

Allgemeine Hochschulen: Ålesund | Bergen | Buskerud | Finnmark&nbsp

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;| Gjøvik | Harstad | Hedmark | Lillehammer | Molde | Narvik | Nesna | Nord-Trøndelag | Oslo und Akershus | Østfold | Saami | Sogn og Fjordane | Stord-Haugesund | Sør-Trøndelag | Telemark | Tromsø | Vestfold | Volda

Krigsskolen | PHS Oslo

Ehemalige Hochschulen: Akershus

Nun freut euch, lieben Christen g’mein

Nun freut euch, lieben Christen g’mein ist ein geistliches Lied, dessen Text und Melodie Martin Luther 1523 schrieb. Es gilt als eine seiner ersten und theologisch wichtigsten Dichtungen und gehört bis heute zum Kernbestand deutschsprachiger evangelischer Gesangbücher (EG 341; Hauptlied am Reformationstag).

Zu seinem ersten Lied Ein neues Lied wir heben an war Luther durch das Martyrium der beiden zur Reformation übergetretenen Augustinermönche Hendrik Vos und Johannes van Esschen angeregt worden. Beide waren am 1. Juli 1523 in Brüssel auf dem Scheiterhaufen hingerichtet worden. Luthers Lied ist ein balladenartiges Erzähllied und war nicht für Kirche und Gottesdienst, sondern für Markt und Straße bestimmt.

In der hymnologischen Forschung gilt als gesichert, dass Nun freut euch, lieben Christen g’mein dem Märtyrerlied unmittelbar folgte. Wie dieses ist es ein Erzähllied ohne literarische Vorlage, jetzt mit Bezug auf die überzeitlich-zeitliche Erlösungstat Gottes, und wie dieses ist es zunächst kein Kirchenlied, sondern ein reformatorisches Volkslied, das von Händlern, Handwerkern und Mägden gesungen wurde und großen Anteil an der Ausbreitung des reformatorischen Gedankenguts hatte. Im Achtliederbuch von 1524 steht es an erster Stelle – von Luthers Hand sind darin außerdem nur drei Psalmennachdichtungen enthalten –, im Erfurter Enchiridion, noch im selben Jahr erschienen, an zweiter Stelle von 26 Liedern.

Luther dichtete die zehn Strophen in der damals vor allem in der Liebeslyrik gern verwendeten siebenzeiligen jambischen Barform, später eines der meistverwendeten Strophenschemata des protestantischen Kirchenlieds.

1. Nun freut euch, lieben Christen g’mein,
und lasst uns fröhlich springen,
dass wir getrost und all in ein
mit Lust und Liebe singen,
was Gott an uns gewendet hat
und seine süße Wundertat;
gar teu’r hat er’s erworben.

2. Dem Teufel ich gefangen lag,
im Tod war ich verloren

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,
mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,
darin ich war geboren.
Ich fiel auch immer tiefer drein,
es war kein Guts am Leben mein,
die Sünd hatt’ mich besessen.

3. Mein guten Werk, die galten nicht,
es war mit ihn’ verdorben;
der frei Will hasste Gotts Gericht,
er war zum Gutn erstorben;
die Angst mich zu verzweifeln trieb,
dass nichts denn Sterben bei mir blieb,
zur Höllen musst ich sinken.

4. Da jammert Gott in Ewigkeit
mein Elend übermaßen;
er dacht an sein Barmherzigkeit,
er wollt mir helfen lassen;
er wandt zu mir das Vaterherz,
es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
er ließ’s sein Bestes kosten.

5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
„Die Zeit ist hier zu erbarmen;
fahr hin, meins Herzens werte Kron,
und sei das Heil dem Armen
und hilf ihm aus der Sünden Not,
erwürg für ihn den bittern Tod
und lass ihn mit dir leben.“

6. Der Sohn dem Vater g’horsam ward,
er kam zu mir auf Erden
von einer Jungfrau rein und zart;
er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
er ging in meiner armen G’stalt,
den Teufel wollt er fangen.

7. Er sprach zu mir: „Halt dich an mich,
es soll dir jetzt gelingen;
ich geb mich selber ganz für dich,
da will ich für dich ringen;
denn ich bin dein und du bist mein,
und wo ich bleib

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, da sollst du sein,
uns soll der Feind nicht scheiden.

8. Vergießen wird er mir mein Blut,
dazu mein Leben rauben;
das leid ich alles dir zugut,
das halt mit festem Glauben.
Den Tod verschlingt das Leben mein,
mein Unschuld trägt die Sünde dein,
da bist du selig worden.

9. Gen Himmel zu dem Vater mein
fahr ich von diesem Leben;
da will ich sein der Meister dein,
den Geist will ich dir geben,
der dich in Trübnis trösten soll
und lehren mich erkennen wohl
und in der Wahrheit leiten.

10. Was ich getan hab und gelehrt,
das sollst du tun und lehren,
damit das Reich Gotts werd gemehrt
zu Lob und seinen Ehren;
und hüt dich vor der Menschen Satz,
davon verdirbt der edle Schatz:
das lass ich dir zur Letze.“

Handelnde Personen der Erzählung sind „Ich“, der Teufel, Gott der Vater, Gott der Sohn und der Heilige Geist. Dabei wurde das lyrische Ich lange mit Luther selbst und das Lied über weite Strecken als religiöse Autobiografie verstanden

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. So heißt es in der Weimarer Werkausgabe:

Diese Auffassung wird jedoch von neueren Interpreten durchweg abgelehnt. Persönliche Erfahrung bringt Luther vielmehr ein in den allgemein christlichen Grundvorgang der Erlösung, den Paulus ganz analog in Römer 7  und Römer 8  beschreibt; auch das Tod und Teufel verfallene Ich in Römer 7 ist nicht Paulus als Individuum, sondern der Mensch, der das Gesetz Gottes vollständig erfüllen soll und darüber mit sich selbst zerfällt. Darum verkündet die erste Strophe als Prolog den Zuhörern der Erzählung, dass die „Wundertat“ an „uns“ geschehen sei.

Den Heilsbeschluss Gottes und das Erlösungshandeln Jesu, sein stellvertretendes Sterben, seine Auferstehung und die Sendung des Geistes als Tröster bringt Luther in wörtlicher Rede zur Sprache – ein Mittel, das dem Lied einen großen Teil seiner Direktheit verleiht. Der Schluss mit der Warnung vor „Menschensatzungen“ formuliert ein spezifisch reformatorisches Anliegen.

Die bis heute gesungene lebhafte Melodie?/i mit ihren Achtelauftakten und Quartsprüngen schuf Luther wohl zeitnah mit dem Text. Sie ist dem Lied im Erstdruck, dem Achtliederbuch, beigegeben. Im Erfurter Enchiridion ist stattdessen die Melodie eines mittelalterlichen Osterlieds genannt (Freut euch, ihr Frauen und ihr Mann, dass Christ ist auferstanden, um 1390), die mit Es ist das Heil uns kommen her (EG 342) verbunden blieb. Johann Walter komponierte für sein vierstimmiges Geistliches Gesangbüchlein (1524) eine eigene Melodie zu Nun freut euch, die nie Gemeindegesang wurde. Eine weitere, ruhigere Singweise?/i schuf Luther selbst für Nun freut euch; sie erschien zuerst im Klugschen Gesangbuch (2. Auflage von 1533; 1. Auflage von 1529 verloren) und liegt den meisten barocken Bearbeitungen des Liedes zugrunde. Diese Melodie blieb zu anderen Texten gebräuchlich (Es ist gewisslich an der Zeit; Ich steh an deiner Krippen hier); mit Luthers freudigem Erlösungslied ist für heutige Sänger untrennbar seine erste Melodie verbunden.

Hochheimer Kirchenstück

Das Hochheimer Kirchenstück ist eine 15

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,4 Hektar große Rheingauer Weinlage. Sie ist der Großlage Hochheimer Daubhaus im Weinbaugebiet Rheingau zugeordnet und zählt mit der westlich benachbarten Einzellage Hochheimer Domdechaney zu den Spitzenlagen der Gemarkung Hochheim am Main im Main-Taunus-Kreis.

Die Rebflächen des Hochheimer Kirchenstücks bedecken wie alle Hochheimer Weinlagen Teile der etwa 35 Meter hohen Geländestufe über der Untermainebene am Südrand des Main-Taunus-Vorlandes. Sie nehmen südöstlich der Hochheimer Altstadt und südlich der Baugebiete entlang der Flörsheimer Straße und damit vor kalten Winden aus Norden geschützt den mittleren und steilsten Teil der Geländestufe ein mcm taschen sale.

Die Böden bestehen abwechselnd aus gut durchwurzelbaren sandigen Lösslehmen und schwerem Kalk. Sie bieten für das Wachstum der Reben einen guten Wasser- und Nährstoffgehalt.

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.0064444444448.3564444444444Koordinaten:

Glen Vella

Glen Vella (* 14. Mai 1984 auf Malta) ist ein maltesischer Sänger. Er vertrat sein Heimatland beim Eurovision Song Contest 2011.

Glen Vella wurde am 14. Mai 1984 auf Malta geboren.

Er begann seine Musikerkarriere im Alter von 13 Jahren. Vella lernte zunächst in Malta Klavierspielen und erhielt Gesangsunterricht, bevor er seine musikalische Ausbildung am Victoria College of Music in London fortsetzte. Er gehörte zu den Mitbegründern des Animae Gospel Choir, einem der bekanntesten Chöre seines Landes. Als Sänger trat Glen Vella in verschiedenen Musicalproduktionen in Malta auf. Dazu gehörten Jesus Christ Superstar und Godspell, sowie die Musikshow ABBA Mania. Darüber hinaus war er regelmäßiger Gast in maltesischen Fernsehsendungen wie Kalamita, Showtime, Sa 6 und Sibtijiet Flimkien.

2005 nahm Vella das erste Mal bei einer nationalen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Sein Song Appreciate konnte jedoch nur den sechsten Platz belegen. Zusammen mit der Sängerin Pamela stellte er 2008 das Lied Loved by you dem maltesischen Publikum vor, kam damit aber nicht über das nationale Semifinale hinaus. Im Folgejahr ging er mit der Musikgruppe Q in den nationalen Vorentscheid. Das Lied Before you walk away erreichte 2009 den dritten Platz in Maltas Finale. 2010 trat Glen Vella in diesem Wettbewerb wieder als Solokünstler auf und erreichte in der nationalen Endausscheidung mit dem Stück Just a little more love den zweiten Platz. Zudem gewann er 2010 bei den Malta Music Awards die Auszeichnung als Bester männlicher Künstler.

Am 12. Februar 2011 fand die nationale Vorentscheidung für die Teilnahme am diesjährigen Eurovision Song Contest in Düsseldorf statt. Bei der vom Fernsehsender Public Broadcasting Services übertragenen Show im Mediterranean Conference Centre in Maltas Hauptstadt Valetta nahm Glen Vella mit dem Lied One Life teil und belegte den ersten Platz. Ermittelt wurde der Gewinner durch Televoting (33 %) und Juryentscheidung (67&nbsp

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;%). Der Text des Siegertitels stammte von Fleur Balzan

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, der Komponist war Paul Giordimaina. Vella präsentierte das Lied in Düsseldorf am 10. Mai 2011 im ersten Halbfinale des internationalen Wettbewerbs. Sein Titel konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren, er verpasste den Finaleinzug um nur einen Punkt.

2014 bewarb sich Vella mit dem Lied Breakaway beim Vorentscheid Malta Eurovision Song Contest 2015 und erreichte im Finale den 3. Platz.

1971: Joe Grech | 1972: Helen & Joseph | 1975: Renato | 1991: Georgina & Paul Giordimaina | 1992: Mary Spiteri | 1993: William Mangion | 1994: Chris & Moira | 1995: Mike Spiteri | 1996: Miriam Christine | 1997: Debbie Scerri | 1998: Chiara | 1999: Times Three | 2000: Claudette Pace | 2001: Fabrizio Faniello&nbsp

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;| 2002: Ira Losco | 2003: Lynn Chircop | 2004: Julie & Ludwig | 2005: Chiara | 2006: Fabrizio Faniello | 2007: Olivia Lewis | 2008: Morena | 2009: Chiara | 2010: Thea Garrett | 2011: Glen Vella | 2012: Kurt Calleja | 2013: Gianluca Bezzina | 2014: Firelight | 2015: Amber | 2016: Ira Losco

The Wanderer

The Wanderer ist ein altenglisches Gedicht aus dem 10. Jahrhundert, das im Exeter Book überliefert ist. Es umfasst 115 alliterierende Verse mcm taschen sale. Das Entstehungsdatum ist unbekannt, liegt aber mit hoher Sicherheit vor dem Jahr 1070 n. Chr., da es Teil einer älteren Kultur der mündlichen Überlieferung ist.

The Wanderer ist ein melancholisches Gedicht und dem Genre der Elegie zuzuordnen. Gleichzeitig ist es ein ubi sunt-Gedicht („Wo sind sie (geblieben)?“), in dem der Verlust der Sippe des Sprechers beklagt wird. Mit „hwær cwom“ („wohin sind sie gegangen“) ist die altenglische Entsprechung zu ubi sunt sogar explizit in diesem Gedicht zu finden.

Die Sprache des Gedichts ist kunstvoll, der altenglische Stabreim wird in gekonnter Weise eingesetzt, z. B. in Vs. 52f:

(„Er begrüßt sie freudig, betrachtet sie gerne, die Gefährten des Kriegers“).

Ebenso findet man Beispiele für das als Kunst gepflegte Kenning, das Ersetzen einfacher Wörter durch neue Zusammensetzungen, z. B. „goldwine“ (Vs. 22, „Gold-Freund“) für Herr oder König (der seine Vasallen mit Gold, insbesondere Ringen entlohnte), oder „ferðlocan“ (Vs. 13, „Schatzkiste der Seele“) für Geist oder Sinn.

Der Sprecher, ein Mann fortgeschrittenen Alters, erinnert sich in diesem Gedicht der frohen Tage, die er im Dienst eines Herren verbracht hat, und der Schlachten und Schicksalsschläge, die ihn seiner Sippe beraubten. Er denkt über seine Isolation als letzter seines Geschlechts nach und spricht sich dafür aus, dass der Krieger überlegte Entscheidungen treffen soll, sich weder von Habgier noch von Jähzorn zu Handlungen hinreißen lassen, die ihn und seine Sippe auf lange Sicht dem Untergang weihen.

Neben dem oben schon genannten ubi sunt-Motiv ist in The Wanderer das schicksalsgläubige Weltbild der Angelsachsen zu erkennen, das (wahrscheinlich erst nachträglich) mit christlichen Elementen überblendet wurde.

Der Glaube an das allmächtige Schicksal tritt beispielsweise in Vs

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. 5 zutage: „Wyrd bið ful aræd!“ („Das Schicksal ist unausweichlich!“)

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; christliche Einflüsse findet man v.a. in den letzten Versen, wo es heißt:

(„Gut ist es für jenen, der Vergebung sucht, Trost beim Vater im Himmel, bei dem all unsere Sicherheit liegt“).

Kathrin Angerer

Kathrin Angerer, auch Kathi Angerer, (* 1970 in Oranienburg) ist eine deutsche Schauspielerin, die sowohl für die Bühne als auch für den Film tätig ist.

Kathrin Angerer trat zunächst als Laienschauspielerin auf und nahm später Schauspielunterricht. Sie bekam ihr erstes Engagement 1993 an der Volksbühne Berlin, an der sie unter der Regie von Frank Castorf bis heute zahlreiche Rollen spielte und die Aufmerksamkeit der Kritik gewann. Seit 1996 ist sie auch im Fernsehen und im Kino zu sehen. So spielte sie von 1998 bis 2003 in Polizeiruf 110 die Nebenrolle Tamara

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. 2003 war sie im Film Hamlet X neben Corinna Harfouch, Ulrich Mühe, Rufus Beck, Meret Becker und vielen anderen prominenten deutschen Schauspielern zu sehen. 2006 wirkte sie in Dominik Grafs Film Der Rote Kakadu mit.

Nach ihrem Engagement an der Volksbühne wechselte sie kurzzeitig ans Berliner Maxim-Gorki-Theater. In der Spielzeit 2011/2012 war sie als Gastsolistin in der Partie der Ottilie in Im Weißen Rößl in der Komischen Oper Berlin zu sehen; dort hatte sie auch schon 2008/2009 mitgewirkt. Außerdem ist ihre Stimme immer wieder in Rundfunk-Hörspielen zu hören, in denen sie wegen ihrer jugendlichen Stimme meist die „Naive“ oder „Unschuldige“, oft aber auch das „Dummchen“ gibt.

Karl von Lothringen-Commercy

Karl Franz von Lothringen, Fürst von Commercy, Graf von Rosnay (französisch Charles François de Lorraine, prince de Commercy, comte de Rosnay) (* 11. Juli 1661 in Bar-le-Duc; † 15. August 1702 nahe Luzzara), war ein kaiserlicher Feldmarschall aus französischem Hochadel und enger Vertrauter des Prinzen Eugen von Savoyen (* 1663; † 1736). In zeitgenössischen Quellen wird er oftmals nur als Fürst (von) Commercy oder einfach Commercy bezeichnet.

Er schloss sich, wie viele der lothringischen Militärs, der kaiserlichen Armee an, um am Großen Türkenkrieg (1683–1699) teilzunehmen, verblieb allerdings auch noch in kaiserlichem Dienst, als sich der Kampf im Pfälzischen (1688–1697) und Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) nun gegen Frankreich richtete. Im Kampf fiel er durch persönlichen Einsatz und seine Sorgfalt bei der Organisation der ihm unterstellten Truppen auf.

Von seinem Leben ist über die militärische Karriere hinaus nur wenig bekannt. Das liegt einerseits an seinem relativ frühen Tod, aber andererseits vor allem auch an der herausragenden Persönlichkeit des Eugen von Savoyen, dem gegenüber die Schicksale der übrigen kaiserlichen Heerführer dieser Zeit in der modernen österreichischen Geschichtsschreibung stark zurückgedrängt wurden.

Commercy wurde am 11. Juli 1661 in der lothringischen Stadt Bar-le-Duc in das Haus Guise hineingeboren, das eine Nebenlinie des Hauses Lothringen war und seit 1582 die Herzöge von Elbeuf stellte. Der Titel ging allerdings nicht an seinen Vater, François Marie de Lorraine, Fürst von Lillebonne (* 1624; † 1694), da dieser nur ein jüngerer Sohn von Charles II. de Lorraine, 2. Herzog von Elbeuf (* 1596; † 1657), und dessen Frau Catherine Henriette de Bourbon (* 1596; † 1663), einer Tochter Heinrichs IV. von Frankreich aus einer Verbindung mit seiner Mätresse Gabrielle d’Estrées, war.

So schlug sein Vater eine militärische Laufbahn ein und begann seine Karriere noch in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges als Kavallerieoffizier in der französischen Armee. Nach einer kinderlos gebliebenen ersten Ehe heiratete der Fürst von Lillebonne im Jahr 1660 Anna von Lothringen-Vaudémont (* 1639; † 1720), eine legitimierte Tochter Karls IV. von Lothringen (* 1604; † 1675), zu dessen Vorfahren unter anderen der französische König Heinrich II. und Katharina von Medici zählten. Die neun Kinder des Paares stammten somit von Herrschern aus zwei regierenden französischen Dynastien, Bourbon und Valois, ab. Allerdings erlebten nur vier der Kinder das Erwachsenenalter:

Karl Franz von Lothringen-Elbeuf erhielt den Titel Fürst von Commercy, da er der älteste Sohn des Inhabers der Herrschaft von Commercy war. Diese wurde dem Kardinal von Retz im Jahr 1665 von seiner Mutter, der Fürstin von Lillebonne, abgekauft, wobei der Großteil der Kosten von ihrem Vater Karl IV. von Lothringen übernommen wurde. Später vermachte sie in einem Erbvertrag von 1699 dann auch ihre Ländereien, unter Vorbehalt eines eingeschränkten Fruchtgenusses, an ihren ältesten Sohn, der seinerseits für den Fall seines Todes ohne männliche Nachkommen den Herzog von Lothringen als Erben einsetzte.

Commercys Vater, der Fürst von Lillebonne, der als Offizier durchaus geachtet war, neigte privat zu solcher Verschwendungssucht, dass seine Ehefrau zeitweilig auf Geldzuwendungen des Kriegsministers Louvois angewiesen war, um sich und ihre Familie mit dem Notwendigsten versorgen zu können. Wegen dieser prekären finanziellen Lage der Familie war Commercy ursprünglich für den geistlichen Stand bestimmt gewesen, durfte aber auf seinen eigenen Wunsch hin später doch Soldat werden und erhielt 1681 von Ludwig XIV. eine Kavalleriekompanie verliehen. Wie hoch angesehen die Familie Commercys um 1680 am Hof war, bezeugt das Ballet du triomphe de l’amour, das Philippe Quinault und Jean-Baptiste Lully 1681 zu Ehren des französischen Thronfolgerpaares verfassten. Unter den darin enthaltenen Huldigungen auf die teilnehmenden Mitglieder der Hofgesellschaft findet sich auch jeweils eine auf Commercy und seine Schwester Maria Elisabeth.

Ob Commercys Freundschaft zu Eugen von Savoyen bereits damals bestand, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor, sicher ist nur, dass die beiden einander bereits in Frankreich kannten. Im Gegensatz zu Eugen brachte Commercy jedenfalls alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere bei Hof und Heer mit. Dass er trotzdem die französischen Streitkräfte verließ, hatte vielfältige Gründe. Sicherlich hoffte er im Großen Türkenkrieg gegen das Osmanische Reich schnell Karriere zu machen, zumal er entgegen seiner Erwartung keines der 1684 neu aufgestellten französischen Regimenter erhalten hatte. Vielleicht spielte auch ein gewisses Loyalitätsgefühl Herzog Karl V. von Lothringen (* 1643; † 1690) gegenüber eine Rolle bei seiner Entscheidung. Im Mai 1684 entfernte er sich ohne Erlaubnis von der Truppe, worauf Ludwig XIV. den Befehl gab, ihn in der Zitadelle von Metz gefangen zu setzen. Anfang September 1684 wurde am französischen Hof dann aber bekannt, dass Commercy geflüchtet und in Ungarn eingetroffen sei.

Zu jenem Zeitpunkt befand sich die Habsburger Monarchie im Krieg gegen das Osmanische Reich (→ Großer Türkenkrieg). Herzog Karl V. von Lothringen diente dem Kaiser als Feldherr in Ungarn, und Commercy schloss sich diesem als Freiwilliger an. In den Auseinandersetzungen zwischen dem Herzog auf der einen und dem Hofkriegsratspräsidenten Herrmann Markgraf von Baden auf der anderen Seite scheint Commercy eine Vermittlerrolle eingenommen zu haben, ohne jedoch eine Versöhnung zwischen den verfeindeten Blöcken herbeiführen zu können.

Im Jahr 1685 wurde Commercy während der Belagerung von Neuhäusel verwundet, nahm aber trotzdem an der Erstürmung der Stadt teil. Nach einer erneuten Verwundung während der zweiten Belagerung von Ofen im folgenden Jahr erhielt er am 11. Oktober für seine Leistungen die Beförderung zum Generalfeldwachtmeister. Am 23. November verlieh ihm Kaiser Leopold I. zudem die Inhaberschaft über das Kürassier-Regiment Mercy de Billets

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, das daraufhin, wie damals üblich, Commercys Namen trug.

Während eines kleinen Gefechtes kurz vor der Schlacht am Berg Harsány im August 1687 verlor Commercys Leibkompanie ihre Standarte. Dieser Vorfall inspirierte Commercy zu einer Tat, die bis ins 19. Jahrhundert in vielen Büchern als Muster für soldatische Tugenden zitiert wurde.

„Gleich darauf, an dem großen Tage von Mohacz, den 12. Aug. 1687, ersah sich Commercy einen Türken, der trefflich beritten, vor der Fronte auf und ab caracollirte und, herauszufordern irgend einen christlichen Ritter, trotziglich die Copi schwenkte und flattern ließ das an ihr befestigte weiße Fähnlein. Ergrimmt über des Türken Beginnen begehrt Commercy von dem Herzoge von Lothringen Urlaub, mit dem Türken anzubinden und ihm eine neue Leibstandarte für sein Regiment abzugewinnen. Er bat so anhaltend und so dringlich, daß zuletzt der Herzog einwilligen mußte

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. Commercy prallte vor und feuerte seine Pistole auf den Türken ab. Der Schuß fehlte, und der Gegner, seines Vortheils gewahrend, rannte dem Prinzen die Copi durch das Dünne der Seite. Da griff dieser zuerst mit der linken Hand in die Copi, damit der Türke sie nicht zurückziehe, aus der Rechten warf er die Pistole, zugleich den daran hängenden Pallasch greifend, und mit einem Hiebe fällt er des Türken Kopf. Hierauf zog er das blutige Fähnlein aus der Seite, um es dem Herzoge von Lothringen zu präsentieren, darauf aber dem Cornet seiner Leibcomapgnie einzuhändigen. Er möge, sagte er dem Cornet, diese Standarte besser wahren, als die vorige, sie koste ihm sein eigenes Blut.“

Der französische Marquis de Villars, der als Abgesandter dem Feldzug beiwohnte, bestätigte in seinen Memoiren, dass Commercy durch eine Lanze verwundet wurde. Allerdings dürfte das Geschehen ausgeschmückt worden sein. Vor allem die Wortwechsel und manchmal auch der Ablauf werden unterschiedlich wiedergegeben. Die erbeutete Standarte wurde auf Commercys Wunsch hin in der Kirche Notre-Dame-de-Bonsecours in Nancy aufgehängt, während Commercys Leibkompanie eine neue Standarte bekam, die von Kaiserin Eleonore Magdalena in Auftrag gegeben worden war.

Im Jahr 1688 kommandierte Commercy eine Sturmkolonne bei der Belagerung von Belgrad. Er wurde erneut verwundet und anschließend zum Feldmarschall-Leutnant befördert. Als kurz darauf der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) ausbrach, wurde Commercy an den Rhein versetzt, um hier gegen französische Truppen kämpfen. Er verhinderte 1690 die Wiedereinnahme von Mainz durch die Franzosen und wurde danach auf den Kriegsschauplatz Savoyen kommandiert. Als Reaktion darauf, dass Commercy gegen Frankreich kämpfte, erkannte Ludwig XIV. ihm den Titel eines Herzogs von Joyeuse, den Commercy seit 1688 geführt hatte, ab. Er war Commercy von einer entfernten Verwandten testamentarisch übertragen worden. Daraufhin überlegte Commercy, nach Frankreich zurückzukehren. Da Ludwig XIV. aber nicht bereit war, ihm verbindlich Straffreiheit wegen Desertation zuzusagen, blieb Commercy in kaiserlichem Dienst, in denen er 1692 zum General der Kavallerie aufstieg. Im selben Jahr nahm er an der Belagerung von Embrun teil

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, wo ihn eine Musketenkugel an der Wange traf. Für die Niederlage der kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Marsaglia im Jahr 1693 machte deren Oberbefehlshabers Feldmarschall Caprara neben Eugen von Savoyen auch Commercy verantwortlich: Entgegen seinen Anweisungen, sich abwartend zu verhalten, hätten sie Herzog Viktor Amadeus II. von Savoyen zur Schlacht gedrängt. Als der Herzog im Jahr 1696 seine Allianz mit den Kaiserlichen aufkündigte und sich auf die Seite Frankreichs stellte, forderte Commercy ihn zum Duell. Viktor Amadeus II. nahm die Herausforderung zwar an, der Zweikampf wurde aber durch die Intervention seines Hofes verhindert. Am 12. Mai 1696 erhielt Commercy schließlich die Beförderung zum Feldmarschall.

Damit stand Commercy grundsätzlich das Recht zu, selbständig eine Armee zu führen. Die erste Möglichkeit dazu hätte theoretisch der Feldzug gegen das Osmanische Reich im Sommer 1697 in Ungarn geboten, allerdings ging Eugen von Savoyen in der Anciennität Commercy voran und wurde daher auf Grundlage eines Gutachtens des Hofkriegsratspräsidenten Ernst Rüdiger von Starhemberg zum Oberbefehlshaber ernannt.

In Ungarn führte Commercy bis zum Eintreffen Eugens zunächst den Oberbefehl. Er verbesserte den desolaten Zustand der kaiserlichen Armee, indem er den Nachschub vom Hauptmagazin durch die Errichtung dreier Donaubrücken sichern ließ und Maßnahmen traf, um die in der Umgebung operierenden ungarischen Aufständischen zu bekämpfen. In der Schlacht bei Zenta kommandierte Commercy das Zentrum und forderte nach der Schlacht den Weitermarsch auf Temesvar, wohin sich die Reste des schwer geschlagenen osmanischen Heeres zurückgezogen hatten. Die Gefahren durch die osmanische Kavallerie hielt Commercy für vernachlässigbar gegenüber der Chance, das zentrale feindliche Nachschublager einzunehmen. Letztendlich musste er aber akzeptieren, dass diese Operation wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit und der unzureichenden Logistik der kaiserlichen Truppen undurchführbar war. An der Strafexpedition gegen Bosnien, die Eugen von Savoyen während der Friedensverhandlungen zum Zweck der Machtdemonstration und Abschreckung durchführen ließ, nahm Commercy freiwillig teil.

Als sich im Winter 1700/01 ein erneuter Krieg gegen Frankreich anbahnte (→ Spanischer Erbfolgekrieg) und Prinz Eugen von Savoyen einen Feldzug in Italien vorbereitete, forderte er Commercy erneut als Unterführer an. Beide waren in die Kriegsplanung des Hofkriegsrats eingebunden und befürworteten trotz des schlechten Zustands der kaiserlichen Armee den sofortigen Beginn der Kampfhandlungen gegen Frankreich. Nach dem Übergang der kaiserlichen Truppen über die Lessinischen Alpen im Mai/Juni 1701 nahm Commercy an den Schlachten bei Carpi (9. Juli) und Chiari (1. September) teil und kommandierte ab November alle Truppen auf dem linken Ufer des Po. Zu dieser Zeit trat er außerdem mit zwei kaisertreuen Informanten in Cremona in Kontakt, um Möglichkeiten auszuloten die Stadt, in der sich das Hauptquartier des französischen Oberbefehlshabers Maréchal de Villeroy befand, einzunehmen. Während des letztlich gescheiterten Überfalls auf Cremona (1. Februar 1702) befand sich Commercy den ganzen Tag in der umkämpften Stadt und entging nur knapp der Gefangennahme. Generell war das französische Oberkommando überzeugt, dass sich Commercy durch gezielten Einsatz von Spionen laufend über die französischen Vorhaben informieren ließ und damit die Grundlage für die überraschenden Erfolge der zahlenmäßig unterlegenen kaiserlichen Armee schuf.

Anfang 1702 plante der Hofkriegsrat, ein Drittel der in Italien operierenden Truppen nach dem spanischen Neapel zu schicken, das mit Frankreich verbündet war. Ziel sollte es sein, dort einen Aufstand des kaisertreuen Adels gegen die Besatzer zu unterstützen. Als Kommandant war Commercy vorgesehen. Neben seiner militärischen Erfahrung vertraute Kaiser Leopold I. vor allem auf sein diplomatisches Geschick bei den zu erwartenden Verhandlungen mit den italienischen Fürsten, deren Gebiete das kaiserliche Expeditionscorps durchziehen musste. Allerdings wurde Commercys Autorität durch Auflagen so stark eingeschränkt, dass er beim Kaiser scharf gegen diese unzumutbare Beschränkung seiner Handlungsfreiheit protestierte und jede Verantwortung für ein sich daraus ergebendes Scheitern von sich wies. Außerdem warnte Commercy davor, die Truppen des Prinzen Eugen zu verringern und damit in Vergleich zu den ohnehin schon überlegenen französischen Streitkräften weiter zu schwächen. Leopold I. gab Commercys Bedenken recht und ordnete im März 1702 an, das ganze Unternehmen auf eine spätere Zeit zu verschieben.

In der folgenden Zeit erkrankte Commercy schwer, vermutlich an Typhus oder Malaria. Trotz der praktisch nicht vorhandenen medizinischen Versorgung im kaiserlichen Heer (Prinz Eugen hatte 1701 auf eigene Kosten noch eine halbe Feldapotheke beschaffen müssen) führte er weiterhin den Befehl über die kaiserlichen Blockadetruppen vor Mantua, konnte den Entsatz der Stadt durch den französischen Gegner aber nicht verhindern. In der Schlacht bei Luzzara am 15. August 1702 kommandierte er den rechten Flügel des kaiserlichen Heeres und wurde schon während der ersten Angriffswelle von mehreren Kugeln tödlich getroffen. Sein Leichnam wurde später in der Abteikirche des Klosters San Benedetto di Polirone, sein Herz in der Église des Cordeliers, der Grabkirche der lothringischen Dynastien, in Nancy bestattet.

Da Commercy nie geheiratet hatte und auch sonst keine unehelichen Söhne hatte, die er hätte legitimieren können, fielen seine lothringischen Güter gemäß dem Erbvertrag von 1699 mit seinem Tod an Herzog Leopold von Lothringen.

Alle zeitgenössischen Autoren hoben Commercys Mut hervor, der sich in der Schlacht bis zur Tollkühnheit steigern konnte und die Soldaten mitriss, den Fürsten aber auch blind für Gefahren machte. So hielt er vor seinem Tod weithin sichtbar auf einem Damm an, wo er ein leicht zu treffendes Ziel darbot. In seinen Portraits des généraux d’armée de l’empereur en 1689 bescheinigte ihm der Marquis de Villars neben großem Mut vor allem Wissbegierde, befürchtete aber, dass sein heftiges Temperament seiner Karriere im Weg stehen könnte. In seinen Gutachten zur politischen oder militärischen Lage nahm Commercy weder Rücksicht auf die herrschende Meinung bei Hof, noch fühlte er sich verpflichtet, die Erwartungen der Militärbehörden zu bestätigen. Bei aller sachlichen Offenheit wahrte Commercy aber stets die damals gebotenen höfischen Umgangsformen, weshalb ihm seine Vorgesetzten wiederholt politisch heikle Aufgaben, wie die Einquartierung der Armee für den Winter, übertrugen.

Dem gegenüber stand das offensichtliche Misstrauen der militärischen Verwaltungsstellen in Wien, wenn es darum ging, Commercy ein eigenständiges Kommando anzuvertrauen. Trotz seiner schnellen Karriere bis zum Feldmarschall scheint man ihn nicht für fähig gehalten zu haben, die notwendigen strategischen und taktischen Entscheidungen unabhängig von einem Vorgesetzten oder Kollegen zu treffen. Diese Geringschätzung der Fähigkeiten Commercys richtete sich aber nur teilweise gegen seine Person. Vor allem war sie Ausdruck eines grundsätzlichen militärtheoretischen Gegensatzes. Auf der einen Seite stand die Wiener Militärbürokratie, die sich der damals traditionellen ressourcenschonenden Kriegsführung verpflichtet sah. Im Gegensatz dazu stand die bevorzugte Strategie Eugens und Commercys. Beide waren bestrebt, den Gegner auch unter Inkaufnahme größerer Verluste und hohen Risikos möglichst rasch zu einer entscheidenden Auseinandersetzung zu zwingen. Trotzdem ist der zumindest unterschwellige Vorwurf, Commercy sei nur ein rücksichtsloser Haudegen gewesen, nicht gerechtfertigt. Gerade während der Debatte um das neapolitanische Detachement bewies er nachdrücklich, dass er durchaus fähig und willens war, gesamtstrategische und politische Aspekte in seine Kriegsplanung mit einzubeziehen und sie gegen seine Vorgesetzten einschließlich des Kaisers energisch zu vertreten – selbst wenn sie seinen persönlichen Interessen zuwiderliefen.

Da Commercys Privatkorrespondenz, sofern überhaupt erhalten, nicht erforscht und die Eugens von Savoyen verschollen ist, lässt sich über Details zum Privatleben der Freunde keine Aussage treffen. In politischen und militärischen Fragen stimmten beide fast völlig überein. Commercy betonte von Anfang an die Konsolidierung der habsburgischen Hausmacht als Richtlinie seines Handelns, eine Ansicht, die Eugen übernahm und teilte. Wie sehr Eugen in strategischer Hinsicht Commercy vertraute, geht aus der Tatsache hervor, dass seit Ende 1701 in Italien de facto eine Doppelführung der Armee bestand. Übereinstimmend berichten alle Quellen von der tiefen Trauer, die Commercys Tod bei Eugen von Savoyen und den kaiserlichen Streitkräften hervorrief.